4., 6., 7., 10. und 11.11.2018

Murgleiter

D-Wanderer Kilometer 1717 - 1837

4.11.18 Bad Rotenfels - Obertsrot 27 km

Die als "Premiumwanderweg" zertifizierte Murgleiter führt 110 km weit mit 4977 m Auf- und 4084 m Abstieg durch das Murgtal im Nordschwarzwald. Im Gegensatz zum leichten Murgtalwanderweg geht es bei der Murgleiter wie der Name schon andeutet ordentlich bergauf und bergab. Die Route führt meist abseits von Straßen und Orten durch den Wald. Wenn man hier im Herbst wandert, erkennt man schnell, dass der Schwarzwald nicht immer nur schwarz ist, sondern auch sehr farbenfroh sein kann.

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© Günter Kromer— Schloss Rotenfels

Für mich ist die Murgleiter ein Heimspiel. Vor allem auf den ersten Abschnitten bin ich schon oft gewandert bzw. habe sie für mein Training als Trailrunner genutzt. Ich mag diese Route. Daher war es für mich von Anfang an klar, dass die Murgleiter auch unbedingt ins D-Wanderer Projekt muss.
Eigentlich wollte ich heute die Fotos vom Jurasteig bearbeiten, von dem ich gestern Abend zurück kam, doch der Wetterbericht lässt viel Sonnenschein auf dem bunten Herbstlaub erwarten. Daher setze ich mich am Morgen in die S-Bahn und fahre ins Murgtal.
Von der Haltestelle führt der Weg über die Murg. Gleich darauf erreiche ich Schloss Rotenfels, vor dem viele Skulpturen darauf hinweisen, dass im Schloss eine Kulturakademie ihren Sitz hat.

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© Günter Kromer

Ein schmaler Pfad führt bergauf. Bald blicke ich hinab auf Bad Rotenfels und über das untere Murgtal. Heute ist es zwar herrlich sonnig, aber auch recht dunstig.

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© Günter Kromer

Durch farbenfrohen Herbstwald geht es anfangs bergauf und bergab. Zu dieser Jahreszeit macht das Wandern hier so richtig Spaß. Entsprechend viele Menschen sind heute hier unterwegs.

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© Günter Kromer

Vorbei am einstigen Waldseebad, einem wunderschönen, aber seit zwei Jahren stillgelegten Natur-Freibad, das hoffentlich irgendwann wieder geöffnet wird, komme ich schnell voran. Dann beginnt ein langer Aufstieg, mal auf schmalen Pfaden, mal über breite Wege. Unterwegs komme ich am ersten von vielen Brunnen auf der Murgleiter vorbei.

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© Günter Kromer

Beim Schloss Alt-Eberstein verzichte ich wegen der im Dunst stark eingeschränkten Fernsicht heute auf die Besteigung des Turms.

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© Günter Kromer

Bald darauf erreiche ich den kleinen Pavillon beim Verbrannten Felsen. Von hier aus blickt man an klaren Tagen über die Rheinebene bis zu den Pfälzer Bergen.

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© Günter Kromer
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© Günter Kromer

Nun führt der Weg hinab zur kleinen, wild romantischen Wolffschlucht. Oben sind die Parkplätze schon um 13 Uhr überfüllt, was sehr selten vorkommt. Das Wetter lockt heute wirklich viele Menschen nach draußen.

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© Günter Kromer
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© Günter Kromer

Nun führt die Murgleiter hinauf auf den Merkur, das beliebte Ausflugsziel oberhalb von Baden-Baden. Da hier auch eine Bergbahn hinauf führt, tummeln sich heute fast schon Menschenmassen hier oben. Vom Merkur aus blickt man hinab nach Baden-Baden und zur heute im Dunst verschwimmenden Rheinebene. Von den höchsten Bergen des nördlichen Schwarzwalds sehe ich ich heute nur graue Schemen, die Vogesen in der Ferne bleiben verborgen. Das kenne ich viel besser.

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© Günter Kromer
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© Günter Kromer

Schon nach zwei bis drei Kilometern wandere ich wieder abseits der Menschenmassen nahezu alleine durch den stillen Wald. Der Weg führt an einem kleinen See vorbei hinab nach Gernsbach.

