26. - 30.6.2020

Schluchtensteig

Deutschland-Wanderer Kilometer 9882 bis 10001

Mein neu erschienenes Buch unterscheidet sich inhaltlich stark von den Texten auf dieser Homepage. Online stehen die sehr umfangreichen Streckenbeschreibungen im Vordergrund, im Buch beschränke ich diese dagegen auf die wesentlichen Elemente und erzähle statt dessen viel mehr über meine Erlebnisse und persönlichen Eindrücke beim Abenteuer Fernwanderung. Weitere Infos stehen hier: https://d-wanderer.de/aktuelles.php

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© Günter Kromer

26.6.2020 Stühlingen - Achdorf 21 km

Der Schluchtensteig zählt zu den beliebtesten Etappenwanderwegen Deutschlands. Der größte Teil der offiziell in 5-6 Etappen aufgeteilten Strecke mit 119 km und etwa 3200 Höhenmetern ist dennoch nicht überlaufen. Nur in der äußerst sehenswerten Wutachschlucht drängen sich an sonnigen Wochenenden sehr viele Besucher.

 

Schon bald nachdem Annette und ich in Stühlingen aus dem Bus gestiegen sind, wandern wir auf einem Pfad am Ufer der Wutach entlang.

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© Günter Kromer
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Wenige Kilometer danach führt uns der Weg eine Weile durch Wald bergauf und bergab, dann erneut ans Ufer. Bei der Einmündung eines kleinen Baches setzen wir uns auf eine breite Wurzel. Ideal für eine Mittagsrast!

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© Günter Kromer

Kurz darauf sehen wir bereits die hohen Kalkfelsen der Wutachflühen neben uns.

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© Günter Kromer

Auf einer Fußgängerbrücke überqueren wir die Wutach. Oberhalb von uns ist die Bahnbrücke, über die in den Sommermonaten der Dampfzug der Sauschwänzlebahn fährt.

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© Günter Kromer

Der Streckenabschnitt bei den Wutachflühen ist einer der Höhepunkte des Schluchtensteig und einer der Wege, die man auf jeden Fall mal wandern sollte, egal ob als Fernwanderer oder bei einer Rundwanderung.

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© Günter Kromer

Da sich in diesem steilen, unwegsamen Gelände Forst- und Landwirtschaft nicht lohnten, können wir hier auch heute noch durch eine unberührte, oft urwaldhaft wirkende Natur spazieren.

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© Günter Kromer

Die heute schwülwarme Luft verstärkt unseren Eindruck, in einem Gewächshaus mit tropischen Pflanzen zu wandern.

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© Günter Kromer

Wir kommen nur extrem langsam voran, da wir alle paar Meter zum Fotografieren und Filmen stehen bleiben.

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© Günter Kromer
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© Günter Kromer
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© Günter Kromer

Immer wieder führt der schmale Pfad direkt an den Felswänden vorbei.

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© Günter Kromer— Wutachflühen
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© Günter Kromer— Wutachflühen

Bereits am Beginn des Weges steht die Warnung, dass man hier keinesfalls bei Eis oder Schnee wandern darf. Obwohl ich solche Hinweise oft für übertrieben halte, sind sie hier unbedingt notwendig. Bei tiefem Schnee findet man den oft sehr schmalen Pfad am Steilhang sicherlich nicht. Und bei Glätte ist die Absturzgefahr hier sehr hoch. Im Sommer ist der Pfad dagegen bei trockenem Wetter für jeden einigermaßen trittsicheren und schwindelfreien Wanderer problemlos begehbar.

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© Günter Kromer— Wutachflühen

Oberhalb vom Wanderparkplatz führt uns die Strecke nun durch eine offene, jetzt noch sonnige Landschaft mit weiter Aussicht. Doch während hinter uns noch blauer Himmel leuchtet, zieht vor uns eine sehr dunkle Gewitterfront auf. Es donnert fast ohne Pause. Bei den ersten Regentropfen verstaue ich meine Kamera im Rucksack und ziehe die Regenbekleidung an. Nun marschieren wir so schnell es geht und verzichten auf einen Stopp bei den Aussichtspunkten.

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© Günter Kromer

Doch zum Glück hört der Regen bald wieder auf und die Gewitterfront zieht südlich von uns vorbei. Bald nachdem wir Blumberg passiert haben, steigen wir auf einer 8 m hohen Leiter in eine kleine Schlucht hinein. Für Wanderer mit Hunden gibt es hier eine Umleitung.

