14.- 27.10.2019

Albsteig (Schwäbische-Alb-Nordrandweg HW1) 365 km

Deutschland-Wanderer Kilometer 8206 bis 8573

14.10. Donauwörth - Mönchsdeggingen 29 km

Ihr wollt noch mehr Wanderberichte lesen? Dann unterstützt das D-Wanderer Projekt!
Bald werde ich mit den 10.000 Kilometer fertig sein. Doch auch danach will ich auf dieser Seite gerne weitere schöne Touren vorstellen. Neben weiteren Fernwanderwegen soll nun eine neue Rubrik mit Tageswanderungen dazu kommen, um euch auch interessante Tipps für Wochenendausflüge zu bieten. Doch ohne Unterstützung durch euch Leser lässt sich dieses Projekt dann nicht mehr finanzieren. Ich freue mich über jeden "Sponsorenbeitrag", egal in welcher Höhe. Infos stehen hier: https://d-wanderer.de/aktuelles.php

 

Der Albsteig (Schwäbische Alb Nordrandweg HW 1, nicht verwechseln mit dem anderen Albsteig im Schwarzwald!) ist einer der schönsten und ältesten Weitwanderwege Deutschlands. Die 365 km lange Strecke führt von Donauwörth bis Tuttlingen meist am Rand der Schwäbischen Alb entlang, oft direkt am Albtrauf, wo die Hochfläche mit sehr steilen, felsigen Hängen vom ein paar hundert Meter tiefer gelegenen Hügelland abgegrenzt wird.

 

Als ich mit dem Zug Donauwörth erreiche, liegt noch eine dünne Nebelschicht über Donau und Müritz. Durch ein großes Stadttor gehe ich in die auf einer Flussinsel gelegene Altstadt.

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© Günter Kromer— Donauwörth

Schon bald nachdem ich die Stadt verlasse, lösen sich die letzten Nebelreste auf und ich wandere durch eine sonnige, von den ersten Herbstfarben geprägte Landschaft.

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© Günter Kromer— Die Wörnitz bei Donauwörth
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© Günter Kromer

In Wörnitzstein steht auf einem großen Felsblock die Kalvarienbergkapelle. Der Fels wurde vor 14,5 Millionen Jahren beim Meteoriteneinschlag im Nördlinger Ries so wie viele andere Gesteinsbrocken viele Kilometer weit durch die Luft geschleudert.

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© Günter Kromer— Kalvarienbergkapelle Wörnitzstein

Fast alle Etappen des Albsteig wandere ich bei sehr angenehmen Temperaturen und mit viel Sonnenschein.

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© Günter Kromer— bei Wörnitzstein

Höhepunkt der ersten Etappe ist Harburg mit dem sehr sehenswerten Schloss, das ich bereits im Frühjahr am Ende meiner Frankenweg-Wanderung besichtigt habe.

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© Günter Kromer— Harburg

Oberhalb des Schlosses führt eine wunderschöne Allee bergauf.

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© Günter Kromer

Bald erreiche ich den Gipfel des Bocksberg, auf dem ich eine halbe Stunde lang in der Sonne sitze.

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© Günter Kromer— Bocksberg

Da ich bisher weder an einem Laden noch an einer Einkehrmöglichkeit vorbei kam, bei dem warmen Wetter aber mehr trinke als geplant, erreiche ich den großen Biergarten bei Eisbrunn sehr durstig. Doch die Gaststätte ist in dieser Woche wegen Betriebsferien geschlossen. Am Parkplatz steht ein Automat, mit Getränken und Lebensmitteln, aber er funktioniert nicht.
Kurz vor Mönchsdeggingen komme ich an einem ehemaligen Kloster vorbei, das momentan fast nur noch als Fotomotiv dient.

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© Günter Kromer— Ehemaliges Kloster Mönchsdeggingen

15.10. Mönchsdeggingen - Bopfingen 27 km

Am Morgen liegen die tiefen Bereiche des Nördlinger Ries im Nebel, doch meine Route führt am sonnigen Rand des flachen, mehr als 20 km durchmessenden Meteoritenkraters entlang.

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© Günter Kromer
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© Günter Kromer
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© Günter Kromer— Bautenbachquelle

Der Herbst trumpft mit aller Farbenpracht auf.

