22. bis 26. Juli 2021

Panoramaweg Taubertal

22. Juli 2021 - Rothenburg ob der Tauber - Creglingen 23 km

Der als "Qualitätsweg Wanderbares Deutschland" zertifizierte Panoramaweg Taubertal führt 135 km von Rothenburg ob der Tauber vorbei an vielen kulturellen Sehenswürdigkeiten durch das Taubertal und bei der letzten Etappe durch das Maintal. Diese Tour stand eigentlich fest auf meiner Liste der Wege, die ich innerhalb der zwei Jahre meines ursprünglichen D-Wanderer-Projekts eingeplant hatte. Das Übernachtungsverbot im April 2020 verhinderte diese Tour aber. Etwas mehr als ein Jahr nach meinem zehntausendsten Kilometer hole ich sie nun nach. Nun steht sie natürlich nicht in meinem Deutschland-Wanderer Buch, das bereits vor zwei Monaten erschienenen ist, aber zumindest hier auf der Homepage.

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© Günter Kromer— Rothenburg ob der Tauber

Rothenburg ob der Tauber ist auch für internationale Touristen ein sehr beliebtes Ziel auf ihrer Europareise. Kaum irgendwo sonst kann man ein mittelalterliches Stadtbild noch so unzerstört erleben wie hier. Eine teilweise noch begehbare Stadtmauer, viele alte Stadttore und Türme, schmucke Gassen - kein Wunder, dass hier vor allem am Wochenende sehr viel los ist.

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© Günter Kromer

Ich bin zum Glück an einem Donnerstagmorgen hier. Selbst jetzt sind viele Touristen unterwegs. Aber ein Besuch dieser äußerst fotogenen Stadt zählt auch meiner Meinung nach zu den Dingen, die jeder mal unternehmen sollte.

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© Günter Kromer

Die Architektur blieb seit dem Mittelalter weitgehend unverändert, aber damals standen hier Pferde statt Autos, und die heute hier allgegenwärtigen Souvenirläden mit Käthe Wolfahrts Weihnachtsschmuck fehlten natürlich auch.

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© Günter Kromer

1,5 Stunden lang spaziere ich durch die Altstadt, die sich seit meinem letzten Besuch vor etwa 25 Jahren scheinbar nicht verändert hat - abgesehen von der FFP2-Maskenpflicht in den Läden, Kirchen und Museen.

Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten zählt außer den historischen Bauten auch der Heilig-Blut-Altar in der Kirche St. Jakob, eines der wichtigsten und schönsten Werke von Tilman Riemenschneider. Mich interessiert sakrale Kunst nur selten, aber die großartigen Holzschnitzereien von Riemenschneider begeistern mich wegen ihrer sehr lebensnahen Darstellung der Figuren außerordentlich.

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© Günter Kromer— Rothenburg - Marktplatz
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© Günter Kromer

Wie in vielen alten Städten begeistern mich auch hier die prachtvollen Schilder der Läden und Restaurants.

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© Günter Kromer

Schon kurz nachdem ich Rothenburg verlassen habe, erreiche ich in Detwang eine weitere Kirche mit einem Altar von Tilmann Riemenschneider. Diese ist leider nur am Wochenende geöffnet.

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© Günter Kromer— Detwang

Für die meisten Wanderer ist es im Hochsommer auf den recht sonnigen Wegen im Taubertal wohl oft zu heiß, aber andererseits blüht um diese Zeit besonders viel auf den Wiesen und in den Gärten.

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© Günter Kromer

Der meist sehr gut markierte Weg führt oft oberhalb des Tales über Wiesen, ab und zu auch durch Wald.

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© Günter Kromer

Ich bin auf den 135 Kilometern nur an drei Stellen falsch abgezweigt und kann nicht sagen, ob es an fehlenden Wegzeichen oder an mangelnder Aufmerksamkeit bei mir lag, aber für alle Fälle empfehle ich auf jeden Fall, eine Karte oder den GPS-Track mitzunehmen.

