Der D-Wanderer

Fernwandern als Lebensmittelpunkt

Nachdem 1986 am Schwarzwald Westweg meine Begeisterung für Fernwanderwege erwachte, überquerte ich in den nächsten Jahren mehrmals zu Fuß die Alpen von Nord nach Süd, wanderte von Wien nach Nizza sowie einige andere lange Strecken. Fernwandern war für mich damals eine der zentralen Säulen meines Lebens.

 

 

Sportlicher Wanderer
Von Anfang an brauchte ich für die einzelnen Strecken weniger Zeit als in den Wanderführern angegeben, weil ich mich bei strammem Wandertempo wohler fühle als bei langsamem Schlendern.

Um die Jahrtausendwende wurde ich dann vom Wanderer zum Läufer. Vor allem Trailrunning, also das Laufen auf meist schmalen, unbefestigten Wegen, führte mich zu vielen der der schönsten Erlebnisse meines Lebens. Bei Wettkämpfen lief ich unter anderem eine Woche lang durch die Sahara, nonstop 165 km um den Mont Blanc und nonstop 185 km rund um Menorca.
Nach bisher 100 Marathons (davon die meisten auf deutlich längeren Ultratrails) will ich nun beide Lieblingsaspekte meines Lebens vereinen. Ich werde die 10.000 km meist als ganz normaler Wanderer zurück legen, mir genügend Zeit nehmen, auch die kleinen, unscheinbaren Naturschönheiten am Wegesrand zu entdecken und sehr viel Fotografieren. Da Laufen für mich aber inzwischen auch ein untrennbarer Teil meines Lebens geworden ist, will ich dazwischen bei manchen Etapppen ein paar Kilometer weit laufen - nicht aus sportlichen Gründen, sondern weil es mir einfach Spaß macht.

 

Alleine?

Die meisten Etappen werde ich alleine wandern. An manchen Wochenenden und während ihres Urlaubs kommt natürlich meine Freundin mit, die ansonsten nach wie vor zuhause arbeiten muss. Und bereits vor Start des D-Wanderer Projekts kündigten viele Freunde an, dass auch sie bei einzelnen Etappen dabei sein wollen.

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© Günter Kromer— Fernwander-Neustart auf dem Schwarzwald Westweg