27.10.-3.11.18

Jurasteig

D-Wanderer Kilometer 1480 - 1717

27.10.18 Kelheim - Bad Abbach

Der als „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“ ausgezeichnete Jurasteig führt durch den Bayrischen Jura. Mit nur knapp 4500 Höhenmetern auf 237 Kilometern ist er nicht besonders anstrengend. Auf dem hervorragend markierten Jurasteig erfordern manche Etappen im Laufe der Jahre aber zunehmend gute Planung, da immer mehr Restaurants, Unterkünfte und Einkaufsmöglichkeiten schließen. Den Jurasteig  kann man an jeder beliebigen Stelle beginnen und beenden. Offizieller Ausgangspunkt ist Kelheim an der Donau.

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© Günter Kromer— Kelheim

Die erste Jurasteig-Wegmarkierung sehen wir gleich am großen Platz neben der Schiffsanlegestelle an der Donau. Durch ein Stadttor kommen wir in die wenig spektakuläre Altstadt, durch ein anderes gehen wir gleich darauf wieder hinaus. Auf einer Brücke überqueren wir den Main-Donau-Kanal, den wir bei den schönsten Etappen am Ende unserer Reise im Altmühltal noch oft sehen werden. Auf einem Berg thront die Befreiungshalle.

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© Günter Kromer

Bald verlassen wir die Stadt. Teils über Treppen folgen wir einem Kreuzweg vorbei an kleine Kapellen hinauf zum Goldberg.

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© Günter Kromer

Die nächsten Kilometer führen meist durch bunten Herbstwald. Leider regnet es nun immer mehr. Die Farben um uns herum gefallen uns zwar, aber da es wegen dem Wetter recht dunkel ist, beschränke ich mich hier auf ein Foto. An den nächsten Tagen werde ich noch genug Herbstfarben fotografieren.  Bei starkem Regen kommen wir wieder hinab zur Donau, die wir bei Poikam überqueren. Wieder geht es durch farbigen Laubwald.

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© Günter Kromer

Schließlich erreichen wir unsere Unterkunft oberhalb von Bad Abbach. Annette geht vor dem Abendessen noch zum Thermalbad, das fast direkt gegenüber des Gästehauses ist. Abends spazieren wir hinab in den Ort und haben Glück, gleich im ersten Restaurant auf dieser Strecke die beste Calzone meines Lebens und einen hervorragenden Salatteller zu bekommen. Super! Gastronomisch wird der Jurasteig für uns ein Wechsel zwischen Himmel und Hölle, denn ein paar Tage später schockiert uns eine Pizza mit einer belegten Gummi-Mischung.

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© Günter Kromer— Bad Abbach

29.10.18 Bad Abbach - Pielenhofen 33 km

Am Morgen führt uns der Jurasteig zuerst hinab in den Ort, kurz am Ufer der Donau entlang, dann wieder bergauf. Unterwegs öffnet sich kurz ein schöner Blick zurück nach Bad Abbach, aber wegen zu starken Regen taugt das Foto nichts.

Wie bereits vom Wetterbericht angekündigt, mischen sich immer mehr Schneeflocken in den Regen. Bald bleibt der Schnee an höheren Bereichen sogar an einigen Stellen liegen. Winter Ende Oktober! Kaum zu glauben, dass ich vor neun Tagen noch im sommerlichenT-Shirt durch den Odenwald gewandert bin!

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© Günter Kromer
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© Günter Kromer

Nun spazieren wir wieder zur Donau hinab, wo ein besonderes Erlebnis auf uns wartet. Wir wussten nicht sicher, ob die Seilfähre, die uns ans andere Ufer bringen soll, um diese Jahreszeit überhaupt schon morgens kurz nach neun Uhr in Betrieb ist. Im Internet fanden wir nirgends konkrete Angaben. Als wir das Ufer erreichen sehen wir zwar die kleine Fähre und auf einem Schild steht, dass ab 9 Uhr Betrieb ist, aber wir stehen ganz alleine hier. Was nun? Doch gleich darauf kommt ein netter Mann, der wohl im Trockenen und Warmen auf Fahrgäste wartet. Hier muss man nicht "Don´t pay the Ferryman" singen. Für nur 50 Cent pro Person werden wir sicher ans andere Ufer gebracht. Bei dem Wetter ist das für den Fährmann sicherlich kein gesundheitsfördernder Job.

