27.9., 29.9. 3.10., 5.10., 6.10.+7.10.18

Pfälzer Weinsteig

D-Wanderer km 958 bis 1130

27.9.2018 Schwaigen-Rechtenbach - Bad Bergzabern 15 km

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Bisher stelle ich bereits fast 9000 km auf interessanten Fernwanderwegen vor. Bis Juni 2020 werden die 10.000 km überschritten. Auch danach will ich gerne weitere schöne Wanderungen auf dieser Seite vorstellen. Doch ohne Unterstützung durch euch Leser lässt sich dieses Projekt dann nicht mehr finanzieren. Ich freue mich über jeden "Sponsorenbeitrag", egal in welcher Höhe. Infos stehen hier: https://d-wanderer.de/aktuelles.php

 

Der "Prädikatswanderweg" Pfälzer Weinsteig führt 172 km weit durch den Naturpark Pfälzerwald und über viele Weinberge oberhalb der Rheinebene. Verträumte Waldwege, sonnige Weinberge, Felsen und Burgruinen, dazu ein sehr großes gastronomisches Angebot zeichnen diesen Weg aus. Der Weg ist in beide Richtungen meist gut markiert, ganz ohne GPS-Track, Buch oder Karte sollte man aber besser nicht wandern.

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© Günter Kromer— Deutsches Weintor

Ausnahmsweise plane ich zwischen den Etappen auch einige Tage Unterbrechung wegen beruflichen und familiären Verpflichtungen ein. Da ich von den meisten Tageszielen bequem mit dem Zug nach Hause fahren kann, passt dies sehr gut.

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© Günter Kromer

Ich starte am Deutschen Weintor in Schweigen-Rechtenbach, fast unmittelbar an der Deutsch-Französischen Grenze. Fast direkt neben dem Weintor stimmt eine große Weinpresse auf das Weinbaugebiet ein. Schon wenige Minuten nach dem Start spaziere ich zwischen Reben leicht bergauf, dann wieder hinab zum Ortsrand.

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© Günter Kromer

Ein leichter Aufstieg durch den Wald führt mich hinauf zur Burg Guttenberg. Die Ruine selbst ist nicht besonders fotogen, aber die Aussicht von oben gefällt mir sehr gut.

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© Günter Kromer— Aussicht von Ruine Guttenberg
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© Günter Kromer— Aussicht von Ruine Guttenberg

Weiter geht es durch Wald auf und ab bis zum Stäffelsbergturm. Der lange Aufstieg über die Wendeltreppe lohnt sich, denn der Rundblick überzeugt vor allem bei so schönem Licht wie heute. Der Turm wirft in der Abendsonne seinen Schatten auf den Wald.

© Günter Kromer - Aussicht vom Stäffelsbergturm#images-tours/thumbs/pfalzer-weinsteig-staffelsbergturm.jpg
© Günter Kromer— Aussicht vom Stäffelsbergturm
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© Günter Kromer— Aussicht vom Stäffelsbergturm

Nun geht es meist bergab, an einer schmucken Kapelle vorbei und dann in das verträumte Dorf Dörrenbach. Die Sonne ist längst hinter den Bergen verschwunden und nach dem warmen Mittag wird es nun schnell kühl.
Weiter geht es durch ein ruhiges Tal, noch einmal über Weinberge, dann hinab nach Bad Bergzabern, von wo aus ich mit der Bahn nach Hause fahre.

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© Günter Kromer— Dörrenbach

29.9.2018 Bad Bergzabern - Eußerthal 40 km

Ich liebe es, am frühen Morgen oder am späten Abend zu wandern, genieße die besonderen Lichtstimmungen und die Stille auf den Wanderwegen. Daher starte ich heute schon um 6:40 Uhr am Bahnhof Bad Bergzabern. Bald darauf freue ich mich ben auf den Weinbergen über den farbenfrohen Himmel kurz vor Sonnenaufgang. Das frühe Aufstehen hat sich mal wieder gelohnt!

