28.4.-5.5.19

Goldsteig - Nordroute (Gipfelroute)

D-Wanderer km 4440 bis 4715

28.4.19 Kulz - Waldmünchen 40 km

Hier ist mein Bericht zum ersten Streckenabschnitt ab Marktredwitz: https://d-wanderer.de/wanderungen.php?w=2031&Wanderung=Goldsteig_-_Oberpfaelzer_Streckenabschnitt

 

Bekanntlich will ich auf meiner Deutschlandreise auch kulinarisch die regionalen Spezialitäten genießen. Zu Bayern gehört natürlich ein Frühstück mit Weißwurst, Brezeln und süßem Senf. 

Gut gestärkt breche ich auf. Bald erreiche ich das Prackendorfer Moos, wo ich an einer Stelle einen schönen Blick auf das Moorgebiet habe.

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© Günter Kromer— Prackendorfer Moos
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© Günter Kromer— Prackendorfer Moos

Kurz darauf steht mitten im Wald, abseits der Zivilisation, eine große Informationstafel, die auf die Streckenteilung des Goldsteig an dieser Stelle hinweist und die Nord- und Südroute jeweils kurz vorstellt. Ich hatte mich schon vor Monaten für die Nordroute entschieden und die Unterkünfte entsprechend gebucht. Angesichts der in diesem Jahr durch den extrem schneereichen Januar auch Ende April noch sehr schlechten Wegverhältnisse auf den Gipfeln im Bayerischen Wald und wegen dem angekündigtem Neuschnee bedauere ich diese Entscheidung nun. Die Nordroute ist wunderschön und sehr empfehlenswert, doch rückwirkend rate ich dringend, diese Strecke erst ab Mitte Mai zu wandern. Dann sind dort auch alle Hütten geöffnet.

Für mich sollen die nächsten Tage eigentlich die größte sportliche Herausforderung des Jahres werden, da ich wieder oft zwei Etappen an einem Tag zusammenfasse. Doch dieses Mal kommt es nicht ganz so wie geplant.

Erstes Schmankerl auf der Nordroute ist die Steinerne Wand, ein etwa 300 m langer Felsgrat, über den ein gut gesicherter Steig führt.

 

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© Günter Kromer— Steinerne Wand

Bald darauf komme ich zu Burg Schwarzenberg, in der im Sommer auch Theateraufführungen statt finden.

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© Günter Kromer— Burg Schwarzenberg

Ein herrlicher Trail führt vorbei an stark mit Moos bewachsenen Steinen bergab.

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© Günter Kromer

An einem kleinen Wasserfall unterhalb des Eixendorfer Stausee mache ich Mittagsrast.

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© Günter Kromer

Dann geht es am Stausee entlang weiter. 

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© Günter Kromer— Eixendorfer Stausee

Es folgen einige Kilometer über eine nette Strecke ohne besondere Höhepunkte.

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© Günter Kromer

Ab Döfering wird es aber wieder richtig schön, mit ein paar idyllischen Stellen am Ufer der Schwarzach. Bei der Thurauer Mühle stehen Wasserrad und die restliche Mechanik inzwischen unverkleidet im Freien.

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© Günter Kromer— Thurauer Mühle

Noch einmal muss ich über einen Berg steigen, dann liegt Waldmünchen vor mir. Offizielles Etappenende ist Herzogau, doch ich gehe zum Übernachten in den nicht allzu weit vom Goldsteig entfernten Ort hinab.

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© Günter Kromer— Waldmünchen

29.4.19 Waldmünchen - Grafenwiesen 43 km

Nach etwas mehr als einem Kilometer erreiche ich wieder den Goldsteig, der mich über einen Kreuzweg und eine schöne Allee hinauf nach Herzogau bringt, wo mir die Rokokokirche sehr gut gefällt. 

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© Günter Kromer— Kirche Herzogau
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© Günter Kromer
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© Günter Kromer

Nun wird der Weg steiler. Ab hier hat der Goldsteig einen anderen Charakter als bei den früheren Etappen. An kleinen Felsen vorbei geht es hinauf zum Klammerfels, wo ich wegen dem dunstigen Wetter auf Besteigung des Aussichtsturms verzichte. 

