25.9.-3.10.19

Goldsteig (Südroute)

D-Wanderer km 8074-8337

Der Goldsteig führt insgesamt 660 km durch Bayern. Etwa in der Mitte der Strecke von Marktredwitz nach Passau teilt er sich in eine Nord- und eine Südvariante. Nachdem ich bereits im Frühjahr 440 km auf dem Goldsteig wanderte und ihn zu den schönsten Wanderwegen Deutschlands zähle, legte ich nun die offiziell in 21 Etappen eingeteilte Südvariante in 9 Tagen zurück.

25.9.19 Passau - Schrottenbaummühle 29 km

Passau habe ich mir bereits im Mai bei Sonnenschein ausführlich angeschaut. Daher marschiere ich heute gleich über die die Donaubrücke und hinauf zur Veste Oberhaus, wo Goldsteig Nord- und Südroute beginnen bzw. enden.

 

 

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© Günter Kromer— Passau
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© Günter Kromer— Passau - Die Donau kurz vor Mündung der Ilz und des Inn

Schon bald nach der Festung führt der Goldsteig hinab zur Ilz, der ich nun den ganzen Tag folge.

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© Günter Kromer

In Hals sehen ich über mir die Ruine einer Burg.

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© Günter Kromer

Schon der erste Abschnitt am Ufer eines der letzten noch recht ursprünglichen Flüsse Deutschlands ist sehr idyllisch. Zum Glück konnten vor Jahrzehnten große Staudammprojekte verhindert werden, so dass wir uns hier heute über ungestörte Natur freuen können. Zwar gibt es kleine Staudämme und Spuren der einstigen Holztrift, dennoch ist die Ilz ein Paradies für Naturfreunde.

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© Günter Kromer— Ilz

Nun erreiche ich ein außergewöhnliches Bauwerk. Jahrhunderte lang wurde auf der Ilz Holz aus dem Bayerischen Wald nach Passau transportiert. An einer Stelle wurde durch den Berg ein 115 m langer Tunnel gegraben, durch den das Holz geschwemmt wurde und so eine enge Flussschleife abkürzte.

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© Günter Kromer
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© Günter Kromer— Eingang Trifttunnel

Bei der Triftsperre weisst ein Schild darauf hin, dass seit Montag der etwa 1 km entfernte Weg über die Staumauer gesperrt ist. Laut der Wanderkarte auf einer Tafel daneben müsste ich über die Staumauer gehen. Daher wähle ich nun als Alternative den Ilzwanderweg am anderen Ufer. Als ich dann die Staumauer erreiche, stelle ich fest, dass der Goldsteig doch drüben bleibt und ich gar nicht über die Mauer hätte gehen müssen, nun also 7,5 km am falschen Ufer der Ilz bzw. des Ilzstausee wandere. Aber egal, auch diese Route gefällt mir sehr gut.

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© Günter Kromer— Ilzstausee - falsches Ufer

Bei Fischerhaus erreiche ich dann wieder die richtige Strecke. Der Weg am Ufer entlang ist idyllisch, friedlich und meist sehr still. Weit und breit höre ich keine Straße. Einmal fliegt ein Eisvogel neben mir über den Fluss.

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© Günter Kromer
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© Günter Kromer

Am Nachmittag erreiche ich dann die Schrottenbaummühle, für viele Goldsteigwanderer das Etappenziel. Bei Sonnenschein setze ich mich noch eine Weile ans Ufer.

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© Günter Kromer— Schrottenbaummühle
© Günter Kromer - Bei der Schrottenbaummühle#images-tours/thumbs/dsc0242_1570193416.jpg
© Günter Kromer— Bei der Schrottenbaummühle

26.9.19 Schrottenbaummühle - Ölberg 33 km

Die nächsten Kilometer führen am schönsten Streckenabschnitt der Ilz entlang.

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© Günter Kromer— Ilz

Das Tal wird immer enger und zwängt den bisher recht beschaulich fließenden Fluss in ein schmales, von steilen Berghängen begrenztes Bett. Hier rauscht er munter über viele Stromschnellen. Eine Weile bleibe ich stehen und beobachte eine Wasseramsel.

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© Günter Kromer

Dann verlässt der Goldsteig den Fluss und führt hinauf in offene Höhen, wo die Fernsicht heute durch Dunst gedämpft wird.