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© Günter Kromer

Der Pfälzerwald ist die größte zusammenhängende Waldfläche Deutschlands. Die meisten Etappen des Weinsteig führen abwechselnd durch Wald und über Weinberge, mit einer angenehmen Mischung aus breiten Forstwirtschaftswegen, schmalen, manchmal steinigen oder verwurzelten Pfaden und nur selten auf Asphalt oder Betonplatten.
Viele Dörfer an der Deutschen Weinstraße werden wegen ihrer hübschen Weinstuben und anderen Restaurants im Sommer und im frühen Herbst am Wochenende von sehr vielen Touristen besucht. Gleiszellen, eines dieser Schmuckstücke, wirkt am frühen Morgen wie eine Geisterstadt, ganz anders als es die meisten Leute kennen.

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© Günter Kromer— Gleiszellen
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© Günter Kromer— Gleiszellen

Wieder geht es über sonnige Weinberge. Üppige Trauben zieren den Weg. Weit führt der Blick über die Rheinebene zu den Bergen des Odenwalds und zum Schwarzwald auf der anderen Seite.

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© Günter Kromer
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© Günter Kromer

Dann steige ich hinauf zur Burgruine Landeck. In diesem sehr beliebten Ausflugsziel drängen sich an schönen Sommer- oder Herbstwochenenden ebenfalls die Touristen. Oft braucht man etwas Geduld, wenn man hier oben etwas zu Essen bestellt. Heute komme ich aber zu einer Zeit an, als die anderen Wanderer wohl noch schlafen oder frühstücken und kann die Ruine in perfekter Stille genießen.

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© Günter Kromer— Burg Landeck
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© Günter Kromer— Burg Landeck

Der Weg führt nun wieder fast zur Rheinebene hinab. Dann führt ein Steig hinauf zur Ruine Madenburg, die ich ebenfalls noch vor dem großen Besucheransturm erreiche. Wie schon in der Landeck kann man auch hier mittags und abends gute Pfälzer Küche, Flammkuchen und vieles andere zu zivilen Preisen essen.

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© Günter Kromer— Madenburg
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© Günter Kromer— Madenburg
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© Günter Kromer— Aussicht von der Madenburg
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© Günter Kromer
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© Günter Kromer

Im Slevogthof, einem ehemaligen Herrenhaus aus dem 19. Jahrhundert, lebte und malte vor etwa hundert Jahren der impressionistische Maler Max Slevogt. Einige seiner Werke werden am Wanderweg auf großen Tafeln gezeigt.

Von der Ruine Neukastell stehen nur wenige Mauerreste, aber der Aufstieg über eine zuletzt sehr steile Stahltreppe lohnt sich wegen der Aussicht doch.

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© Günter Kromer— Aussicht von Ruine Neukastell

Wieder geht es durch den Wald bergauf und bergab. Auf dem Weg zur Burg Trifels komme ich an einigen wie gigantische Mauern senkrecht aufragenden Sandsteinfelsen vorbei.

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© Günter Kromer

In dieser ehemaligen Reichsburg wurde angeblich Richard Löwenherz drei Wochen lang gefangen gehalten.

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© Günter Kromer— Burg Trifels

Da ich als D-Wanderer nicht nur die unterschiedliche Landschaft Deutschlands sondern auch die kulinarischen Besonderheiten genießen will, steht in der Pfalz natürlich Pfälzer Saumagen auf dem Programm. Im großen Restaurant am Parkplatz unterhalb der Burg bestelle ich die Löwenherzplatte mit Saumagen, Leberknödel, Bratwurst und Weinsauerkraut, dazu passend zur Saison einen halben Liter Neuer Wein. In frischem Zustand erinnert Neuer Wein eher an Traubensaft, danach steigt der Alkoholgehalt. Dieser hier wirkt schon fast wie normaler Wein.

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© Günter Kromer

Etwas beschwingt und mit vollem Magen marschiere ich hinab nach Annweiler. Entlang der Queich stehen einige Fachwerkhäuser, dazu drehen sich im Ort drei Mühlräder.

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© Günter Kromer— Annweiler

Beim nächsten Aufstieg sammle ich wie viele andere Spaziergänger Esskastanien. Nun wird es diese Woche wieder leckere Maronen zum Abendessen geben. Vom Krappenfelsen genieße ich den schönen Blick hinüber zum Trifels.

