Der Deutschland-Wanderer

Fernwanderwege

Warum so oft in ferne Länder fliegen, wenn es in Deutschland noch so viel zu entdecken gibt? Mit dem D-Wanderer Projekt will ich möglichst unterhaltsam zeigen, wie schön Wandern in Deutschland ist, und Euch zu eigenen Wanderabenteuern inspirieren. Von 1.7.2018 bis 30.6.2020 wanderte ich 10.000 km auf den schönsten Fernwanderwegen Deutschlands.

Im April 2021 erschien dazu mein Buch "Der Deutschland-Wanderer", für das ich die auf dieser Seite stehenden Streckenbeschreibungen sehr stark kürzte und daür viele Erlebnisse aus meinem  Abenteuer Fernwanderung hinzugefügt habe.

Auch nach Ende des 10.000 Kilometer-Projekts stelle ich ab und zu weitere Fernwanderwege auf dieser Seite vor. Bis November 2022 sind dies schon mehr als 750 Kilometer. Für 2023 plane ich momentan den Querweg Freiburg-Bodensee, zwei Etappenwanderungen auf von mir entworfenen Routen sowie im Herbst einige weitere Etappen auf dem Württembergischen Weinwanderweg und dem Ortenauer Weinpfad.

 

Tageswanderungen

Seit Juli 2020 stelle ich in der Rubrik "Sonstige Wanderungen" auch viele Tageswanderungen vor. Aktuell November 2022) stehen hier bereits insgesamt mehr als 2100 Kilometer Wandertipps.
 

Rheinauen-Blog und Fotoprojekt Nationalpark Schwarzwald

Seit 2021 dokumentiere ich in der Rubrik "Rheinauen" die Vielfalt der Natur in den Auwäldern der Rheinebene. Kaum ein anderer Lebensraum in Deutschland verändert sich so sehr von Woche zu Woche. Ich stelle den ständigen Wechsel zwischen Trockenheit und Überflutung, den Wandel der Jahreszeiten sowie die Tier- und Pflanzenwelt dieser faszinierenden Natur nicht nur mit Fotos vor, sondern erzähle auch einiges über diesen Lebensraum.

Seit Juli 2022  steht in der Rubrik "Sonstige Wanderungen" auch mein neues Fotoprojekt "Nationalpark Schwarzwald".

Mit diesen beiden Blogs will ich vor allem dazu anregen, mehr mit offenen Sinnen durch die Natur zu wandern und auch auf die kleinen Schönheiten neben dem Weg zu achten.

 

Etappenlänge

Da ich lieber vom frühen Morgen bis zum Abend unterwegs bin, anstatt erst um 9 Uhr zu frühstücken und bereits um 15 Uhr am Etappenziel zu sitzen, fasse ich gerne zwei "offizielle" Tagesetappen an einem Tag zusammen. Außerdem entspricht mein Wohlfühltempo eher schnellem Nordic Walking als normalen Wandern. Meine täglichen Kilometerangaben sollten daher niemanden davon abhalten, selbst auf diesen Routen zu wandern. Die meisten Wanderer teilen sich die Strecken in deutlich kürzere Etappen ein.

 

Ausrüstung

Inzwischen ist das Sohlenprofil bei Trailrunning-Schuhen so gut, dass ich ausschließlich diese anstatt schwerer Wanderschuhe trage. In atmungsaktiven Trailschuhen trocknen nach einem Regenguss oder einer Bachdurchquerung die Socken und Füße viel schneller als in Wanderstiefeln. Wanderschuhe mit festem Schaft bieten zwar bessern Schutz vor Umknicken, durch ihre Steifheit verliert man darin aber das Gefühl für den Untergrund. Da sich die Füße in flexibleren Schuhen besser den Steinen und Wurzeln am Boden anpassen können, kommen erfahrene und trittsichere Wanderer darin sogar gefahrloser voran als mit starren Wanderschuhen. Aber dies gilt ausdrücklich nicht für untrainierte Anfänger!
Wanderstöcke verteilen die Kraft auf Beine und Arme und entlasten die Fuß- und Kniegelenke. Auf steinigem oder rutschigem Boden, bei Bachüberquerungen und im Schnee reduzieren Stöcke die Sturzgefahr. Ich empfehle ausdrücklich nur faltbare Stöcke, da sich Schraubgewinde unterwegs lösen und zu schweren Stürzen führen können.
Da ich Rucksäcke mit Netzgitter viel angenehmer finde als die anderen, bei denen eine zu große, schlecht belüftete Fläche direkt am Rücken aufliegt, ist mir die Futura-Reihe von Deuter am liebsten. Im Sommer passt alles in meinen Futura Pro 36 Liter, im Winter trage ich den Futura Vario 50+10 Liter.
Während der ersten acht Monate fotografierte ich mit einer Canon, wechselte dann aber auf die Nikon D5600.
Vor allem in der dunkleren Jahreshälfte rate ich bei längeren Etappen unbedingt dazu, eine Stirnlampe mitzunehmen. Selbst wenn man plant, sein Ziel vor Sonnenuntergang zu erreichen, kann durch Orientierungsprobleme, Streckensperrungen, Unwetter, Verletzung oder Erschöpfung die Dauer der geplanten Tour drastisch steigen.
Im Winter sollte man mindestens einen Teil der Getränke in eine Thermoskanne füllen, sonst führt eiskaltes oder sogar gefrorenes Wasser leicht dazu, dass man unterwegs viel zu wenig trinkt. Damit kein Schnee von oben in die Schuhe eindringt, nehme ich bei Schneewanderungen meist Gamaschen mit. Wenn mit vereisten Streckenabschnitten gerechnet werden muss, empfehle ich Spikes oder Schneeketten, die man auf die Schuhe schnallt. Ich benutze seit 15 Jahren Yak Trax.

 

Übernachtung

Ich verzichte darauf, auch Schlafsack, Zelt, Kocher und viel Proviant zu schleppen. Mit leichterem Gepäck kann ich täglich längere Strecken zurücklegen. Obwohl es meine Reisekasse stärker als erwartet belastet hat, sind für mich die Begegnungen mit den Menschen in den Pensionen, Gasthöfen und Hotels, aber auch der unvorhersehbare Wechsel zwischen toller Unterkunft und mieser Absteige unverzichtbarer Bestandteil der Erinnerungen an meine 10.000 Kilometer Wanderung. Den aktuellen Trend, dass immer mehr Wanderer im Freien übernachten, betrachte ich sehr kritisch. Wer abseits des Weges sein Zelt aufbaut, bemerkt oft nicht, welche geschützten Pflanzen er unter seinem Schlafsack zerdrückt. Manche Frei-Camper (zum Glück eine Minderheit) stören außerdem nachts die Tierwelt, riskieren beim Kochen einen Waldbrand und einige lassen sogar ihren Müll zurück.

 

Definition "Fernwanderweg"

Im allgemeinen Sprachgebrauch und im Tourismus wird dieser Begriff inzwischen für fast jede Etappenwanderung benutzt. In die Auswahl meines 10.000-Kilometer-Projekts nahm ich nur Routen auf, die mindestens in fünf offizielle Etappen eingeteilt sind.

 

 

 

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© Günter Kromer