12.-18.4.19

Schwäbische-Alb-Südrandweg (HW2)

D-Wanderer km 4046 bis 4301

12.4.19 Donauwörth - Demmingen 35 km

Der Schwäbische Alb Südrandweg führt von Donauwörth nach Tuttlingen. Für diese Wanderung braucht man aufgrund lückenhafter und teilweise widersprüchlicher Markierung auf jeden Fall sehr aktuelle Wanderkarten oder den GPS-Track von der Seite des Schwäbischen Albvereins. Doch selbst dieser entspricht nicht überall im Detail den vorhandenen Wegmarkierungen. Andere GPS-Tracks auf den bekannten Internetseiten sowie die Streckenführung auf manchen Wanderkarten weichen teilweise sehr stark von der aktuellen Route ab. Die ersten 30 km sind stinklangweilig, danach gibt es viele schöne Abschnitte, von Sigmaringen bis Tuttlingen ist es dann eine der mit Abstand schönsten Wanderrouten Deutschlands. Aber auch hier erfordert die Markierung eine gewisse Toleranz und Improvisationsfähigkeit von den Wanderern.

 

xxx Den Streckenabschnitt von Zwiefalten bis Sigmaringen hole ich aus organisatorischen Gründen erst im Mai nach xxx

In Donauwörth beginnen die Höhenwege 1 und 2 des Schwäbische Alb Verein, der Südrand- und der Nordrand Weg. Beide führen von hier bis nach Tuttlingen. HW1, einer der Klassiker der Etappenwanderwege Deutschlands, ist auch als Albsteig bekannt und führt an vielen Felsen des Albtrauf vorbei. Ich wähle dieses Mal den HW2.

Schon kurz nach dem Start sehe ich keine Markierung vor mir. Leider habe ich auf meinem GPS-Gerät nicht den Track von der Seite des Schwäbischen Albvereins sondern einen anderen. Dieser zeigt mir, dass ich lange Zeit entlang öder Straßen durch die Stadt und einen Vorort marschieren muss. Wahrlich kein Spaß! Inzwischen weiss ich, dass es wohl eine neue Route am Stadtrand gibt. Vermutlich ist diese nicht ganz so übel. Erst oberhalb des Ortes Riedlingen treffe ich nun wieder auf Wegmarkierungen, denen ich zumindest eine Weile folgen kann.

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© Günter Kromer— Donauwörth - Kloster Heiligkreuz

Nun ist der Weg meist gut markiert, doch es gibt auch Abzweigungen und Kreuzungen, an denen ich nicht erkennen kann, wo es weiter geht. Meist führt die Route heute über breite Schotterwege durch forstwirtschaftlich geprägten Wald oder auf Feldwegen über offene Flächen, insgesamt mit einem viel zu hohen Asphaltanteil. Nur ein paar Stellen wie an einer Bank nahe Oppertshofen, wo ich Mittagspause mache, gefallen mir.

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© Günter Kromer
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© Günter Kromer

Höhepunkt des Tages ist die herrliche Barockkirche in Oberliezheim.

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© Günter Kromer— Oberliezheim - Pfarrkirche St. Leonard
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© Günter Kromer

Der passende Abschluss eines nervtötenden Wandertags folgt, als ich in Demmingen an dem Gasthof ankomme, in dem ich ein Zimmer gebucht habe. Niemand ist da. Ich rufe die Handynummer an, die am Eingang steht. Der Wirt hat meine Buchung völlig vergessen, findet sie später aber abgeheftet in seinem Ordner. Da im Gasthof gerade kein Zimmer verfügbar ist, lässt er ein anderes Zimmer in unmittelbarer Nähe für mich richten. Aber das regionale Bier, das es hier gibt, ist wirklich sehr gut.

13.4.19 Demmingen - Giengen an der Brenz 30 km

Nach dem monotonen Beginn wird die Strecke nun von Tag zu Tag schöner.

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© Günter Kromer

Anfangs marschiere ich zwar noch immer ab und zu auf Asphalt, doch insgesamt geht es nun zunehmend über angenehme Wege.

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© Günter Kromer
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© Günter Kromer
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© Günter Kromer

An einer Karstquelle sprudelt ein kleiner Springbrunnen.

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© Günter Kromer

Die prunkvollen Innenräume und der herrliche Kreuzgang im Schloss Taxis können nur im Rahmen einer längeren Führung besichtigt werden, für die mindestens fünf Teilnehmer nötig sind. Leider heute nichts für mich! So begnüge ich mich damit, das Schloss zu umrunden und von allen Seiten aus zu bewundern.