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© Günter Kromer
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© Günter Kromer

Eigentlich endet hier die offizielle Etappe, aber ich will das schöne Wetter noch länger genießen und wandere ein paar Kilometer weiter. Vorbei an einem Mahnmal für die Kriegsgefallenen, von dem man eine schöne Aussicht auf Gernsbach hat, geht es schnell wieder bergauf.

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© Günter Kromer

Ein schmaler Weg führt nun am steilen Hang entlang. Manchmal wachsen Stechpalmen neben dem Weg und verzieren die Strecke mit ihren roten Beeren.

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© Günter Kromer

Schloss Rotenfels dient seit vielen Jahren als edles Hotel. Die untere Terrasse ist im Sommer ein beliebtes Ausflugsziel, da man dort mit wunderbarer Aussicht auf das Murgtal essen und trinken kann. Aber auch vom Parkplatz neben dem Hotel und vom Weinberg unterhalb ist der Blick großartig.

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© Günter Kromer
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© Günter Kromer

Nun geht es relativ steil bergab. Im letzten Abendlicht erreiche ich Obertsrot, von wo aus ich mit der S-Bahn nach Hause fahre.

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© Günter Kromer

6.11.18 Obertsrot - Forbach 20 km

Der Wetterbericht kündigte an, dass sich der Hochnebel, der im Herbst oft die Rheinebene unter einem Grauschleier versenkt, bald auflösen wird. Daher gehe ich davon aus, dass ich im Murgtal bald wieder Sonnenschein bekomme. Doch als ich in Obertsrot aus der Bahn steige, reicht der Hochnebel noch weit ins Murgtal hinein. Doch nach wenigen Kilometern bin ich schon oberhalb der Nebelgrenze und blicke von der Elsbeth-Hütte hinab auf das Wolkenmeer, das die Rheinebene und das untere Murgtal bedeckt.

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© Günter Kromer
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© Günter Kromer— Blick von Elsbethhütte

Ein sehr schöner Weg führt hinüber zum Dachsstein. Bei nassem Wetter empfehle ich, nicht zum äußersten Ende des Felsens zu gehen. Kurz nach der Elsbeth-Hütte sieht man fast genau so viel wie vom bei Regen rutschigen Fels.

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© Günter Kromer— Dachsstein

Nach dem Dachsstein geht es eine Weile nur bergab.
In Reichental empfehle ich einen kurzen Abstecher in die Kirche, deren Holzdecke sehr schön ist. Etwas oberhalb des Ortes bietet sich dann ein netter Blick auf Reichental, der wie eine Kitschpostkarte wirkt.

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© Günter Kromer— Reichental

Nun führt die Murgleiter in häufigem Wechsel zwischen Auf- und Abstiegen mal bequem, mal etwas steiler, mal auf breiten Wegen, talaufwärts. Unterwegs kann man an zwei Brunnen seine Flaschen nachfüllen, ab und zu öffnet sich der Wald für eine schöne Aussicht.

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© Günter Kromer
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© Günter Kromer— Blick auf Bermersbach

Etwas oberhalb des Latschigfelsen steht ein kleiner Pavillon, der wieder einen schönen Blick hinab in das untere Murgtal und bis zur Rheinebene bietet. Noch immer liegt dort unten die Hochnebeldecke.

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© Günter Kromer
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© Günter Kromer

Bald darauf zweigt ein kurzer Weg zum Latschigfelsen ab. Dieser ist einer der schönsten Aussichtspunkte im Murgtal. Vom Kreuz blickt man hinab nach Forbach und auf die Berge auf der anderen Seite des Tales.

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© Günter Kromer— Latschigfelsen

Durch herrlich bunten Wald geht es nun bergab. Seit dem Pavillon folgt die Murgleiter dem Schwarzwald-Westweg hinab nach Forbach. Neu ist unten die Streckenführung, die nun nicht mehr wie früher auf Asphalt durch Gausbach sondern auf einer schönen, aussichtsreichen Strecke oberhalb führt. Diese Streckenänderung ist eine enorme Verbesserung dieser Etappe.

