11. - 17.3.2019

RheinBurgenWeg 199 km

Deutschland-Wanderer Kilometer 3327 bis 3526

11.3.19 Rolandseck - Remagen 16 km

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Nach den 10.000 Kilometern auf Fernwanderwegen stelle ich nun neben weiteren Fernwanderungen auch Tages- und Wochenendwanderungen vor. Doch ohne Unterstützung durch Euch lässt sich dies in Zukunft nicht mehr finanzieren. Ich freue mich über jeden "Sponsorenbeitrag", egal in welcher Höhe. Infos stehen hier: https://d-wanderer.de/aktuelles.php

 

Der als „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“ zertifizierte Weg führt zwischen dem Rolandsbogen und Bingen etwa 200 km weit häufig vom Rhein auf die Berge hinauf und wieder hinab. Der in beide Richtungen markierte Weg wird offiziell in 13 Etappen eingeteilt.

 

Zwei Stunden nach Ende meiner Lahnwanderung erreiche ich mit der Bahn Rolandseck. Im alten Bahnhofsgebäude befindet sich ein Kunstmuseum, das heute aber geschlossen ist.

 

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© Günter Kromer— Bahnhof Rolandseck - Arp Museum

Ein gut markierter Verbindungsweg führt mich zuerst kurz am Rhein entlang und danach hinauf zur Burgruine Roldandseck, wo am Rolandsbogen der RheinBurgenWeg offiziell beginnt oder endet, je nachdem, in welche Richtung man ihn wandert.

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© Günter Kromer— Rolandsbogen

Gegenüber wird der Drachenfels am Rheinsteig gerade von einem Sonnenstrahl beleuchtet.

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© Günter Kromer— Blick vom Rolandsbogen zum Drachenfels

Die erste Etappe führt vor allem durch recht abwechslungsreichen Wald.

Ab und zu blicke ich oberhalb des Rheintals in weite Ferne. Ein großes Wildschweingehege ist ein weiteres Schmankerl dieser Strecke.

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© Günter Kromer

Bald erreiche ich die wunderbare Apollinariskirche in Remagen. Diese Kirche sieht nicht nur von außen sehr schön aus. Innen wurden die Wände mit großformatigen, sehr farbenfrohen Bildern bemalt, wie ich es in der Art eher von süditalienischen Kirchen kenne.

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© Günter Kromer— Apollinariskirche Remagen
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© Günter Kromer— Vor der Apollinariskirche

Unten im Ort würde ich gerne auch in die große Pfarrkirche St. Peter und Paul, aber die ist abgeschlossen. Am Eingang zum Pfarrhof gefällt mir das romanische Portal aus dem 12. JH sehr gut.

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© Günter Kromer

Da ich bekanntlich gerne regionales Bier “teste”, setze ich mich in eine Hausbrauerei direkt am Ufer. Auf der Speisekarte stehen auch regionale Gerichte. Natürlich esse ich hier im Rheinland endlich mal wieder Himmel und Äd (Blutwurst mit Kartoffeln), während draußen vor dem Fenster die Schiffe vorbei fahren.

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© Günter Kromer— Remagen - Blick zur Erpeler Ley und den Resten der Brücke von Remagen

12.3.19 Remagen - Namedy 31 km

Schnell führt mich der Weg aus dem Ort hinaus wieder in die Höhe. Leider gibt es hier nur wenige Stellen, von denen man hinab auf Remagen blicken kann.

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© Günter Kromer— Blick zurück zur Apollinariskirche

Auch die folgende Überschreitung eines Berges bietet nicht allzu viel Aussicht. Kurz vor Sinzig überquere ich die Ahr, der ich im Mai von Quelle bis zur Mündung folgen werde. Am Ortsrand gefällt ein wirklich netter Tierpark mit vielen verschiedenen Tieren nicht nur den Kindern.

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© Günter Kromer

Die paar Kilometer durch Sinzig bieten außer dem hübschen Schloss nichts Sehenswertes.

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© Günter Kromer— Sinzig - Schloss
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© Günter Kromer— Blick hinüber zu Schloss Arenfels bei Bad Hönningen

In Bad Breisig komme ich an der Römer-Therme vorbei, doch für Bad und Sauna habe ich heute keine Zeit. Nun geht es hinauf zur Burg Rheineck, die man nicht besichtigen kann.

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© Günter Kromer— Burg Rheineck

Es folgt ein Abstieg nach Brohl-Lützig.

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© Günter Kromer— Brohl-Lützig

Ich komme am hübschen Schloss Augustaburg vorbei.

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© Günter Kromer

Wieder steige ich auf felsigem Weg einen steilen Grat hinauf.