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© Günter Kromer— Schloss Taxis
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© Günter Kromer

Bisher dachte ich, geschmückte Osterbrunnen seinen eine Besonderheit aus Franken. Hier auf der Schwäbischen Alb hätte ich dies nicht erwartet.

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© Günter Kromer

In Dischingen beschränke ich mich auf die Besichtigung der Barockkirche St. Johannes.

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© Günter Kromer— Dischingen - St. Johannes

Nun geht es einige Zeit völlig eben auf einem Wiesenweg entlang eines kleinen Kanals weiter.

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© Günter Kromer

Bei der Rappenmühle geht es dann in den Wald und schnell wieder bergauf.

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© Günter Kromer

Wald und Wiesen, kurze Aufstiege, ebene Abschnitte und Abstiege wechseln sich in den nächsten Stunden häufig ab.

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© Günter Kromer
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© Günter Kromer

Kurz bevor ich mein heutiges Etappenziel erreiche, komme ich an sehr schönen Wacholderwäldchen vorbei - typisch für die Schwäbische Alb.

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© Günter Kromer
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© Günter Kromer
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© Günter Kromer— Giengen an der Brenz

14.4.19 Giengen an der Brenz - Ulm 45 km

Schon bei den ersten Planungen für mein D-Wanderer Projekt war für mich klar, dass ich zwar die meiste Zeit Wandern statt Laufen werde, aber zwischendurch will ich auch ein paar sportliche Herausforderungen. Nach mehr als zehn Jahren mit vielen sehr großen Wettkämpfen, bei denen ich manchmal mehr als 100 km oder sogar 100 Meilen nonstop unterwegs war, ist zwar 2019 für mich ein komplett wettkampffreies Jahr, dafür war aber von Anfang an klar, dass ich im Frühling meine ohnehin für durchschnittliche Wander zu langen Tagesetappen noch mehr verlängern werde. Auf der Alb und nach Ostern am Goldsteig will ich mal wieder etwas sportlicher unterwegs sein als während der letzten Monate.

Gegen 7 Uhr verlasse ich das Hotel und marschiere los.

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© Günter Kromer

Egal wohin ich in Deutschland komme - überall stoße ich auf Jakobswege. Bei Hürben gibt es sogar ein "Jakobswegle". Dieser 2,5 km lange Rundweg zeigt im Maßstab 1:1000 den Jakobsweg von Giengen nach Santiago, mit vielen Infotafeln über Geschichte und Sehenswürdigkeiten des Jakobswegs.

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© Günter Kromer— Am Jakobswegle

Kurz darauf komme ich an der Charlottenhöhle und dem Höhlenmuseum vorbei, natürlich lange vor der Öffnungszeit. Aber ich habe heute wegen der langen Etappe ohnehin keine Zeit für Besichtigungen. Dafür schaue ich mir kurz darauf die Ruine Kaltenburg an.

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© Günter Kromer— Ruine Kaltenburg

Nach den vielen Wochen im grauen, trüben und kalten Wald freue ich mich unglaublich, endlich wieder durch einen Frühlingswald spazieren zu dürfen.

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© Günter Kromer
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© Günter Kromer

Bisher nervten mich nur ab und zu die fehlenden Wegmarkierungen, nun wird es noch interessanter. Laut meinen Daten ging ich davon aus, dass die Route über die Stadt Langenau in Richtung Ulm führt. Doch in Stetten zeigt der Wegweiser mit dem roten Dreieck plötzlich in eine andere Richtung, und hoppla - schon ist die Entfernung nach Ulm 5 Kilometer weiter als ich es erwartet hatte. Wer aufgrund alter Infos eine Übernachtung in Langenau gebucht hat, der kommt nun nicht einmal in die Nähe dieser Stadt. Wie schon erwähnt - ohne den aktuellen GPS-Track vom Albverein sollte man hier nicht unterwegs sein!

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© Günter Kromer— Kurz vor Stetten

Nun geht es eine Weile recht beschaulich und bequem durch das Lontal.

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© Günter Kromer
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© Günter Kromer

Der Nachmittag ist dann oft wieder etwas monotoner.

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© Günter Kromer

Einige Kilometer vor Ulm führt der Weg fast an die Donau, aber nicht direkt zum Ufer sondern mit etwas Abstand und einigem Auf und Ab durch den Wald.