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© Günter Kromer

Dann führt der Albsteig lange Zeit durch ein riesengroßes Wildgehege. Groß bedeutet aber auch, dass die Tiere jede Menge Platz haben, sich weit abseits der Wege zu verbergen. Nur einmal sehe ich in etwa 100 m Entfernung ein Wildschwein. Das läuft aber fort, als es mich erblickt.
Nun folgen ein paar nicht besonders abwechslungsreiche Kilometer, zuerst auf Feldwegen, dann durch Wald. Noch eine Weile durch den Wald, dann liegen der Schlossberg und die Burg von Bopfingen vor mir.

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© Günter Kromer

Bald darauf erreiche ich Bopfingen, wo ich mich gegenüber eines Fachwerkhauses aus dem Jahr 1505 auf eine Terrasse setze und Zwiebelkuchen mit Neuem Wein bestelle.

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© Günter Kromer— Bopfingen
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© Günter Kromer— Rathaus Bopfingen

16.10. Bopfingen - Aalen-Unterkochen 28 km

Auf dem ersten Kilometer sehe ich meist den Ipf neben mir, einen etwa 200 m hohen, überwiegend von Wacholderheide bedeckten Zeugenberg.

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© Günter Kromer— Ipf

Dann geht es wieder meist durch bunten Herbstwald.
Kurz darauf erreiche ich Ruine Schenkenstein.

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© Günter Kromer— Ruine Schenkenstein
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© Günter Kromer
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© Günter Kromer
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© Günter Kromer

Insgesamt ist der Albsteig sehr gut markiert. Während der ersten Tage gibt es insgesamt nur vier oder fünf Stellen, an denen entweder eine Markierung fehlt oder ich sie übersehe sowie eine ärgerliche Fehlmarkierung, die ich später noch erwähne. Zwischen Gingen/Fils und Tuttlingen ist bis auf eine einzige Stelle sieben Tage lang alles perfekt.

Schloss Kapfenburg, in dem sich eine Musikschule befindet, ist ein hübsches Fotomotiv.

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© Günter Kromer— Schloss Kapfenburg
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© Günter Kromer— Unterkochen

Als ich den Kocherursprung erreiche, bin ich zuerst enttäuscht, denn unter der Brücke liegen nur bemooste Steine, aber kein Tropfen Wasser fließt. Erst etwas unterhalb entspringt nun der Bach bei einem kleinen Quelltopf und plätschert dann munter bergab.

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© Günter Kromer— Kocher

Bald erreiche ich den wenig sehenswerten Ort Unterkochen, in dem ich in einem ebenso wenig ansprechenden Gasthof übernachte.

17.10. Aalen-Unterkochen - Heubach - 23 km

Schnell marschiere ich bergauf. Bald erreiche ich den Aalbäumle-Aussichtsturm, wo ich die 123 Stufen hinauf steige. Von oben schaue ich hinab nach Aalen, am Albtrauf entlang und hinüber zum Volkmarsberg, meinem nächsten Ziel.

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© Günter Kromer— Aussicht vom Aalbäumle-Turm

Bald danach stehe ich auf dem Volkmarsberg, wo mich vor allem die Vegetation der Wacholderheide fasziniert.

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© Günter Kromer— Volkmarsberg

Ich will gar nicht mehr weiter wandern. Sehr lange bleibe ich hier und fotografiere gefühlt unendlich viel.

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© Günter Kromer— Volkmarsberg

Nach einem längeren Abstieg sehe ich die nur 100 m von meiner Route entfernte Gaststätte Tauchenweiler. Eigentlich hatte ich heute keine Einkehr geplant, aber der Biergarten unter uralten Kastanienbäumen lockt mich. Ich esse einen Flammkuchen und trinke ein Bier aus der Region.

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© Günter Kromer

Nun führt der Weg zum Naturschutzgebiet Weiherwiesen, wo ich aber an keinem Teich vorbei komme.

Gegen Ende der Etappe schaue ich am Rosenstein hinab nach Heubach.

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© Günter Kromer— Heubach

Ruine Rosenstein ist nicht besonders interessant. Nur die Brücke, über die man den Fels mit der Burg erreicht, gefällt mir.