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© Günter Kromer— Oberhalb von Brohl-Lützig

Diese Region des Rheintals liegt im Bereich des Eifel-Vulkanismus. An einem Streckenabschnitt zeigen viele schön gestaltete Informationstafeln auf Basaltsäulen sehr anschaulich, wie es hier aussah, als an dieser Stelle ein Vulkan ausbrach. Damals entstand hier ein Kratersee, dessen Lava schließlich hinab in den Rhein floss. Den ehemaligen Lavastrom kann man heute noch im Gelände gut erkennen. Wohl schon in vorgeschichtlicher Zeit wurde hier Basalt abgebaut, vom römischen Abbau und aus dem Mittelalter gibt es Nachweise. Geologisch gesehen ist es durchaus möglich, dass hier irgendwann wieder ein neuer Vulkan ausbricht.

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© Günter Kromer— Alter Steinbruch in ehemaligem Lavastrom
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© Günter Kromer

13.3.19 Namedy - Winningen 36 km

Auch heute wandere ich wieder zwei “offizielle” Etappen an einem Tag. Diese beiden könnten unterschiedlicher kaum sein.
Vorbei an Schloss Namedy geht es schnell in den Wald.

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© Günter Kromer— Schloss Namedy

Bei einem kräftigen Aufstieg gewinne ich bald an Höhe. Am Aussichtspunkt Siebengebirgsblick genieße ich das Panorama.

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© Günter Kromer— Siebengebirgsblick

Zwischendurch wandere ich oben einige Kilometer weit mit nur geringen Höhenunterschieden über weites, offenes Ackerland.

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© Günter Kromer

An schönen Wintertagen bietet diese Strecke viel Gelegenheit zum Sonne tanken, heute dagegen bläst mir meist ein starker, kalter Wind entgegen. Im Hochsommer ist diese schattenlose Gegend sicherlich zu heiß. Weit reicht der Blick bis zu den Bergen der Eifel und über das Neuwieder Becken. Der RheinBurgenWeg umgeht die stark besiedelten Ballungsräume Andernach und Koblenz in großem Bogen. Da hier an einigen Kreuzungen und Abzweigungen Wegmarkierungen fehlen, brauche ich für diesen Marsch über öde Feldwege durch die Suche nach der richtigen Route 20 Minuten länger als geplant.
Ab Bassenheim gefällt mir die Strecke wieder besser. Diese Gegend war schon zu keltischer Zeit besiedelt. Die Rekonstruktion eines keltischen Hauses bietet mir eine ideale Gelegenheit, windgeschützt meinen Mittagsproviant zu essen.

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© Günter Kromer

Der Abstieg durch das Langenbachtal ist recht nett.

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© Günter Kromer

Nun folgt ein brutal steiler Aufstieg. Unter mir sehe ich nun ab und zu die Mosel.
Von verschiedenen Aussichtspunkten blicke ich dann zur Moseltalbrücke und hinab in das von steilen Felshängen und ebenso steilen Weinbergen umrahmte Tal.

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© Günter Kromer— Moseltalbrücke
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© Günter Kromer

Hier ist die Route des RheinBurgenWeg einige Kilometer weit mit dem Moselsteig identisch. Ich werde diese Aussicht daher im Juli noch einmal genießen können, dann mit grünen Wäldern.
Bei einer Autobahnraststätte geht es unter der Brücke hindurch. Bald erreiche ich nun die Domgartenhütte, bei der ich längere Zeit sitzen bleibe und die Aussicht genieße. 

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© Günter Kromer— Mosel bei Winningen

Dann geht es hinab nach Winningen, wo ich heute übernachte.
In einem Restaurant esse ich Moselfische mit extrem vielen Gräten, mit Senfkartoffeln mit viel zu viel Senf und trinke einen wenig überzeugenden Grauburgunder von den Weinbergen bei Winningen.

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© Günter Kromer— Winningen

14.3.19 Winningen – Rhens 29 km

Gleich nach Verlassen des Ortes steige ich schon wieder steil auf einen Weinberg hinauf. Die Aussicht hier oben ist trotz des regnerischen Wetters herrlich. Es muss sehr mühsam sein, an so extrem steilen Hängen Wein anzubauen.

