28.2.-11.3.19

Lahnwanderweg

D-Wanderer km 3250 bis 3543

28.2.19 Feudingen - Saßmannshausen 12 km

Der in beide Richtungen meist gut markierte Lahnwanderweg führt 288 km weit über die Berge rechts und links des Lahntals und natürlich zwischendurch auch oft hinab zum Fluss und in die sehenswerten Städte. Der Weg verbindet idyllische Natur mit viel Kultur.

 

Am Nachmittag komme ich mit der Bahn in Feudingen an. Der Lahnwanderweg beginnt etwa 13 km von hier an der Lahnquelle. An dieser kam ich schon vor drei Wochen bei meiner Winterwanderung auf dem Rothaarsteig vorbei.

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© Günter Kromer— Die Lahnquelle am 5. Februar bei meiner Rothaarsteig-Wanderung

Die ersten Kilometer nach der Quelle verlaufen beide Wege gemeinsam. Daher fehlen mir nun zwischen dem Ortsrand von Feudingen und dem Rothaarsteig nur 6-7 Kilometer, die ich vom Lahnwanderweg nicht kenne. Ich könnte natürlich jetzt diese 7 km hinauf und wieder zurück wandern, aber ich verzichte darauf. 

Statt dessen wandere ich heute 12 km von der offiziell zweiten Etappe.

 

 

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© Günter Kromer— Feudingen

Schon auf diesen ersten Kilometern spüre ich, dass der Weg wie erwartet alles andere als eine Talwanderung ist. Es geht ständig bergauf und bergab. Von den zu bewältigenden Höhenmetern her unterscheidet sich der Lahnwanderweg hier kaum von Wanderwegen über Mittelgebirge.

Während der ersten Etappen ist er hervorragend markiert. Auf dem Foto erkennt man unübersehbar, dass der Pfeil hier nach links deutet. Warum ich dann zehn Minuten lang rechts den Berg hinauf marschiere, das gehört zu den ungelösten Rätseln des Lebens :-)

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© Günter Kromer— Weidelbacher Weiher

Die Strecke ist heute recht abwechslungsreich. Mal Nadelwald, mal Laubwald, zwischendurch kurz etwas Aussicht, dann ein idyllisches Tal, später wieder bergauf und bergab. Nach knapp drei Stunden quert der Weg das Lahntal und ich steige in den Bus, der mich zu meiner Unterkunft bringt.

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© Günter Kromer— Ilsetal
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© Günter Kromer
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© Günter Kromer— Die Lahn

1.3.19 Saßmannshausen - Biedenkopf 23 km

Am Freitagmorgen geht es dann zuerst recht bequem bergauf, zeitweise mit netter Aussicht.

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© Günter Kromer

Schloss Wittgenstein kann man leider nicht besichtigen.

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© Günter Kromer— Schloss Wittgenstein

Schnell geht es nun hinab nach Bad Laasphe.

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© Günter Kromer— Bad Laasphe

Und wieder führt der Weg mal bergauf, mal bergab, zwischendurch mit einigen Aussichtspunkten.

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© Günter Kromer

Am 535 m hohen Entenberg ist es zu kühl, um lange auf der Bank zu sitzen.

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© Günter Kromer

Doch am Perfstausee, der erst nach einer Flutkatastrophe 1984 als Wasserrückhaltebecken erbaut wurde, sitze ich dann eine halbe Stunde am Ufer. 

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© Günter Kromer— Perfstausee

Eigentlich wäre dies ein idyllisches Plätzchen, aber neben dem See führt eine Bundesstraße entlang. Ich könnte zwar auch im Seerestaurant im Warmen sitzen und den Blick auf den See ohne Verkehrslärm bei einem Bier oder Kaffee genießen, doch ich schaue lieber den Gänsen am Ufer zu.

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© Günter Kromer

Diese Gegend scheint besonders wildreich zu sein. Zum ersten Mal in meinem Leben rennen gleich drei Mal an einem einzigen Tag Rehe vor mir über den Weg.

Wurde hier sogar für die Wildscheine eine Wanderroute markiert?