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© Günter Kromer

Eine nicht besonders schwere Strecke führt mich nun mit kurzweiligem Auf und Ab weiter.

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© Günter Kromer
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© Günter Kromer
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© Günter Kromer
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© Günter Kromer

In Zenting kaufe ich mir etwas zu essen. Dann beginnt der lange Aufstieg hinauf zum 1011 m hohen Brotjackriegel.

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© Günter Kromer— Brotjackriegel
© Günter Kromer - Aufstieg zum Brotjackriegel#images-tours/thumbs/dsc0363_1570193541.jpg
© Günter Kromer— Aufstieg zum Brotjackriegel

Die mehr als 120 Treppenstufen auf den Turm hätte ich mir sparen können, denn von oben sehe ich wegen dem Dunst weder die höchsten Gipfel des Bayerischen Wald noch die Alpen.

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© Günter Kromer— Heute wenig Aussicht vom Brotjackriegel

Beim Abstieg beginnt leichter Regen. Ich bin froh, als ich Langfurth erreiche. Laut meiner ausgedruckten Kartenskizze soll der Gasthof, in dem ich heute angemeldet bin, genau in Ortsmitte sein. Doch dort sehe ich nur einen anderen Gasthof, der heute Ruhetag hat. Ich rufe im Grünen Baum an und erfahre, dass er zwar wirklich in Ortsmitte ist, aber in Langfurth in Unterfranken. Mit so viel Erfahrung bei der Zimmerbuchung war ich eigentlich sicher, dass mir so ein Mist nicht passieren kann. In dem kleinen Ort sehe ich keine andere Übernachtungsmöglichkeit. Zum Glück ist ein kleiner Laden geöffnet, in dem ich etwas zum Abendessen kaufen kann. Der Inhaber ruft bei einer Pension an, in der zum Glück heute Platz für mich ist. Noch 2,5 km entlang einer Straße nach Ölberg, dann ist die verlängerte Etappe für mich zu Ende.

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© Günter Kromer

27.9.19 Ölberg - Gotteszell-Weihmannsried 35 km

Zuerst muss ich nun wieder die halbe Stunde entlang der Straße nach Langfurth marschieren. Dann führt mich der Goldsteig ein paar hundert Meter bergab nach Hunding.

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© Günter Kromer

Die nächsten Kilometer sind zwar nicht schlecht, aber auch nicht besonders spannend. Die hohen Berge stecken noch in den Wolken.

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© Günter Kromer
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© Günter Kromer— Lalling

Wie still ein Wanderweg normalerweise ist, lernt man erst richtig zu schätzen, wenn er zwischendurch doch mal eine Weile neben einer lauten Straße entlang führt, wie heute der Kilometer zwischen Golfplatz Rusel und einem Wanderzentrum. Danach kann ich aber wieder den Rest des Tages herrliche Ruhe genießen. Mal über steinige Wurzelpfade, mal auf bequemen Wegen, komme ich schnell in die Höhe. Hier hat sich der Nebel inzwischen aufgelöst.

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© Günter Kromer

Ein kleines Hochmoor bietet reizvolle Fotomotive.

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© Günter Kromer

Neben dem Landshuter Haus, in dem Wanderer auch übernachten können, stehen die Ruinen eines ehemaligen Dorfes. Auf der Terrasse des Hauses trinke ich ein Bier.

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© Günter Kromer— Landshuter Haus

Dann geht es schnell hinab in Richtung Gotteszell, wo ich im Ortsteil Weihmannsried in der sehr günstigen Pension Friedrich etwa 1,5 km abseits des Goldsteig übernachte.

28.9.19 Gotteszell-Weihmannsried - Sankt Englmar-Grün 22 km

Von wegen goldener Altweibersommer! Heute Morgen komme ich mir vor wie bei einer Novemberwanderung. Beim Aufbruch regnet es. Bald wandere ich durch kalten, dichten Nebel. Am Vogelsang sehe ich nur Grau. Ich habe zwar schon oft geschrieben, dass mich auch Nebelstimmungen faszinieren, aber heute mindert das ungemütliche Klima das Vergnügen.
Auch vom Regensburger Stein sehe ich nur Nebel.

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© Günter Kromer

Bei Kalteck bin ich dann kurz unterhalb der Wolkengrenze, steige aber gleich darauf wieder ins Grau hinein.

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© Günter Kromer
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© Günter Kromer
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© Günter Kromer

Immer wieder zieren Felsen den Weg.

