20.-29.7.19

Rheinsteig

D-Wanderer km 6836 - 7156

20.7.19 Bonn - Rhöndorf 23 km

Der zu den "Top Trails of Germany" zählende Rheinsteig führt 320 km weit von Bonn nach Wiesbaden bzw. umgekehrt. Der Weg ist meist gut markiert. Offiziell ist er in 21 Etappen aufgeteilt. Ich wanderte ihn in 10 Tagen.

 

Zwei Stunden nachdem ich die letzten Kilometer am Moselsteig wanderte, beginne ich in Bonn mit dem Rheinsteig. Bonn hat zwar große geschichtliche Bedeutung, aber außer einigen Museen nichts, das mich anspricht.

© Günter Kromer - Bonn - Münster#images-tours/thumbs/dsc0230.jpg
© Günter Kromer— Bonn - Münster

Schnell marschiere ich über die Rheinbrücke und folge dem Rheinsteig auf dem asphaltierten Weg am Ufer in Richtung Süden. Für mich bleibt dieser wenig attraktive Streckenabschnitt für immer mit der Erinnerung an den KoBoLT, einen 140 km langen Ultratrail-Wettkampf auf der Rheinsteig-Strecke von Koblenz nach Bonn, bei dem ich 2011 erstmals auch eine komplette Nacht lang unterwegs war. Damals war ich mächtig stolz, den anstrengenden Lauf geschafft zu haben und hätte nicht geglaubt, dass ich in den folgenden Jahren sogar noch längere und viel schwerere Läufe erleben würde.

© Günter Kromer#images-tours/thumbs/dsc0241.jpg
© Günter Kromer

Dieses Mal will ich den Rheinsteig aber wandern. Klar, wer mich kennt, der weiß, dass ich steile Pfade nach wie vor lieber hinab laufe statt zu gehen, und meist ziehe ich es vor, zwei "offizielle" Etappen an einem Tag zusammen zu fassen, aber es bleibt trotzdem vor allem eine Wanderung.
Ich bin froh, als endlich der Asphalt endet und ich auf normalen Waldwegen mal bergauf, mal bergab wandere.
Ein Aussichtspunkt bietet einen schönen Blick auf einen See, der in einem Basaltsteinbruch entstanden ist.

© Günter Kromer#images-tours/thumbs/dsc0261.jpg
© Günter Kromer

Der markante Gipfel des Drachenfels, über den ich heute wandern will, liegt noch weit vor mir.

© Günter Kromer#images-tours/thumbs/dsc0277_1564574429.jpg
© Günter Kromer
© Günter Kromer#images-tours/thumbs/dsc0292.jpg
© Günter Kromer

Trotz dunkler Bewölkung scheint bei Kloster Heisterbach kurz die Sonne. Im weitläufigen Areal steht unter anderem die sehenswerte Ruine einer alten Klosterkirche, die bei ihrer Einweihung im Jahr 1237 an Größe nur vom Kölner Dom übertroffen wurde. Anfang des 19. Jahrhunderts wurde die Kirche bis auf den Chorbereich abgerissen.

© Günter Kromer - Kloster Heisterbach#images-tours/thumbs/dsc0311.jpg
© Günter Kromer— Kloster Heisterbach

Nach dem Sonnenschein wird es nun schnell zapperduster. Ein heftiges Gewitter zieht auf. Beim Aufstieg zum Petersberg gießt es aus allen Kübeln. Oben beschränkt sich die Aussicht auf 200 m Grau, zumal sich nun auch ein paar kleine Hagelkörner in den Platschregen mischen.
Eben noch lechzte der Wald wegen der langen Dürre nach Regen, jetzt verwandelt sich der Wanderweg in ein Bachbett. So etwas kenne ich gut. Mir macht es heute Spaß, mal wieder durch das strömende Wasser bergab zu rennen.
Als ich den Geisberg erreiche, ist es bereits wieder trocken. Die Wolken, die eben noch den Hang verhüllten, ziehen weg und ich sehe vor mir den Rhein und den Drachenfels.

© Günter Kromer - Blick vom Geisberg zum Drachenfels#images-tours/thumbs/dsc0338.jpg
© Günter Kromer— Blick vom Geisberg zum Drachenfels

Bevor ich auf den Drachenfels komme, führt der Weg zuerst zu Schloss Drachenburg hinab. Meist verzichte ich bei meinen Etappenwanderungen auf Schlossbesichtigungen, dieses will ich mir aber unbedingt anschauen. Schon von außen wirkt es wie ein Märchenschloss aus dem Bilderbuch. Vor allem aber seine Einrichtung unterscheidet sich stark vom prunkvollen Kitsch vieler anderer Schlösser. Sowohl auf großen Wandgemälden als auch bei den grandios gestalteten Fenstern wurde viel Bezug auf Deutsche Geschichte genommen. Für mich ist dies nach Hohenschwangau das zweitschönste Schloss Deutschlands.

© Günter Kromer - Schloss Drachenburg#images-tours/thumbs/dsc0355-1.jpg
© Günter Kromer— Schloss Drachenburg

Hätte ich auf die Besichtigung verzichtet, wäre ich vielleicht noch trocken an mein Ziel gekommen. Nun aber erwischt mich kurz vor dem Drachenfels die nächste Sintflut und ich laufe ohne Stop an der Burg vorbei und etwa zwei Kilometer bergab nach Rhöndorf, wo ich übernachte.