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© Günter Kromer

Schließlich erreiche ich Biedenkopf. Ich spaziere kurz durch die Altstadt, dann gehe ich zur Pension Margarete, die am Hang gegenüber des Schlosses liegt. Ein paar Meter weiter ist das Parkhotel. Eigentlich habe ich nicht vor, dort zu essen, doch die Speisekarte mit gutem Preis-Leistungsverhältnis gefällt mir. Normalerweise empfehle ich an dieser Stelle gerne regionale Spezialitäten, aber die hervorragenden Burger hier sind unbedingt einen Tipp wert. Klasse Burger mit weiter Aussicht - was will man mehr?

© Günter Kromer - Biedenkopf - Blick auf Altstadt und Schloss#images-tours/thumbs/dsc1156_1552921360.jpg
© Günter Kromer— Biedenkopf - Blick auf Altstadt und Schloss

2.3.19 Biedenkopf - Sterzhausen 29 km

Beim Frühstück in der Pension habe ich dann in die andere Richtung ebenfalls schöne Aussicht.

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© Günter Kromer

Die Nebelstimmungen heute morgen sind eigentlich typisch für den November, gleichzeitig zwitschern aber rings um mich herum die Vögel schon wie im Frühling. Novemberfrühling im März!

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© Günter Kromer

An vielen Stellen hat man heute sicherlich wieder sehr weite Aussicht, aber die zauberhaften Nebelstimmungen gefallen mir besser als gewöhnliche Fernsicht.

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© Günter Kromer
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© Günter Kromer

Nach etwa 12 Kilometern treffe ich mal wieder kurz auf die Lahn, dann geht es erneut bergauf. 

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© Günter Kromer

Ein Wegweiser kündet Burgruine Hohenfels an. Ich freue mich auf eine tolle Burg, aber von Hohenfels blieb nicht viel übrig. "Stark verfallen" wäre eine maßlose Untertreibung. Doch gerade dadurch fasziniert mich diese Ruine wieder. Sie ist ein Zeugnis der Vergänglichkeit menschlichen Strebens. Garantiert waren die Erbauer einst auch davon überzeugt, ein wehrhaftes Monument für die Ewigkeit gebaut zu haben. Doch schon wenige Jahrhunderte später blieben nur Erdwälle mit ein paar Steinen und Löchern übrig.

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© Günter Kromer— Ruine Hohenfels

Die heutige Etappe (oder wenn man die offizielle Einteilung nimmt die heutigen mehr als zwei Etappen) sind recht einfach. Es geht wie gewohnt bergauf und bergab, aber ohne steile Steigungen oder Abstiege.

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© Günter Kromer
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© Günter Kromer

Die letzten vier Kilometer von Caldern nach Sterzhausen empfinde ich nach dem angenehmen Tag aber als wirklich gruselig. Ein flacher, kerzengerader Radweg über eine monotone Ebene scheint kein Ende zu nehmen. Ach wie froh bin ich, dass der Lahnwanderweg meist über die Berge und nur ganz selten durch das Tal führt!

3.3.19 Sterzhausen - Marburg/Stadtwald 19 km

Am Morgen führt mich der Weg schnell wieder in die Höhe.

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© Günter Kromer

Nach wenigen Kilometern mache ich den kurzen Abstecher zur Ruine Weißenstein, aber außer ein paar wenig spektakulären Mauern gibt es hier nichts zu sehen. Immerhin erblicke ich von hier aus erstmals in der Ferne die St. Elisabeth Kirche und das Schloss von Marburg.

 

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© Günter Kromer

Das Behring-Mausoleum erinnert an Emil von Behring, den ersten Medizin-Nobelpreisträger, der Heilmittel gegen Diphterie und Tetanus entwickelt hatte.

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© Günter Kromer

Der Weg führt hinab zu den ersten Häusern der Marburger Oberstadt, dann aber nicht in die wunderschöne Altstadt hinein sondern gleich hinauf zum Schloss. Für eine Besichtigung der Altstadt sollte man sich aber auf jeden Fall genug Zeit nehmen, denn es gibt viel zu sehen.