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© Günter Kromer
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© Günter Kromer

Drüben geht es noch kurz am Ufer entlang, dann steigen wir eine Weile bergauf.
Da die Berge in dieser Region nicht besonders hoch sind, gibt es auf dem gesamten Jurasteig keine allzu langen Auf- oder Abstiege. Auch steile Passagen findet man hier nur wenige, und diese sind dann immer nur kurz. Abgesehen von der bei Regen etwas rutschigen Klamm am letzten Tag gibt es auch keine problematischen Stellen.
Mal geht es über Höhen, mal durch Täler, oft durch Wald, manchmal an großen oder kleinen Flüssen entlang.
Wegen dem Wetter verzichten wir heute auf den Abstecher zum Schwarzenfels. Die Aussicht von dort auf das Donautal wäre jetzt ohnehin nur sehr trübe.

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© Günter Kromer

Nach Eilshofen erreichen wir den Alpinsteig, einen besonders schönen Abschnitt des Jurasteig. Alpin bedeutet aber nicht, dass man hier klettern muss oder besondere Trittsicherheit braucht. Aber immerhin gibt es hier ein paar Felsen.

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© Günter Kromer
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© Günter Kromer
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© Günter Kromer
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© Günter Kromer
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© Günter Kromer
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© Günter Kromer

Am Nachmittag erreichen wir dann das Naabtal. Kurz folgen wir dem Fluss, dann geht es wieder hinauf in die Berge. An manchen Abschnitten des Weges verzieren stark bemooste Felsbrocken die Hänge.

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© Günter Kromer— Naab

Ein paar Meter unterhalb des Weges ist der Eingang zur Räuberhöhle. Über eine Treppe steigt man durch ein schmales Felsentor und steht dann in einem großen, recht dunklen Höhlenraum. Auf der anderen Seite führt eine Öffnung zu einer Felswand, von der man Aussicht ins Naabtal hat.

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© Günter Kromer
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© Günter Kromer
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© Günter Kromer

Und weiter geht es auf schönen Waldwegen oberhalb des Naabtal voran. Zwischendurch führt uns der Weg auch wieder mal ins Tal hinab, wo wir in Penk in einem Restaurant bei Kaffee und Kuchen eine Pause einlegen.

Danach geht es in ein Tal hinein und bald wieder bergauf.

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© Günter Kromer
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© Günter Kromer

Am späten Nachmittag erreichen wir Pielenhofen. Die Kirche des großen Zisterzienserinnenklosters gefällt uns ausgesprochen gut.

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© Günter Kromer— Klosterkirche Pielenhofen

Direkt daneben übernachten wir heute. Die Klosterwirtschaft ist das schönste Restaurant, in dem ich bei meinen bisherigen mehr als 1500 D-Wanderer Kilometern gegessen habe, mit einer Mischung aus Antikem und Trödel eingerichtet, einem gemütlichen Kachelofen und sehr guter Küche. Auch die Zimmer sind ausgesprochen nostalgisch eingerichtet. Vor dem Fenster rauscht die Naab über ein Stauwehr, was man aber nur leise hört.

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© Günter Kromer— Klosterwirtschaft
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© Günter Kromer— Klosterwirtschaft

29.10.18 Pielenhofen - Schmidmühlen 34 km

Seit gestern wird es nach Umstellung auf Winterzeit schon kurz nach 17 Uhr dunkel. Daher brechen wir nun jeden Tag schon gegen 8 Uhr auf. Gleich nach dem Frühstück gehen wir noch einmal in die Klosterkirche, da es dort gestern bereits zu dunkel zum Fotografieren war.

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© Günter Kromer— Kloster Pielenhofen

Dann führt uns der Weg bald aus dem Ort heraus. Wir durchqueren einen Buchenwald, in dem die wirtschaftliche Nutzung eingestellt wurde, damit sich darauf langfristig ein natürlicher Urwald entwickelt. Ab und zu kommen wir wieder an schön bemoosten Felsbrocken vorbei.

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© Günter Kromer
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© Günter Kromer
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© Günter Kromer

Nördlich von Duggendorf geht es dann auf die andere Seite der Naab. Auch hier begeistert uns das farbenfrohe Herbstlaub. Allmählich wundern wir uns aber, dass wir auf dem Jurasteig bisher nahezu keine Wanderer, Spaziergänger oder Jogger getroffen haben. An der Landschaft liegt es auf keinen Fall.