21.7.19 Rhöndorf - Linz 33 km

Bei Sonnenschein geht es am Morgen durch Wald bergauf.

© Günter Kromer - Rhöndorf#images-tours/thumbs/dsc0399_1564575302.jpg
© Günter Kromer— Rhöndorf

Anfangs genieße ich die besondere Lichtstimmung, die an einem sonnigen Morgen den Wald verzaubert. Später wird mir die Strecke dann aber auf Dauer zu eintönig. So schön der Rheinsteig insgesamt ist, so wenig mag ich diesen Abschnitt, der viele Kilometer weit meist über breite Forstwirtschaftswege führt.

© Günter Kromer#images-tours/thumbs/dsc0408_1564575317.jpg
© Günter Kromer

An diesem Vormittag komme ich nur sehr selten an Stellen mit etwas Aussicht vorbei.

© Günter Kromer#images-tours/thumbs/dsc0419_1564575335.jpg
© Günter Kromer

Erst als der Weg nach vielen Kilometern endlich wieder aus dem Wald hinaus führt, wird es wieder etwas abwechslungsreicher.

© Günter Kromer#images-tours/thumbs/dsc0446_1564575364.jpg
© Günter Kromer

Diesen Streckenabschnitt bin ich damals beim Wettkampf in der Nacht gelaufen, da war die Landschaft egal. Heute begegnen mir sehr viele Läufer bei Trainingsrunden. Überraschend treffe ich Sabine, die vor zwei Jahren bei meiner Teilnahme am mehrtägigen Marathon des Sables in der Sahara in meiner Zelt-Gruppe war.

Der Wasserfall im Hähnerbachtal entstand nicht auf natürliche Weise sondern ist der Abfluss eines ehemaligen Mühlteiches.

© Günter Kromer - Wasserfall im Hähnerbachtal#images-tours/thumbs/dsc0469_1564575405.jpg
© Günter Kromer— Wasserfall im Hähnerbachtal

Auch die Aussicht von der Erpeler Ley kenne ich bisher nur aus tiefer Nacht.

© Günter Kromer - Erpeler Ley#images-tours/thumbs/dsc0539_1564575418.jpg
© Günter Kromer— Erpeler Ley

Die Erpeler Ley ist ein großer Basaltfelsen. Wenn man genau hinschaut, erkennt man sehr gut den vulkanischen Ursprung des Gesteins.

© Günter Kromer - Erpeler Ley#images-tours/thumbs/dsc0542.jpg
© Günter Kromer— Erpeler Ley
© Günter Kromer - Blick von Erpeler Ley nach Remagen#images-tours/thumbs/dsc0555.jpg
© Günter Kromer— Blick von Erpeler Ley nach Remagen

Schließlich erreiche ich Linz. Ich habe genug Zeit, mir diesen Ort, der zu den schönsten am Mittelrhein zählt, in aller Ruhe anzuschauen. Viele Fachwerkhäuser und andere historische Bauten locken sehr viele Touristen an. Die Terrassen der Restaurants und Cafés sind sehr gut gefüllt.

© Günter Kromer - Linz#images-tours/thumbs/dsc0618_1564575499.jpg
© Günter Kromer— Linz

22.7.19 Linz - Leutesdorf 30 km

Am Morgen wirkt Linz dann völlig anders. Kaum ein Mensch ist unterwegs. So gefällt mir persönlich die Stadt am besten.

© Günter Kromer - Linz - Marktplatz#images-tours/thumbs/dsc0737_1564638661.jpg
© Günter Kromer— Linz - Marktplatz
© Günter Kromer - Linz - Marktplatz#images-tours/thumbs/rheinsteig-linz-marktplatz.jpg
© Günter Kromer— Linz - Marktplatz

Der Rheinsteig führt an einem schönen Friedhof vorbei schnell wieder in die Höhe. Heute geht es relativ oft über abwechslungsreiche Pfade.

© Günter Kromer#images-tours/thumbs/dsc0784.jpg
© Günter Kromer

Je höher ich komme, desto besser gefällt mir der Blick zurück in Richtung Erpeler Ley.

© Günter Kromer - Blick zurück zur Erpeler Ley#images-tours/thumbs/dsc0793_1564638778.jpg
© Günter Kromer— Blick zurück zur Erpeler Ley
© Günter Kromer#images-tours/thumbs/dsc0815_1564638808.jpg
© Günter Kromer
© Günter Kromer - Leubsdorf#images-tours/thumbs/dsc0838_1564638892.jpg
© Günter Kromer— Leubsdorf
© Günter Kromer#images-tours/thumbs/dsc0862.jpg
© Günter Kromer

Gerne hätte ich auch Schloss Arenfels besichtigt, aber dies ist nur bei wenigen Führungen möglich. Auf die nächste müsste ich fast zwei Stunden warten.