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© Günter Kromer

Beim 1095 m hohen Hirschenstein wurde neben einigen großen Felsen ein Rastplatz angelegt. Außerdem steht hier ein kleiner Aussichtsturm, auf dem eine Tafel zeigt, welche Alpengipfel man bei gutem Wetter von hier sehen kann. Vom Dachstein über Großvenediger bis zum Karwendel bleibt heute alles vor mir verborgen.

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© Günter Kromer— Aussicht beim Hirschenstein

Doch der Nebel hat sich nun aufgelöst, so dass ich nun zumindest ein paar Sonnenstrahlen bekomme und die Berge, über die ich zuletzt im Grau wanderte, nun frei vor mir sehe.

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© Günter Kromer— Aussicht beim Hirschenstein

Auch am Knogel sehe ich nur das Donautal, aber keine Alpen.

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© Günter Kromer— Knogel
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© Günter Kromer
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© Günter Kromer

Urige Vegetation begleitet mich auf dem Weg zum Predigtstuhl.

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© Günter Kromer— Predigtstuhl

Beim Abstieg auf der Skipiste ich in der Ferne unter anderem Burgstall und Hoher Bogen, über die ich im Frühjahr ebenfalls bei Nebel auf der Nordroute gewandert bin.

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© Günter Kromer

Das Etappenziel, der Ferienort Sankt Englmar, gefällt mir mit seinen großen Hotels nicht besonders. Der Goldsteig führt am Ortsrand vorbei, doch, zu meinem gebuchten Gasthof muss in das Städtchen hinein und noch etwa 3 km weiter zu meiner Unterkunft im Ortsteil Grün.

29.9.19 Sankt Englmar-Grün - Pilgramsberg 33 km

Ich muss heute Morgen nicht nach Sankt Englmar zurück sondern kann direkt von Grün zum 1048 m hohen Pröller hinauf wandern, wo ich auf den Goldsteig treffe.
Bei heute recht gutem Wetter schaue ich vom Gipfel hinüber zu Arber, Lusen und den anderen Gipfeln, über die ich auf der Nordroute wanderte.

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© Günter Kromer— Blick vom Pröller zum Arber

Bald darauf öffnet sich mir auch der Blick zu Burgstall und Hoher Bogen.
Unten bei Ahornwies sind in Parkplatznähe schon viele Wanderer unterwegs.

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© Günter Kromer— Ahornwies

Nun geht es wieder bergauf. Das Gipfelkreuz der Käsplatte steht etwa 150 m abseits des Weges.

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© Günter Kromer— Käsplatte
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© Günter Kromer— Redlmühl
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© Günter Kromer

Ein paar Kilometer weiter erreiche ich das Kreuzhaus, ein offensichtlich sehr beliebtes Ausflugslokal. Die Terrasse und das Pavillonzelt sind voll belegt. Ich setze mich etwas oberhalb am Waldrand auf eine Bank, hole meinen Proviant aus dem Rucksack und esse in aller Ruhe mit schöner Aussicht zu Mittag.

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© Günter Kromer— Kreuzhaus
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© Günter Kromer
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© Günter Kromer— Konzell
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© Günter Kromer

Bei den kleinen Gipfeln Kuhleite und Gallnerberg habe ich wieder viel Aussicht

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© Günter Kromer

Es folgt ein langer Abstieg. Kurz führt der Weg an einer Straße entlang. Hier sehe ich keine Wegmarkierung und überquere die B20 auf einer Brücke, statt wie es richtig wäre etwas später eine Unterführung zu nutzen. Als meine Route mitten im Nichts endet, marschiere ich weglos am Rande von Ackerflächen in die Richtung, in der ich weiß, dass Haunkenzell liegen muss.
Als ich den Ort erreiche, freue ich mich, dass es nun nur noch 1,7 km bis Pilgramsberg sind. Doch diese kurze Strecke hat es in sich. Der Aufstieg wird immer steiler.
Als wäre dies am Ende eines langen Wandertages nicht anstrengend genug, muss ich mich zuletzt auch noch über eine lange Treppe plagen, bis ich endlich oben vor der Wallfahrtskirche stehe.

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© Günter Kromer— Pilgramsberg

Kurz darauf komme ich im Gasthof "Zur schönen Aussicht" an, der seinen Namen zu Recht trägt.