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© Günter Kromer
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© Günter Kromer
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© Günter Kromer

Um die Mittagszeit erreichen wir das nächste offizielle Etappenziel, Kallmünz. Der Jurasteig führt nicht direkt in den Ort hinein, aber der kurze Verbindungsweg ist gut markiert. Natürlich wollen wir uns dieses nette Städtchen anschauen und gehen hinunter. Kallmünz liegt recht malerisch unter großen Felsen. Von der Altstadt aus führen zwei Brücken über den Fluss. Auf dem Berg steht eine Burg.

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© Günter Kromer— Kallmünz
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© Günter Kromer
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© Günter Kromer— Kallmünz

Anschließend kehren wir zum Jurasteig zurück. Nun verlassen wir das Naabtal und folgen dem Vilstal. Auch heute scheint wieder keine Sonne, aber es bleibt wenigstens trocken. Kurz vor 15 Uhr kehren wir in Rohrbach in einem Gasthaus ein und wärmen uns mit einer Suppe auf. Hier treffen wir auch erstmals zwei andere Jurasteig-Wanderer.

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© Günter Kromer— Rohrbach

Und weiter geht es, wie gewohnt mal bergauf, mal bergab, viel durch Wald und ab und zu über offene Hochflächen.

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© Günter Kromer
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© Günter Kromer
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© Günter Kromer

Um 17 Uhr, fast genau zur Zeit des Sonnenuntergangs, erreichen wir Schmidmühlen. Nach der langen Etappe und wegen der Kälte sind wir froh, dass unser Gasthof gleich am Ortseingang ist. Doch dort verkündet am Eingang ein Zettel, dass erst ab 18 Uhr geöffnet ist. Für uns eine Überraschung, denn bei der Anmeldung hatte man extra angeben sollen, falls man erst nach 18 Uhr ankommt. Doch heute hat der Gasthof Ruhetag und die Besitzer sind zum Einkaufen weg.
Da es keinen Sinn hat, bei der Kälte eine Stunde lang vor der Tür zu warten, gehen wir in den Ort hinein und wollen in einem Restaurant zu Abend essen. Doch außer unserem Gasthof gibt es hier nichts mehr. Zum Glück hat wenigstens ein großer Supermarkt geöffnet, in dem wir nun die Wartezeit im Warmen verbringen können.
Von unserer Wirtin erfahren wir später, dass es früher in der Region viel mehr Hotels und Gasthöfe gab, aber immer mehr davon schließen. Auch am Jurasteig werden voraussichtlich im nächsten Jahr zwei Etappenziele komplett ausfallen, so dass man in diesem Bereich dann nur noch so wie wir Doppeletappen wandern kann.
Dieses Problem mit der auf dem Land rasant sterbenden Infrastruktur wird in den nächsten Jahren sicherlich noch viele Etappenziele auf den unterschiedlichsten Fernwanderwegen treffen. Die extrem wachsende Zahl bürokratischer Vorschriften für die Gastronomie, der verheerende Personalmangel, die sinkende Gästezahlen und die vielen alten Wirte, die keine Nachfolger finden, wächst bundesweit in bedenklichem Ausmaß.

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© Günter Kromer— Schmiedmühlen Schloss

30.10.18 Schmidmühlen - Kastl 31 km

Annette ist heute stark erkältet. In dem Zustand wäre es unvernünftig, den ganzen Tag über bei Kälte zu wandern. Daher fährt sie mit dem Bus nach Amberg, schaut sich dort die Kirche und eine alte Bibliothek an und fährt dann mit einem anderen Bus zu unserem Tagesziel Kastl, wo sie dann noch die Klosterburg besichtigt.
Ich breche um acht Uhr alleine auf. Am Morgen scheint endlich mal die Sonne. So wirken die Herbstfarben gleich viel prachtvoller. Eine Stunde lang geht es mit nur leichter Steigung bergan, dann wieder ebenso leicht bergab.

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© Günter Kromer

Der Jurasteig führt heute erstmals durch kleine Gebiete mit Wacholderheide. Mir gefällt diese Landschaft sehr gut. Dazu gibt es wieder einige Felsen, schöne Aussichtspunkte und wie gewohnt sehr viel Herbstfarben.

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© Günter Kromer

Der Weg führt an Hohenburg vorbei, aber da mir von oben der Blick auf das Städtchen gefällt und da es (noch?) offizielles Etappenziel ist, mache ich einen kurzen Abstecher in den Ort hinein. Von außen sieht er aber interessanter aus.