© Günter Kromer - Schloss Arenfels#images-tours/thumbs/dsc0942.jpg
© Günter Kromer— Schloss Arenfels

Oberhalb von Bad Hönningen gibt es für kurze Zeit etwas zu viel Asphalt und Verkehrslärm, doch dann führt der Rheinsteig in einem hohen Bogen durch stille Natur, bis bei Rheinbrohl wieder kurz Zivilisation erreicht wird. Gleich steige ich wieder bergauf. Die Rheinbrohler Lay lädt mich zu einer längeren Mittagsrast mit weiter Aussicht

© Günter Kromer#images-tours/thumbs/dsc0981.jpg
© Günter Kromer

Eine Weile bleibt der Rheinsteig noch in der Höhe, dann geht es hinab nach Niederhammerstein, wo es zur Abwechslung mal ganz unten an einem kleinen Weinberg entlang geht.

© Günter Kromer#images-tours/thumbs/dsc1019.jpg
© Günter Kromer

Doch bald darf ich wieder bergauf steigen. Obwohl es nur 30 Grad sind, kommt mir wegen der Windstille, der schwülen Luft und der extrem starken Sonnenstrahlung brutal heiß vor. Wie wird das ab übermorgen, wenn es angeblich drei Tage lang 37-39 Grad gibt?

© Günter Kromer - Blick in Richtung Leutesdorf#images-tours/thumbs/rheinsteig-blick-auf-leutesdorf.jpg
© Günter Kromer— Blick in Richtung Leutesdorf

Schließlich erreiche ich Leutesdorf, wo ich in einer der besten Jugendherbergen Deutschlands übernachte. Abendessen und Frühstück entsprechen hier eher einem Vier Sterne Hotel. Die Herberge steht direkt am Ufer. Zuerst setze ich mich mit einem Bier auf der Terrasse in den Schatten, zum Sonnenuntergang gehe ich dann hinab zur Wiese und schaue den vorbei fahrenden Schiffen zu. Auch der D-Wanderer kann diese ruhigen, trägen Phasen genießen.

© Günter Kromer - Abend vor Jugendherberge Leutesdorf#images-tours/thumbs/dsc0706_1564639929.jpg
© Günter Kromer— Abend vor Jugendherberge Leutesdorf

23.7.19 Leutesdorf - Sayn 34 km

Beim ersten Aufstieg blicke ich hinab nach Andernach, dann verlässt der Rheinsteig für einen großen Bogen den Fluss.

© Günter Kromer - Blick hinüber nach Andernach#images-tours/thumbs/dsc1084_1564638988.jpg
© Günter Kromer— Blick hinüber nach Andernach

Ein Hirschkäfer krabbelt vor mir über den Weg.

© Günter Kromer - Hirschkäfer#images-tours/thumbs/dsc1094.jpg
© Günter Kromer— Hirschkäfer

Kurz darauf springt ein Rehbock durch ein Kornfeld. Und wenige hundert Meter später sehe ich dann auch noch ein Wiesel, aber das ist zu schnell für die Kamera.

© Günter Kromer#images-tours/thumbs/dsc1099.jpg
© Günter Kromer

Eine kurzes Stück führen Rheinsteig und Wiedweg gemeinsam durch das untere Wiedtal. Dem Wiedweg bin ich bereits am Westerwaldsteig oft begegnet.

© Günter Kromer - Wiedtal#images-tours/thumbs/dsc1137.jpg
© Günter Kromer— Wiedtal
© Günter Kromer - Laubachsmühle#images-tours/thumbs/dsc1163.jpg
© Günter Kromer— Laubachsmühle

Schon um 11 Uhr ist es fast unerträglich heiß. Wenige Kilometer entfernt wird in Mülheim-Kärlich heute mit 40,3 Grad heute der heißeste Tag der Stadtgeschichte gemessen.

© Günter Kromer#images-tours/thumbs/dsc1186_1564639100.jpg
© Günter Kromer

Wieder bin ich über jeden Meter im Schatten froh. In Rengsdorf marschiere ich zu den etwas abseits der Strecke liegenden Supermärkten und kaufe gleich drei Liter Getränke und Proviant, den ich später in einem Pavillon im Wald esse.

© Günter Kromer - Pavillon bei Rengsdorf#images-tours/thumbs/dsc1202_1564639134.jpg
© Günter Kromer— Pavillon bei Rengsdorf

Überall findet man hier noch Spuren des Limes sowie Rekonstruktionen einiger Bauten, so wie hier eine Nachbildung des mehr als 500 km langen Grenzzauns.

© Günter Kromer - Rekonstruktion Limes Grenzzaun#images-tours/thumbs/dsc1206.jpg
© Günter Kromer— Rekonstruktion Limes Grenzzaun

Als ich endlich Sayn erreiche, plagt mich die Hitze so sehr, dass ich selbst im Schatten keine Lust mehr habe, in den Schlosspark zu sitzen. Ich gehe gleich zu meiner Unterkunft. Auch den Plan, zum Sonnenuntergang hinauf zur Burg zu gehen, muss ich dem Klima opfern.

© Günter Kromer - Schloss Sayn#images-tours/thumbs/dsc1220.jpg
© Günter Kromer— Schloss Sayn
© Günter Kromer#images-tours/thumbs/dsc1233.jpg
© Günter Kromer

23.7.19 Sayn - Lahnstein 39 km

Der Wetterbericht kündigt für heute 39 Grad an. Na prima!  Ausgerechnet heute liegt wieder eine besonders lange Strecke vor mir. Daher beginnt meine Wanderung heute wieder bereits um sechs Uhr. Der Aufstieg zur Burgruine ist nur kurz.