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© Günter Kromer— Marburg - Schloss
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© Günter Kromer— Marburg - Rathaus
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© Günter Kromer
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© Günter Kromer
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© Günter Kromer
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© Günter Kromer

Als ich das erste Mal nach Marburg kam, hatte ich keine Zeit, das Museum im Schloss zu besichtigen. Dies hole ich nun nach und bleibe mehr als eine Stunde lang hier oben.

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© Günter Kromer— Marburg - Schloss

Dann folge ich noch ein paar Kilometer dem Wanderweg, der bald wieder weite Aussicht bietet.

Normalerweise sind Rosengärten im Winter ein langweiliger Ort. Doch hier ist entlang des Wanderwegs eine große Sammlung natürlicher Rosensorten angelegt. Im Sommer blühen und duften die sicherlich herrlich. Doch auch im Winter gibt es hier viel zu sehen, denn neben den Rosenstöcken stehenTafeln mit wunderschönen Bildern des französischen Naturmalers Redouté. Ich klappe an wohl mehr als 30 Tafeln die Deckel auf und bestaune die Bilder.

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© Günter Kromer

Der Wanderweg führt nahe am Gewerbegebiet Stadtwald vorbei. Hier ist die Endstation der Buslinie 5, mit der ich nun nach Marburg zurück fahre und den restlichen Mittag in der Altstadt verbringe. Obwohl ich heute nur wenige Kilometer des Lahnwanderwegs wanderte, bin ich heute wieder acht Stunden unterwegs.

4.3.19 Marburg/Stadtwald - Lollar 26 km

Welch ein Glück, dass mich schon gestern die Etappe nach Marburg führte und ich die Altstadt besichtigte. Heute mittag ist ein Teil der Stadt wegen Rosenmontagumzug gesperrt. 

Petrus feiert mit Aprilwetter kräftig mit. Mal ist es trocken, mal prasseln kurze, starke Regenschauer nieder, mal scheint die Sonne vom blauen Himmel, zweimal hagelt es und mittags gibt es sogar ein kurzes Gewitter. Die einzige Konstante ist heute der stürmische Gegenwind.

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© Günter Kromer
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© Günter Kromer

Während der ersten drei Etappen war die Markierung hervorragend, danach zwar nicht immer ganz eindeutig, aber dennoch gut, heute gibt es ein paar kritische Stellen. Hier fotografiere ich den Blick nach vorne in Richtung Stedebach und folge dann diesem Weg. Mir fällt nicht auf, dass genau an der Stelle ein Pfosten mit einer Abzweigunsmarkierung am Boden liegt. Erst als ich in dem kleinen Weiler keine Wegzeichen sehe kehre ich um und entdecke den Pfosten.

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© Günter Kromer

Bald darauf folgt mein nächster ungeplanter Umweg. An der fotografierten Stelle zeigt ein Pfeil nach links. Ich sehe aber am Waldrand keinen Weg und gehe davon aus, dass ich dem breiten Weg links neben dem Pfeil geradeaus folgen muss. Während der letzten Tage habe ich gelernt, dass hier die Pfeilrichtung nicht unbedingt passt. Manchmal zeigte der Pfeil an Kreuzungen genau in die Mitte zwischen zwei Wegen, manchmal zeigte ein Pfeil nach rechts oder links, wo man bestenfalls einen Trampelpfad erkennen konnte, gemeint war aber eine Abzweigung 50 m später. 

Nach einiger Zeit führt mich der falsche Weg an einen Waldrand, wo ich wieder ein Wegzeichen sehe. Diesem folge ich, obwohl es mir so vor kommt, als würde es mich zurück führen. Stimmt auch. Bald stehe ich wieder am fotografierten Punkt.

Richtig ist hier: dem Waldrand folgen!

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© Günter Kromer

Offizielles Etappenende ist Fronhausen, das etwas mehr als 2 km abseits des Wanderwegs liegt. Ich bleibe hier aber noch oben auf dem Weg.

Schade - die Restaurants Schmelzmühle und Schöne Mühle haben heute und morgen Ruhetag, das Restaurant Salzbödetal ist ebenfalls geschlossen.