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© Günter Kromer

Der Abstieg lohnt sich, denn nun kommen wir an den Wasserfällen des Schleifenbachs vorbei.

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© Günter Kromer— Schleifenbach

Noch ein kurzer, steiler Aufstieg, ein bequemer Abstieg, dann erreichen wir Achdorf, wo unser Gästehaus gleich das erste Haus ist, zu dem der Schluchtensteig führt. Zum Abendessen gehen wir in den Biergarten des Restaurants Scheffellinde, wo der Dichter Joseph Victor von Scheffel im 19. Jahrhundert Stammgast war.

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© Günter Kromer— Achdorf

27.6.2020 Achdorf - Lenzkirch 31 km

Nach ein paar Kilometer mit angenehmem und abwechslungsreichen Auf und Ab erreichen wir die Wutachmühle. Hier beginnt der berühmte Wanderweg durch die Wutachschlucht. Mit den hier her und zur Schattemühle fahrenden Wanderbussen können Spaziergänger die Schlucht bei einer Tageswanderung erkunden. Schon bald umgibt uns wieder scheinbar unberührte Natur.

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© Günter Kromer

Zum Glück sind wir schon früh am Morgen gestartet. Zwischen 9 und 10 Uhr begegnen wir auf den ersten Kilometern in der Schlucht nicht allzu vielen Menschen.

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© Günter Kromer— Wutachschlucht
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© Günter Kromer

Mit vielen kurzen Auf- und Abstiegen führt der mal sehr schmale, mal etwas breitere Weg zwischendurch am Ufer entlang, dann wieder weit oberhalb. Oft schmiegt er sich eng an Felswände.

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© Günter Kromer— Wutachschlucht
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© Günter Kromer

Die Felsen, der ungezähmte Fluss und die außergewöhnliche Vegetation begeistern uns. Doch leider nimmt nun die Zahl der Wanderer schnell zu. Schon bald strömen uns sehr, sehr viele Wandergruppen und große Familien entgegen.

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© Günter Kromer— Wutachschlucht
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© Günter Kromer
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© Günter Kromer

Da der Pfad oft zu schmal ist, um aneinander vorbeizugehen, muss man alle paar dutzend Meter ausweichen, stehen bleiben und den Gegenverkehr vorbeilassen. Bald geht uns dies ziemlich auf die Nerven. Einesteils empfehle ich auf jeden Fall eine Wanderung durch diese großartige Schlucht, da es eine der Touren ist, die man auf jeden Fall einmal machen sollte, andererseits rate ich dringend von einem Besuch am Wochenende oder in den Ferien ab.

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© Günter Kromer— Wutachschlucht
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© Günter Kromer

Zum Glück verhindern ein paar Treppen sowie kurze, sehr steile Auf- und Abstiege, dass man auch noch Mountainbikern ausweichen muss.

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© Günter Kromer— Wutachschlucht

In der Schlucht versickert das Wasser an einer Stelle teilweise im Boden, an einer anderen Stelle tritt es wieder aus.

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© Günter Kromer
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© Günter Kromer

Doch obwohl uns der zu große Menschenandrang nicht gefällt, begeistert uns die Strecke.

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© Günter Kromer— Wutachschlucht
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© Günter Kromer
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© Günter Kromer— Tanneggerwasserfall
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© Günter Kromer
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© Günter Kromer

Als uns dann bei einem hübschen Wasserfall auch noch eine Jugendgruppe mit offenen Bierdosen in der Hand begegnet, freuen wir uns auf einsamere Wege.

Zum Glück konzentriert sich der Massenandrang nur auf den Abschnitt zwischen Wutachmühle und Schattenmühle. Danach treffen wir nur noch selten auf andere Wanderer.

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© Günter Kromer

Nach einigen nicht so spannenden Kilometern weit oberhalb des Flusses führt schließlich der Weg noch einmal eine Weile über schöne Uferpfade.

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© Günter Kromer

Im Bereich der Hasslachklamm wird die Strecke momentan ein kurzes Stück über eine bequeme Route weiter oben umgeleitet. Zum Schluss erreichen wir auf sonnigen Wegen Lenzkirch. Der Schluchtensteig begeistert uns wegen seiner Pfade durch die Natur, die Etappenziele sind dagegen nicht der Rede wert.