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© Günter Kromer

Jetzt im Herbst begeistert auf diesem Abschnitt die bunte Mischung aus Herbstlaub und dunklem Nadelwald. Ach wie schön, dass ich heute nicht im Büro sitzen muss! Man sollte solche Tage immer nutzen können, um den Herbst voll und ganz in seiner Pracht genießen können!

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© Günter Kromer— Gausbach
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© Günter Kromer— Forbach

Schließlich erreiche ich Forbach, wo ich wieder in die Bahn einsteige.

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© Günter Kromer— Forbach

7.11.18 Forbach - Schwarzenberg 23 km

Der Hochnebel ist verschwunden. Die Sonne lacht vom tiefblauen Himmel. Diese Etappe wird zum perfekten Farbenrausch. Gleich unterhalb vom Bahnhof führt der Weg über eine schöne, alte Holzbrücke.

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© Günter Kromer— Forbach
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© Günter Kromer

Den Ort lasse ich dann schnell hinter mir. Anfangs etwas anstrengend führt der Weg schnell bergauf. Die ersten Kilometer folge ich noch dem Schwarzwald-Westweg, dann führt die Murgleiter aber auf einer anderen Route hinüber zur Schwarzenbach-Talsperre.

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© Günter Kromer
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© Günter Kromer
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© Günter Kromer

Nach diesem ungewöhnlich trockenen Sommer überrascht es mich zwar nicht, dass der Stausee bei der Schwarzenbach-Talsperre so wenig Wasser hat wie seit der völligen Entleerung vor einigen Jahren nicht mehr, aber dass der Pegel so extrem niedrig ist, schockiert mich dann doch.
Im Sommer baden hier viele Menschen, was aber nur auf eigene Gefahr gestattet ist und manchmal schon wegen Problemen mit Algen verboten wurde. Außerdem kann man hier im Sommer mit Tretbooten fahren.

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© Günter Kromer

Die Route der Murgleiter führt zwar nicht über die Staumauer, aber ich empfehle jedem Wanderer, dennoch über die Mauer ans andere Ufer zu gehen. Der Blick auf den See ist von der Mitte der Mauer aus am schönsten. Am anderen Ufer führt gleich hinter dem Imbiss-Kiosk ein Weg hinab zum Fuß der mächtigen Staumauer, wo man wieder auf die Murgleiter trifft.

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© Günter Kromer
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© Günter Kromer— Blick von der Staumauer nach unten
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© Günter Kromer

Ein paar Kilometer danach führt die Strecke oberhalb von einem großen Steinbruch an Raumünzach vorbei. Alleine wegen diesem Blick auf das farbige Murgtal hat es sich schon gelohnt, heute die Arbeit im Büro gegen das Wandern zu tauschen.

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© Günter Kromer— Murgtal bei Raumünzach

Und es geht ähnlich bunt weiter. Die restliche Streckenführung ist bis Schönmünzach nicht mehr besonders spannend, aber die Herbstfarben sind einfach klasse.

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© Günter Kromer
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© Günter Kromer— Schönmünzach
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© Günter Kromer— Schönmünzach

Eigentlich endet diese Etappe in Schönmünzach. Aber bei dem herrlichen Wetter will ich nicht jetzt schon in die Bahn steigen. Daher wandere ich noch 5,5 km weiter bis Schwarzenberg, wo ich die nächste Haltestelle erreiche. Dieser Abschnitt bietet wieder viel Sonnenschein und Aussicht.

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© Günter Kromer— Schwarzenberg

10.11.18 Schwarzenberg - Baiersbronn

restlicher text folgt morgen, heute abend mache ich erst mal den film zum jurasteig fertig

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© Günter Kromer— Silberberg
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© Günter Kromer— Huzenbacher See
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© Günter Kromer— Huzenbacher See
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© Günter Kromer— Wurzelmännle?
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© Günter Kromer— Stirnleshütte
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© Günter Kromer— Blick nach Klosterreichenbach
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© Günter Kromer— Baiersbronn

11.11.18 Baiersbronn - Schliffkopf

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© Günter Kromer— Baiersbronn
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© Günter Kromer— Buhlbachtal
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© Günter Kromer— Murg-Brunnen
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