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© Günter Kromer— Bettwar
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© Günter Kromer

Schon lange habe ich nicht mehr so viele verschiedene Schmetterlinge an einem einzigen Tag gesehen wie heute. Die erste Etappe des Panoramawegs ist im Sommer ein Schmetterlingsparadies.

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© Günter Kromer— Kaisermantel
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© Günter Kromer— Schachbrett
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© Günter Kromer— Veränderliches Widderchen
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© Günter Kromer

Ich habe schon bei vielen Wanderungen Steinhaufen oder -mauern gesehen, aber nirgends so gewaltig große wie im Taubertal. An den steilen Hängen wurden die Steine aufgelesen, um für die Landwirtschaft nutzbare Flächen zu gewinnen. Diese Steine stapelte man dann zu außergewöhnlich hohen und langen Wällen auf. Der größte dieser Steinwälle umfasst angeblich 60 Millionen Steine.

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© Günter Kromer— Steinwälle

Immer wieder komme ich an solchen Wällen vorbei, mal kleine, mal große. Die meisten von ihnen sind mit dichter Vegetation bewachsen. Bei anderen liegen die Steine frei an der Oberfläche und bieten Lebensraum unter anderem für Eidechsen und Schlangen. Zwischen den Wällen wird kaum noch Obst oder Wein angebaut. Meist nutzt man diese Flächen als Wiesen, die wegen dem steilen Gelände von Hand gemäht werden müssen. Bei besonders schützenswerte Wiesen setzt man auch Schafe zum Kampf gegen die Verbuschung ein, um den Artenreichtum dieser Lebensräume zu erhalten.

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© Günter Kromer

Viele Wiesen stehen noch voll in Blüte, andere werden gerade gemäht. Der Duft von frischem Heu zählt für mich zu den schönsten Erinnerungen an diesen Wandertag.

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© Günter Kromer

Heute übernachte ich in der Jugendherberge Creglingen. Normalerweise wäre die Herberge um diese Zeit komplett mit Schulklassen gefüllt. Da Klassenfahrten aber noch immer nicht erlaubt sind, übernachten heute nur sehr wenige Leute hier und ich kann die Ruhe genießen.

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© Günter Kromer

23. Juli 2021 - Creglingen - Bad Mergentheim

Die Stadt Creglingen bietet nur wenige gute Fotomotive.

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© Günter Kromer— Creglingen
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© Günter Kromer

Doch 1,5 km abseits vom Panoramaweg steht in einem Seitental die Herrgottskirche, zu der jeder Tauber-Urlauber auf jeden Fall sollte. Daher spaziere ich auf einem gut markierten und recht hübschen Weg zur Kirche, die ich genau 9:15 Uhr pünktlich zur Öffnung erreiche. In der Kirche steht der berühmte Marienaltar von Tilman Riemenschneider.

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© Günter Kromer

Anschließend spaziere ich nach Creglingen zurück und setze meine Wanderung auf dem Panoramaweg fort.

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© Günter Kromer

Wieder komme ich an schönen Wiesen und großen Steinwällen vorbei.

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© Günter Kromer— Steinwall nahe Creglingen
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© Günter Kromer

Der Name "Panoramaweg" verspricht nicht zu viel. Immer wieder bietet die Route viel Aussicht.

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© Günter Kromer

Da der Weg immer wieder zu den Orten im Tal hinab führt, von wo aus man mit Bus oder Bahn weiter fahren könnte, eignet sich diese Etappenwanderung auch besonders gut für Einsteiger, die erste Erfahrungen mit Fernwandern sammeln wollen. Die Strecke stellt keine großen Anforderungen an Trittsicherheit. Abgesehen von einigen nur kurzen etwas steileren Abschnitten unten im Tal spaziert man hier meist ohne allzu große Steigungen oder Gefälle bequem in der Höhe.