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© Günter Kromer

Ein steiniger Abstieg und ein meist bequemer Aufstieg bringen mich an die Grenze. Nein, nicht an die Grenze meiner Kräfte. Nur ein Schild und ein Pfosten zeigen, dass bei Dreiwappen die Grenze zwischen Deutschland und Tschechien ist. Drei in den Fels gemeisselte Wappen zeigen an, dass hier einst Bayern, Böhmen und die Oberpfalz aneinander grenzten. Nach all den Übeln der Geschichte freut es mich, dass man auch hier inzwischen ganz normal ins Nachbarland wandern kann. In den letzten Jahren wurde hier auch auf tschechischer Seite sehr viel in den Tourismus investiert und ein sehr gutes Wander- und Radwegenetz ausgebaut. 

 

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© Günter Kromer— Grenze zu Tschechien

Vorbei am Kreuzfels und anderen Felsen erreiche ich die gemütliche Robert-Hütte, die heute aber auch geschlossen ist. 

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© Günter Kromer— Kreuzfelsen

Bei Mistwetter wandere ich hinab nach Furth im Wald, wo ich im Foyer eines Supermarkts etwas zu Mittag esse. 

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© Günter Kromer— Furth im Wald

Die nächsten Kilometer führen meist durch den Wald. Nun sollte eigentlich die schöne Aussicht vom Burgstall vor mir liegen, aber der gesamte Bergkamm des Hohenbogen wird inzwischen bis fast ganz unten von Nebel verhüllt.

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© Günter Kromer

Bei Nebel und Regen marschiere ich dann sehr steil bergauf, dann wieder steil bergab. Bei dieser Witterung macht mir das Wandern gerade gar keinen Spaß. Ich marschiere so schnell ich kann und will einfach nur so bald wie möglich aus dem Nebel heraus. Erst bei der Seelbrunn-Hütte bin ich wieder unterhalb des nasskalten Grau und mache eine kurze Rast.

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© Günter Kromer

Dann marschiere ich zügig weiter zu meiner Unterkunft in Grafenwiesen, das etwa 1,5 km abseits des Goldsteig liegt. Ein Blick zurück zeigt, dass der Hohenbogen nach wie vor fast komplett in den Wolken steckt.

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© Günter Kromer

30.4.19 Grafenwiesen - Bayerisch Eisenstein 39 km

Heute stehen für mich gleich drei „offizielle“ Etappen auf dem Programm. Daher breche ich bereits morgens um 5.30 Uhr auf. Meine Hoffnung auf Aussicht vom Kaitersberg erfüllt sich nicht. Die Wolken hängen sogar noch viel tiefer als gestern. Daher steige ich schon kurz nach Start durch Nebel bergauf.

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© Günter Kromer

Wieder führt ein steiniger Pfad steil an vielen kleinen und großen Felsen vorbei bergauf. Die Strecke gefällt mir sehr gut. Wenigstens regnet es nun nicht mehr.

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© Günter Kromer
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© Günter Kromer

Am Gipfel muss ich mich mit dem Blick auf beeindruckende Felsformationen begnügen, als Aussicht gibt es nur Grau. 

 

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© Günter Kromer

Die Kötzinger Hütte ist noch geschlossen. Also weiter!

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© Günter Kromer

Bei den Rauchröhren steht auch eine leichte Umleitungstrecke zur Wahl. Auf der Hauptroute braucht man an einigen leichten Kletterstellen auch die Hände zum Vorankommen. Aber für trittsichere Wanderer kein großes Problem!

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© Günter Kromer

Nach ein wenig Kraxelei führt der Weg durch einen hohen Spalt zwischen Felswänden hindurch bergab. Auch bei Nebel großartig!

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© Günter Kromer— Rauchröhren

Zwischendurch bin ich erstmals am Goldsteig auf einer Höhe von über 1000 m, aber auf die Besteigung der Riedelsteine verzichte ich mangels Aussicht.