Ein anderer Albsteigwanderer, dem ich seit der ersten Etappe mehrmals begegnete, empfahl mir, ich solle am Abend ins Alte Sudhaus gehen. Dies ist ein sehr guter Tipp! Das urige Lokal mit seinen alten Braukesseln gehört auf jeden Fall ins Programm einer Tour auf dem HW1. Das helle Sudhaus Bier schmeckt mir hervorragend, das dunkle sowie die Maultaschen weniger.

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© Günter Kromer

18.10. Heubach - Gingen/Fils 30 km

Schon bei Sonnenaufgang steige ich wieder bergauf.

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© Günter Kromer— Heubach

Wieder lässt ungetrübter Sonnenschein das Herbstlaub leuchten.

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© Günter Kromer

Insgesamt ist der Albsteig hervorragend markiert, nur heute gibt es an der Strecke manchmal kleine Probleme.

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© Günter Kromer

Schließlich führt der Albsteig hinab nach Weißenstein und auf der anderen Seite am Schloss vorbei wieder bergauf.

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© Günter Kromer— Weißenstein

Ab heute führt der Weg oft direkt am oberen Rand der Abbruchkante des Albtrauf entlang. Als Albtrauf bezeichnet man den viele hundert Kilometer langen Steilabfall am Rande der Schwäbischen Alb. Meist endet das obere Hügelland an einer scharfen Kante, unter der sehr steile Hänge mehrere hundert Meter bergab führen.

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© Günter Kromer

Da diese Hänge für die Forstwirtschaft nicht geeignet sind, findet man hier noch an vielen Stellen eine natürliche, urwaldhafte Vegetation. Der Albsteig führt hier über traumhaft schöne Pfade zu vielen Aussichtspunkten.

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© Günter Kromer
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© Günter Kromer
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© Günter Kromer— Rötelsteine

Den ganzen Tag über war es recht sonnig. Nun zieht sehr schnell von Westen her eine fast schwarze Front am Himmel auf. Diese droht mit viel mehr als nur einem harmlosen Regenschauer.

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© Günter Kromer

In Wettkampftempo renne ich nun den teilweise steilen Pfad nach Gingen an der Fils hinab. Heute ist es aber kein Lauf um Platzierungen, sondern ein Wettrennen gegen das Unwetter. Das macht Spaß! Und entgegen aller Erwartung gewinne ich. Erst zwei Minuten nachdem ich unten ankomme, beginnt ein heftiger Regenguss.

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© Günter Kromer

19.10. Gingen/Fils - Neidlingen 30 km

Ab Gingen an der Fils wandert endlich mal wieder Annette eine Woche mit mir. Für ihre erste Etappe auf dem Albsteig erwischt sie heute einen recht verregneten Tag, doch doch die folgenden acht Tage genießen wir gemeinsam fast schon spätsommerliches Wetter.
Schon am Bahnhof ziehen wir unsere Regenklamotten über. Wetterfest angezogen stört uns die Witterung nun eigentlich nur noch beim Fotografieren.

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© Günter Kromer

Die herbstlich bunt gefärbten Wälder gefallen uns auch bei Regen.

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© Günter Kromer

Auch heute führt der Albsteig viel über schmale Wege und Pfade, nur selten über Asphalt oder Forstwirtschaftswege. Oft wandern wir wieder direkt an der Kante des Albtrauf entlang. Manchmal verläuft der Albsteig hier ein kurzes Stück identisch mit dem Albtraufgänger, einer anderen schönen Etappenwanderung, doch meist nutzen die beiden Wege unterschiedliche Routen.

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© Günter Kromer

Die hübsche, abwechslungsreiche Etappe macht uns auch bei diesem Wetter Spaß. An der Traufkante stehen oft vom Wind bizarr geformte Bäume. Auf der anderen Seite des Weges dominiert eine angenehme Mischung aus Wald und Wiesen.

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© Günter Kromer

Am späten Nachmittag verlassen wir den Albsteig und wandern zum Übernachten etwa drei Kilometer hinab nach Neidlingen.

20.10. Neidlingen - Owen 22 km

Am Morgen wandern wir zuerst wieder hinauf zum Albsteig. Dann erreichen wir bald die Ruine Reußenstein.