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© Günter Kromer

Der Panoramaweg führt hinab zum Ortsrand von Röttingen und dort gleich wieder bergauf. Da ich mir aber diesen Ort und kurz darauf auch die Tauberbrücke bei Tauberrettersheim anschauen will, folge ich nun einer teilweise markierten Alternativroute. Am Rathaus gefallen mir die originellen Wasserspeier recht gut.

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© Günter Kromer— Am Rathaus Röttingen

In die Burg, in der im Sommer Veranstaltungen statt finden, kann ich nicht hinein, aber den Paracelsius-Garten vor der Burg nutze ich für meine Mittagsrast.

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© Günter Kromer— Röttingen - Paracelsiusgarten

Die Alternativroute führt nun leider auf asphaltierten Wegen oder Betonplatten über Weinberge. Doch bald erreiche ich die von Balthasar Neumann erbaute Brücke, den wohl schönsten Übergang im Taubertal.

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© Günter Kromer
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© Günter Kromer— Tauberrettersheim

Nach kurzem Aufstieg treffe ich wieder auf die Hauptroute des Panoramaweges, auf der ich nun weiter nach Weikersheim marschiere.

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© Günter Kromer— Weikersheim - Marktplatz
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© Günter Kromer— Weikersheim - St. Georg

Auf die Besichtigung von Schloss Weikersheim verzichte ich, weil es mir an diesem sehr warmen und schwülen Tag keinen Spaß machen würde, mit FFP2-Maske durch die Renaissance-Residenz zu spazieren. Doch den um 1700 angelegte Schlossgarten schaue ich mir an. Dieser zählt zu den schönsten und wichtigsten barocken Parkanlagen Deutschlands.

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© Günter Kromer— Schloss Weikersheim

In dieser hochbarocken Anlage mit vielen Blumen und interessanten Skulpturen halte ich mich länger als geplant auf.

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© Günter Kromer— Schlossgarten Weikersheim
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© Günter Kromer

Außerhalb von diesem Park, auf der anderen Seite des Schlosses, entdecke ich noch einen kleine, recht hübschen Rosengarten.

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© Günter Kromer
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© Günter Kromer

Die schwüle Hitze lässt mich immer stärker schwitzen. Als ich dann auch noch am Taubenberg die Wegmarkierung zu einer Abzweigung auf einen unscheinbaren Pfad übersehe und auf der Suche nach dem richtigen Weg meine Etappe um 30 Minuten verlängere, beschließe ich, unterwegs eine längere Pause zu machen und erst am frühen Abend die letzten Kilometer zum Tagesziel zu wandern.

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© Günter Kromer
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© Günter Kromer— Blick zurück nach Igersheim

Daher erreiche ich Bad Mergentheim erst gegen 21 Uhr, nun aber wieder bei angenehmer Temperatur. Zuerst komme ich an einem kleinen Japanischen Garten vorbei, dann führt mich der Weg durch den schönen Kurpark.

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© Günter Kromer— Bad Mergentheim - Japanischer Garten
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© Günter Kromer

Die Abendsonne bestrahlt das Deutschordensschloss.

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© Günter Kromer— Bad Mergentheim - Deutschordensschloss
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© Günter Kromer— Bad Mergentheim - Marktplatz

24. Juli 2021 Bad Mergentheim - Tauberbischofsheim 28 km

Der starke Dunst am frühen Morgen lässt schon ahnen, dass es heute sogar noch schwüler wird als gestern.

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© Günter Kromer

Wie gewohnt führt die recht leichte Strecke an Wiesen und Feldern vorbei, heute auch mal längere Zeit durch Wald. Oft sehe ich nicht nur die roten Markierungen meiner Route, sondern auch die Zeichen vom Europäischen Fernwanderweg E8, vom Main-Donau-Weg und anderen Etappenwanderwegen. Zwischendurch teilen sich aber manchmal für einige Kilometer die Routen.

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© Günter Kromer
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© Günter Kromer

Der Ort Sachsenflur ist in einem Seitental.