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© Günter Kromer— Hohenburg
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© Günter Kromer
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© Günter Kromer
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© Günter Kromer

Noch eine Weile führen Jurasteig und der Wacholderwanderweg auf der selben Route.
Leider ist heute um 12 Uhr der Sonnenschein bereits vorbei. Nun bricht wieder die Zeit der dunkleren Farben an. Ab 13 Uhr regnet es auch wieder und eiskalter Wind bläst mir um den Hals.

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© Günter Kromer

Ein Wegweiser zeigt an, dass es nur noch etwas mehr als 5 km zu meinem Ziel sind. Prima, dann komme auch ich dort früh genug an, um mir die Klosterburg anzuschauen!
Doch ich freue mich zu früh. Auf einem bequemen Fahrradweg marschiere ich in hohem Tempo ein Tal hinab. Ich blicke meist nach links, zu einem in vielen Schlaufen mäandernden Bach und zu einigen Felsen, bemerke aber nicht, dass nach wenigen hundert Metern der Jurasteig auf einen steil aufwäaufwärtsrts führenden Weg abzweigt. Eigentlich hätte ich die Markierung sehen müssen, denn sie hängt an der richtigen Stelle.
Statt dessen folge ich nun dem Fahrradweg, bis er nach langer Zeit an einer Straße endet. Hier wundere ich mich, dass in keiner Richtung eine Jurasteig-Markierung zu sehen ist. Doch ein Wegweiser zeigt, dass es sowohl nach rechts als auch in der Richtung, aus der ich gerade komme, nach Kastl geht. Da auch der Wacholderwanderweg nach rechts führt, folge ich ihm. Noch ein paar Kreuzungen und Abzweigungen ohne Jurasteig-Zeichen, dann sehe ich endgültig ein, dass hier etwas nicht stimmt und kehre um. Hätte ich eine Wanderkarte oder ein GPS-Gerät dabei, dann hätte ich hier gesehen, dass ich nur noch ein paar Minuten nach rechts gehen gemusst hätte, um den Jurasteig zu erreichen. Statt dessen marschiere ich nun wieder den weiten Weg zurück, bis ich die richtige Abzweigung sehe. Mehr als eine Stunde habe ich auf diese Weise verloren.
Das Hotel am Marktplatz von Kastl erreiche ich erst bei Dunkelheit, zu spät für eine Besichtigung der großen Klosterburg.

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© Günter Kromer— Kastl Marktplatz

31.10.18 Kastl - Deining 34 km

Als wir um 7:40 Uhr das Hotel verlassen, sind draußen die Windschutzscheiben der Autos eisbedeckt. Es ist noch sehr kalt, doch vom Himmel leuchtet fast lückenloses Blau. Gleich nach Aufbruch rutsche ich auf einer Brücke auf Glatteis aus. Doch der Wanderweg ist danach problemlos zu gehen. An schattigen Stellen bedeckt Raureif den Boden. Doch bei Sonnenschein wird es bald wärmer. Wir schauen uns kurz die Schweppermannsburg an.

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© Günter Kromer
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© Günter Kromer

Bald darauf kommen wir an einem Gehege mit sehr vielen Hirschen vorbei. Stammt von hier das „Wild aus heimischer Jagd“, das viele regionale Speisekarten ziert?

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© Günter Kromer
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© Günter Kromer
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© Günter Kromer

Während der ersten Stunden können wir die Farbenpracht des Herbstes in vollem Umfang genießen. Heute führt uns der Jurasteig zu zwei schönen Wallfahrtskirchen. Zuerst erreichen wir Maria Heil der Kranken am Habsberg, dem mit 621 m höchsten Punkt des Jurasteig.

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© Günter Kromer

Die Strecke ist wieder wie gewohnt lückenlos und gut markiert, manchmal muss man aber aufpassen oder braucht gute Augen, um immer auf dem rechten Weg zu bleiben. Drei Mal legen wir heute kleine Umwege ein, merken es aber zum Glück immer schnell, wenn wir falsch sind.

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© Günter Kromer

Wieder kommen wir den ganzen Tag über an keinem Restaurant oder Laden vorbei. Beim Jurasteig sollte man für unterwegs immer genug Proviant mitnehmen.
Das Deusmauer Moor haben wir schnell passiert. Dort gibt es vom Weg aus nicht besonders viel zu sehen.