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© Günter Kromer

Endlich ist auch die Sicht klar, so dass ich nun doch noch in weiter Ferne die Kette der Alpen vor mir sehe. Ich glaube, hier liegen mindestens 100 km Alpennordrand vor mir. Das Foto zeigt nur einen kleinen Ausschnitt der langen Kette an Gipfeln.

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© Günter Kromer— Alpenblick

Ich bleibe auf der Terrasse und danach auf dem Balkon vor meinem Zimmer sitzen, bis unter mir das Donautal von den Lichtern der Städte beleuchtet wird.

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© Günter Kromer

30.9.19 Pilgramsberg - Falkenstein 38 km

Heute gehe ich durch die Hölle - und das ist gut so! Doch zuvor wandere ich ein paar Stunden lang am Rande eines Orkans. Das Sturmtief zieht nördlich von mir vorbei, und meine Route führt oft genau an der Wettergrenze entlang. Links sehe ich ab und zu blauen Himmel, rechts drohen zapperdustere Wolken.

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© Günter Kromer

Auf offenen Flächen bläst mir ein unangenehm stärker Wind entgegen, doch mit umfallenden Bäumen muss ich hier nicht rechnen.
Die Strecke ist am Vormittag deutlich leichter als gestern, recht angenehm, aber ich vermisse wirklich interessante Fotomotive.
In Wiesenfelden führt eine überdachte Brücke über den Beckenweiher.

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© Günter Kromer— Wiesenfelden

Bei Weihern komme ich an zwei kleineren Gewässern vorbei.

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© Günter Kromer
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© Günter Kromer

Erst ab Aumbach wird die Strecke insgesamt wieder interessanter.

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© Günter Kromer— Blick nach Brennberg

Zwischen Fahnmühle und Dosmühle spaziere ich gut gelaunt an einem kleinen Bach entlang. Hier macht das Wandern wieder richtig Spaß, zumal nun auch wieder ab und zu die Sonne scheint.

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© Günter Kromer
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© Günter Kromer

Dann folgt einer der faszinierendsten Streckenabschnitte des gesamten Goldsteig. Im Naturschutzgebiet Hölle drängen sich der Bach und der Pfad des Goldsteig zwischen schier endlos vielen rund geschliffenen Felsen hindurch.

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© Günter Kromer— Naturschutzgebiet Hölle

Mich wundert es nicht, dass die Menschen früher dieses nur schwer passierbare Tal Hölle nannten. Heute ist es dagegen für Wanderer ein sehenswertes Naturparadies.

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© Günter Kromer— Naturschutzgebiet Hölle

Die letzten Kilometer an einem Stausee vorbei und zur Wallfahrtskirche Tannerl mitten im Wald lege ich schnell zurück.

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© Günter Kromer— Tannerl

Bald darauf erreiche ich Falkenstein, wo die Burg auf einem steilen Berg neben der Stadt ein fotogener Blickfang ist.

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© Günter Kromer— Falkenstein

1.10.19 Falkenstein - Walderbach 24 km

Von Falkenstein geht es bald wieder in den Wald. Ein teilweise etwas steiler Pfad führt mich an vielen Felsen vorbei.

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© Günter Kromer

Pünktlich zum Oktoberbeginn genieße ich heute einen herrlichen Spätsommertag. Die Strecke gefällt mir von Anfang an. Nach den Felsen geht es mit einer kurzweiligen Wald- und Wiesenmischung weiter. So gefällt mir das Wandern!

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© Günter Kromer— Blick zur Kapelle Marienstein
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© Günter Kromer

Die Fenster in der Kapelle Marienstein könnten gut auch in jeder Galerie für moderne Kunst ausgestellt werden.

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© Günter Kromer— Fenster in Kapelle Marienstein
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© Günter Kromer
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© Günter Kromer
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© Günter Kromer

In Zell kann man momentan nicht auf die Ruine Lobenstein hinauf steigen, da diese eine Baustelle ist. Doch eine Bank direkt unterhalb der Ruine bietet eine schöne Gelegenheit, mit Aussicht etwas zu Mittag zu essen.

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© Günter Kromer— Zell
© Günter Kromer - Unterhalb Ruine Lobenstein#images-tours/thumbs/dsc1160_1570194845.jpg
© Günter Kromer— Unterhalb Ruine Lobenstein

Und weiter geht es durch Wald und über Wiesen. Wieder sind die Waldstücke recht abwechslungsreich.

