12.-18.4. und 10.10.2019

Schwäbische-Alb-Südrandweg (HW2)

Deutschland-Wanderer Kilometer 4046 bis 4301 + 8377 bis 8410

12.4.19 Donauwörth - Demmingen 35 km

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Bisher stelle ich bereits fast 9000 km auf interessanten Fernwanderwegen vor. Bis Juni 2020 werden die 10.000 km überschritten. Auch danach will ich gerne weitere schöne Wanderungen auf dieser Seite vorstellen. Doch ohne Unterstützung durch euch Leser lässt sich dieses Projekt dann nicht mehr finanzieren. Ich freue mich über jeden "Sponsorenbeitrag", egal in welcher Höhe. Infos stehen hier: https://d-wanderer.de/aktuelles.php

 

Der Schwäbische Alb Südrandweg führt von Donauwörth nach Tuttlingen. Im April 2019 gab es viele Lücken in der Streckenmarkierung und sowohl bei der Beschilderung als auch auf Karten und bei GPS-Tracks Verwirrung wegen einem Chaos aus alter und neuer Wegführung. Die ersten 30 km fand ich stinklangweilig, danach gibt es zwischendurch immer mehr schöne Abschnitte. Die Etappen von Sigmaringen bis Tuttlingen zählen zu den schönsten Wanderrouten Deutschlands.

 

Leider habe ich auf meinem GPS-Gerät nicht den aktuellen Track von der Seite des Schwäbischen Albvereins geladen, sondern einen anderen. Dieser führt mich lange Zeit entlang öder Straßen durch die Stadt und einen Vorort. Ich wundere mich darüber, dass hier nirgends Wegmarkierungen hängen. Inzwischen weiss ich, dass eine neue und bessere Route am Stadtrand entlang führt. Erst oberhalb des Ortes Riedlingen treffe ich nun auf Wegmarkierungen, denen ich zumindest eine Weile folgen kann.

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© Günter Kromer— Donauwörth - Kloster Heiligkreuz

Meist führt die Route heute über breite Schotterwege durch forstwirtschaftlich geprägten Wald oder auf Feldwegen über offene Flächen, insgesamt mit einem viel zu hohen Asphaltanteil. Auch hier fehlen momentan einige Wegmarkierungen.

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© Günter Kromer

Unterwegs gefällt mir nur die schöne Barockkirche in Oberliezheim.

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© Günter Kromer— Oberliezheim - Pfarrkirche St. Leonard

Als ich den Gasthof erreiche, in dem ich ein Zimmer gebucht hatte, findet dieser nervtötende Wandertag einen passenden Abschluss. Die Tür ist verschlossen. Ich rufe die Handynummer an, die am Eingang steht. Der Wirt hat meine Buchung völlig vergessen, findet sie später aber abgeheftet in seinem Ordner. Da im Gasthof gerade kein Zimmer verfügbar ist, lässt er ein anderes Zimmer in unmittelbarer Nähe für mich richten.

13.4.19 Demmingen - Giengen an der Brenz 30 km

Anfangs marschiere ich heute noch immer ab und zu auf Asphalt, doch insgesamt geht es nun zunehmend über angenehme Wege.

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© Günter Kromer
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© Günter Kromer

An einer Karstquelle sprudelt ein kleiner Springbrunnen.

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© Günter Kromer

Gerne würde ich unterwegs die prunkvollen Innenräume und den herrlichen Kreuzgang im Schloss Taxis besichtigen, doch dies geht nur im Rahmen einer längeren Führung, für die mindestens fünf Teilnehmer nötig sind. Daher begnüge ich mich damit, das Schloss zu umrunden und von allen Seiten aus zu bewundern.

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© Günter Kromer— Schloss Taxis
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© Günter Kromer

Wieder einmal komme ich an einem geschmückten Osterbrunnen vorbei.

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© Günter Kromer

In Dischingen beschränke ich mich auf die Besichtigung der Barockkirche St. Johannes.

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© Günter Kromer— Dischingen - St. Johannes

Nun geht es einige Zeit völlig eben auf einem Wiesenweg entlang eines kleinen Kanals weiter.

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© Günter Kromer

Bei der Rappenmühle geht es dann in den Wald und schnell wieder bergauf.

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© Günter Kromer

Wald und Wiesen, kurze Auf- und Abstiege sowie ebene Abschnitte wechseln sich häufig ab.

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© Günter Kromer
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© Günter Kromer

Kurz bevor ich Giengen an der Brenz erreiche, komme ich an sehr schönen Wacholderwäldchen vorbei, ein für die Schwäbische Alb typisches Landschaftsbild.