© Günter Kromer - Burg Sayn#images-tours/thumbs/dsc1250_1564639200.jpg
© Günter Kromer— Burg Sayn

Während der ersten Kilometer führt der Weg meist durch Wald. Manchmal ist Sonne hinter dem Berg verborgen, manchmal zaubert sie wunderbare Lichtspiele an die Bäume. Ich mag diese frühen Morgenstimmungen.
Der Rheinsteig führt unter einem Viadukt der stillgelegten Brexbachbahn hindurch.

© Günter Kromer - Viadukt Brexbachbahn#images-tours/thumbs/dsc1267_1564639233.jpg
© Günter Kromer— Viadukt Brexbachbahn
© Günter Kromer - Rekonstruktion Römischer Limes Wachturm#images-tours/thumbs/dsc1279.jpg
© Günter Kromer— Rekonstruktion Römischer Limes Wachturm

Allmählich wird die Route sonniger. Beim Gasthaus Wüstenhof erinnert eine Gedenksäule daran, dass Goethe hier sein Gedicht "Heideröschen" geschrieben hat.

© Günter Kromer - Aussicht von Gasthaus Wüstenhof#images-tours/thumbs/dsc1332.jpg
© Günter Kromer— Aussicht von Gasthaus Wüstenhof

Schließlich erreiche ich Vallendar, das zwar kein so geschlossen hübsches Stadtbild vorweist wie z.B. Linz, aber einige sehr sehenswerte Fachwerkhäuser zu bieten hat.

© Günter Kromer - Vallendar#images-tours/thumbs/dsc1350_1564639325.jpg
© Günter Kromer— Vallendar
© Günter Kromer - Vallendar#images-tours/thumbs/dsc1359_1564639345.jpg
© Günter Kromer— Vallendar

Im Winterhalbjahr verstehe ich es, wenn ein Weg wegen Holzfällerei gesperrt ist. Aber jetzt ist Hochsommer, und eine brauchbare Umleitungsmarkierung gibt es hier nicht.
Da ich mir ohnehin mal die Festung Ehrenbreitenstein anschauen wollte, nehme ich die Eintritt kostende Alternative durch die Festung. Der Blick hinab nach Koblenz und zur Mündung der Mosel fasziniert mich jedes Mal, wenn ich hier oben bin. Heute muss ich mit dem Schrägaufzug hinab fahren. Die Wege um die Festung herum und hinab sind komplett gesperrt.

© Günter Kromer - Koblenz - Deutsches Eck#images-tours/thumbs/dsc1384.jpg
© Günter Kromer— Koblenz - Deutsches Eck

Einige Zeit führt der Rheinsteig nun am Ufer entlang, mit Blick hinüber nach Koblenz und wieder zwischendurch mit einer Streckensperrung. An Flüssen faszinieren mich immer wieder die Hochwassermarkierungen. Die alten Schilder links werden inzwischen durch kleine Schilder rechts übertroffen. Achtet auf das Schild ganz oben im Bild! Wahnsinn!

© Günter Kromer#images-tours/thumbs/dsc1387.jpg
© Günter Kromer
© Günter Kromer - Koblenz - Preußisches Regierungsgebäude#images-tours/thumbs/dsc1393.jpg
© Günter Kromer— Koblenz - Preußisches Regierungsgebäude
© Günter Kromer - Koblenz - Festung Ehrenbreitstein#images-tours/thumbs/dsc1404.jpg
© Günter Kromer— Koblenz - Festung Ehrenbreitstein

Dann geht es wieder einige Kilometer bergauf. Zum Glück führt mich der Rheinsteig heute mittag wieder meist durch Wald, so dass die Hitze etwas abgemildert wird. Hitze kann im Wald aber auch positive Nebenwirkungen haben. Es riecht intensiv nach Harz, Holz und Nadel, so wie im Winter in einer Aromasauna. Ich liebe diesen Sommergeruch des Waldes und genieße ihn heute in vollen Zügen.
Nun folgt einer meiner Lieblingsabschnitte des Rheinsteig. Durch herrlichen, mit Licht durchfluteten Mischwald führen schmale Pfade bergab.

© Günter Kromer#images-tours/thumbs/dsc1453_1564639428.jpg
© Günter Kromer
© Günter Kromer - Lahn mit Kloster Allerheiligenberg und Burg Lahneck#images-tours/thumbs/dsc1479.jpg
© Günter Kromer— Lahn mit Kloster Allerheiligenberg und Burg Lahneck

Der anspruchsvollste Abschnitt des Rheinsteig ist die Ruppertsklamm. Hier sind viele Wanderer über die Seilsicherungen froh. Bei Regen kann der steile Abstieg auf nassen Steinen recht rutschig sein. 

© Günter Kromer - Ruppertsklamm#images-tours/thumbs/dsc0002.jpg
© Günter Kromer— Ruppertsklamm

Als ich im Februar hier auf dem Lahnweg wanderte, lag oberhalb der Klamm Neuschnee, heute ist es oben 39 Grad heiß. In der Klamm bleibt das Klima aber überraschend angenehm.

© Günter Kromer - Ruppertsklamm#images-tours/thumbs/rheinsteig-ruppertsklamm.jpg
© Günter Kromer— Ruppertsklamm

Als ich dann aber an der Bundesstraße und kurz darauf an der Lahn entlang marschiere, trifft mich die mörderische Hitze wie ein Hammer.