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© Günter Kromer— Lenzkirch - Rathaus und Kirche

28.6.2020 Lenzkirch - St. Blasien 25 km

Heute wandern wir meist auf bequemen Wegen durch eine für den Südschwarzwald typische Landschaft.

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© Günter Kromer

Bald erreichen wir Oberfischbach. Dieser Luftkurort ist eines der offiziellen Etappenziele.

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© Günter Kromer

Vom 1134 Meter hohen Bildstein, zu dessen Kuppe ein kurzer Abstecher führt, bietet sich ein weiter Rundblick. Unter uns sehen wir den Schluchsee.

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© Günter Kromer

Schon bald darauf führt uns der Weg eine Weile direkt am Ufer entlang. Zum Baden ist es heute leider zu kalt.

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© Günter Kromer— Schluchsee
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© Günter Kromer
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© Günter Kromer

Nach ein paar Kilometern erreichen wir genau rechtzeitig zur Mittagsrast das sehr beliebte Ausflugsziel Vesperstube Unterkrummenhof. Nach Verzehr unserer extrem reichhaltigen Vesperplatten marschieren wir mit vollem Magen bergauf. Bald liegt der See schon weit unter uns.

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© Günter Kromer

Wieder wandern wir durch eine typische Schwarzwaldlandschaft.

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© Günter Kromer
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© Günter Kromer

Nach einem Tag auf meist leichten Wegen geht es zuletzt ab dem Windbergwasserfall noch einmal über einen steinigen Pfad bergab.

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© Günter Kromer— Windbergwasserfall

Der Weg durch die mit weiteren kleinen Wasserfällen geschmückte Schlucht ist ein idealer Abschluss dieses Wandertages.

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© Günter Kromer
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© Günter Kromer

Ich weiß, dass viele Menschen vom Dom in Sankt Blasien begeistert sind. Auf mich wirkt das vom Klassizismus beeinflusste Bauwerk, das bei seiner Einweihung die damals drittgrößte Kirchenkuppel in Europa hatte, aber eher kalt und steril. Architektur war schon immer Geschmacksache.

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© Günter Kromer— St. Blasien - Dom

29.6.2020 St. Blasien - Todtmoos 19 km

Am Morgen hängen die Wolken sehr tief an den Bergen.

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© Günter Kromer— St. Blasien

Statt Aussicht bleibt uns vorläufig nur der Anblick des Waldes neben dem Weg. Aber auch dieser ist ganz nett.

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© Günter Kromer

Auf die Besteigung des Aussichtsturms auf dem Lehenkopf verzichten wir, da die Sichtweite gerade nur einen Kilometer beträgt. Bald darauf hört der Regen zwar auf und die Wolkengrenze hebt sich, aber eine brauchbare Fernsicht fehlt noch immer. Immerhin sehen wir nun wieder die Umgebung ungetrübt.

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© Günter Kromer
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© Günter Kromer

Wir kommen an einem weiteren Aussichtspunkt vorbei, an dem eine gravierte Platte zeigt, welche Alpengipfel wir hier bei gutem Wetter sehen könnten.
Das Regenwetter scheint die Vögel ganz besonders zu einem intensiven Konzert zu motivieren. Mehrmals bleibe ich stehen und zeichne das vielfältige Gezwitscher auf, um es später als Soundtrack für einen kurzen YouTube-Film vom Schluchtensteig zu verwenden. Das Restaurant am Klosterweiher hat heute leider Ruhetag. Schade, wir würden gerne auf die Terrasse sitzen und Schwarzwälder Kirschtorte essen.

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© Günter Kromer— Klosterweiher

Als wir die Kreuzfelsenhütte erreichen, scheint zwischendurch gerade die Sonne.

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© Günter Kromer

Auch hier zeigt eine Tafel den heute verborgenen Alpenblick. Gerade als wir weiter gehen wollen, beginnt ein starker Regenguss. Gut, dass die Hütte nur wenige Meter entfernt ist. Im Trockenen warten wir das Ende des Schauers ab.

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© Günter Kromer— Kreuzfelsen

Bald können wir zumindest die Aussicht auf die Schwarzwaldberge in der Umgebung frei genießen.

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© Günter Kromer

Aber die Alpen sehen wir heute auch weiterhin nur in gemalter Form.