Ich hatte gehofft, nach meinem frühen Aufbruch später unten an einer Passstraße im Gasthaus Eck einen Kaffee trinken zu können, aber auch dieses ist gerade geschlossen.

In den nächsten Stunden geht es über mehrere Gipfel hinauf und hinab, weiterhin bei Nebel. 

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© Günter Kromer

Durch den ungewöhnlich schneereichen Januar gab es im Bayerischen Wald sehr viel Schneebruch. Schon am Morgen musste ich über ein paar Baumstämme klettern bzw. sie auf gut ausgetretenen Pfaden umgehen, doch bisher war dies recht leicht. Doch nun kosten die Folgend dieses Winters zunehmend Kraft und Zeit. 

Erste Schneereste bedecken den Weg. So viel Schnee liegt Ende April normalerweise hier oben nicht mehr.

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© Günter Kromer
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© Günter Kromer

Auch am 1287 hohen Enzian reicht die Fernsicht gerade mal bis zum Gipfelkreuz.

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© Günter Kromer

Der Weg wird immer mühsamer. 

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© Günter Kromer

Unterhalb des Kleinen Arber erreiche ich eine Stelle, an der ich keine Ahnung habe, wie ich weiter gehen soll. Vor mir liegt ein undurchdringliches Gewirr an umgestürzten Bäumen. Irgendwo geradeaus war früher sicherlich mal eine Wegmarkierung, doch jetzt weiss ich nicht, ob ich diese Stelle rechts oder links umgehen soll. Auf allen Seiten liegt Schnee. 

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© Günter Kromer— ...und nun?

Ich folge weglos einer Fußspur und steige steil zwischen Bäumen und Gestrüpp bergauf. Immer wieder breche ich knietief im Schnee ein. Dann sehe ich vor mir wieder ein Goldsteig-Zeichen. Die letzten Meter zum Gipfel des Kleinen Arber (1384 m) kann ich wieder normal aufsteigen. 

Von der anderen Seite her sind wohl deutlich mehr Leute auf diesen Gipfel gewandert. Nun ist die Spur einigermaßen gut ausgetreten. 

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© Günter Kromer— Am Kleinen Arber

Teilweise sieht der Weg nun aus, wie ich es von meinen Winterwanderungen her kenne. Die Chamer Hütte ist momentan auch geschlossen. 

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© Günter Kromer

Weiter geht es teils bequem, teils mühsam. Kurz bevor ich den Großen Arber erreiche, mit 1456 m der höchste Gipfel im Bayerischen Wald, scheint fünf Minuten lang die Sonne, aber oben umgibt mich bereits wieder der gewohnte Nebel.

 

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© Günter Kromer— Großer Arber
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© Günter Kromer

Auch das Arberschutzhaus ist noch geschlossen. Wie schon erwähnt empfehle ich die Nordroute nun erst für die Saison ab Mitte Mai.

Beim Abstieg breche ich immer wieder im unterspülten Schnee ein und stehe mit den Füßen im tiefen Wasser. Das Schmelzwasser plätschert munter den Weg hinab und verwandelt ihn in ein Bachbett. Aber immerhin löst sich nun der Nebel endgültig auf und ich bekomme doch noch ein wenig Aussicht.

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© Günter Kromer

Zuletzt führt ein bequemer Weg hinab zum Großen Arbersee, wo ich bei Sonnenschein ein Stück Kuchen auf der Terrasse essen kann.

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© Günter Kromer— Großer Arbersee

Während ich die letzten Kilometer an einem Bach hinab, einen anderen hinauf wandere, wird es immer sonniger. Bayerisch Eisenstein erreiche ich bei schönem Wetter. 

Doch egal wo ich suche, Dienstagmittag scheint es in diesem ehemals wichtigen Touristenort keine Möglichkeit mehr zu geben, Proviant für die nächsten Etappen zu kaufen. Dorfladen und Bäckerei sind geschlossen.