Beim Aufstieg von Odenhausen zum Altenburg peitscht mir der Sturm heftigen Regen ins Gesicht, aber oben am Rastplatz genieße ich die Aussicht bereits wieder bei Sonnenschein.

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© Günter Kromer

Mein Tagesziel ist Lollar, was einen knapp vier Kilometer langen Abstecher vom Wanderweg zu meiner Unterkunft bedeutet. Diese Strecke ist ebenso wenig ansprechend wie der Ort, daher empfehle ich künftigen Wanderern eine andere Etappeneinteilung.

Lollar begrüßt mich mit Hagel und Gewitter.

5.3.19 Lollar - Wetzlar 37 km

Zuerst muss ich wieder die langweiligen 3,6 km zum Wanderweg hinauf. Obwohl heute Faschingsdienstag ist, hoppelt zwei Mal ein (Oster?)hase vor mir über den Weg. Kleine Fischteiche dienen einigen Reihern als lohnendes Restaurant.

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© Günter Kromer

Nach einigen sehr verregneten Stunden erreiche ich die Ruine von Burg Gleiberg, die mir gut gefällt.

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© Günter Kromer— Burgruine Gleiberg

Von Gleiberg blicke ich hinüber zur nächsten Ruine auf dem Weg, Burg Vetzberg. Diese ist aber nicht ganz so interessant. Beide Burgen stehen auf Basaltkegeln, die einst als Ausläufer des Vogelsberg-Vulkanismus entstanden sind. 

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© Günter Kromer— Ruine Vetzberg

Etwa 30 km nach meinem heutigen Aufbruch erreiche ich mal wieder die Lahn. Dieses Mal geht es sogar ein Stück weit am Ufer entlang.

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© Günter Kromer

Nachdem mir die Strecke zwischen Waldgirmes und Garbenheim abgesehen von dem kurzen Stück an der Lahn wegen zu viel Verkehrslärm überhaupt nicht gefallen hat, wird es nun beim Aufstieg zum Bismarckturm wieder schön. Ich bin wirklich froh, dass der Lahnwanderweg meist weit abseits statt durch das dicht besiedelte Tal führt.

Nun hört der Regen zeitweise auf und ich kann wieder eine weite Aussicht nach Norden genießen. Obwohl der Turm oberhalb von Wetzlar steht, sieht man die Altstadt von dort aus aber nicht.

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© Günter Kromer

Kurz vor Erreichen der Altstadt führt der Weg durch eine kleine Parkanlage, in der Schneeglöckchen blühen. Nach den grauen Monaten freue ich mich über jedes erste Grün.

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© Günter Kromer

Schlechtes Timing; Um 16:35 erreiche ich den Dom. Leider wird er im Winter schon 16:30 Uhr geschlossen. Knapp verpasst! Kaum eine andere Kirche wirkt so asymetrisch. Dies liegt daran, dass der Dom nie fertig gebaut wird. Eigentlich hätten vorne zwei Türme stehen sollen, das Kirchenschiff wäre dann noch größer geworden.

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© Günter Kromer— Wetzlar - Dom
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© Günter Kromer
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© Günter Kromer

Auf Fotos der Altstadt mit ihren vielen Fachwerkhäusern verzichte ich, da ich kurz nach den Faschingsumzug ankomme und an allen Ecken die Narren feiern.

Nach einem verregneten Tag scheint jetzt endlich die Sonne.

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© Günter Kromer— Wetzlar - Alte Lahnbrücke

6.3.19 Wetzlar - Weilburg 31 km

Zuerst führt der Weg schnell zur Burgruine Kalsmunt hinauf. Außer dem Eingangstor, ein paar Mauern und einem niedrigen Bergfried, der natürlich geschlossen ist, gibt es hier nichts zu sehen. Beim folgenden Abstieg sehe ich die ersten grünen Blätter aus den Zweigen einiger kleiner Bäume spriessen. Es geht voran!

Die Etappe nach Braunfels gefällt mir landschaftlich von allen bisher gewanderten Etappen an der Lahn am besten. Viel Sonne, viel Aussicht, meist nur sanfte Steigungen - ein angenehmer Vormittag.