Eigentlich finde ich Vielfalt gut. Doch es gibt Ausnahmen. Einer der schönsten Aspekte von Fernwanderwegen ist es für mich, dass ich nie überlegen oder entscheiden muss, wohin ich als nächstes gehe. Einfach nur den Markierungen folgen hält den Kopf frei für andere Dinge. Vor Ulm bietet die Strecke ganz andere Vielfalt: Die von mir geladenen GPS-Tracks zeigen eine andere Route als die Karte, die Wegmarkierungen weisen auf eine andere Strecke und der offizielle Track bietet eine vierte, deutlich attraktivere Version, die ich wie schon erwähnt leider unterwegs noch nicht kenne.

Am Ortsanfang von Ulm folge ich den Markierungen über einen Weg bergauf und komme dann an einer stark befahrenen Straße in der Ulmer Oststadt heraus, wo ein Hinweisschild vorschlägt, dass HW2-Wanderer von hier aus mit Buslinie 4 durch die Stadt zum Schulzentrum ein paar Kilometer weiter im Westen fahren und dort dann den Weg fortsetzen. Laut Track geht es dagegen durch einen kleinen Park und danach an der Donau entlang zum Fischerviertel, was mir sehr gut gefallen hätte.

Nun suche ich mir durch die Stadt einen Weg zum Münster, das ich eine halbe Stunde lang besichtige. Ein guter Abschluss eines anstrengenden Tages!

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© Günter Kromer— Ulmer Münster

Nicht nur der höchste Kirchturm der Welt, auch die Innenausstattung und die interessanten Portale gefallen mir sehr gut. Leider wird der Chor momentan durch ein Baugerüst verhüllt, aber der Rest ist frei zu sehen.

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© Günter Kromer— Ulmer Münster
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© Günter Kromer— Ulmer Münster
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© Günter Kromer— Ulmer Münster

15.4.19 Ulm - Hütten 43 km

Nach etwas mehr als drei Kilometern durch die Stadt bin ich endlich wieder in der Natur. Auf einem bequemen Weg überhalb des Donautals genieße ich gleich nach Sonnenaufgang die wärmenden Sonnenstrahlen. Bei besonders klarer Wetterlage kann man von hier oben aus sogar die Alpen sehen, doch heute schränkt Dunst die Fernsicht ein.

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© Günter Kromer

Wieder gibt es Differenzen zwischen alter und aktueller Streckenführung. Unterwegs erhöht sich plötzlich die Entfernung bis Blaubeuren um einige Kilometer. Vorbei an einer Burgruine, von der man nur ein paar unauffällige Erdhügel erkennt, geht es dann weiter. Am Bahnhof Blaubeuren sehe ich, dass der Blautopf, eines der schönsten Touristenziele der Schwäbischen Alb, 1,5 km vom Wanderweg entfernt ist. Also verlängert sich mein Tagespensum heute noch weiter.

Aber dafür belohnt mich Petrus am Blautopf mit herrlichem Sonnenschein. Der große Quellteich leuchtet in seinem berühmten Blau.

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© Günter Kromer— Blautopf

Das Kloster schaue ich mir aufgrund der späten Uhrzeit nur von außen an. Noch liegen viele Stunden Wanderung vor mir, bis ich mein Ziel erreiche.

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© Günter Kromer— Kloster Blaubeuren

An einigen Felsen vorbei geht es bald hinauf zur Ruine Ginzelburg. Von der ehemaligen Burg erkennt man kaum noch etwas, aber der Blick auf das Ur-Tal der Donau gefällt mir.

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© Günter Kromer— Ruine Ginzelburg

Dieses Tal wurde einst von der Donau geschaffen, bevor der Fluss seinen Lauf änderte und nun auf einem anderen Weg nach Ulm fließt.

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© Günter Kromer— Aussicht von Ruine Ginzelburg

Weiter marschiere ich zuerst über sonnige Höhen.

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© Günter Kromer

Dann steil durch einen Bannwald in ein Tal hinein und auf der anderen Seite wieder hinauf.

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© Günter Kromer

Die nächste Orientierungsaufgabe führt mich zu einer weiteren Burg und dann hinab nach Schelklingen.

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© Günter Kromer

Durch eine Schleife der Ur-Donau geht es zum ehemaligen Kloster Urspring, in dem heute ein Internat ist. Ein wirklich zauberhafter Ort!

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© Günter Kromer

Einige Auf- und Abstiege später erreiche ich ein weites Tal, durch das der Weg nun auf bequemer Strecke an sonnigen Wiesen entlang führt.