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© Günter Kromer— Blick zurück nach Winningen
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© Günter Kromer

Schließlich wechselt der Weg von den Weinbergen zu Streuobstwiesen. Dann erreiche ich einen Vorort von Koblenz. Hier endet der Moselsteig, aber ein Zubringerweg führt noch weiter bis zur Mündung. Der RheinBurgenWeg führt eine Weile direkt am Ufer der Mosel entlang. Dann geht es über eine Brücke zum anderen Ufer. Dort steige ich erneut recht steil bergauf. Am oberen Ende der Steilhänge geht es dann recht bequem weiter, immer wieder mit Blick hinab zur Mosel. Da ich dem Tal hier flussaufwärts folge, sehe ich gegenüber meine gesamte Strecke von heute morgen.

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© Günter Kromer
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© Günter Kromer— Blick in Richtung Koblenz

Nun wird es dann aber doch Zeit, das Moseltal zu verlassen. Auf sehr bequemen Waldwegen erreiche ich das Denkmal beim Rittersturz. Das ehemalige Hotel Rittersturz, in dem 1948 elf deutsche Ministerpräsidenten die Basis für das deutsche Grundgesetz und die Bundesrepublik Deutschland schufen, wurde schon vor Jahrzehnten abgerissen, da der Hang allmählich abrutscht. Deswegen darf man inzwischen auch nicht mehr an den Rand des Aussichtspunkts.
Für RheinBurgenWeg-Wanderer, die sich auch Koblenz anschauen wollen, gibt es ab hier einen etwa 5 km langen Verbindungsweg in die Stadt.
Bald komme ich an einigen Aussichtspunkten mit Blick auf das Rheintal vorbei. Noch immer trübt meist leichter Regen die Sicht.

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© Günter Kromer— Der Rhein bei Koblenz

Schloss Stolzenfels ist eines der sehenswertesten Bauwerke am Rhein. Ich marschiere den 600 m weiten Zubringerweg hinab, aber leider ist es momentan geschlossen. Da ich es schon vor Jahren besichtigt habe, ist mir das heute aber egal.

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© Günter Kromer— Stolzenfels

Nun muss ich erneut bis ganz oben an den Rand des Rheintals aufsteigen, leider ohne dass dies zusätzliche Aussicht bietet. Dann geht es ebenso unspektakulär wieder bergab. Erst als der Weg wieder den Wald verlässt, wird die Strecke richtig schön.
Als ich oberhalb von Rhens auf einer Bank sitze, scheint erstmals an diese Tag die Sonne durch die Wolken. Links neben dem Ort hängt sogar ein kleines Stück Regenbogen in der Luft.

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© Günter Kromer

In Rhens faszinieren mich die ungewöhnlichen Verzierungen an einigen Fachwerkhäusern.

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© Günter Kromer
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© Günter Kromer
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© Günter Kromer

Vor dem Abendessen spaziere ich dann noch eine Weile am Ufer entlang, jetzt bei Sonnenschein. Vom anderen Ufer her grüßt mich die Marksburg. 
Beim Abendessen teste ich mal wieder regionale Spezialitäten. Ich hatte noch nie zuvor etwas von Döbbekuche gehört, aber das Gericht aus Kartoffeln, Zwiebeln, Eiern, Dörrfleisch und Salami, das man bevorzugt mit Apfelkompott isst, schmeckt mir. Davor eine Rheinische Zwiebelsuppe, dazu ein Koblenzer Weizen. Diese Region gefällt mir!

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© Günter Kromer

15.3.19 Rhens - Hirzenach 23 km

Kurz nach Rhens geht es durch einen tief eingeschnittenen Hohlweg.

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© Günter Kromer

Der Weg führt mich hoch in den Wald hinauf, wo ich schließlich den Aussichtspunkt Vier-Seen-Blick erreiche. Einen See gibt es hier nicht. Aber die durch Berge in vier einzelne Abschnitte getrennte Aussicht auf den Rhein lässt ihn wie eine Seenkette wirken.

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© Günter Kromer— Vier Seen Blick

Gleich darauf stehe ich am Gedeonseck, das wegen dem weiten Blick auf einen Rheinbogen zum Pflichtprogramm für jeden Rheinurlauber zählt. Kein Wunder, dass im Sommer sogar ein Sessellift hier herauf führt. Da ich mich kaum von dieser Aussicht trennen kann, bleibe ich länger als eine halbe Stunde hier oben.

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© Günter Kromer— Gedeonseck
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© Günter Kromer

Ein sehr steiler Pfad führt nun über einen Felsgrat hinab nach Boppard. Jetzt verstehe ich, warum man für die Touristenmassen den Lift gebaut hat. Aber einem Trailrunner wie mir gefällt dieser Abstieg.

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© Günter Kromer— Blick nach Boppard
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© Günter Kromer— Boppard
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© Günter Kromer— Boppard

Und wieder geht es steil zu einigen Aussichtspunkten hinauf, anschließend hinab nach Bad Salzig, das vom Weg aber nur im oberen Bereich tangiert wird.