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© Günter Kromer— Bayerisch Eisenstein

1.5.19 Bayerisch Eisenstein - Buchenau 28 km

Als ich vor dem Frühstück aus dem Fenster schaue, grüßt mich der Große Arber unter wolkenfreiem Himmel.

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© Günter Kromer— Großer Arber

Man merkt, dass heute 1. Mai und schönes Wetter ist. Schon am frühen Morgen sind recht viele Spaziergänger beim Schwellhäusl unterwegs. Für den schönen Biergarten ist es heute aber eindeutig zu kalt.

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© Günter Kromer— Schwellhäusl

Eine Weile führt der Weg am Schwellgraben entlang, einem Kanal, der angelegt wurde, um mehr Wasser in den zur Holztrift angelegten See zu bringen.

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© Günter Kromer

Im Nationalpark überlässt man die Natur sich selbst. Inzwischen kann man hier sehr gut sehen, wie der ehemalige Fichtenwald, der vor Jahren stark unter Borkenkäferbefall litt, immer mehr durch einen natürlichen Buchenwald ersetzt wird. Überall liegen zwischen den munter wachsenden Buchen die alten Fichtenstämme am Boden.

 

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© Günter Kromer

Nun geht es hinauf zum Ruckowitzschachten. 

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© Günter Kromer— Ruckowitzschachten

Schachten nennt man hier in der Gegend die ehemaligen Weideflächen auf den Bergen, die heute zwar nicht mehr zur Viehzucht genutzt werden, aber wegen ihrer landschaftlichen Schönheit zu den Höhepunkten im Naturpark zählen.

 

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© Günter Kromer— Ruckowitzschachten

Danach geht es weiter bergauf in Richtung Falkenstein. Der blaue Himmel wich längst wieder trübem Grau. 

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© Günter Kromer
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© Günter Kromer

Im Restaurant des Schutzhaus am Großen Falkenstein und davor drängeln sich am heutigen Feiertag sehr, sehr viele Wanderer. Für die meisten von ihnen ist dies heute sicherlich der erste größere Ausflug nach der Winterpause.

Dann geht es an weiteren Schachten vorbei. Leider fehlt mir für richtig gute Fotos der Sonnenschein.

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© Günter Kromer
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© Günter Kromer

Vom Lindberger Schachten wandere ich dann hinab nach Buchenau, wo ich in der Pension Latschensee übernachte. Dieses Haus gefällt mir ausgesprochen gut. Überall gibt es hier etwas zum Anschauen, z.B. sehr viele alte Pendeluhren, eine Schmetterlingssammlung, auf die sicherlich manches Naturkundemuseum neidisch wäre, und vieles mehr.

 

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© Günter Kromer

2.5.19 Buchenau - Waldhäuser 28 km

Zuerst wandere ich wieder zum Goldsteig hinauf. Da heute die Sonne scheint, gehe ich sogar noch ein Stück den Lindberger Schachten hinauf und wiederhole meine Fotos von gestern bei nun gutem Licht.

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© Günter Kromer— Lindberger Schachten
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© Günter Kromer
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© Günter Kromer

Die nächsten Kilometer sind für mich einer der faszinierendsten Wanderwege Deutschlands. 

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© Günter Kromer

Bald komme ich mal wieder an einem kleinen Stausee vorbei, der Hirschbachschwelle. 

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© Günter Kromer— Hirschbachschwelle
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© Günter Kromer

Beim Zwieselter Filz führt ein sehr langer Bohlensteg durch ein Hochmoor. Hier oben sieht man besonders stark, wie die vom Borkenkäfer zerstörten Fichtenstämme kahl in den Himmel ragen, während sich unten verstärkt eine der Umgebung besser angepasste Vegetation ausbreitet. Herrlich!

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© Günter Kromer
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© Günter Kromer— Zwieselter Filz

Einige kleine Teiche und der etwas größere Latschensee begeistern wohl jeden Wanderer.

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© Günter Kromer
© Günter Kromer - Latschensee#images-tours/thumbs/goldsteig-latschensee.jpg
© Günter Kromer— Latschensee
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© Günter Kromer
© Günter Kromer - Almschachten#images-tours/thumbs/goldsteig-almschachten.jpg
© Günter Kromer— Almschachten

An weiteren Schachten und Filzen vorbei geht es dann ein kurzes Stück bergab, bis der Aufstieg zum Rachel beginnt.