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© Günter Kromer

Direkt neben der Strecke steht das Wasserrad einer ehemaligen Mühle, das von seinem ursprünglichen Standort mit viel ehrenamtlicher Arbeit versetzt wurde und nun uns Wanderern als schönes Fotomotiv dient.

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© Günter Kromer

Schließlich erreiche ich mein Tagesziel Hütten.

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© Günter Kromer— Hütten

15.4.19 Hütten - Zwiefalten 34 km

Nun wird das Streckenchaos noch drolliger. Sowohl mein GPS-Track als auch die Wanderkarte zeigen an, dass ich den Bahnschienen talaufwärts folgen soll. Hier fährt im Sommer sonntags eine Ausflugsbahn. Doch weder in Ortsmitte noch sonst wo sehe ich morgens um 6.30 Uhr eine Markierung des HW2. Keine Ahnung, wo dieser Weg nun weiter geht! Also folge ich anderen Wegmarkierungen in die Richtung, in der es laut meiner Karte gehen soll.

Nach 1,5 km komme ich tatsächlich an einem Schild des Schwäbische-Alb-Südrandweg vorbei, doch dann folgen 6 km und einige Abzweigungen lang nur noch andere Zeichen.

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© Günter Kromer— Frühmorgens bei Hütten

Die Morgenstimmung in dem stillen Tal gefällt mir sehr gut. Noch ist es sehr kalt. An schattigen Stellen bedeckt Raureif den Boden. Ein Aufstieg durch Wald bringt mich auf sonnige Höhen, danach folgt erneut Wald, doch allmählich wird es wärmer. Nach einigen Kilometern zeigt mir ein Wegweiser an, dass es auf meiner Route nach Hütten mehr als 8 km sind, der HW2 aber aus einer ganz anderen Richtung, also nicht aus Hütten, kommen soll. Inzwischen weiss ich aber, dass auch der offizielle Track meiner Route entspricht, ich habe daher keine Ahnung, was dieser Wegweiser für einen Sinn hat. Zumindest kann ich jetzt vorläufig wieder dem roten Dreieck folgen.

Naja, zumindest gefällt mir die Strecke, da kann es mir fast egal sein, ob es nun die "richtige" oder die "falsche" Route ist.

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© Günter Kromer
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© Günter Kromer

Eine Wendeltreppe führt auf den Bergfried der Ruine Wartstein.

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© Günter Kromer— Ruine Wartstein

Die Aussicht von oben ist herrlich!

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© Günter Kromer— Aussicht von Ruine Wartstein

Ein steiler Trail führt hinab ins idyllische Lautertal, durch das ein bequemer Weg vorbei an vielen Felsen und einem schönen Wasserfall führt.

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© Günter Kromer— Lautertal
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© Günter Kromer
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© Günter Kromer

Dann marschiere ich wieder bergauf.

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© Günter Kromer

In Hayingen kaufe ich mir Proviant für das Mittagessen.

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© Günter Kromer

Gleich nach Verlassen des Ortes führt mich der Weg an der schönen Wacholderheide des Digelfeld vorbei.

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© Günter Kromer— Wacholderheide Digelfeld

Das Glastal ist ein kleines, idyllisches Paradies.

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© Günter Kromer— Glastal
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© Günter Kromer— Glastal
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© Günter Kromer— Glastal
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© Günter Kromer

Kurz nach Schloss Ehrenfels komme ich an einigen Wasserfällen auf Sinterterrassen vorbei. Leider wurden die bisherigen 7 Stunden Sonnenschein nun gerade durch starken Regenfall ersetzt, so dass ich nur ein Foto aufnehme.

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© Günter Kromer

In die Friedrichshöhle, meist Wimsener Höhle genannt, kann man bei einer kurzen Führung 70 Meter weit mit dem Ruderboot hinein fahren. Dies lasse ich mir natürlich nicht entgehen.

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© Günter Kromer— Wimsener Höhle

Danach führt der Weg noch eine Weile durch das schöne Tal. Bald erreiche ich Zwiefalten, wo ich mich lange in einer der schönsten Klosterkirchen Deutschlands aufhalte.

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© Günter Kromer— KIoster Zwiefalten

Nicht nur der besonders üppige Barock fasziniert mich hier. Was diese Kirche von vielen anderen Meisterwerken des Barock abhebt sind die besonders lebendig wirkenden Figuren, mit denen sie ausgestattet wurde.