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© Günter Kromer— Ruine Reußenstein

Vor einiger Zeit war die Ruine wegen Baufälligkeit gesperrt, doch jetzt kann man sie wieder besichtigen. Nur ein Wanderweg unterhalb der Ruine ist nach wie vor wegen Felssturzgefahr gesperrt. Uns gefällt dieses große Gemäuer mit seiner schönen Aussicht auf steile Berghänge und bunte Herbstwälder.

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© Günter Kromer— Aussicht von Ruine Reußenstein

Bald kommen wir an weiteren Felsen vorbei, von denen man gut zurück zur Ruine schauen kann.

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© Günter Kromer— Ruine Reußenstein

Am Hof „Ziegelhütte“, einem offensichtlich sehr beliebten Ausflugsziel, setzen wir uns an einen Tisch, trinken frische Bio-Buttermilch und essen hausgebackenen Kuchen.

Kurz darauf erreichen wir das Randecker Maar. Dieses ist mit 1200 m Durchmesser die größte Ausbruchsstelle des Albvulkanismus vor 16 bis 20 Millionen Jahren. Als Magma im Erdinneren beim Aufstieg auf das Grundwasser traf, kam es zu einer gewaltigen Wasserdampfexplosion. Dadurch entstand ein großer Krater, der im Laufe der Zeit von einem bis zu 130 m tiefen See gefüllt wurde. Der See trocknete irgendwann aus, doch auf dem ehemaligen Seeboden findet man in einer über 100 m dicken Schicht heute viele Versteinerungen des einstigen Lebens.

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© Günter Kromer— Randecker Maar
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© Günter Kromer
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© Günter Kromer

Am Breitenstein sind heute sehr viele Spaziergänger unterwegs. Bei diesem herrlichen Wetter kommen die Menschen auch von weit her hinauf zu diesem breiten Felsplateau mit großen Wiesen und weiter Aussicht.

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© Günter Kromer— Breitenstein und Hohenneuffen
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© Günter Kromer— Breitenstein

Einige Kilometer weiter steht die Ruine Rauber, die aber außer einer Brücke und ein paar Mauern nicht viel bietet.

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© Günter Kromer— Ruine Rauber

Nach einem Zwischenabstieg wandern wir hinauf zur Burg Teck. Schon seit Jahrzehnten denke ich immer, wenn ich auf der A8 zwischen Stuttgart und Ulm unterwegs bin, dass ich mal zu dieser weithin sichtbaren Burg hinauf will. Jetzt sind wir endlich oben - und gefühlt ein paar hundert andere Leute auch. Der fast schon überfüllte Wanderweg kurz vor der Burg und die lange Warteschlange bei der Selbstbedienungstheke im Burghof schrecken uns ab, so dass wir gleich wieder weiter gehen.

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© Günter Kromer— Burg Teck

Zuerst drängen wir uns am Zufahrtsweg zwischen lauten Schulklassen hindurch, dann biegt der Albsteig nach links auf einen schmaleren Weg und uns umgibt wieder angenehme Stille.
Am späten Nachmittag kommen wir unten in Owen an.

21.10. Owen - Bad Urach 22 km

Von Owen steigen wir gleich wieder hinauf zur Oberkante des Albtrauf hinauf. Heute wird die Sicht am Morgen durch trübes Wetter eingeschränkt. Doch vom Brucker Fels gefällt uns auch der Blick auf einige Wolken unter uns. Über dem niedrigeren Hügelland liegt anfangs starker Dunst.

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© Günter Kromer— Brucker Fels

Eine Weile folgt der Albsteig wieder der Traufkante, dann geht es ein paar Kilometer etwas dahinter weiter. Wir kommen an der Rekonstruktion von Pfostenschlitzmauern bei einem ehemaligen Eingangstor einer spätkeltischen Befestigungsanlage vorbei.

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© Günter Kromer

Den größten Teil des Tages über folgen wir wieder der Traufkante. Uns gefällt der Kontrast zwischen dem steilen Urwald auf der rechten Seite und den offenen Feld- und Wiesenflächen, die manchmal links von uns liegen.