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© Günter Kromer
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© Günter Kromer
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© Günter Kromer— Giengen an der Brenz

14.4.19 Giengen an der Brenz - Ulm 45 km

Nachdem ich in den letzten Jahren bei Wettkämpfen manchmal mehr als 100 km oder 100 Meilen nonstop gelaufen bin, war für mich von Anfang an bei der D-Wanderer Planung klar, dass ich 2019 zwar an keinen Rennen teilnehmen will, aber dafür manche Wanderetappen sehr sportlich einteile. Heute stehen für mich 45 Kilometer auf dem Programm. Gegen 7 Uhr marschiere ich los.

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© Günter Kromer

Egal wohin ich in Deutschland komme - überall stoße ich auf Jakobswege. Bei Hürben gibt es sogar ein "Jakobswegle". Dieser 2,5 km lange Rundweg zeigt im Maßstab 1:1000 den Jakobsweg von Giengen nach Santiago, mit vielen Infotafeln über Geschichte und Sehenswürdigkeiten dieser Pilgerroute.

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© Günter Kromer— Am Jakobswegle

Kurz darauf komme ich an der Charlottenhöhle und dem Höhlenmuseum vorbei. Bald danach erreiche ich die Ruine Kaltenburg.

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© Günter Kromer— Ruine Kaltenburg

Nach den vielen grauen, trüben und kalten Wochen freue ich mich unglaublich darüber, endlich wieder durch einen grünen Frühlingswald spazieren zu dürfen.

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© Günter Kromer

Zu meiner großen Überraschung führt der Weg nun nicht mehr über Langenau nach Ulm sondern auf einer neuen Route, und ist dadurch sogar noch 5 Kilometer länger als die Strecke, die ich für heute geplant hatte. Wer aufgrund der alten Infos eine Übernachtung in Langenau gebucht hat, kommt nun nicht einmal in die Nähe dieser Stadt.

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© Günter Kromer— Kurz vor Stetten

Nun geht es eine Weile recht beschaulich und bequem durch das Lontal.

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© Günter Kromer
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© Günter Kromer

Der Nachmittag ist dann oft wieder etwas monotoner.

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© Günter Kromer

Einige Kilometer vor Ulm führt der Weg fast an die Donau, aber nicht direkt zum Ufer sondern mit etwas Abstand und einigem Auf und Ab durch den Wald.

Auf dem Weg in die Stadt hinein ärgert mich erneut das große Wirrwar an unterschiedlichen Streckenversionen. Ich kann gut verstehen, dass man Routen ändert, doch hier hat man zumindest bisher an vielen Stellen vergessen, die alten Markierungen zu beseitigen und die neue Route durchgehend zu markieren.

Eine halbe Stunde lang besichtige ich das Münster.

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© Günter Kromer— Ulmer Münster

Nicht nur der höchste Kirchturm der Welt, auch die Innenausstattung und die interessanten Portale gefallen mir sehr gut. Leider wird der Chor momentan durch ein Baugerüst verhüllt, aber der Rest ist frei zu sehen.

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© Günter Kromer— Ulmer Münster
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© Günter Kromer— Ulmer Münster
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© Günter Kromer— Ulmer Münster

15.4.19 Ulm - Hütten 43 km

Nach etwas mehr als drei Kilometern durch die Stadt bin ich endlich wieder in der Natur. Auf einem bequemen Weg überhalb des Donautals genieße ich gleich nach Sonnenaufgang die wärmenden Sonnenstrahlen. Bei besonders klarer Wetterlage kann man von hier oben aus sogar die Alpen sehen, doch heute schränkt Dunst die Fernsicht ein.

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© Günter Kromer

Wieder weichen die Entfernungsangaben auf den Wegweisern oft um mehrere Kilometer von einander ab. Dies liegt auch hier daran, dass die Strecke nach Blaubeuren inzwischen verlängert wurde, aber die neuen Daten noch nicht überall berücksichtigt wurden.
In Blaubeuren verlängere ich meine Wanderroute um den Abstecher zum 1,5 km entfernten Blautopf, einem der schönsten Touristenziele der Schwäbischen Alb. Der große Quellteich leuchtet bei strahlendem Sonnenschein in seinem berühmten Blau.

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© Günter Kromer— Blautopf

Das Kloster schaue ich mir aus Zeitmangel nur von außen an. Das Kloster schaue ich mir aus Zeitmangel nur von außen an. Heute liegen noch viele Stunden Wanderung vor mir.

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© Günter Kromer— Kloster Blaubeuren

Ich wandere an einigen Felsen vorbei hinauf zur Ruine Ginzelburg. Von der ehemaligen Burg erkennt man kaum noch etwas, aber der Blick auf das Ur-Tal der Donau gefällt mir.