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© Günter Kromer

Nun wird es heftig! Ich bin von meinen vielen Wanderungen und von äußerst anspruchsvollen Trail-Wettkämpfen viel gewohnt, aber sogar ich bezeichne den Aufstieg zum Rachel bei den aktuellen Verhältnissen als grenzwertig, genau wie es mir vorhin ein anderer Goldsteig-Wanderer beschrieben hat, der mir entgegen kam.

Normalerweise ist dies sicherlich ein großartiger Weg, der beim Wandern sehr viel Freude bereitet. Doch hier hat das Schneechaos vom Januar besonders krasse Folgen hinterlassen. 

 

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© Günter Kromer— Zwischendurch guter Weg

Oft sieht man die Goldsteig-Route, die hier teilweise eher Pfad-Spuren statt einem Weg entspricht, wegen Schnee und vieler umgestürzter Bäume nicht. Immer wieder muss ich ein Stück am Steilhang bergauf oder hinab klettern, da geradeaus der Pfad von unpassierbaren Bäumen blockiert wird. 

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© Günter Kromer— Hier darf man klettern

Besonders mühsam und gefährlich sind aber die Abschnitte, in denen man alle paar Meter zwischen normalem Untergrund und Schneefeldern wechselt, da der Schnee vom Schmelzwasser unterspült ist und ich wieder mehrfach bis fast zu den Hüften im Schnee einbreche. 

 

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© Günter Kromer— Auf Schnee, neben Schnee, im Schnee

Ich bin froh, als es oben dann eine Weile über eine normale Schneedecke geht.

 

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© Günter Kromer
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© Günter Kromer
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© Günter Kromer
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© Günter Kromer

Der letzte Streckenabschnitt zum Waldschmidt-Haus ist dagegen fast schneefrei. Auch dieses Haus ist erst ab Mitte Mai geöffnet. Ein paar Meter entfernt blicke ich von einem herrlichen Aussichtspunkt hinab zum Rachelsee.

© Günter Kromer - Aussicht nahe Waldschmidt-Haus#images-tours/thumbs/dsc0268.jpg
© Günter Kromer— Aussicht nahe Waldschmidt-Haus

Dann geht es problemlos hinauf zum Gipfel des Großen Rachel (1452 m).

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© Günter Kromer— Großer Rachel

So schwer der Aufstieg von Norden her war, so leicht ist der Abstieg nach Süden. Auf diesem Weg sind heute recht viele Wanderer unterwegs. 

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© Günter Kromer

Durch ein angenehmes Schneefeld laufe ich hinab, danach folgen ein paar Kilometer auf Trails, die ich als leidenschaftlicher Trailrunner laufen muss - da geht für mich kein Wandern!

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© Günter Kromer

Nur an einer Stelle mit schönem Blick auf den See und unten am etwa 5 Minuten vom Goldsteig entfernten Seeufer setze ich mich jeweils eine Weile hin.

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© Günter Kromer— Rachelsee
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© Günter Kromer— Rachelsee

Einige Zeit später komme ich an der Felsenkanzel vorbei, angeblich einem Aussichtspunkt. Doch von hier aus sieht man auch bei gutem Wetter fast nur Bäume.

Viele Kilometer ohne große Höhenunterschiede später erreiche ich eine kleine Urwaldregion beim Teufelsloch. 

Von hier steige ich nach Waldhäuser hinab, wo ich in der Jugendherberge übernachte. Nahe der Herberge schaue ich mir von einem Aussichtspunkt den wenig spektakulären Sonnenuntergang an.