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© Günter Kromer

Ein ehemaliges Truppenübungsgelände ist heute ein schönes Naturschutzgebiet und bietet seltenen Vogelarten Brutgelegenheiten.

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© Günter Kromer

Meine Wanderung führt heute teilweise durch den Naturpark Taunus. In der Ferne sehe ich den Feldberg.

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© Günter Kromer

Der Winter nähert sich unübersehbar seinem Ende.

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© Günter Kromer

Schloss Braunfels ist ein außerordentlich fotogenes Bauwerk. Am schönsten ist der märchenhafte Innenhof, den ich allerdings heute nicht sehe, da man den momentan nur am Wochenende bei Führungen besichtigen kann. Ich werfe drei Euro in die Kasse an der Drehtür des Familienmuseums, doch drinnen sehe ich nur die üblichen Massen an Waffen, Orden, Kleidungsstücken, Gemälden etc, und kann durch die Fenster nur einen kleinen Teil des Hofes erkennen.

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© Günter Kromer— Schloss Braunfels
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© Günter Kromer— Braunfels
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© Günter Kromer— Schloss Braunfels

Unten beim Silbersee setzte ich mich zur Mittagsrast auf eine Bank. Zwei Schwäne kommen aus dem Wasser auf mich zu und betteln. Aber da Butterbrezel garantiert nicht auf ihrem natürlichen Speiseplan steht, bekommen sie nichts davon.

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© Günter Kromer— Silbersee

Wieder geht es über aussichtsreiche Höhen.

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© Günter Kromer

Ich komme an einem großen Tierpark vorbei, der wie man an dem riesigen Parkplatz erkennen kann, wohl im Sommer ein äußerst beliebtes Ausflugsziel ist. Ich habe heute aber keine Lust auf Gehege mit Wölfen, Luchsen, Bären und andere Tieren und spare mir die sieben Euro Eintritt.

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© Günter Kromer

Wenige Kilometer weiter komme ich dann an ganz anderen Tieren vorbei. Ich glaube, ich werde zuhause mal wieder eine Folge von "Shaun das Schaf" anschauen.

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© Günter Kromer— Shaun das Schaf

Dann erreiche ich Weilburg.

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© Günter Kromer— Weilburg - Stadttor

Schloss Weilburg ist ein etwa 400 m breiter, äußerlich aber sehr harmonisch wirkender Gebäudekomplex oberhalb einer Lahnschleife.

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© Günter Kromer— Weilburg an der Lahn
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© Günter Kromer— Schloss Weilburg

7.3.19 Weilburg - Aumenau 20 km

Am Morgen breche ich ausnahmsweise nicht sofort nach dem Frühstück auf, da ich um 10 Uhr an einer Schlossführung teilnehme. Dies lohnt sich wirklich sehr, denn das Schloss ist noch mit vielen Original-Möbelstücken, Tapeten etc. ausgestattet. Vor allem aber bietet es auch stilistisch viel Abwechslung, da die einzelnen Räume nicht nur Barock sondern auch viele andere unterschiedliche Geschmäcker adliger Wohnkultur im Laufe der Zeit widerspiegeln. 

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© Günter Kromer— Schloss Weilburg - Obere Orangerie und Schlosskirche

Danach geht es kurz, aber interessant unten am Ufer der Lahn entlang.

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© Günter Kromer

Es folgen wieder viele Kilometer durch Wald, ab und zu aufgelockert durch einige Abschnitte mit Aussicht. In Aumenau ist die Etappe heute für mich schon zu Ende. Ab morgen wird die Strecke dann richtig schön.

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© Günter Kromer

8.3.19 Aumenau - Limburg - 26 km

Nachdem die Lahn vor allem bei Marburg zeitweise durch breite Täler mit vielen Städten und Industrie floss, windet sie sich nun in vielen Schleifen durch ein schmales Tal mit steilen Hängen. Entsprechend schön ist jetzt auch die Wanderstrecke.