© Günter Kromer#images-tours/thumbs/dsc0013-1.jpg
© Günter Kromer

Ich übernachte nicht unten in Lahnstein sondern oben auf einem Berg. Wieder dauert es am Abend sehr lange, bis ich aus dem kühlen Zimmer heraus will. Doch zum Sonnenuntergang wird das Klima erträglicher.

© Günter Kromer#images-tours/thumbs/dsc0033_1564639705.jpg
© Günter Kromer

25.7.19 Lahnstein - Kestert 40 km

Und nun geht es in Richtung Hitzerekord. Bereits um 7:20 Uhr ist es bei meinem Aufbruch recht warm. Während der ersten Kilometer kann ich meist im Schatten bergab gehen. Höhepunkt meines Abstiegs nach Braubach ist ein herrlicher, felsiger Grat mit ein paar recht steilen, seilgesicherten Stellen.

© Günter Kromer - Abstieg nach Braubach#images-tours/thumbs/dsc0032_1564639719.jpg
© Günter Kromer— Abstieg nach Braubach

Braubach durchquere ich am Rand und steige gleich zur Marksburg auf. Die Besichtigung der einzigen unzerstört gebliebenen Reichsburg am Mittelrhein lohnt sich sehr. Ich kenne die Burg schon und bin eine Stunde vor Öffnung da, also marschiere ich gleich weiter.

© Günter Kromer - Marksburg#images-tours/thumbs/rheinsteig-marksburg.jpg
© Günter Kromer— Marksburg

Wieder bergab und bergauf, schon sehe ich die Marksburg aus der Ferne. Fast den ganzen Tag über mildert der Schatten im Wald wenigstens einen bisschen die Hitze. Immer wieder führt der Rheinsteig zu netten Aussichtspunkten. Am Vormittag kommen mir vier Mal andere Rheinsteigwanderer entgegen. Der Rheinsteig ist abgesehen vom Eifelsteig der Weg, an dem ich am häufigsten auf andere Etappenwanderer treffe.

© Günter Kromer#images-tours/thumbs/dsc0183.jpg
© Günter Kromer

In Fils habe ich dann riesengroßes Glück, denn eigentlich ist der Dorfladen schon seit einigen Minuten wegen Mittagspause geschlossen. Eine nette Dame öffnet mir dann aber doch die Tür und ich kann die für die restlichen 17 km dringend benötigten Getränke kaufen.

Und es wird sogar noch heißer!
Eine Weile setze ich mich hin und genieße in aller Ruhe den Blick hinab nach Boppard. Ach wie kalt war es dort im März, als ich den RheinBurgenWeg gewandert bin! Jetzt scheint mich die Hitze zu erschlagen.

© Günter Kromer - Boppard#images-tours/thumbs/dsc0231.jpg
© Günter Kromer— Boppard

Nun geht es hinab zu zwei auch "Die feindlichen Brüder" genannten Burgen.

© Günter Kromer - Burg Sterrenberg#images-tours/thumbs/dsc0259_1564639785.jpg
© Günter Kromer— Burg Sterrenberg
© Günter Kromer - Burg Liebenstein#images-tours/thumbs/dsc0272.jpg
© Günter Kromer— Burg Liebenstein

Wieder führt der Rheinsteig eine Weile über tolle Trails durch duftenden Kiefernwald.

© Günter Kromer#images-tours/thumbs/dsc0275.jpg
© Günter Kromer

Zuerst schaue ich mir kurz Burg Sterrenberg an. Dann marschiere ich weiter zu Burg Liebenstein, wo ich im schattigen Hof ein Bier trinke. Der Wirt wundert sich, dass bei dem Extremwetter jemand freiwillig zu Fuß unterwegs ist.

© Günter Kromer - Burg Liebenstein#images-tours/thumbs/dsc0282_1564639836.jpg
© Günter Kromer— Burg Liebenstein
© Günter Kromer#images-tours/thumbs/dsc0288_1564639850.jpg
© Günter Kromer

Der Weg über die sonnigen Felder ist bei dieser Hitze besonders unangenehm.

© Günter Kromer#images-tours/thumbs/dsc0302.jpg
© Günter Kromer

Am Aussichtspunkt Hindenburghöhe sehe ich in der Ferne eine Rauchsäule aufsteigen. Der Richtung nach könnte es durchaus sein, dass das Feuer an einem der Rastplätze entstanden ist, an denen ich vor zwei Stunden vorbei kam. Ich sehe nahezu jeden Tag Leute, die trotz extremer Dürre im Wald Zigaretten rauche und halte es für wahrscheinlich, dass der Brand auf diese Weise ausgebrochen ist. Dies könnte dann aber auch für mich zu einem Problem führen, denn ich sah seit Stunden niemanden auf dem Weg, statt dessen wissen die Frau aus dem Laden und der Wirt im Schloss, dass der D-Wanderer hier unterwegs war. Wie soll ich nachweisen, dass ich seit mehr als zehn Jahren keine Zigarette mehr geraucht habe. Zum Glück erfahre ich später, dass doch kein Wanderer sondern ein überhitzter Mähdrescher für das Feuer verantwortlich war.