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© Günter Kromer

3.5.19 Waldhäuser - Philippsreut 24 km

Gestern stand für mich eine große Entscheidung an, die mir aber angesichts der Umstände nicht schwer fiel. Wie bereits erwähnt, nehme ich in diesem Jahr nicht an Trailrunning-Wettkämpfen Teil, will dafür aber ein paar Etappen mit größerer Herausforderung wandern bzw. teilweise laufen. Für heute war die sportlichste Etappe des D-Wanderer Projekts geplant. Start um 5:30 Uhr, Ankunft 18-20 Uhr. Bei normalen Streckenverhältnissen würde ich diese 48 km problemlos schaffen. Doch wenn es so mit Bäumeklettern und Wassertreten weiter geht, dann bleibt unterwegs keine Zeit mehr zum Fotografieren. Daher "opfere" ich einen Streckenabschnitt, frühstücke um 8 Uhr und kann unterwegs die herrliche Natur in Ruhe genießen und insgesamt mehr als eine Stunde mit Fotografieren und Filmen verbringen.

Von der Jugendherberge wandere ich direkt bergauf und erreiche den Goldsteig bei der Gläsernen Arche.

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© Günter Kromer

Wieder wandere ich durch Nebel.

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© Günter Kromer

Nun geht es steil die Himmelsleiter hinauf. Diese gut ausgebaute Felsentreppe ist zum Glück schneefrei. 

 

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© Günter Kromer

Auf Aussicht muss ich wieder mal verzichten, aber die Nebelstimmungen gefallen mir sehr gut. Der Gipfel des 1373 m hohen Lusen ist komplett von einem Meer aus großen Granitfelsblöcken bedeckt. 

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© Günter Kromer— Lusengipfel
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© Günter Kromer

Ein kurzer Abstieg bringt mich nun zum Lusenschutzhaus, wo ich in der Hoffnung, dass sich der Nebel bald auflöst, erst mal eine Weile Kaffee trinke. Nun habe ich ja genug Zeit.

Weiter geht es wieder über einen schönen, aber teilweise überfluteten Pfad. 

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© Günter Kromer

Doch da die Socken längst klatschnass sind, macht es nun keinen Unterschied, ob ich nun noch ein paar Mal mehr bis über die Knöchel im Wasser stehe. Und die vielen Baumstämme betrachte ich als sportliche Hindernisse. Bei Wettkämpfen liebe ich so etwas ja auch. Insgesamt klettere, unterkrieche oder umgehe ich innerhalb von vier Tagen hier mehr Bäume als in den letzten 10 Jahren zusammen.

 

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© Günter Kromer

Ab dem Tummelplatz geht es bequemer weiter.

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© Günter Kromer— Tummelplatz

Bald durchquere ich wieder einen faszinierenden Urwald. Immer wieder bleibe ich zum Fotografieren stehen.

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© Günter Kromer

Die Steinbachklause ist ein besonders schöner Stausee für die Holztrift.

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© Günter Kromer— Steinbachklause

Etwa zwei Kilometer weit führt nun der Weg durch paradiesische Natur entlang des Steinbach abwärts.

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© Günter Kromer— Steinbach

In Mauth kaufe ich mir etwas zum Essen und marschiere weiter.

Beim Skigebiet am Almberg hat man bei gutem Wetter sicherlich auch eine schöne Aussicht.

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© Günter Kromer

Noch eine Weile bequem bergauf, dann renne ich hinab nach Philippsreut. Nach meinen Informationen soll hier gleich ein Minibus abfahren. Doch am Fahrplan bei der Haltestelle stehen andere Zeiten. Der nächste Bus soll erst in 2,5 Stunden kommen. Da gerade ein sehr heftiger Regenschauer beginnt, nutze ich das trockene Wartehäuschen und esse etwas. Bald hört der Regen auf, ich gehe hinaus .... und da steht der Bus!

Die 23 km von hier bis Haidmühle werde ich irgendwann nachholen. Inzwischen hörte ich, dass ich auf diesem Weg am Haidel auch deutlich mehr Zeit als normal gebraucht hätte. Gute Entscheidung!