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© Günter Kromer
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© Günter Kromer
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© Günter Kromer
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© Günter Kromer
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© Günter Kromer

Burg Hohen Neuffen steht ein paar hundert Meter abseits des Albsteig, doch dieser Umweg lohnt sich. Von der größten Burganlage Südwestdeutschlands hat man eine schöne Aussicht.

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© Günter Kromer— Aussicht von Burg Hohen Neuffen
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© Günter Kromer— Burg Hohen Neuffen

Und weiter geht es entlang der Traufkante.
Auch in dieser Region gab es vor Jahrmillionen viele Vulkanausbrüche. Der Vulkan in der Region rund um Urach hatte im Laufe der Zeit etwa 360 verschiedene Schlote. Von manchen sieht man heute noch Spuren. Einige Meter links von unserem Weg ist in einem alten Krater ein kleiner Teich.

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© Günter Kromer— ehemaliger Vulkankrater

Bald darauf zweigt ein Pfad hinab zu einem alten Steinbruch ab, in dem ein alter Kraterschlot aufgeschnitten wurde. Deutlich erkennt man links das normale Gestein des Weißen Jura und links das vulkanische Material.

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© Günter Kromer— ehemaliger Vulkanschlot
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© Günter Kromer

Vorbei an einigen weiteren Felsen mit Aussicht erreichen wir am frühen Nachmittag Bad Urach, wo wir etwas abseits eine günstige Ferienwohnung gebucht haben, die den Namen Schönblick zu Recht trägt. Von dort müssen wir nur noch eine lange Treppe hinab steigen, schon sind wir im Thermalbad, wo wir den Abend in der Sauna verbringen.

22.10. Bad Urach - Honau 28 km

Am frühen Morgen färbt die Dämmerung den Hochnebel über Ruine Hohenurach rosa.

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© Günter Kromer

Zuerst schauen wir uns die mit vielen Fachwerkhäusern geschmückte Altstadt an.

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© Günter Kromer— Marktplatz und Ruine Hohenurach
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© Günter Kromer— Bad Urach - Marktplatz

Bald wandern wir wieder bergauf. Der Hochnebel hat sich aufgelöst, doch noch ist es dunstig, so dass wir auf den Abstecher zur Ruine verzichten. Der Weg führt zum Biergarten am oberen Ende des Uracher Wasserfall. Am Geländer kann man zuschauen, wie das Wasser 40 m in die Tiefe stürzt.

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© Günter Kromer— Uracher Wasserfall

Hier sollte man unbedingt auf dem Wanderweg hinab steigen, der zum unteren Ende des Wasserfall führt. Wer gleich auf dem Albsteig weiter hinauf wandert, verpasst etwas. Diese hin und zurück zusätzlichen 15 - 20 Minuten lohnen sich.

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© Günter Kromer— Uracher Wasserfall

Dann führt uns der Albsteig hinauf zu den Rutschenfelsen, die uns wieder weite Aussicht bieten.

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© Günter Kromer— Rutschenfelsen
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© Günter Kromer— Aussicht von den Rutschenfelsen
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© Günter Kromer

Mit einem Mix aus Wald und Wiesen geht es weiter. Dieser Tag führt uns fast nur über leichte Wege.

Vom Aussichtsturm an der Hohen Warte sehe ich, wie der Nebel unter mir nun immer weiter vom niedrigeren Teil der Alb über den Trauf auf die Hochflächen vordringt.

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© Günter Kromer— Gestütshof St. Johann

Nun dauert es nun nicht mehr lange, bis wir im Nebel wandern. Vor allem auf einem Streckenabschnitt, der lange Zeit viel über Wiesen und Alleen mit uralten Bäumen führt, gefällt uns auch dieses Grau sehr gut.

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© Günter Kromer

Ein paar Kilometer durch nebligen Wald ziehen sich etwas in die Länge. Zwischendurch geht es über eine große Wiesenfläche, auf der wir heute scheinbar ins Nichts marschieren.

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© Günter Kromer

Bei der Burgruine Greifenstein, von der nur noch niedrige Mauerreste stehen, färbt sich der Himmel über uns schon wieder blau. Wir setzen uns eine Weile auf eine Bank und sehen zu, wie sich langsam auch unter uns der Nebel auflöst.