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© Günter Kromer— Sachsenflu

Schließlich erreiche ich Lauda, dessen Altstadt aber wenig Interessantes bietet.

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© Günter Kromer— Lauda

Die von vielen Blumen geschmückten Wanderwege interessieren mich normalerweise ohnehin mehr als Städte.

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© Günter Kromer
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© Günter Kromer

Typisch für diese Region sind solche steinernen Bildstöcke. Immer wieder komme ich an solchen Zeugnissen einstiger Frömmigkeit vorbei.

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© Günter Kromer
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© Günter Kromer
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© Günter Kromer

Am späten Nachmittag erreiche ich Tauberbischofsheim.

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© Günter Kromer— Tauberbischofsheim - Marktplatz
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© Günter Kromer— Tauberbischofsheim - Marktplatz

In der Stadtkirche St. Martin gefallen mir vor allem die Fenster.

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© Günter Kromer

Das auffälligste Gebäude in Tauberbischofsheim ist das Kurmainzische Schloss, dessen Bauteile aus dem 13. bis 16. Jahrhundert stammen.

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© Günter Kromer— Kurmainzisches Schloss

25. Juli 2021 Tauberbischofsheim - Wertheim 26 km

Heute ist das Klima wieder deutlich angenehmer. Entsprechend schnell marschiere ich auf der abwechslungsreichen Strecke voran.

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© Günter Kromer

Diese Blindschleiche kann froh darüber sein, dass ich zu Fuß statt mit dem Fahrrad kam.

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© Günter Kromer
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© Günter Kromer
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© Günter Kromer
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© Günter Kromer
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© Günter Kromer

Der Trockenrasen am Apfelberg steht bereits seit 1941 unter Naturschutz. Hier blühen einige seltene Blumen.

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© Günter Kromer

Eigentlich hatte ich nicht vor, die im Privatbesitz befindliche Burg Gamburg zu besichtigen. Doch da am Eingang eine Tafel ankündigt, dass man für eine Besichtigung außerhalb der offiziellen Öffnungszeiten (Sa+So mittags) klingeln kann, nutze ich dieses Angebot.

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© Günter Kromer

Der Burgherr öffnet das Tor, bekommt von mir den geringen Eintrittspreis und lässt mich in aller Ruhe dieses herrliche Ensemble anschauen. Nur auf den Rittersaal mit einzigartigen Wandmalereien muss ich verzichten, da man dort nur bei einer Führung hinein darf.

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© Günter Kromer

Doch es gibt auch ansonsten noch mehr als genug zu entdecken. Vor allem die vielen kleinen, liebenswerten Details begeistern mich.

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© Günter Kromer
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© Günter Kromer

Auch der Park unterhalb der Burgmauern ist ein romantisches Kleinod. Da ich mich viel länger als geplant hier aufhalte, muss ich mich auf den nächsten Kilometern etwas beeilen, da mir heute noch mehr anschauen will. Schnell marschiere ich nun zur Tauberbrücke hinab.

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© Günter Kromer— Tauberbrücke bei Gamburg

Der markierte Wanderweg führt in einem weiten Bogen um Kloster Bronnbach herum. Wer dieses besichtigen will - was ich sehr empfehle - kann einem entsprechenden Wegweiser folgen. Das Zisterzienserkloster hat eine Abteikirche aus dem 13. Jahrhundert, einen hübschen Kreuzgang, Fresken und Deckengemälde aus späteren Epochen und einen Garten mit vielen Skulpturen.

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© Günter Kromer— Kloster Bronnbach
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© Günter Kromer— Kloster Bronnbach
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© Günter Kromer— Kloster Bronnbach

Ich verbringe so viel Zeit im Kloster, dass ich anschließend ganz vergesse, dass ich mir direkt gegenüber noch die Tauberbrücke anschauen wolle, die mit vier Bögen auf 110 Metern Länge eine für gotische Brücken sehr hohe Spannweite aufweist. Schon nach wenigen hundert Metern erreiche ich wieder den Panoramaweg.