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© Günter Kromer

Zuerst führt heute der Weg kurz in einen solchen Talabschnitt hinein, dann zu einem Aussichtspunkt am oberen Rand, später eine Weile meist auf Feldwegen über sonnige, ebenfalls schöne Wiesen- und Ackerflächen, dazwischen kurz durch Wald.
Auf den Feldwegen steht nicht an jeder Kreuzung ein Pfosten mit Wegmarkierung, zweimal fehlt die Markierung sogar bei erforderlichem Richtungswechsel. Doch auch hier reicht die Karte der kostenlosen Lahnwanderweg-Broschüre problemlos zur Orientierung.
Am Waldrand entlang wandere ich nun wieder mit Blick hinab zur Lahn. Die Wanderroute führt nicht hinab nach Villmar, doch ich nutze die Zubringerstrecke und gehe hinab. Der kurze Abstecher zum Naturdenkmal Unica ist Klasse. Der Marmor, der hier einst in einem Steinbruch abgebaut wurde und unter anderem in der Würzburger Residenz, für die Kaisertreppe im Berliner Dom, für den Marmorsaal im Schloss Bruchsal und weitere Bauten verwendet wurde, stammt aus einem ehemaligen Korallenriff und entstand in einem Meer, das hier vor 380 Millionen Jahren das Land bedeckte. An einer glatt geschliffenen Wand kann man unterschiedliche Strömungen und einige Fossilien erkennen.

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© Günter Kromer— Marmorsteinbruch Unica

Den Aufstieg im Ort zu Kirche und Rathaus hätte ich mir dann aber sparen können. Der Blick von der Brücke nach Villmar genügt.

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© Günter Kromer— Villmar

Nach kurzem Aufstieg stehe ich an einem tollen Aussichtspunkt.

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© Günter Kromer

Noch ein kurzes Stück in der Höhe, dann geht es hinab nach Runkel mit seiner gewaltigen Burg.

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© Günter Kromer— Burg Runkel und Lahnbrücke

Wieder führt der Weg eine Weile über die Berge, dann geht es wieder ins Tal hinab. In der Ferne sehe ich die große Kirche St. Lubentius in Dietkirchen.

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© Günter Kromer— Dietkirchen - St. Lubentius

Über Wiesen und danach am Ufer entlang unter den riesigen Brücken der ICE-Strecke und der Autobahn hindurch, erreiche ich bald Limburg. Vor den beiden drehenden Rädern einer Mühle schnattern mich Gänse an. Oberhalb eines Felsen erhebt sich der riesige Limburger Dom, für mich eine der großartigsten Kirchen Deutschlands.

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© Günter Kromer— Limburg - Dom
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© Günter Kromer— Limburg - Dom

Auch wer sich sonst weniger für Kirchen interessiert – in diese MUSS man unbedingt hinein schauen.

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© Günter Kromer— Limburg - Dom

Aber auch für die verwinkelte Altstadt mit ihren Fachwerkhäusern und vielen kleinen Läden, Cafés und Restaurants lohnt sich ein längerer Besuch.

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© Günter Kromer— Limburg
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© Günter Kromer— Limburg

9.3.19 - Limburg - Obernhof 33 km

Einer der größten Vorteile vom Lahnwanderweg ist es, dass man hier wie auch bei vielen anderen Flusswanderungen ein- oder mehrmals täglich an Bahnhöfen vorbei kommt. Mit Bahn- oder Busbenutzung kann man auch mal zwei Tage am selben Ort übernachten und dadurch eine gepäckfreie Etappe einplanen. Im Lahntal wandere ich dadurch insgesamt fünf Tage ohne den großen Rucksack, u.a. gestern und heute.

Ab Limburg kommt erst mal wieder eine der auf jeder Etappenwanderung fälligen Durststrecken. Zuerst geht es vom Bahnhof hinauf zum wie eine mächtige Burg über der Stadt thronenden Krankenhaus, dann durch Wald bergab. Nun folgen sehr monotone, miserabel markierte Kilometer auf einer reizlosen Acker- und Wiesenebene. Danach geht es kurz zum Aussichtspunkt Teufelskanzel, von dem aus man auch nur die langweilige Wiese sehen kann. Noch kurz durch den Wald, dann erreicht man Diez, von wo ab der Lahnwanderweg nun so richtig klasse ist.
Mit einem kurzen Abstecher könnte ich zu Schloss Oranienburg gehen, doch ich weiss, dass man dieses nur mit Führung besichtigen kann, was heute für mich nicht passt.
Der Weg führt unmittelbar am Grafenschloss in Diez vorbei, in dem eine Jugendherberge und ein regionales Museum sind.