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© Günter Kromer— Krappenfelsen

Mit einigem bergauf, bergab erreiche ich am späten Nachmittag Eußerthal.

 

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© Günter Kromer— Kloster Eußerthal

3.10.18 - Eußerthal - St. Martin 35 km

Heute begleitet mich mal wieder Annette. Der Morgen wirkt mehr wie Herbst statt wie Spätsommer. Zwischendurch wandern wir durch Nebel. Ich liebe die romantische, fast schon mystische Stimmung, die bei Nebel in urigen Wäldern herrscht.
Bald erreichen wir Dernbach und steigen von dort zur Landauer Hütte hinauf. Wer den kompletten Weinsteig wandert, der kommt zwei Mal zu dieser Hütte, denn von hier führt eine Schleife um einen Berg herum zum Orensfelsen, einem der schönsten Aussichtspunkte der gesamten Strecke.

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© Günter Kromer

Heute morgen kann man von diesem Felsen natürlich statt der Berglandschaft mit dem Trifels nur Grau sehen, aber die Kombination aus Nebel, Fels und knorrigen Bäumen begeistert uns ebenso.

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© Günter Kromer— Orensfels im Nebel
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© Günter Kromer

An der Landauer Hütte ist es zu so früher Stunde noch schön ruhig, doch schon bald werden die Heerscharen der Wanderer hier aufmarschieren.

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© Günter Kromer— Landauer Hütte

Als wir kurz darauf Neu Scharfeneck erreichen, die schönste Ruine am Weinsteig, löst sich der Nebel auf. Noch ist außer uns kein Mensch hier. Lange bleiben wir oben am Bergfried stehen und genießen die Stille und die Aussicht.

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© Günter Kromer— Ruine Neu Scharfeneck

Beim nächsten Abstieg begegnen wir innerhalb von kurzer Zeit mindestens 50 Wanderern. Das angekündigte Schönwetter lockt die Menschen in die Pfalz.
Eigentlich wollte ich erst in der St. Anna-Hütte Mittagessen, doch wegen starkem Hunger bestellen wir bereits in der Trifelsblick-Hütte eine Suppe mit Wurst. Auf dem Weinsteig muss zumindest am Wochenende niemand hungern. Am laufenden Band kommt man an Einkehrmöglichkeiten vorbei. In den Hütten mit Selbstbedienung bekommt man ohne Wartezeit für wenig Geld gutes Essen.
Die Völkerwanderung nimmt immer mehr zu. In der fast voll besetzten St. Anna Hütte essen wir sehr gute Leberknödel mit Sauerkraut. Wanderer sollten auch unbedingt noch ein paar Meter weiter zur schönen Sankt-Anna-Kapelle gehen.

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© Günter Kromer— Sankt Anna Kapelle
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© Günter Kromer— Vor Sankt Anna Kapelle
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© Günter Kromer— Blick nach Weyher

Am Mittag spazieren wir unter anderem auf einem Pfad, der mit sehr vielen ungewöhnlichen „Kunstwerken“ geschmückt ist. Vor Jahren baute hier jemand kleine Schlösser, Burgen, Schiffe und einfache Wurzelgebilde und besetzte diese mit unglaublich vielen Spielzeugfiguren. Kitsch oder Kunst? Für mich ist diese Inszenierung mit Schlümpfen, Drachen, Playmobilfiguren und mehr wirklich genial.

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© Günter Kromer

Unterwegs kommen wir auch an einem kleinen See, an einem künstlich angelegten Wasserfall und an einem idyllischen Bach vorbei.

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© Günter Kromer
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© Günter Kromer
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© Günter Kromer

Am späten Nachmittag erreichen wir das fotogene Dorf Sankt Martin, das heute von Touristen buchstäblich überrannt wird.

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© Günter Kromer— Sankt Martin

5.10.18 - Sankt Martin - Neustadt an der Weinstraße 20 km

Heute ist es in Sankt Martin deutlich ruhiger. Den Weg von hier hinauf zum Kalmit-Gipfel kenne und liebe ich schon seit Jahrzehnten. Heute duftet der Kiefernwald beim Aufstieg besonders intensiv.