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© Günter Kromer
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© Günter Kromer
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© Günter Kromer
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© Günter Kromer

Um die Mittagszeit führt der Weg einige Kilometer weit über fast baumlose Hochflächen mit vielen Windrädern. Insgesamt marschieren wir heute mehr über Asphalt als an den bisherigen Etappen. Doch auf diese Weise kommen wir schneller als erwartet voran und werden am Abend entgegen der Planung unser Ziel vor Sonnenuntergang erreichen.
Nach den öden Feldern führen die letzten neun Kilometer wieder sehr abwechslungsreich und schön über viele Naturpfade. Ein idyllisches Sumpfgebiet, die Wallfahrtskapelle bei Lengenbach, schöne Wiesen und Wälder, zuletzt ein schmaler Wiesenpfad entlang eines großen Schilfgebietes - was will man mehr?

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© Günter Kromer— Wallfahrtskapelle bei Lengenbach

Heute gehen wir früh Abendessen und schlafen danach bald ein.

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© Günter Kromer

1.11.18 Deining - Dietfurt 35 km

Als wir wir am Vorabend besprochen um sieben Uhr zum Frühstücken gehen, ist der Frühstücksraum noch dunkel. Nach einigem Warten bleibt uns schließlich nichts anderes übrig, als gegenüber in der Tankstelle zu frühstücken. Um 7:45 Uhr legen wir dann das Geld für die Übernachtung, abzüglich eines Teils der Kosten für das Tankstellenfrühstück an die Rezeption und wandern los.
Die Strecke ist am Vormittag wieder sehr schön und abwechslungsreich.

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© Günter Kromer

Einige in den Fels gehauene Kellerräume, ein Naturschutzgebiet mit viel Schilf, ein Mühlrad bei der Erbmühle - es wird uns nie langweilig. Am frühen Morgen läuft ein Dachs vor uns auf dem Weg. Mich wundert, was so ein normalerweise nachtaktives Tier um diese Zeit noch draußen macht.

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© Günter Kromer
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© Günter Kromer
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© Günter Kromer
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© Günter Kromer
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© Günter Kromer

Bei der Marienquelle ist ein hübscher Picknickplatz mit schöner Aussicht. An dem wasserreichen Brunnen können wir unsere Flaschen auffüllen.

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© Günter Kromer— Unterhalb der Marienquelle

Auch heute sind alle Gasthöfe, an denen wir vorbei kommen, geschlossen. "Pächter gesucht" steht sogar an den schönen Gasthöfen bei Mühlen. Traurig!
Als ich mich vor einem halben Jahr entschied, nicht irgendwann als Rentner sondern jetzt schon mehr als ein Jahr lang zu wandern, dachte ich, ich sollte es machen, so lange ich noch fit genug dafür bin. Doch allmählich erkenne ich, dass ich diese Fernwanderwege auch erleben muss, bevor noch mehr Unterkünfte, Restaurants und Einkaufsmöglichkeiten von der Strecke verschwinden.

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© Günter Kromer
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© Günter Kromer

Eine zweite Mittagsrast legen wir an einer Bank gegenüber des Dorfes Mutterhofen ein. Plötzlich hören wir von drüben trotz der großen Entfernung Musik. Viele Menschen verlassen die Kirche und versammeln sich auf dem Friedhof. Wir hören die offensichtlich durch ein Mikrofon verstärkte Stimme des Pfarrers, dann Gesang. Uns wird klar, dass dort gerade ein Allerheiligengottesdienst gefeiert wird. Die festliche Stimmung überträgt sich auch auf uns.

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© Günter Kromer



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© Günter Kromer

Die zweite Hälfte des Tages wandern wir auf vielen relativ flachen Wegen durch Täler, unterbrochen durch kurze teils etwas steile Auf- und Abstiege. Erst etwa sechs Kilometer vor Etappenende bringt endlich die Sonne wieder die volle Leuchtkraft auf das Herbstlaub.

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© Günter Kromer
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© Günter Kromer
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© Günter Kromer
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© Günter Kromer

Vor uns sehe wir schon die vom letzten Sonnenschein beleuchteten Kirchtürme von Dietfurt. Doch bevor wir diese erreichen schickt uns der Jurasteig noch einmal ein kurzes, recht steiles Stück bergauf und dann ebenso steil wieder hinab.