 

4.5.19 Haidmühle - Sonnen 34 km

Seit einigen Tagen ist es ungewiss, ob ich heute über den Dreifürstenstein und das Steinere Meer wandern kann. Der Wetterbericht hatte ursprünglich schon für gestern Schneefall bis weit unter 1000 m angekündigt. Bei Wegverhältnissen wie am Arber und Rachel wäre mit zusätzlichem Neuschnee ein Weitermarsch auf der Goldsteig-Route kompletter Unsinn.

Doch nun soll es erst heute Nachmittag schneien. Ich breche sogar bei recht sonnigem Wetter auf. 

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© Günter Kromer— Kreuzbachklause

Der Aufstieg erweist sich als überraschend leicht. Natürlich liegen auch hier Bäume, nasse Socken betrachte ich inzwischen als Alltag, aber es ist viel besser als an den letzten Tagen. Trotz Dunst kann ich anfangs noch recht viele Berge der Umgebung sehen. 

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© Günter Kromer

Dennoch verliere ich das Wettrennen gegen den Nebel. Als ich oben ankomme, kann ich gerade noch ein paar Felsen nebelfrei fotografieren, dann umgibt mich wieder das gewohnte Grau.

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© Günter Kromer
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© Günter Kromer

Im Dreisesselhaus trinke ich einen Kaffee und hoffe wie gestern auf dem Lusen, dass die Sicht besser wird, doch auch heute vergeblich. 

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© Günter Kromer— Dreisessel

Auf dem Trail zum Steinernen Meer begeistert mich wieder die Nebelstimmung. 

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© Günter Kromer
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© Günter Kromer

Das Steinerne Meer sind eigentlich eher mehrere Steinerne Flüsse. Der Weg führt über breite Streifen aus groben Blocksteinen. Hier bin ich froh darüber, dass der angekündigte Schneefall noch nicht begonnen hat.

© Günter Kromer - Steinernes Meer#images-tours/thumbs/goldsteig-steinernes-meer.jpg
© Günter Kromer— Steinernes Meer
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© Günter Kromer— Steinernes Meer
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© Günter Kromer— Steinernes Meer

Auf einem recht einfachen Pfad laufe ich dann schnell bergab. Hier schlägt meine Leidenschaft für Trailrunning mal wieder voll zu. 

Weit unten wird der Weg dann recht bequem. 

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© Günter Kromer

Eine Weile führt er durch Österreich, erreicht aber kurz vor dem offiziellen Etappenziel Breitenberg wieder Deutschland.

Inzwischen platschen immer wieder heftige Regenschauer herab, manchmal mit Graupel durchsetzt. Ein Blick zurück in Richtung Dreisessel zeigt, dass hier inzwischen die Schneefallgrenze weit unterhalb des Steinernen Meeres liegt. Wäre ich heute zwei Stunden später aufgebrochen, dann müsste ich jetzt oben durch den Schnee balancieren.

 

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© Günter Kromer

Der Rest der Strecke führt nun über recht niedrige Berge durch eine abwechslungsreiche Landschaft. Hier sind auch ein paar asphaltierte Abschnitte dabei, zwischendurch geht es aber auch teilweise mehr oder weniger weglos durch den Wald oder über Wiesen. Hier ist die Orientierung nicht immer so leicht wie bisher.

© Günter Kromer - Blick zurück nach Breitenberg#images-tours/thumbs/dsc0959_1557227483.jpg
© Günter Kromer— Blick zurück nach Breitenberg

Der Weg führt an einer Skisprungschanze vorbei, auf deren Matten unter anderem die Deutsche Nationalmannschaft im Sommer trainiert. 

Recht nass und etwas ausgekühlt erreiche ich am frühen Abend mein Tagesziel Sonnen, wo ich mich über die Sauna im Hotel freue.

5.5.19 Sonnen - Passau 39 km

Als ich das Hotel verlasse, fällt leichter Schneeregen, der aber bald aufhört. Die ersten paar Kilometer führen ohne Größe Höhepunkte bergauf und bergab. 

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© Günter Kromer— Schauberg

Beim Aussichtsturm Oberfrauenwald liegen noch Reste vom nächtlichen Schneefall. 

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© Günter Kromer— Oberfrauenwald

Die Fernsicht ist heute recht grau. An guten Tagen blickt man von hier bis zu den Alpen. 