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© Günter Kromer

Ein Schmankerl kurz vor Ende der Etappe ist der Pfaffenstein, eine Felsgruppe, auf der ganz oben ein scheinbar kugelförmiger Fels liegt.

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© Günter Kromer— Pfaffenstein

Bald erreiche ich Reichenbach, wo ich eine der schönsten Klosterkirchen des Bayerischen Waldes besichtige.

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© Günter Kromer— Reichenbach - Kloster

Üppiger Barock wohin man schaut, aber nicht so schwülstig wie in manch anderen Kirchen.

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© Günter Kromer

Das Etappenende Walderbach ist zwei Kilometer vom Goldsteig entfernt. Das Hotel, in dem ich dort übernachte, ist in einem ehemaligen Franziskanerkloster.

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© Günter Kromer

Auch diese Klosterkirche gefällt mir. Sie ist in einer ganz anderen Art von Barock gestaltet als die Kirche in Reichenbach, deutlich dunkler und zurückhaltender. Hinter der Kirche ist ein großer Botanischer Garten. Diese etwas verwilderte Wunderwelt sollte man auf jeden Fall anschauen.

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© Günter Kromer

2.10.19 Walderbach - Neunburg vorm Wald 36 km

Zwischen Reichenbach und Mappach führt der Goldsteig fast nur durch Wald. Statt Aussicht gibt es hier sehr viele Pilze zum Fotografieren.

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© Günter Kromer
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© Günter Kromer
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© Günter Kromer
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© Günter Kromer
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© Günter Kromer

Dann wandere ich wieder eine Weile über Felder.

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© Günter Kromer

Bei Bodenwöhr komme ich an einigen Seen und Teichen vorbei. An manchen führt der Goldsteig nicht direkt vorbei, aber die wenigen Meter zusätzlich von den Hinweisschildern zum Scharweiher und zum Kindskopfweiher lohnen sich.

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© Günter Kromer
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© Günter Kromer— Scharweiher

Die nächsten Kilometer auf breiten Forstwirtschaftswegen lege ich schnell zurück.
Wenn man das ganze Jahr über draußen unterwegs ist, nimmt man den Wandel der Jahreszeiten besonders intensiv war. Farn ist für mich einer der besten Anzeiger für den Wechsel. Im Frühjahr schiebt sich das erste Grün des Farn erst sehr spät aus dem Waldboden, im Herbst färbt sich das Farn schon lange vor den Laubbäumen.

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© Günter Kromer
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© Günter Kromer
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© Günter Kromer

Dann geht es wieder vorwiegend durch eine offene Feld- und Wiesenlandschaft, was mir hier besser gefällt.

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© Günter Kromer
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© Günter Kromer

Am späten Nachmittag erreiche ich Neunburg vorm Wald. Ich hatte zuvor schon einige Fotos gesehen, die den Anblick der Stadt von Norden zeigen. Aus dieser Richtung gesehen weckt die Altstadt hohe Erwartungen, die dann aber nicht erfüllt werden.

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© Günter Kromer— Neunburg vorm Wald

3.10.19 Neunburg vorm Wald - Dautersdorf 7 km (und 7 km wieder zurück)

Etwa zwei Kilometer weit marschiere ich auf dem Radweg parallel zu einer Straße, ab Kröblitz wird die Strecke dann wieder schön. Einige Zeit spaziere ich entlang der Schwarzach, zuerst in flachem Gelände, dann zwischen Fluss und einem mit kleinen Felsen besetzten Steilhang. Ein schönes Finale meiner Südroutenwanderung!

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© Günter Kromer
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© Günter Kromer
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© Günter Kromer
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© Günter Kromer

Noch einmal etwas Aussicht auf Berghänge, die nach den kalten Tagen nun deutliche Spuren des nahenden Herbstes zeigen, noch eine kleine Wallfahrtskapelle, dann erreiche ich Dautersdorf. Von hier aus sind es nur noch etwa 2 Kilometer bis zu der Stelle, an der sich der Goldsteig in Nord- und Südroute trennt. Auf dieses kurze Stück verzichte ich. da ich heute noch nach Hause fahren will und von Neunburg besser weg komme als von den folgenden Dörfern, marschiere ich diese 7 km wieder zurück.

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© Günter Kromer

Hier stehen die offiziellen Infos über den Goldsteig: www.goldsteig-wandern.de