© Günter Kromer#images-tours/thumbs/dsc0359.jpg
© Günter Kromer

Selbst am Abend ist es in Kestert viel zu heiß, um draußen zu sitzen. Nur kurz gehe ich ans Ufer, wo ich mich über die vielen Muscheln wundere. Von einem Wirt erfahre ich, dass er heute auf seiner Terrasse 40,5 Grad im Schatten gemessen hat. Im gut gekühlten Restaurant lerne ich mal wieder ein Bier kennen, das ich wegen seinem besonderen Geschmack in meine imaginäre „D-Wanderer Biersammlung“ aufnehme: Lahnsteiner Bernstein“.

© Günter Kromer - Ufer bei Kestert#images-tours/thumbs/dsc0401.jpg
© Günter Kromer— Ufer bei Kestert

26.7.19 Kestert - Kaub 36 km

Ab 7.30 Uhr steige ich auf dem Zuweg steil zum Rheinsteig hinauf. Danach geht es gleich weiter in die Höhe und für kurze Zeit aus dem Tal heraus.

© Günter Kromer#images-tours/thumbs/dsc0421_1564640036.jpg
© Günter Kromer
© Günter Kromer#images-tours/thumbs/dsc0451_1564640015.jpg
© Günter Kromer

In St. Goarshausen versorge ich mich in einem großen Supermarkt mit frischem Proviant und setze mich dann gleich ans Ufer zu einem frühen Mittagessen.
Dann geht es hinauf zur Burg Maus und zu einem Aussichtspunkt, anschließend erneut zum Rhein hinab.

© Günter Kromer - Burg Maus#images-tours/thumbs/rheinsteig-burg-maus.jpg
© Günter Kromer— Burg Maus
© Günter Kromer#images-tours/thumbs/dsc0537.jpg
© Günter Kromer
© Günter Kromer - St. Goarshausen und Loreley#images-tours/thumbs/dsc0596_1564640099.jpg
© Günter Kromer— St. Goarshausen und Loreley

Trotz Hitze sind auch heute wieder einige andere Rheinsteig-Wanderer unterwegs.

© Günter Kromer - Blick hinüber zu Burg Rheinfels#images-tours/thumbs/dsc0607.jpg
© Günter Kromer— Blick hinüber zu Burg Rheinfels
© Günter Kromer - Burg Katz#images-tours/thumbs/dsc0654_1564640129.jpg
© Günter Kromer— Burg Katz
© Günter Kromer - Blick hinüber nach St. Goar#images-tours/thumbs/dsc0676.jpg
© Günter Kromer— Blick hinüber nach St. Goar

Die Loreley, der wohl berühmteste Felsen Deutschlands, zählt für mich persönlich nicht zu den Höhepunkten des Mittelrheins. Viele Touristen, zu viele breite Betonwege, zu viele Zäune!

© Günter Kromer - Aussicht von der Loreley#images-tours/thumbs/dsc0686.jpg
© Günter Kromer— Aussicht von der Loreley
© Günter Kromer - Loreley#images-tours/thumbs/rheinsteig-loreley.jpg
© Günter Kromer— Loreley

Die Hitze ist wieder fast unerträglich. Doch nun verheißen aufziehende Gewitterwolken etwas Linderung. Ich hätte nie gedacht, dass ich mich einmal über Gewitterwolken freue.

© Günter Kromer#images-tours/thumbs/dsc0769.jpg
© Günter Kromer
© Günter Kromer#images-tours/thumbs/dsc0787.jpg
© Günter Kromer
© Günter Kromer - Oberwesel#images-tours/thumbs/dsc0813_1564640235.jpg
© Günter Kromer— Oberwesel

In der Ferne donnert es. Bald sehe ich rechts und links in der Ferne Regen fallen, doch genau über mir brennt noch immer ungefiltert die Sonne erbarmungslos herab.

© Günter Kromer - Blick zur Schönburg#images-tours/thumbs/dsc0853-1.jpg
© Günter Kromer— Blick zur Schönburg

Endlich wird es auch um mich herum schattig. Starke Windböen bringen zusätzlich etwas Abkühlung.
Unten in Kaub ist es dann aber wieder windstill und extrem schwül.

© Günter Kromer - Burg Gutenfels und Burg Pfalzgrafenstein#images-tours/thumbs/dsc0879_1564640356.jpg
© Günter Kromer— Burg Gutenfels und Burg Pfalzgrafenstein

27.7.19 Kaub - Assmannshausen 30 km

Heute ist der erste Tag in meinem Leben, an dem ich mich darüber freue, dass der Himmel lückenlos bewölkt ist. Noch solch ein Hitzetag wäre auch für mich zu viel gewesen.

© Günter Kromer - Burg Pfalzgrafenstein#images-tours/thumbs/dsc0911_1564640370.jpg
© Günter Kromer— Burg Pfalzgrafenstein

Zuerst führt der Rheinsteig an Burg Gutenfels vorbei.

© Günter Kromer - Burg Gutenfels#images-tours/thumbs/dsc0934.jpg
© Günter Kromer— Burg Gutenfels
© Günter Kromer#images-tours/thumbs/dsc1030.jpg
© Günter Kromer

Noch vor wenigen Jahrzehnten wurden viel mehr Hänge am Mittelrhein für den Weinbau genutzt. Inzwischen lohnt sich diese mühsame Arbeit immer weniger. Viele alte Weinberge wurden aufgegeben und wachsen nun sehr schnell zuerst mit Sträuchern, dann mit Wald zu. Die Treppen an den alten Mauern, die einst für Generationen erbaut wurden, führen nun in undurchdringliche Wildnis.