In Dietfurt empfehle ich, einen Blick in das Mühlenmuseum zu werfen, das bis 20 Uhr geöffnet ist. Ein herrlich chaotisches Durcheinander alter Dinge, vor allem aber eine große, noch heute genutzte Mühle, bei der der man von der Befüllung ganz oben über die Mahlwerke bis zur Abfüllung alle Stockwerke sehen kann.

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© Günter Kromer

2.11.18 Dietfurt - Riedenburg 27 km

Eigentlich mag ich den Klang von Kirchenglocken. Aber nicht nachts! Vor allem nicht, wenn ich auch um 2, 3, 4 und 5 Uhr von den Stundenschlägen aus dem Tiefschlaf geweckt werde und 5:30 Uhr dann das Läuten zum Gottesdienst verkündet, dass ich noch immer zwei Stunden bis zum Frühstück warten muss. So viel Kaffee kann ich nicht trinken, um den Schlafmangel heute auszugleichen.

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© Günter Kromer

Heute gibt es einige Auf- und Abstiege, die steiler sind als das, was wir bisher am Jurasteig hatten. Im Vergleich zu alpinen Routen oder vielen Wegen in Mittelgebirgen sind auch diese aber immer noch recht harmlos! Die Wege vom Talboden hinauf zu den Aussichtsfelsen und wieder hinab sind zwar manchmal anstrengend aber nur kurz. Zum Glück scheint heute wieder meist die Sonne, so dass wir den Herbst voll genießen können. Die ersten paar Kilometer sind abgesehen von dem farbigen Herbstwald und einem Aussichtspunkt zwar schön, aber noch ohne besondere Höhepunkte.

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© Günter Kromer
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© Günter Kromer

Dann erreichen wir bei Deising die Altmühl, die hier mit dem Main-Donau-Kanal vereint ist, und gehen über eine Brücke.

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© Günter Kromer— Altmühl bei Deising

Ein schmaler Pfad führt uns sehr steil bergauf. Am oberen Ende des Steilhanges trifft der Jurasteig auf den Altmühltal-Panoramaweg. Ein Hinweisschild zeigt uns, dass ab hier auch die Jurasteig-Wanderer der Markierung des Altmühltal-Panoramaweg folgen sollen. Das Jurasteig-Zeichen sehen wir nun erst wieder am Ziel in Kelheim.

Gleich darauf kommen wir zum wunderschönen Aussichtspunkt am Rosskopf. Hier setzen wir uns lange auf eine Bank und genießen den Blick ins Tal.

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© Günter Kromer— Rosskopf

Dann spazieren wir an einer schönen Wacholderheide vorbei.

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© Günter Kromer

Schon geht es wieder hinab ins Tal. Eine Weile geht es unten ganz bequem weiter, dann folgt der nächste Aufstieg. Beim Schloss Eggersberg gehen wir den kurzen Abstecher hinab zu einem Aussichtsfelsen, wo wir erneut länger rasten. Der Panoramablick von hier ist grandios. Von links bis rechts fließt unter uns die Altmühl, umrahmt von hohen, in Herbstfarben rot leuchtenden Steilhängen. Eigentlich wollen wir diesen Aussichtspunkt gar nicht mehr verlassen. Doch schließlich gehen wir doch zurück zum Weg, der bald wieder hinab führt.

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© Günter Kromer— Schloss Eggersberg
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© Günter Kromer— Unterhalb von Schloss Eggersberg
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© Günter Kromer

Eine halbe Stunde lang spazieren wir nun Nähe des Ufers und kommen unterwegs an vielen Anglern vorbei.

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© Günter Kromer
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© Günter Kromer

Bei Gundlfing überqueren wir erneut den Fluss und steigen zum Falkenhorst hinauf, dem unserer Meinung nach schönsten Punkt des Jurasteig.

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© Günter Kromer— Falkenhorst
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© Günter Kromer— Falkenhorst

Bald darauf erreichen wir einen weiteren Aussichtspunkt, an dem auch eine Startrampe für Drachenflieger steht.

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© Günter Kromer

Noch eine Weile führt uns der Weg recht schön oben an der Hochfläche entlang, dann geht es hinab nach Riedenburg.
Dieser Ort gefällt uns recht gut. Vor allem merken wir, dass im Altmühltal viel mehr Menschen leben und Touristen unterwegs sind, denn hier finden wir wieder viele geöffnete Läden und Restaurants. Wir wollen heute in keinem der schönen, klassischen Restaurants etwas von der üblichen, sehr fleischhaltigen Speisekarte bestellen und gehen statt dessen in eine Pizzeria. Keine gute Idee!