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© Günter Kromer— Bad Salzig

Danach folgt oben an der Kante des Steilhangs ein herrlicher Aussichtspunkt nach dem anderen, z.B. auf die beiden "Die feindlichen Brüder" genannten Burgen Sterrenberg und Liebenstein.

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© Günter Kromer— "Die feindlichen Brüder"
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© Günter Kromer— Bad Salzig
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© Günter Kromer
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© Günter Kromer

Der RheinBurgenWeg ist zwar oft anstrengend, aber nicht nur die Aussichtspunkte sondern auch der Weg selbst gefallen mir.

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© Günter Kromer

Laut meiner alten Wanderkarte führt der Weg durch Hirzenach. Nun sehe ich, dass die Route geändert wurde und weit oberhalb des Ortes bleibt. Doch da ich unten ein Zimmer gebucht habe, muss ich nun diesen kleinen Umweg gehen.

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© Günter Kromer— Blick nach Hirzenach

16.3.19 Hirzenach - Bacharach 36 km

Um 7 Uhr breche ich auf. Wieder führt mich der Weg gleich bis ganz nach oben, von wo ich ebenfalls wie gewohnt an mehreren Stellen auf das Rheintal hinab blicke.

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© Günter Kromer— Hirzenach
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© Günter Kromer

Eine Weile durch Wald und über Felder, schon nähere ich mich St. Goar. An der wuchtigen Burg Rheinfels vorbei führt der RBW fast ganz in den Ort hinab.

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© Günter Kromer— Burg Rheinfels

Über einen kurzen Zuweg gehe ich hinab zum Rhein, wo Annette um 10:15 mit dem Bus ankommt. Ein paar Tage lang werden wir nun wieder zusammen wandern. Gleich geht es wieder mit einer recht hübschen Streckenführung weiter.

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© Günter Kromer
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© Günter Kromer— St. Goar

Im Sommer begeistert diese grandiose Landschaft Touristen aus der ganzen Welt. Und obwohl heute die Hänge noch grau statt üppig grün sind, gefällt uns der Weg nun auch im Winter sehr gut.

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© Günter Kromer
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© Günter Kromer— Loreley

Von Tag zu Tag blüht jetzt mehr neben dem Weg.

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© Günter Kromer
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© Günter Kromer
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© Günter Kromer

Vorbei an einigen Aussichtspunkten erreichen wir schließlich einen als Klettersteig bezeichneten Streckenabschnitt. Klettern muss man hier zwar nicht, aber Trittsicherheit, gute Schuhsohlen und etwas Schwindelfreiheit braucht man bei dem teils steilen und felsigen Abstieg auf jeden Fall. An manchen Stellen wird der Weg mit Drahtseilen gesichert, manchmal steigen wir über Metallbügel an Felsstufen hinab. Die hohe Zahl der Wanderer, die wir an diesem Samstagmorgen hier treffen, zeigt die Beliebtheit dieser Route deutlich an.

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© Günter Kromer

Schließlich erreichen wir Oberwesel, wo noch viele alte Türme und ein Rest der Stadtmauer stehen.

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© Günter Kromer— Oberwesel

Von Tag zu Tag sehe ich jetzt mehr blühende Bäume. Der Frühling naht!

Über einen felsigen, aber einfachen Grat steigen wir hinauf zur Burg Schönburg.

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© Günter Kromer— Schönburg
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© Günter Kromer— Blick zurück nach Oberwesel

Dann führt uns der Weg schon wieder hinab. Zwischendurch müssen wir nun zwei mal ein kurzes Stück neben Straßen bergauf spazieren, aber meist geht es nun über schöne Wege. Manche Felder sind sehr stark mit Gänsen bevölkert.

 

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© Günter Kromer

Viele Kilometer weit führt der RBW hier recht bequem am Rande des Steilhangs entlang.

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© Günter Kromer— Pfalzgrafenstein und Gutenfels

Schließlich steigen wir auf einem steilen Weg teilweise über Treppen hinab nach Bacharach. Immer wieder bleiben wir zum Fotografieren stehen, denn der Blick auf die Stadt, den Rhein und hinüber zur Burg Stahleck ist aus jeder Perspektive großartig.

Natürlich ist das Rheintal im Sommer mit einem blauen Fluss zwischen grünen Hängen schöner als heute mit der monochromen Mischung aus Grau- und Brautönen. Doch wegen der vielen Burgen und der faszinierenden Landschaft ist dieser Weg eine der besten Routen, die man im Winter wählen kann. Und ganz ehrlich - auch wenn wir jetzt manchmal bei leichtem Regen und starkem Wind etwas frieren ist mir das tausend Mal lieber als die 40,2 Grad, die ich in einigen Monaten gegenüber am Rheinsteig haben werde.