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© Günter Kromer

Bald scheint wieder die Sonne und wir marschieren durch eine abwechslungsreiche Landschaft. Bei Holzelfingen sehen wir im Dunst weit vor uns erstmals Schloss Lichtenstein.

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© Günter Kromer

Bald darauf steigen wir nach Honau ab, wo wir übernachten. Beim Übernachten erlebt man immer mal wieder etwas Neues. In unserem Hotel muss man gebückt duschen und auf der Toilette kann man nur diagonal sitzen, weil davor kein Platz für die Beine ist. Aber Abendessen und Frühstück sind hervorragend.

23.10. Honau - Willmadingen 19 km

Am frühen Morgen steckt Schloss Lichtenstein über uns im dichten Nebel. Doch schon während dem Aufstieg öffnen sich erste blaue Lücken am Himmel. Als wir schließlich das Schloss erreichen, zieht neben uns noch immer Nebel um die Mauern, doch der Turm wird bereits von der Sonne beleuchtet. Eine halbe Stunde lang stehen wir auf einer Aussichtsplattform und beobachten, wie der Nebel das Schloss immer mehr frei gibt. Unvergesslich!
Danach nehmen wir an einer interessanten Führung durch das Schloss teil. Dies empfehlen wir auch allen anderen Albsteig-Wanderern.

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© Günter Kromer— Schloss Lichtenstein

Nach der Führung hat sich der Nebel fast vollständig aufgelöst. Von einem Felsen blicken wir zurück nach Honau und zum Schloss.

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© Günter Kromer— Honau

Bald darauf besichtigen wir die Nebelhöhle, die meiner Meinung nach die schönste Höhle auf der Schwäbischen Alb ist. Heute lassen wir uns viel Zeit, auf dem gut ausgebauten Weg durch diese Wunderwelt mit vielen prächtigen Tropfsteinen zu spazieren.

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© Günter Kromer

Als wir anschließend direkt neben der Höhle im Restaurant die schwäbische Spezialität Maultaschen essen, treffen wir erstmals Matthias, der ebenfalls den Albsteig wandert. Ihm werden wir heute und an den nächsten Tagen noch mehrmals begegnen und immer mal wieder nette Gespräche führen.

Wieder wechselt die Strecke ab und zu zwischen Trauf, Wald und Wiesen.

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© Günter Kromer

In Genkingen essen wir in einer Bäckerei Kuchen, dann geht es weiter.
Am späten Nachmittag erreichen wir den Wanderparkplatz Roßberg. Da ich davon ausgehe, dass wir von hier aus unser nur noch wenige Kilometer entfernte Tagesziel bald erreichen werden, verlängere ich meine Etappe um den Aufstieg auf den Roßberg. Annette bleibt unten auf einer Bank sitzen, während ich als Trailrunner ohne Gepäck den anstrengenden Pfad hinauf zum Wanderheim laufe, oben kurz die Aussicht fotografiere und dann in hohem Tempo wieder hinab renne. Es macht mir nach wie vor Spaß, manchmal auch zu laufen statt immer nur zu wandern.

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© Günter Kromer— Aussicht vom Roßberg zum Albtrauf

Wir dachten, dass wir nun bald den Bolberg erreichen. Doch an einer Abzweigung fehlt entweder eine Markierung oder wir übersehen sie. Erst als wir weit unten an einer Kreuzung keine Markierungen sehen, schalte ich mein GPS-Gerät an. Darauf sehe ich auf der Karte einen Pfad, der uns zur richtigen Strecke hinauf führt. Auf diesem kommen wir aber nur sehr langsam voran, denn er ist mörderisch steil und sehr uneben. Da der Sonnenuntergang naht, wird die Zeit für uns allerdings jetzt sehr knapp.
Zum Glück ist danach der Abstieg vom 880 m hohen Bolberg zu unserer 3 km abseits des Albsteig liegenden Unterkunft in Willmadingen sehr leicht.

24.10. Willmadingen - Zöllersteighof 30 km

Heute starten wir vor Sonnenaufgang. Der farbenfrohe Himmel belohnt uns für das frühe Aufstehen.

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© Günter Kromer

Im Winterhalbjahr kann man zwar nicht so lange bei Tageslicht wandern, dafür erlebt man ab und zu herrliche Momente in der Dämmerung.