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© Günter Kromer— Kloster Zwiefalten
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© Günter Kromer— Kloster Zwiefalten

17.4.19 Sigmaringen - Beuron 34 km

Nachdem ich aus organisatorischen Gründen gestern mittag von Zwiefalten mit Bus und Bahn nach Sigmaringen fahren musste und die Wanderstunden zwischen diesen beiden Orten auf August verschiebe, starte ich morgens um 7 Uhr in Sigmaringen.

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© Günter Kromer— Sigmaringen - Schloss
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© Günter Kromer— Sigmaringen - Schloss

Zuerst folgt der Weg eine Weile der Donau, dann geht es hinauf zum ehemaligen Kloster Inzigkofen, wo sich auch ein Blick in den alten Klostergarten lohnt.

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© Günter Kromer— Kloster Inzigkofen

Heute und morgen begleitet mich Harald. Er ist ebenso wie ich Ultraläufer und Trailrunner. Heute gehen wir die herrliche Strecke in sehr entspanntem Tempo an, morgen wird es für uns ein sehr sportlicher Tag. Ich freue mich sehr über seine Begleitung.

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© Günter Kromer

Egal ob man die bisherigen Etappen dieses Weges wandern will oder nicht - den Abschnitt zwischen Sigmaringen und Tuttlingen sollte jeder Deutschlandwanderer unbedingt in sein Programm nehmen. Der Donaudurchbruch ist eine der weitaus schönsten Wanderstrecken unseres Landes.

Am Morgen sorgen Dunst und Wolkenfetzen für eine mystische Stimmung.

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© Günter Kromer

Die Teufelsbrücke ist ein ganz besonderes Schmankerl.

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© Günter Kromer— Teufelsbrücke
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© Günter Kromer

Zwei Tage lang wandern wir an vielen hohen Felsen vorbei, steigen immer wieder steil ins Tal hinab und marschieren anstrengend erneut hinauf.

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© Günter Kromer

Auf Schritt und Tritt finde ich tolle Fotomotive.

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© Günter Kromer

Vor Jahren bin ich schon einmal in diesem Tal gewesen, als Annette und ich auf dem Donauradweg von der Quelle bis Budapest fuhren, doch oben auf den Felsen gefällt es mir nun sogar noch besser.

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© Günter Kromer

Oft führt der Weg an faszinierenden Felsgebilden vorbei. Auch überhängende Felsen, Felsentore und sogar ein paar kleine Höhlen begeistern uns Wanderer.

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© Günter Kromer
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© Günter Kromer
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© Günter Kromer

Am frühen Morgen löst sich der Nebel auf. Nun folgt ein sehr sonniger Tag.

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© Günter Kromer
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© Günter Kromer

Wir haben uns die beiden Etappen so eingeteilt, dass wir heute auf den vielen schönen Felsen in aller Ruhe die Aussicht genießen können und erst morgen in sehr sportlichem Tempo unterwegs sein werden.

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© Günter Kromer
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© Günter Kromer
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© Günter Kromer
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© Günter Kromer
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© Günter Kromer

Am späten Nachmittag sehen wir auf der gegenüberliegenden Seite Burg Wildenstein. Der Wanderweg führt nach der nächsten Donaubrücke hinauf zur Burg, in der eine Jugendherberge ist. Am sinnvollsten wäre es daher, nun hier hinauf zu wandern und oben zu übernachten. Aber wir kennen diese schöne Herberge schon und wollen außerdem lieber einmal unten im Kloster Beuron übernachten.

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© Günter Kromer— Burg Wildenstein

Daher folgen wir etwa zwei Kilometer weit dem Donauradweg zu dieser großen Klosteranlage. Nachdem wir unsere Zimmer bezogen haben, gehen wir zum Gottesdienst in die Kirche. Ich bin kein religiöser Mensch. Normale Gottesdienste interessieren mich nicht. Aber hier ist es etwas anderes. Hier predigt kein Priester und die Besucher müssen (oder dürfen) Lieder singen. Hier stehen die Mönche im Altarraum, einer singt einen lateinischen Satz, die anderen singen im Chor die Erwiderung. Dies erzeugt eine ganz besondere Stimmung.

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© Günter Kromer— Kloster Beuron

Aus dem Zimmer blicke ich in den Klosterhof. Abendessen und Frühstück sind gut. Vor allem aber ist es die besondere Atmosphäre dieses Ortes, wegen der ich sicherlich noch einmal hier sein werde.