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© Günter Kromer— Riedenburg
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© Günter Kromer

3.11.18 Riedenburg - Kelheim 23 km

Als Ausgleich zur letzten Nacht schlafen wir heute bei wunderbarer Stille fast zehn Stunden lang.
Die ersten Kilometer sind heute wieder recht bequem.

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© Günter Kromer— Riedenburg
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© Günter Kromer

Dann erreichen wir den einzigen Streckenabschnitt des Jurasteig, auf dem man bei Nässe gutes Schuhwerk und Trittsicherheit braucht. Warnschilder weisen vor dem Naturwaldreservat Klamm auf Steinschlaggefahr und mehr hin. Aber heute ist es ein ganz normaler, problemloser Weg mit vielen Steintreppen hinauf und hinab. Die Szenerie um uns herum fasziniert. Felswände, urwaldhafte Vegetation, dazu eine Wegführung wie aus dem Märchenbuch. Klasse!

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© Günter Kromer
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© Günter Kromer
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Von einem Felsen blicken wir über das Tal hinüber zu Burg Prunn, unserem nächsten Ziel.

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Die alte Aufstiegsroute zur Burg ist momentan wegen Felssturzgefahr gesperrt, doch die Umleitungsstrecke ist sehr gut markiert und auch nur einen Kilometer länger. Bald erreichen wir die frisch renovierte Burg.

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© Günter Kromer— Burg Prunn

Bald darauf kommen wir zu einem weiteren Streckenabschnitt, der wegen Felssturzgefahr umgeleitet wird. Dieses Mal sparen wir ein Stück des Weges, das gleicht sich also mit vorhin gut aus.

Auf der Tatzlwurm genannten Brücke, einer der längsten Holzbrücken Europas, geht es wieder über den Fluss. Zum Glück führt unser Weg hier am Ufer entlang talabwärts, denn schon seit einer Weile hören wir vom Hang oberhalb deutlich Hundegebell, Schüsse und anderen Lärm, der auf eine Treibjagd schließen lässt.

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© Günter Kromer— Tatzlwurm

Längere Zeit marschieren wir bequem am Ufer entlang, zwischendurch an einem vom heutigen Strom separierten Altwasser mit idyllischer Wildnis.

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Dann folgt ein völlig anderes Wandererlebnis, das uns ebenfalls sehr fasziniert. Lange Zeit marschieren wir auf dem Keltenwall, dem Kamm einer mehr als zweitausend Jahre alten keltischen Mauer. Mehrere Kilometer lang schützte dieser viele Meter hohe Wall eine Stadt mit mehr als tausend Einwohnern.
Die Felsen der bisherigen Strecke boten oft tolle Aussicht , doch nun folgt der klare Höhepunkt des Jurasteig, der Aussichtspunkt mit Blick auf die Donau, Kloster Weltenburg und die Weltenburger Enge.

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© Günter Kromer— Kloster Weltenburg

Nachdem wir eine Woche lang kaum Wanderer getroffen haben, befinden wir uns nun wieder an einem touristischen Brennpunkt. Aber klar, die Weltenburger Enge zählt zu den Regionen Deutschlands, die man unbedingt mal besuchen sollte. Normalerweise kann man auch mit dem Schiff auf der Donau zwischen den hohen Felsen hindurch fahren, aber aufgrund des extrem niedrigen Wasserstandes ist die Donau momentan für Schiffe gesperrt.

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© Günter Kromer

Ein breiter Weg führt uns hinab zur Donau, wo wir nun etwa drei Kilometer weit den Spaziergang am von vielen Felsen gesäumten Ufer genießen können. Vor uns sehen wir oben auf dem Berg die Befreiungshalle. einwahrhaft grandioses Finale einer außerordentlich schönen Runde.
Als wir am frühen Mittag Kelheim erreichen, würden wir uns am liebsten noch ein paar Tage weiter wandern.

Wie gewohnt habe ich auch auf diesem Fernwanderweg unterwegs einige regionale Biersorten "getestet". Fast nichts davon konnte mich dieses Mal überzeugen, aber das Kneitinger Dunkel aus dem nahen Regensburg ist der klare Sieger.

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© Günter Kromer