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© Günter Kromer

Je öfter ich in Deutschland wandere, desto stärker erkenne ich, wie vielfältig die ganz pauschal als "Wald" bezeichnete Natur aussehen kann. Eigentlich müsste man 100 verschiedene Worte für "Wald" haben. Die Auenwälder bei meiner Wanderung auf dem 66-Seen-Weg, die knorrigen Bäume dicht unterhalb der Waldgrenze in den Alpen, forstwirtschaftliche Monokulturen und wilde Urwälder - Wald ist nicht gleich Wald. Meist ändert sich der Charakter des Waldes um mich herum schon innerhalb von wenigen hundert Metern. Auf dem Weinsteig spaziere ich oft durch lichte Laubwälder, mal durch Mischwald, am besten gefallen mir hier aber die sonnigen Kiefernwälder.

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© Günter Kromer

Unterwegs komme ich an einem Felsenmeer mit vielen stark bemoosten Felsen vorbei.

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© Günter Kromer
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© Günter Kromer

Schließlich erreiche ich die Kalmit, den mit 672 m höchsten Gipfel des Pfälzerwalds. Die Terrasse vor dem Restaurant liegt bereits im Schatten, in der Rheinebene unter mir scheint aber noch die Sonne.
Als ich vor vier Jahren bei einem 100 Meilen Wettkampf nonstop 34 Stunden lang auf dem Rheinsteig lief, erreichte ich die Kalmit gegen Mitternacht, blickte von oben auf das Lichtermeer der Städte in der Rheinebene und sah beim Abstieg Wildschweine. Auch der Lauf durch die Nacht bot mir damals viele unvergessliche Reize. Heute habe ich sehr viel mehr Zeit, die Natur zu genießen und viel zu fotografieren.

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© Günter Kromer— Kalmit

Den Abstieg vom Gipfel hinab zum Wanderparkplatz laufe ich auch heute. Es macht mir unglaublich viel Spaß, auf solchen Trails hinab zu sausen.

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© Günter Kromer
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© Günter Kromer

Und weiter geht es durch die unglaublich schönen Kiefernwälder.
Beim Hohe Loog Haus wollte ich eigentlich angesichts der späten Uhrzeit heute nicht rasten, doch da eine Bank auf der ansonsten schon schattigen Terrasse noch in der warmen Abendsonne steht, trinke ich hier doch ein Bier. Diese wunderschöne Lichtstimmung will ich in Ruhe genießen.

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© Günter Kromer— Blick vom Hohe Loog Haus zur Kalmit
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© Günter Kromer
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© Günter Kromer

Der Weinsteig führt nur zum Parkplatz, aber nicht direkt hinauf zum Hambacher Schloss. Doch die zusätzlichen 300 m sollte man auf jeden Fall einplanen. Hier war 1832 beim Hambacher Fest eine der Sternstunden der deutschen Demokratiebewegung.

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© Günter Kromer— Hambacher Schloss

Auf der Terrasse genieße ich die Aussicht. Dann geht es wieder durch Wald mit etlichen Höhenmetern weiter nach Neustadt an der Weinstraße.

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© Günter Kromer

6.10.18 Neustadt - Bad Dürkheim 35 km

Morgens um 8 Uhr trinke ich am Marktplatz in der netten Altstadt einen Kaffee.

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© Günter Kromer— Neustadt

Die Ruine Wolfsburg ist nicht besonders spektakulär, aber die Aussicht ist ganz nett.

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© Günter Kromer

Wieder geht es an einigen Felsen vorbei, dann durch Wald, zum Aussichtspunkt Bergstein mit Blick auf Neustadt, später an einem hübschen Bach entlang.

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© Günter Kromer
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© Günter Kromer
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© Günter Kromer— Beim Bergstein
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© Günter Kromer

Um diese Jahreszeit sind besonders viele Wanderer im Pfälzerwald unterwegs. Viele wollen nicht einfach nur spazieren gehen. Sie tragen Taschen oder Körbe, stapfen nicht nur über die Wege sondern kreuz und quer durch den Wald und sammeln Esskastanien. Hier gibt es so viele Maronen, dass trotz der Masse an Sammlern wohl jeder genügend findet.