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© Günter Kromer— Bacharach

Für einen Spaziergang durch Bacharach reicht uns leider die Zeit nicht mehr, da wir wegen dem Abendessen um 18 Uhr in der Jugendherberge sein wollen.

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© Günter Kromer

Vom oberen Stadttor marschieren wir daher gleich zur Burg Stahleck hinauf, in der eine der schönsten und besten Jugendherbergen Deutschlands ist. Die Atmosphäre in diesem großen Gemäuer ist grandios, die Aussicht nicht nur von der Terrasse sondern auch vom Speisesaal beim Abendessen und Frühstück unbezahlbar und auch das Essen selbst ist hier wirklich gut.

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© Günter Kromer— Burg Stahleck
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© Günter Kromer
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© Günter Kromer— Blick aus Speiseraum Jugendherberge Bacharach

17.3.19 Bacharach - Bingen 28 km

Ein letzter Blick zurück zu dieser tollen Herberge, dann geht es weiter.

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© Günter Kromer— Burg Stahleck

Heute wird die Sicht durch Dunst und meist auch durch leichten Sprühregen stark eingeschränkt.

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© Günter Kromer— Bacharach

Doch trotz des Regens gefällt uns hier das Wandern. Während des Vormittags führt uns der Weg immer wieder vorne an der Hangkante entlang, dann weit hinein in Seitentäler, dann wieder nach vorne.

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© Günter Kromer— Oberdiebach

Wir kommen an Burg Fürstenberg vorbei und sehen gegenüber Burg Nollig bei Lorch.

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© Günter Kromer
© Günter Kromer - Burg Fürstenberg#images-tours/thumbs/dsc0179_1552891042.jpg
© Günter Kromer— Burg Fürstenberg

Dann führt ein ungewöhnlicher Weg hinauf zu Burg Hohneck.

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© Günter Kromer

Rechts und links dieses Weges stehen die Figuren aus vielen bekannten Märchen, von Schneewittchen bis zu Dornröschen. Eine ausgesprochen nette Idee.

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© Günter Kromer

Wegen starkem Regen verzichten wir auf den kurzen Abstecher zur Burg Sooneck. Der Aufstieg zum Aussichtsturm 7-Burgen-Blick führt durch einen wunderbar mit Moos bewachsenen Wald.

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© Günter Kromer

Beim Turm setzen wir uns nur ganz kurz hin und essen etwas, doch wegen dem sehr ungemütlich kalten Wind müssen wir schnell weiter.

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© Günter Kromer

Wegen einer vorübergehenden Umleitung kommen wir heute nicht an Burg Reichenstein und Burg Rheinstein vorbei. Die Steckeschlääferklamm ist ein nettes Tal mit ein paar kleinen Felsen und vielen Brücken über einem harmlosen Bächlein. Dieser Weg ist bei Familien mit kleinen Kindern sehr beliebt, denn in viele Bäume entlang der Strecke wurden Gesichter geschnitzt, mal lachende, mal grimmige, mal nette Gnome, mal Zwerge mit langem, grauen Bart. Die Suche nach diesen versteckten Waldgeistern macht richtig Spaß. Auch ich freunde mich mit einem von ihnen an.

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© Günter Kromer

Bald darauf kommen wir an den Resten einer römischen Villa Rustica vorbei. Von dem großen Gutshof sind wie gewohnt nur ein paar Mauerreste und Erdhügel übrig.

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© Günter Kromer

Ein Rundwanderweg zweigt vom RBW ab und führt nach wenigen Metern über eine tolle Hängebrücke. Mir müssen zwar nicht darüber, gehen aber natürlich trotzdem auf schwankendem Untergrund zur anderen Seite und wieder zurück.

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© Günter Kromer

An einer Bank sehen wir in der Ferne die beiden “versäumten” Burgen.

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© Günter Kromer

Vor uns schimmert nun immer wieder gegenüber Burg Ehrenfels durch die Bäume. Nach dem verregneten Tag scheint nun zwischendurch immer mal wieder die Sonne. Durch die Bäume hindurch sehen wir einen Regenbogen, nie komplett, aber dennoch schön.

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© Günter Kromer— Burg Ehrenfels
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© Günter Kromer

Dann erreichen wir am Mäuseturm in Bingen das Ende des RheinBurgenWeges.

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© Günter Kromer
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© Günter Kromer