© Günter Kromer#images-tours/thumbs/dsc1046.jpg
© Günter Kromer

Damit nicht jeder aufgegebene Weinberg sich in Wald verwandelt, sollen nun an einigen Stellen Ziegen und Schafe den Boden von zu starkem Bewuchs frei halten, so dass sonnenliebende Pflanzen und Tieren hier weiterhin überleben können.

© Günter Kromer#images-tours/thumbs/dsc1052_1564640620.jpg
© Günter Kromer

Zum Fotografieren der zahlreichen Burgen rechts und links des Rheins ist es heute zu dunstig und grau, aber dennoch freue ich mich über das Wetter.

© Günter Kromer - Burg Nollig#images-tours/thumbs/dsc1103_1564640639.jpg
© Günter Kromer— Burg Nollig
© Günter Kromer - Oberdiebach#images-tours/thumbs/dsc1116_1564640654.jpg
© Günter Kromer— Oberdiebach

Wie gewohnt führt der Rheinsteig meist über ganz harmlose Wege, bringt aber dazwischen mit kurzen Mini-Abenteuern etwas Spannung in die Wander-Routine.

© Günter Kromer#images-tours/thumbs/dsc1135_1564640673.jpg
© Günter Kromer
© Günter Kromer#images-tours/thumbs/dsc1159_1564640688.jpg
© Günter Kromer
© Günter Kromer - Burg Sooneck#images-tours/thumbs/dsc1166.jpg
© Günter Kromer— Burg Sooneck

Eine Stunde lang verschleiert leichter Regen den Blick auf die vielen Burgen noch stärker.

© Günter Kromer - Burg Reichenstein#images-tours/thumbs/dsc1195-1.jpg
© Günter Kromer— Burg Reichenstein
© Günter Kromer - Burg Rheinstein#images-tours/thumbs/dsc1213.jpg
© Günter Kromer— Burg Rheinstein

Gegen 17 Uhr dringt ganz kurz etwas Sonne durch die Wolken, aber der Himmel zieht bald wieder zu.

© Günter Kromer#images-tours/thumbs/dsc1223.jpg
© Günter Kromer

Bei Assmannshausen führt der Rheinsteig durch die schönsten Weinberge am Mittelrhein.

© Günter Kromer#images-tours/thumbs/dsc1242.jpg
© Günter Kromer

28.7.19 Assmannshausen - Kiedrich 28 km

Trotz lückenlos bewölktem Himmel scheint mich am Morgen die extrem schwüle Wärme zu erdrücken.
Der Aufstieg zum Jagdschloss Niederwald führt zum Glück nicht allzu steil durch Wald.

© Günter Kromer - Jagdschloss Niederwald#images-tours/thumbs/dsc1256-1.jpg
© Günter Kromer— Jagdschloss Niederwald

Leichter Nebel verhüllt das Rheintal.

© Günter Kromer#images-tours/thumbs/dsc1267-1.jpg
© Günter Kromer

Der Mäuseturm bei Bingen markiert den Übergang des Rheins aus der zuvor recht flachen Landschaft in das enge Rheintal.

© Günter Kromer - Burg Ehrenstein und Mäuseturm#images-tours/thumbs/dsc1283.jpg
© Günter Kromer— Burg Ehrenstein und Mäuseturm

Eben noch spazierte ich durch einsamen Wald, schon umgeben mich viele, sehr viele Touristen, vor allem asiatische Reisegruppen. Ich habe das Niederwald Denkmal erreicht, ein gigantisches Monument, auf dem Germania als 12,5 m große Bronzefigur steht. Es wurde zur Erinnerung an die Wiedergeburt des Deutschen Kaiserreiches erbaut. Auch wenn Monarchien längst außer Mode sind, beeindruckt nicht nur mich dieses Werk.

© Günter Kromer - Niederwalddenkmal#images-tours/thumbs/dsc1333.jpg
© Günter Kromer— Niederwalddenkmal

Ein paar dutzend Meter spaziere ich über Weinberge, schon sehe und höre ich nichts mehr von den Menschenmassen.
Doch bald erreiche ich die nächste beliebte Sehenswürdigkeit des Tages, das Kloster St. Hildegard mit seinen prächtigen Wandgemälden.

© Günter Kromer - Abtei St. Hildegard#images-tours/thumbs/dsc1372_1564640972.jpg
© Günter Kromer— Abtei St. Hildegard
© Günter Kromer - Abtei St. Hildegard#images-tours/thumbs/dsc1364.jpg
© Günter Kromer— Abtei St. Hildegard

Ein paar Kilometer durch den Wald, schon komme ich am ehemaligen Kloster Nothgottes vorbei, das nicht besonders viel bietet. Wieder ein paar Kilometer danach gefällt mir Kloster Marienthal sowohl wegen der Atmosphäre in der Wallfahrtskirche als auch wegen dem zwar teils etwas kitschig, aber dennoch ansprechend gestalteten Park.
Eine Weile regnet es. Dann schickt mich eine irreführende Wegmarkierung in die falsche Richtung.
Zurück auf dem Rheinsteig erreiche ich bald das wunderbare Schloss Vollrads. Dieses große Ensemble verschiedener fotogener Bauwerke gefällt mir ausgesprochen gut. Heute findet im Schlosshof ein Oldtimertreffen statt.