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© Günter Kromer

Zuerst marschieren wir auf einer anderen Route als gestern zum Albsteig, durchqueren bald Talheim und wandern dann recht bequem zum Gebiet des Mössinger Erdrutsch hinauf. Hier gab es 1983 den größten Erdrutsch der letzten 100 Jahre in Deutschland. Auf einer Breite von 600 m rutschten 5 bis 6 Millionen Kubikmeter Erde in die Tiefe. Die Kante des Albtrauf wurde um teilweise mehr als 30 Meter nach hinten verlegt. Unterhalb der Abbruchstelle lässt der Blick auf die Felswand erahnen, welche Erdmassen damals hinab gedonnert sind. Die riesigen Schutthügel unterhalb kann man nur noch auf Fotos der Infotafeln gut erkennen, da inzwischen wieder Wald darauf wächst.

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© Günter Kromer— Mössinger Erdrutsch

Die Sonne sehen wir heute leider nur selten. In der Ferne ragen die Berge des Schönbuch aus dem Nebel heraus.

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© Günter Kromer

Auch heute wandern wir meist direkt an der Traufkante entlang. Es überrascht uns, dass diese Pfade meist kilometerweit ohne allzu große Höhenunterschiede voran führen. Diese Art zu wandern ist recht angenehm. Und natürlich gibt es dazu meist viel Aussicht.

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© Günter Kromer

Nach vielen recht bequemen Kilometern marschieren wir weit hinab nach Jungingen und anschließend ebenso weit hinauf zum Hohen Berg. Danach folgen wir erneut der Traufkante. Bald sehen wir in der Ferne Burg Hohenzollern, der wir dann immer näher kommen.

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© Günter Kromer

Unterwegs kommen wir auch an einer kleinen Wacholderheide vorbei. Der Kohlwinkelfelsen ist ein weiterer schöner Aussichtspunkt. 

 

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© Günter Kromer— Hangender Stein

Typisch für den Albtrauf sind auch die an manchen Stellen auftretenden, mehrere Meter breiten Risse, die vorgelagerte Bereiche der Kante vom festeren Boden trennen. Besonders stark fällt dies am Hangenden Stein auf, einem großen, felsigen Abschnitt des Albtrauf, der bereits durch mehre Meter tiefe Risse vom stabileren Bereich abgeschnitten wurde und irgendwann mit großem Getöse in die Tiefe stürzen wird.

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© Günter Kromer

Auf den 1,3 km langen Abstecher zum Zeller Horn, von dem man den schönsten Blick auf Schloss Hohenzollern hat, verzichten wir wegen inzwischen sehr trübem Wetter. Im Nägelehaus esse ich Käsespätzle. Normalerweise mag ich diese schwäbische Spezialität, doch hier plagt mich eine große Portion fader Teigwaren mit viel zu wenig Käse und wohl ganz ohne Salz.
Nach einem kurzen Abstieg erreichen wir das Hotel Zöllersteighof, in dem wir heute übernachten.

 

25.10. Zöllersteighof - Lochenpass 25 km

Schon wenige Minuten nach dem Frühstück genießen wir an der Traufkante einen herrlichen Blick auf die Burg Hohenzollern.

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© Günter Kromer— Burg Hohenzollern

Die Route wechselt heute oft zwischen Trauf und etwas davon entfernten Wegen. Ein paar Mal kommen wir wieder an hübschen Wacholderwäldchen vorbei.

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© Günter Kromer

Auf dem 921 m hohen Böllat setzen wir uns lange auf eine Bank, essen etwas und genießen die Aussicht auf den Trauf und hinüber zum Schwarzwald.

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© Günter Kromer— Blick vom Böllat zum Schwarzwald

Bald darauf steigen wir 320 Höhenmeter hinab nach Laufen. Dann geht es wieder eine Weile ordentlich bergauf

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© Günter Kromer

Dann geht es wieder eine Weile ordentlich bergauf. Nach einem fast ebenen Forstwirtschaftsweg folgt der schweißtreibendste Pfad des Albsteig. Steil geht es hinauf zum wunderschönen Naturschutzgebiet Hülenbuchwiesen mit weiten Wiesenflächen und schönen Bäumen.
Das 956 m hohe Hörnle ist nicht nur ein großartiger Aussichtspunkt. Auch die Wiesen dahinter begeistern uns.