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© Günter Kromer— Ruine Ginzelburg

Dieses Tal wurde einst von der Donau geschaffen, bevor der Fluss seinen Lauf änderte und nun auf einem anderen Weg nach Ulm fließt.

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© Günter Kromer— Aussicht von Ruine Ginzelburg

Weiter marschiere ich zuerst über sonnige Höhen.

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© Günter Kromer

Dann steil durch einen Bannwald in ein Tal hinein und auf der anderen Seite wieder hinauf.

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© Günter Kromer

Die nächste Orientierungsaufgabe führt mich zu einer weiteren Burg und dann hinab nach Schelklingen.

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© Günter Kromer

Durch eine Schleife der Ur-Donau geht es zum ehemaligen Kloster Urspring, in dem heute ein Internat ist. Ein wirklich zauberhafter Ort!

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© Günter Kromer

Einige Auf- und Abstiege später erreiche ich ein weites Tal, durch das der Weg nun auf bequemer Strecke an sonnigen Wiesen entlang führt.

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© Günter Kromer

Direkt neben der Strecke steht das Wasserrad einer ehemaligen Mühle, das von seinem ursprünglichen Standort mit viel ehrenamtlicher Arbeit versetzt wurde und nun uns Wanderern als schönes Fotomotiv dient.

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© Günter Kromer

Schließlich erreiche ich mein Tagesziel Hütten.

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© Günter Kromer— Hütten

15.4.19 Hütten - Zwiefalten 34 km

Ich breche schon um 6:30 Uhr auf. Heute wird das Streckenchaos noch drolliger. Während der ersten Stunden komme ich nur an wenigen Stellen an Markierungen des HW2 vorbei, an anderen fehlen sie, zwischendurch zeigen Wegweiser aber auch eine völlig andere Streckenführung an. Da mir die Strecke gefällt, ist es mir inzwischen fast egal, ob ich auf der "richtigen" oder "falschen" Route wandere.

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© Günter Kromer— Frühmorgens bei Hütten

Die Morgenstimmung in dem stillen Tal gefällt mir sehr gut. Noch ist es sehr kalt. An schattigen Stellen bedeckt Raureif den Boden. Ein Aufstieg durch Wald bringt mich auf sonnige Höhen. Allmählich wird es wärmer.

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© Günter Kromer
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© Günter Kromer

Eine Wendeltreppe führt auf den Bergfried der Ruine Wartstein.

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© Günter Kromer— Ruine Wartstein

Die Aussicht von oben ist herrlich!

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© Günter Kromer— Aussicht von Ruine Wartstein

Auf einem steilen Steig wandere ich hinab ins idyllische Lautertal, durch das ein bequemer Weg vorbei an vielen Felsen und einem schönen Wasserfall führt.

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© Günter Kromer— Lautertal
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© Günter Kromer
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© Günter Kromer

Dann marschiere ich wieder bergauf.

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© Günter Kromer

In Hayingen kaufe ich mir Proviant für das Mittagessen.

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© Günter Kromer

Gleich nach Verlassen des Ortes führt mich der Weg an der schönen Wacholderheide des Digelfeld vorbei.

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© Günter Kromer— Wacholderheide Digelfeld

Das Glastal ist ein kleines, idyllisches Paradies.

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© Günter Kromer— Glastal
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© Günter Kromer— Glastal
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© Günter Kromer— Glastal
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© Günter Kromer

Kurz nach Schloss Ehrenfels komme ich an einigen Wasserfällen auf Sinterterrassen vorbei. Leider wurden die bisherigen 7 Stunden Sonnenschein nun gerade durch starken Regenfall ersetzt, so dass ich nur ein Foto aufnehme.

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© Günter Kromer

In die Friedrichshöhle, meist Wimsener Höhle genannt, kann man bei einer kurzen Führung 70 Meter weit mit dem Ruderboot hinein fahren. Dies lasse ich mir natürlich nicht entgehen.

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© Günter Kromer— Wimsener Höhle

Danach führt der Weg noch eine Weile durch das schöne Tal. Bald erreiche ich Zwiefalten, wo ich mich lange in einer der schönsten Klosterkirchen Deutschlands aufhalte.

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© Günter Kromer— KIoster Zwiefalten

Nicht nur der besonders üppige Barock fasziniert mich hier. Was diese Kirche von vielen anderen Meisterwerken des Barock abhebt sind die besonders lebendig wirkenden Figuren, mit denen sie ausgestattet wurde.