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© Günter Kromer

Ursprünglich führte der Panoramaweg kurz vor Wertheim über einen Weinberg. Da hier einige Trockenmauern einsturzgefährdet sind, ist dieser Weg nun gesperrt. Die Umleitung verlängert die Etappe etwas, doch dafür kann man nun auch außen an den Mauern der Burg Wertheim entlang hinab wandern.

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© Günter Kromer— Burg Wertheim

Für die Besichtigung von Deutschlands zweitgrößter Burgruine sollte man genug Zeit einplanen, denn in den beiden durch einen tiefen Graben von einander getrennten Abschnitten kann man über sehr viele steile Treppenstufen hinauf zu den Aussichtspunkten steigen.

Von oben blickt man hinab auf die Altstadt von Wertheim und auf den Main.

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© Günter Kromer— Burg Wertheim
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© Günter Kromer— Burg Wertheim

In der hübschen Altstadt von Wertheim treffen sich sowohl Taubertal-Touristen als auch die Urlauber aus dem Maintal.

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© Günter Kromer— Wertheim
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© Günter Kromer
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© Günter Kromer

Bei Wertheim mündet die Tauber in den Main. Eigentlich könnte der Panoramaweg Taubertal hier enden. Statt dessen führt er nun noch 26 Kilometer durch das Maintal. Ich wandere noch eine halbe Stunde bis Bestenheid und übernachte dort auf dem Campingplatz. Am Abend sitze ich zwei Stunden lang fast direkt vor meinem Campingfass am Ufer des Mains und sehe den Schiffen, Schwänen und Gänsen zu.

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© Günter Kromer

26. Juli 2021 Wertheim - Freudenberg am Main 26 km

Die Etappe im Maintal führt fast nur durch Wald. Nur ab und zu gibt es ein paar schöne Blicke hinab auf den Main.

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© Günter Kromer
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© Günter Kromer
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© Günter Kromer— Faulbach

Bei Boxtal komme ich zwischendurch kurz aus dem Wald heraus.

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© Günter Kromer— Boxtal

Die Hohen Steine sind nur eine Ansammlung kleiner Sandsteinfelsen.

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© Günter Kromer

Eine Weile führt ein recht netter Pfad über einen Bergrücken. Dann folgen viele Kilometer auf mir schier endlos erscheinenden, recht monotonen Forstwirtschaftswegen. Kurz vor dem Ende meiner Wanderung muss ich auf die Besichtigung von Burg Freudenberg verzichten, da sie abgeschlossen ist.

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© Günter Kromer— Burg Freudenberg

Freudenberg ist kein würdiger Endpunkt für eine im Taubertal so großartige Etappen-Wanderung. Außer dem fotogenen Rathaus, das an einer sehr stark befahrenen Straße steht, gibt es hier nichts zu sehen. Ich überquere gleich die Mainbrücke und fahre vom anderen Ufer mit dem nächsten Zug nach Hause.

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© Günter Kromer— Freudenberg - Rathaus

Hier ist die offizielle Homepage für den Panoramaweg Taubertal: https://www.liebliches-taubertal.de/Aktiv/Wandern/Panoramaweg-Taubertal.html

Da ich diese Wanderung erst einige Monate nach Erscheinen von meinem Buch über die 10.000 Kilometer innerhalb von zwei Jahren gemacht habe, steht der Panoramaweg Taubertal natürlich nicht im Buch. Das Buch unterscheidet sich inhaltlich stark von den Texten auf dieser Homepage. Online stehen die sehr umfangreichen Streckenbeschreibungen im Vordergrund, im Buch beschränke ich diese dagegen auf die wesentlichen Elemente und erzähle statt dessen viel mehr über meine Erlebnisse und persönlichen Eindrücke beim Abenteuer Fernwanderung. Weitere Infos stehen hier: https://d-wanderer.de/aktuelles.php


 

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© Günter Kromer