© Günter Kromer - Schloss Vollrads#images-tours/thumbs/dsc1385-1.jpg
© Günter Kromer— Schloss Vollrads
© Günter Kromer - Schloss Vollrads#images-tours/thumbs/dsc1378-1.jpg
© Günter Kromer— Schloss Vollrads

Der Rheinsteig bleibt heute zwar weit weg von Fluss, dafür bringt er mich nun zu einem der kulturellen Höhepunkte deutscher Klostergeschichte.
Ich kann gut verstehen, warum Hollywood Kloster Erbach als Kulisse für die Verfilmung von "Der Name der Rose" gewählt hat. Die Atmosphäre im gesamten Klosterbezirk fasziniert mich. Hier passt einfach alles. Am besten gefällt mir der alte Weinkeller.

© Günter Kromer - Kloster Eberbach#images-tours/thumbs/dsc1394_1565031385.jpg
© Günter Kromer— Kloster Eberbach

Mein Tagesziel Kiedrich gefällt es mir mit seinen vielfältigen historischen Gebäuden und vielen netten Fotomotiven besser als jeder andere Ort am Rheinsteig. Hier sollte man auf jeden Fall Zeit für einen längeren Spaziergang einplanen.

© Günter Kromer - Kiedrich - Rathaus#images-tours/thumbs/dsc1426.jpg
© Günter Kromer— Kiedrich - Rathaus
© Günter Kromer - Kiedrich - Kirchenportal#images-tours/thumbs/dsc1410.jpg
© Günter Kromer— Kiedrich - Kirchenportal
© Günter Kromer#images-tours/thumbs/dsc1409.jpg
© Günter Kromer

29.7.19 Kiedrich - Wiesbaden 26 km

Gleich nach Verlassen des Ortes ist vor mir ein Abschnitt des Weges wegen Gefahr durch morsche Bäume gesperrt. Da es aber keine Umleitung gibt und ich keine Ahnung habe, wohin der Rheinsteig als nächstes führt, folge ich dennoch der Originalroute.

© Günter Kromer - Ruine Scharfenstein#images-tours/thumbs/dsc1431-1.jpg
© Günter Kromer— Ruine Scharfenstein

Mit einem angenehmen Wechsel zwischen Wald und Weinbergen geht es weiter. Die Strecke bietet hier keine besonderen Höhepunkte, ist aber ganz nett. Nur die Markierung sollte verbessert werden. Von Bonn bis Schloss Vollrads war die Strecke lückenlos markiert, zwar nicht perfekt, aber gut genug. Das Finale trübt diesen positiven Gesamteindruck etwas.

© Günter Kromer#images-tours/thumbs/dsc1442_1564641237.jpg
© Günter Kromer

Schlangenbad war einst ein bedeutender Kurpark. Inzwischen sind alle Läden und Cafés in den Arkaden geschlossen, der Putz bröckelt von den Wänden.

© Günter Kromer - Schlangenbad#images-tours/thumbs/dsc1447_1564641257.jpg
© Günter Kromer— Schlangenbad

Doch einige alte Gebäude zeugen noch immer vom einstigen Glanz der Stadt.

© Günter Kromer - Schlangenbad#images-tours/thumbs/dsc1455.jpg
© Günter Kromer— Schlangenbad
© Günter Kromer - Lochmühle#images-tours/thumbs/dsc1461.jpg
© Günter Kromer— Lochmühle
© Günter Kromer#images-tours/thumbs/dsc1497.jpg
© Günter Kromer
© Günter Kromer#images-tours/thumbs/dsc1545-1.jpg
© Günter Kromer

Schließlich spaziere ich wieder eine Weile recht schön am Rhein entlang, nur zwischendurch müssen Wanderer und Radfahrer wegen einer Brückenbaustelle entlang einer Straße durch ein hässliches Gewerbegebiet.

© Günter Kromer#images-tours/thumbs/dsc1561_1564641349.jpg
© Günter Kromer

Schloss Biebrich, direkt am Rhein erbaut, bietet einen würdigen Abschluss der letzten Etappe.

© Günter Kromer - Schloss Biebrich#images-tours/thumbs/dsc1587.jpg
© Günter Kromer— Schloss Biebrich

Nun spaziere ich noch durch den großen Schlosspark, dann steige ich in Biebrich in den Zug und fahre nach Hause. Nun werde ich zum ersten Mal in diesem Jahr zehn Tage zuhause bleiben. Nach so vielen Wanderkilometern fühlt sich das fast wie Urlaub an. Mitte August geht es dann weiter.

 

Hier stehen die offizellen Infos zum Rheinsteig: www.rheinsteig.de

 

Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen. Dazu gibt es auf meiner D-Wanderer Homepage Amazon-Links zu dem Rucksack, den Stöcken, der Wanderhose, den Merino-Shirts, mit denen ich unterwegs bin und zu einem Buch, das ich sehr gerne als Geschenk für Wanderer und Naturfreunde empfehle, da es hervorragend beschreibt, wie die Landschaften Deutschlands entstanden sind.

© Günter Kromer - Schlosspark Biebrich#images-tours/thumbs/dsc1595.jpg
© Günter Kromer— Schlosspark Biebrich