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© Günter Kromer

Auf einem stark von Forstfahrzeugen ramponierten Weg fehlen Markierungen, aber jemand hat zur Orientierung rote Männchen auf Baumstämme gemalt.

Vorbei an der Wald-Kirche geht es hinab zum Freudensee, in dem man im Sommer baden kann. 

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© Günter Kromer— Wald-Kirche
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© Günter Kromer— Vor dem Freudensee
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© Günter Kromer— Freudensee

Eine erstes schönes Wegstück am Staffelbach bringt mich zum Kurpark von Hauzenberg. 

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© Günter Kromer— Staffelbach

Ich wandere ohne Abstecher in den Ort gleich weiter. Einige Kilometer weit geht es nun meist abseits der Zivilisation entlang des Staffelbach talabwärts.

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© Günter Kromer— Staffelbach

Dann führt mich der Goldsteig wieder eine Weile in die Höhe. In Kellberg freue ich mich bereits, dass es nur noch wenige Kilometer bis Passau sind. Ich kam auf der bisher relativ leichten Strecke recht schnell voran, glaube daher, früh genug am Ziel zu sein, um noch Veste Oberhaus besichtigen zu können.

Ich folge einem Feldweg bergab, doch dieser endet schließlich im Nichts. Mir bleibt nichts anderes übrig als wieder 15 Minuten den Berg hinauf zurück zum Ortsrand zu steigen. Doch dort zeigt der Wegweiser unmissverständlich nach unten. Nun hole ich zum ersten Mal auf dem Goldsteig meinen GPS-Empfänger aus dem Rucksack. Bisher bräuchte ich weder Karte noch Track. Ich muss eindeutig wieder hier hinunter. Nach zehn Minuten weißt mich der Track kurz vor Ende des Feldwegs nach links auf einen recht zugewachsenen Waldweg. Erst zwei Kurven später sehe ich auf diesem Weg endlich eine Markierung. Dann geht es plötzlich brutal steil und weglos geradeaus den Hang hinab. Zum Glück hängen hier Goldsteig-Zeichen, sonst würde man nicht ahnen, dass unsere Route über diese rutschigen Fußspuren - Pfad kann man dies nicht nennen - hinab führen.

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© Günter Kromer

Danach folgen einige Asphaltkilometer, teils auf einem Radweg neben einer verkehrsreichen Straße. Bald darauf fehlt erneut eine klare Markierung und ich verliere weitere zehn Minuten.

Endlich erreiche ich Passau. Von der Brücke über die Ilz wäre ich schnell in der Altstadt.

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© Günter Kromer— Ilz

Doch nun geht es noch einmal ordentlich bergauf, denn Nord- und Südvariante enden bzw. beginnen nicht in der Altstadt sondern oben an der Veste Oberhaus. Als ich dort ankomme, ist das Tor seit fünf Minuten geschlossen. 

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© Günter Kromer— Veste Oberhaus

Daher muss ich noch ein Stück weiter bergauf, um von dort den Blick auf Passau zu fotografieren.

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© Günter Kromer— Passau
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© Günter Kromer— Passau

Am nächsten Morgen schaue ich mir dann die Stadt an und besichtige auch den wunderschönen Dom mit der größten Kirchenorgel der Welt.

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© Günter Kromer— Passau - Dom
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© Günter Kromer— Passau - Dom

Abgesehen von der letzten Etappe hat mir der Goldsteig hervorragend gefallen. Er steht jetzt neben Heidschnuckenweg und RheinBurgenWeg in meiner Top 3. Irgendwann werde ich sicherlich auch noch die Südroute wandern. Doch jetzt muss ich zuerst nach Hause fahren, da ich am Donnerstag bei meinem ersten Fernsehauftritt live Wandertipps gebe.

Offizielle Infos zum Goldsteig: www.goldsteig-wandern.de

 

Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen. Dazu habe ich zwei Goldsteig-Reiseführer auf dieser Seite verlinkt. 

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© Günter Kromer— Passau