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© Günter Kromer— Auf dem Hörnle
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© Günter Kromer— Auf dem Hörnle
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© Günter Kromer

Noch ein kurzes Stück Genusswandern, dann erreichen wir die Jugendherberge Lochen, in der wir übernachten. Eine Weile sitzen wir draußen auf der Terrasse.

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© Günter Kromer— Vor der Jugendherberge

Dann lockt uns doch noch der nur etwa 500 m entfernte Gipfel des 963 m hohen Lochenstein, auf dem wir bleiben, bis wir zum Abendessen zurück müssen.

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© Günter Kromer— Lochenstein
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© Günter Kromer

26.10. Lochenpass - Gosheim 21 km

Am Morgen liegt in den Tälern noch vereinzelt Nebel, doch darüber leuchtet ein tiefblauer Himmel.

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© Günter Kromer

Schon kurz nach dem Start führt uns diese Etappe wieder durch schöne Wacholderwäldchen.

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© Günter Kromer
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© Günter Kromer

Bald darauf wird es beim Fernmeldeturm Plettenberg sogar noch schöner.

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© Günter Kromer— Fernmeldeturm Plettenberg

Hier oben ist aber außer der idyllischen Natur auch ein gigantischer Steinbruch, dessen Abbaumaterial mit einer großen Seilbahn zu einer etwa 350 m tieferen Fabrik transportiert wird.

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© Günter Kromer

Am Gipfel sitzen wir lange in der Sonne und freuen uns über das für Ende Oktober ungewöhnliche T-Shirt-Wetter.

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© Günter Kromer

Zwischen uns und dem Schwarzwald liegt teilweise Nebel, doch den Feldberg (auf dem Foto oben rechts) erkennen wir klar.

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© Günter Kromer

Beim Abstieg nach Ratshausen gibt es einen ausgesprochen steilen, mit stabilem Geländer gesicherten Abschnitt. Doch bald geht es bequem weiter.
Leider finden wir unterwegs nirgends einen Laden oder ein Restaurant. Da wir keinen Proviant mehr haben, steigen wir am Nachmittag sehr hungrig auf den 1015 m hohen Lemberg, den höchsten Gipfel der Schwäbischen Alb. Vom Aussichtsturm können wir im Dunst gerade noch die Kette der Alpen von der Zugspitze bis zum Eiger erkennen. Unten über dem flachen Hügelland liegt teilweise noch immer Hochnebel, doch Rottweil, Villingen und fast alle hohen Gipfel des Schwarzwald sehen wir gut.

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© Günter Kromer— Lemberg

Bald sind wir unten in Gosheim, wo wir am südlichen Ortsende nahe des Albsteig in einer günstigen und sehr gut ausgestatteten Ferienwohnung übernachten.

27.10. Gosheim - Tuttlingen 27 km

Eine halbe Stunde wandern wir bergauf bis zum Weißen Kreuz, dann führt uns der Rest der Etappe meist ohne große Aufstiege weiter.

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© Günter Kromer— Weißes Kreuz

Heute ist es deutlich dunstiger als gestern. Den Schwarzwald erkennen wir noch, aber die Alpen bleiben vor uns verborgen.

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© Günter Kromer— Klippeneck

Ein Weg führt 200 m links vom Albsteig auf einen kleinen Hügel, der ideal für eine Rast zum zweiten Frühstück ist.

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© Günter Kromer

Am Anfang meiner Albsteigwanderung begann die herbstliche Färbung der Wälder gerade, nun geht die bunte Zeit schon bald zu Ende.

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© Günter Kromer

Noch ein Stück durch Wald am Trauf entlang, dann sehen wir Tuttlingen unter uns. Der Albsteig endet unten an der Donau. Schade. Gerne wären wir noch ein paar Tage weiter gewandert.
Da Tuttlingen auch Ziel bzw. Start des Schwäbische Alb Südrand Weg ist, könnte man von hier gleich die traumhaft schönen Etappen am Donaudurchbruch beginnen.

Offizielle Infos zum Albsteig stehen auf https://www.schwaebischealb.de/wandern/albsteig

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© Günter Kromer— Tuttlingen