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© Günter Kromer
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© Günter Kromer
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© Günter Kromer
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© Günter Kromer

Zum Abschluss der Etappe führt uns ein schmaler Steig entlang der recht harmlosen Hohwehraschlucht bergab.

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© Günter Kromer

Schließlich erreichen wir Todtmoos.

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© Günter Kromer— Todtmoos

30.6.2020 Todtmoos - Wehr 23 km

Heute starte ich schon vor 6 Uhr, da ich am Mittag früh nach Hause fahren muss. Über mir scheint die Sonne, unter mir liegt in der Wehraschlucht am Anfang noch Nebel.

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© Günter Kromer

Die ersten Kilometer führen auf breiten, bequemen Wegen bergauf und bergab.

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© Günter Kromer

Dann führt der Schluchtensteig wieder oft über schmale Pfade. Ich hatte erwartet, dass ich auch hier wieder ab und zu am Ufer wandere, aber stattdessen steige ich immer mal wieder steil bergauf und danach wieder steil bergab. Oft verläuft die Strecke weit oberhalb der Schlucht.

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© Günter Kromer— Wehraschlucht

Am besten gefällt mir heute ein Streckenabschnitt, auf dem ich neben einem Bach mit vielen kleinen Wasserfällen bergab wandere.

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© Günter Kromer
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© Günter Kromer

Nach einer Brücke über die Wehra geht es gleich wieder steil bergauf.

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© Günter Kromer— Wehra

Auch der Weg durch einen abwechslungsreichen Bannwald gefällt mir sehr gut.

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© Günter Kromer

Von einer Stelle aus erkenne ich hinter dem Jura in der Ferne ein paar Gipfel der Schweizer Alpen. Für die online stark komprimierte Version des Fotos ist der Dunst heute aber zu stark.

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© Günter Kromer— Schweizer Jura
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© Günter Kromer

Schließlich sehe ich Wehr vor mir, wo der Schluchtensteig endet.

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© Günter Kromer— Blick auf Wehr

Kurz vor Ende der Etappe spaziere ich über die Staumauer des Wehra-Stausee.

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© Günter Kromer— Wehra-Stausee

ZEHNTAUSEND Kilometer liegen nun hinter mir! Würde ich die vielen Stadtbesichtigungen, die Spaziergänge vor dem Frühstück und nach dem Abendessen sowie den Weg zu den Unterkünften, Hotels und Bahnhöfen dazu rechnen, wären es inzwischen sogar viel mehr als 10.000 Kilometer. Wer hätte daran geglaubt, dass ich diese Strecke wirklich innerhalb von zwei Jahren schaffe? 

In den Monaten nach dem Wanderprojekt erkenne ich immer mehr, wie sehr mich diese beiden Jahre verändert haben. Denkt mal daran, wie sehr euch nach einem zweiwöchigen Urlaub die Erinnerungen daran ausfüllen. Manchmal scheint es mir nun so, als könnte ich nun den Rest meines Lebens damit verbringen, in dem unfassbar vielfältigen Schatz der Erinnerungen an die 10.000 Kilometer zu schwelgen. Ich habe so viel gesehen und erlebt.

 

 

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© Günter Kromer— 10.000 Kilometer!

Als ich in Wehr den letzten offiziellen Kilometer meines auf zwei Jahre befristeten Projekts beende, ahne ich noch nicht, dass ich bereits in den nächsten vier Monaten mehr als 600 km für eine spontan erfundene Ergänzung meines Projekts wandern werde. Obwohl mein Herz nach wie vor am stärksten für Fernwanderwege schlägt, will ich nun mit dieser zweiten Phase auf meiner Homepage mittelfristig ein paar Tausend Kilometer auf schönen Rundwanderwegen vorstellen und damit auch Menschen Tipps geben, für die mehrtägige Touren zu lang sind. Vor allem freue ich mich aber darauf, noch durch viele schöne Regionen unseres Heimatlandes wandern zu dürfen.

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© Günter Kromer— Wehr

Zwei Stunden nachdem ich mit dem Zug in Karlsruhe angekommen bin, überraschen mich meine Freunde und Vereinskameraden der LSG-Karlsruhe und unseres DUV-Stützpunktes mit einem Überraschungsbesuch. Sie sind davon überzeugt, dass die 10.000 Kilometer gefeiert werden müssen. Diese tolle Idee freut mich sehr.

 

Hier stehen die offiziellen Infos über den Schluchtensteig: www.schluchtensteig.de

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© Günter Kromer