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© Günter Kromer— Kloster Beuron

18.4.19 Beuron - Tuttlingen 34 km

Zuerst müssen wir wieder unten im Tal bis zu unserem Wanderweg marschieren. Dann führt uns die Strecke schnell hinauf auf die nächsten Felsen. Da wir wegen dem Frühstück und Abmeldung erst 8.30 Uhr aufgebrochen sind und wegen unseren Zugverbindungen schon vor 16 Uhr am Bahnhof Tuttlingen sein müssen, zwischendurch aber auch noch viele Fotomotive an der Strecke liegen, wechseln wir heute immer wieder zwischen schnellem Nordic Walking und langsamem Trailrunning. Nachdem ich während der Wintermonate mit dem zu schweren Rucksack nur noch ab und zu ein paar hundert Meter gelaufen bin, macht es mir nun umso mehr Spaß, diese herrlichen Pfade endlich mal wieder in höherem Tempo hinab rennen zu können. Ich bin zwar nun in allererster Linie Wanderer, doch meine Leidenschaft für das Trailrunning lebt noch immer in mir. Und gemeinsam mit Harald zu laufen macht umso mehr Spaß.

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© Günter Kromer

Früh stehen wir am Eingang der Jugendherberge in der Burg Wildenstein.

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© Günter Kromer— Jugendherberge Burg Wildenstein

Unter uns sehen wir Beuron.

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© Günter Kromer— Beuron

Doch noch geht es nicht gleich hinab zum Kloster. Zuvor dürfen wir noch zu weiteren Aussichtspunkten und hinauf zu einem Schloss.

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© Günter Kromer
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© Günter Kromer— Schloss Bronnen
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© Günter Kromer

Vor Schloss Bronnen, am Standort dieses Fotos, folgt einer der Höhepunkte im Orientierungschaos. Ein Wegweiser zeigt an, dass wir eigentlich aus einer anderen Richtung das Schloss erreichen sollten und die Fortsetzung der Strecke den steilen Pfad hinab führt, den wir soeben mühsam aufgestiegen sind. Also steigen wir nun wieder etwa 150 Höhenmeter hinab, bis wir anhand des GPS-Track erkennen, dass wir vom Schloss aus ganz bequem dem hier fast ebenen Weg hätten folgen sollen. Der Wegweiser ist völliger Unsinn!

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© Günter Kromer— Schloss Bronnen

Dann geht es hinab nach Beuron. Hier ist die Streckenführung eine Wundertüte. Laut Karte sollen wir nun ein kurzes Stück dem Donauradweg folgen, mein Track zeigt an, dass nun am anderen Ufer der Donau bergauf geht, der Wegweiser zeigt an, dass unsere Strecke mit dem roten Dreieck gleich vor den ersten Häusern von Beuron wieder nach links zweigt und in ein Seitental führt und laut aktuellem Track vom Albverein umrundet man zuerst den Klosterbezirk. Wir halten uns an die Wegweiser, sind dann aber mal wieder über unser GPS-Gerät froh, da unterwegs wie gewohnt einige Markierungen fehlen.

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© Günter Kromer

Nach einigen Auf- und Abstiegen, die wir in recht hohem Tempo und mit viel Freude bewältigen, einigen weiteren Aussichtspunkten und vielen schönen Trails kommen wir bei Ziegelhütte wieder hinab zur Donau, der wir kurz folgen.

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© Günter Kromer

Dann geht es zum letzten Mal für heute bergauf. Nun erhöhen wir unser Tempo sogar noch, denn wir wissen, dass es nun mit unserer rechtzeitigen Ankunft am Bahnhof etwas knapp wird.

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© Günter Kromer

Als ich in Tuttlingen am Ufer der Donau entlang laufe, komme ich mir vor wie bei einem der vielen Ultrawettkämpfe der letzten Jahre. Fernwandern ist einer der schönsten Aspekte in meinem Leben, Laufen aber auch. Fast in letzter Minute erreichen wir unseren Zug. Diese beiden Tage haben uns sehr viel Spaß gemacht.

Hier ist die Seite mit den Infos und mit dem offiziellen GPS-Track, den man auf dem HW2 meiner Meinung nach auf jeden Fall dabei haben sollte:

https://wege.albverein.net/hauptwanderwege/hw2/

 

Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen. Daher gibt es auf der D-Wanderer Homepage Amazon-Links zu dem Rucksack, den Stöcken, der Wanderhose, den Merino-Shirts, mit denen ich unterwegs bin und zu einem Buch, das ich sehr gerne als Geschenk für Wanderer und Naturfreunde empfehle, da es hervorragend beschreibt, wie die Landschaften Deutschlands entstanden sind.

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© Günter Kromer— Donau bei Tuttlingen