Oft wird behauptet, dass Esskastanien untrennbar zur Natur des Pfälzerwald gehören. Doch das war nicht immer so, denn diese Bäume wurden erst von den Römern aus dem südlichen Alpenraum hier eingeführt. Auch die für das heutige Landschaftsbild der Pfalz typischen Weinreben wurden erst von den Römern, vielleicht sogar schon von den Kelten, nach Deutschland gebracht.

Zur Zeit lese ich ein ganz besonders faszinierendes Buch über Natur. "Das Gesicht Deutschlands" (Theiss-Verlag) beschreibt hervorragend, wie die deutschen Landschaften im Laufe der Jahrhunderte entstanden sind, oft erst durch Einwirkung der Menschen.

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© Günter Kromer

In Deidesheim emfehle ich, noch ergänzend zur Weinsteig-Route ein Stück durch den Ort zu spazieren. Es lohnt sich. Wie in vielen Weinanbaugebieten wirken hier manche Weingüter wie kleine Paläste. In vielen von ihnen kann man auch gut einkehren, zum Beispiel im Weingut Kern.

 

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© Günter Kromer— Deidesheim
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© Günter Kromer— Deidesheim - Weingut Kern

Nachdem es vor und nach Deidesheim mal wieder oft über Weinberge ging, umgibt mich nun wieder schöner Wald.

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© Günter Kromer

Die schönsten Weinberge am Pfälzer Weinsteig sieht man beim pittoresken Flaggenturm oberhalb von Bad Dürkheim.

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© Günter Kromer— Flaggenturm
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© Günter Kromer
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© Günter Kromer

Mehr als eine halbe Stunde lang fotografiere ich hier oben, dann geht es hinab nach Bad Dürkheim.

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© Günter Kromer

7.10.18 - Bad Dürkheim - Bockenheim 35 km

Am Morgen komme ich bald an einem großen römischen Steinbruch vorbei. Von 200 bis 220 nach Christus wurde hier der besonders helle Sandstein abgebaut und bis Mainz transportiert. An den Felsen findet man noch heute zahlreiche Inschriften und Skulpturen aus dieser Zeit.

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© Günter Kromer— Römischer Steinbruch

Vom nächsten Aussichtspunkt blicke ich hinüber zur Klosterruine Limburg.

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© Günter Kromer
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© Günter Kromer— Klosterruine Limburg

Bald erreiche ich einen besonders großen Bismarkturm. Den Aufstieg auf den 36 m hohen Turm erspare ich mir heute aber, da inzwischen starker Dunst die Aussicht einschränkt.

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© Günter Kromer— Bismarkturm
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© Günter Kromer
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© Günter Kromer

Burg Battenberg, etwa 200 m vom eigentlichen Wanderweg entfernt, könnte ebenso in der Toskana stehen. Der mit Zypressen bewachsene Innenhof, die sonnige Terrasse mit weitem Blick über die Weinberge - hier muss man einfach eine Weile sitzen und in Urlaubsgefühlen schwelgen. Ich trinke ein Glas Neuer Wein und esse dazu Quiche.

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© Günter Kromer— Burg Battenberg
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© Günter Kromer— Burg Battenberg

Wieder geht es hinab zu Weinbergen, dann hinauf nach Neuleiningen.

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© Günter Kromer
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© Günter Kromer
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© Günter Kromer

Die nächsten Kilometer führen mich meist über Felder, vorbei an Hecken mit vielen Beeren oder zwischen Obstbäumen hindurch. Der Dunst legt einen Grauschleier über die Landschaft.

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© Günter Kromer
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© Günter Kromer
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© Günter Kromer

Zum Abschluss dieser herrlichen Wanderung spaziere ich kurz vor Bockenheim noch einmal über schöne Weinberge.

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© Günter Kromer
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© Günter Kromer
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© Günter Kromer

Hier stehen aktuelle Infos über den Weinsteig: https://www.wandermenue-pfalz.de/pfaelzer-weinsteig/

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© Günter Kromer— Bockenheim