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© Günter Kromer— Kloster Zwiefalten

10.10.19 Zwiefalten - Sigmaringen 33 km

Aus logistischen Gründen muss ich im April die Etappe von Zwiefalten nach Sigmaringen überspringen und mit Bus und Zug nach Sigmaringen fahren. Erst im Oktober hole ich diese 33 km nach. Daher sehen diese Fotos deutlich herbstlicher aus als der Rest.

Einen besseren Wandertag hätte ich mir für diese Etappe nicht wünschen können. Ein goldener Oktobertag mit sehr klarer Luft und intensiven Farben sorgt für perfekten Wandergenuss.

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© Günter Kromer

Schon bald liegt Zwiefalten weit unter mir.

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© Günter Kromer— Zwiefalten

Bei der Heuneburg sieht man heute noch deutliche Reste alter keltischer Wallanlagen.

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© Günter Kromer— Heuneburg

Den ganzen Tag über wechselt die Strecke häufig zwischen Wald und Feld.

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© Günter Kromer
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© Günter Kromer

Die Luft ist heute so klar, dass ich von den höchsten Punkten der Strecke einen hervorragenden Blick auf die Alpen habe.

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© Günter Kromer
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© Günter Kromer

Bei Bingen steht frei von Gebäuden das ehemalige Wasserrad einer Brauerei.

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© Günter Kromer
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© Günter Kromer

Das Bittelschießer Täle ist ein Naturparadies, in dem sich der Bach seinen Weg durch ein enges, mit Felswänden besetztes Tal bahnt. Gerade solche kleinen, vermutlich nur in der unmittelbaren Umgebung bekannten Flecken, sind es, die mich immer wieder zu meinen Wandertouren motivieren. Es gibt in Deutschland noch so viel zu entdecken!

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© Günter Kromer— Bittelschießer Täle

Der Weg führt direkt an der Bittelschießer Höhle vorbei.

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© Günter Kromer— Bittelschießer Höhle

Vom Nägelefelsen schaue ich hinab ins Lauchertal.

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© Günter Kromer

Nach einem herrlichen Wandertag erreiche ich Sigmaringen und setze mich gegenüber dem Schloss eine Weile auf eine Bank.

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© Günter Kromer— Sigmaringen - Schloss

17.4.19 Sigmaringen - Beuron 34 km

Aus organisatorischen Gründen muss ich die Strecke zwischen Zwiefalten und Sigmaringen überspringen. Diese 33 km werde ich erst im Oktober nachholen.

Am Bahnhof von Sigmaringen treffe ich meinen Freund Harald, der mich heute und morgen begleiten wird. Ich freue mich sehr darüber.

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© Günter Kromer— Sigmaringen - Schloss

Zuerst folgt der Weg eine Weile der Donau, dann wandern wir hinauf zum ehemaligen Kloster Inzigkofen, wo sich auch ein Blick in den alten Klostergarten lohnt.

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© Günter Kromer— Kloster Inzigkofen

Harald ist ebenso wie ich Ultraläufer und Trailrunner. Heute gehen wir die herrliche Strecke in entspanntem Tempo an, morgen wird es für uns ein sehr sportlicher Tag.

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© Günter Kromer

Den Streckenabschnitt zwischen Sigmaringen und Tuttlingen sollte jeder Deutschlandwanderer unbedingt in sein Programm nehmen. Der Donaudurchbruch ist eine der schönsten Wanderregionen unseres Landes.

Am Morgen sorgen Dunst und Wolkenfetzen für eine mystische Stimmung.

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© Günter Kromer

Die Teufelsbrücke ist ein ganz besonderes Schmankerl.

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© Günter Kromer— Teufelsbrücke
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© Günter Kromer

Zwei Tage lang wandern wir an vielen hohen Felsen vorbei, steigen immer wieder steil ins Tal hinab und marschieren anstrengend erneut hinauf.

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© Günter Kromer

Auf Schritt und Tritt finde ich tolle Fotomotive.

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© Günter Kromer
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© Günter Kromer

Oft führt der Weg an faszinierenden Felsgebilden vorbei. Auch überhängende Felsen, Felsentore und sogar ein paar kleine Höhlen begeistern uns Wanderer.

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© Günter Kromer
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© Günter Kromer
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© Günter Kromer

Am frühen Morgen löst sich der Nebel auf. Nun folgt ein sehr sonniger Tag.

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© Günter Kromer
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© Günter Kromer

Wir haben uns die beiden Etappen so eingeteilt, dass wir heute auf den vielen schönen Felsen in aller Ruhe die Aussicht genießen können und erst morgen in sehr sportlichem Tempo unterwegs sein werden.

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© Günter Kromer
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© Günter Kromer
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© Günter Kromer
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© Günter Kromer
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© Günter Kromer

Am späten Nachmittag sehen wir auf der gegenüberliegenden Seite Burg Wildenstein, in der eine Jugendherberge ist.

 

 

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© Günter Kromer— Burg Wildenstein

Wir folgen hier statt dessen etwa zwei Kilometer weit dem Donauradweg zum Kloster Beuron. Nachdem wir im Kloster unsere Zimmer bezogen haben, gehen wir zum Gottesdienst in die Kirche. Ich bin kein religiöser Mensch. Normale Gottesdienste interessieren mich nicht. Aber hier ist es etwas anderes. Hier hält kein Priester eine langweilige Predigt und hier müssen die Besucher nicht singen. Hier stehen die Mönche im Altarraum, einer singt einen lateinischen Satz, die anderen singen im Chor die Erwiderung. Dies erzeugt eine ganz besondere Stimmung.

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© Günter Kromer— Kloster Beuron

Aus dem Zimmer blicke ich in den Klosterhof. Abendessen und Frühstück sind gut. Vor allem aber ist es die besondere Atmosphäre dieses Ortes, wegen der ich sicherlich noch einmal hier übernachten werde.

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© Günter Kromer— Kloster Beuron

18.4.19 Beuron - Tuttlingen 34 km

Zuerst müssen wir zurück zu unserem Wanderweg marschieren, dann steigen wir schnell hinauf zu den nächsten Felsen. Heute wechseln wir häufig zwischen schnellem Nordic Walking und langsamem Trailrunning, bleiben dazwischen aber auch sehr oft zum Fotografieren stehen. Nachdem ich im Winter wegen dem zu schweren Rucksack nur noch ab und zu ein paar hundert Meter gelaufen bin, macht es mir heute umso mehr Spaß, diese herrlichen Pfade endlich mal wieder in höherem Tempo hinab rennen zu können. Ich bin zwar nun in allererster Linie Wanderer, doch meine Leidenschaft für das Trailrunning lebt noch immer in mir. Und gemeinsam mit Harald zu laufen macht umso mehr Spaß.

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© Günter Kromer

Früh stehen wir am Eingang der Jugendherberge in der Burg Wildenstein.

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© Günter Kromer— Jugendherberge Burg Wildenstein

Unter uns sehen wir Beuron.

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© Günter Kromer— Beuron

Doch noch geht es nicht gleich hinab zum Kloster. Zuvor dürfen wir noch zu weiteren Aussichtspunkten und hinauf zu Schloss Bronnen.

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© Günter Kromer
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© Günter Kromer— Schloss Bronnen
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© Günter Kromer

Wieder ärgern mich Wegweiser, die uns im Kreis herum führen und unsere Etappe um zwei Kilometer und 150 Höhenmeter verlängern.

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© Günter Kromer— Schloss Bronnen

Dann geht es hinab nach Beuron. Hier ist die Streckenführung eine Wundertüte. Laut Karte sollen wir nun ein kurzes Stück dem Donauradweg folgen, mein Track zeigt an, dass nun am anderen Ufer der Donau bergauf geht, der Wegweiser zeigt an, dass unsere Strecke mit dem roten Dreieck gleich vor den ersten Häusern von Beuron wieder nach links zweigt und in ein Seitental führt und laut aktuellem Track vom Albverein umrundet man zuerst den Klosterbezirk. Wir halten uns an die Wegweiser, sind dann aber mal wieder über unser GPS-Gerät froh, da unterwegs wie gewohnt einige Markierungen fehlen.

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© Günter Kromer

Nach einigen Auf- und Abstiegen, weiteren Aussichtspunkten und vielen schönen Trails folgen wir wieder kurz der Donau.

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© Günter Kromer

Ab dem letzten Aufstieg des Tages erhöhen wir unser heute ohnehin sehr schnelles Tempo sogar noch, denn wir müssen uns sehr beeilen, um unseren für die Heimfahrt geplanten Zug noch zu erreichen.

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© Günter Kromer

Als ich in Tuttlingen am Ufer der Donau entlang laufe, komme ich mir vor wie bei einem meiner vielen Wettkämpfe. Fernwandern ist einer der schönsten Aspekte in meinem Leben, Laufen aber auch. Fast in letzter Minute erreichen wir unseren Zug. Diese beiden Tage haben uns sehr viel Spaß gemacht.

Hier stehen die offiziellen Infos über diesen Weg:

https://wege.albverein.net/hauptwanderwege/hw2/

 

 

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© Günter Kromer— Donau bei Tuttlingen