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© Günter Kromer— Diez
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© Günter Kromer— Burg Diez

Ab hier wird die Strecke deutlich anstrengender als auf den bisherigen Etappen. Immer wieder führt sie mit ordentlichen Auf- und Abstiegen zwischen Fluss und Oberkante der Steilhänge hin und her.
Hinauf auf den Berg, hinab nach Fachingen, dann erneut hinauf, immer so weiter.
Der auf der Homepage und in der Broschüre empfohlenen Aussichtspavillon Franzosenley ist wegen deutlicher Einsturzgefahr gesperrt, aber Aussicht gab es von hier ohnehin wohl seit der Eröffnung keine mehr. Hohe Bäume verbergen den Blick auf die Lahn.
Eine kleine Hütte mit Blick auf Balduinstein gefällt mir da schon besser.

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© Günter Kromer— Balduinstein

In Balduinstein verzichte ich auf einen Aufstieg zur Ruine und einen Abstecher zu Schloss Schaumburg.

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© Günter Kromer— Burg Balduin
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© Günter Kromer— Schaumburg

Wieder geht es zu einigen Aussichtspunkten hinauf, wobei mir vor allem der Gabelstein gefällt.

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© Günter Kromer— Gabelstein
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© Günter Kromer
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© Günter Kromer

Nach vielen weiteren Auf- und Abstiegen blicke ich von der Aussichtskanzel am Goethepunkt hinab nach Obernhof.

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© Günter Kromer— Aussicht vom Goethepunkt

Nun folgen etwa 300 Meter mit besonders faszinierender Streckenführung. Auf einem schmalen, rechts und links steil abfallenden Berggrat führt ein manchmal mit Drahtseil gesicherter und mit einigen Metallstufen versehener Pfad durch die wilde Natur. Wem dieser Pfad zu heikel ist, der kann problemlos auf einem asphaltierten Weg etwas weiter unten spazieren.

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© Günter Kromer

Oberhalb der momentan in eine Großbaustelle verwandelten Weinberge und vorbei an einigen ehemaligen, jetzt geschlossenen Weinstuben, geht es danach bequem hinab nach Obernhof.

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© Günter Kromer— Obernhof - Kloster Arnstein

10.3.19 Obernhof - Fachbach 23 km

Ein Sturm zieht auf. Das ist nichts Ungewöhnliches, doch dieses Mal erwischt mich ein ganz anderes Kaliber als bisher.
Am Morgen herrscht noch sehr abwechslungsreiches, aber insgesamt recht angenehmes Aprilwetter. Nach etwa einer Stunde erreiche ich den Aussichtspunkt Hohe Lay, von dem ich unter anderem zurück blicke zu Kloster Arnstein.

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© Günter Kromer— Kloster Arnstein
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© Günter Kromer

Bald erreiche ich Nassau. Der Weg führt nicht hinauf zur Burg, die nur im Sommer geöffnet ist.

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© Günter Kromer— Nassau
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© Günter Kromer

Dann geht es wieder sehr weit den Berg hinauf. Kurz vor dem Aussichtspunkt Kuxlay hat man den besten Blick in Richtung Dausenau.

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© Günter Kromer

Bisher wechselte heute das Wetter nur extrem häufig zwischen Sonne und Regen, doch vom angekündigten Sturm war noch nichts zu merken. Doch nun brausen gelegentlich die stärksten Windböen heran, die ich jemals im Wald erlebt habe. Ich war schon bei stärkerem Sturm auf dem Brocken, in den Alpen und auf mediterranen Inseln, aber im dichten Laubwald sind Böen dieser Klasse wirklich kein Spaß. Ich bin sehr froh, dass mich meine Route nun gleich aus dem Wald heraus führt und mehr über Wiesen hinab nach Dausenau bringt. 

Dausenau wird noch von seiner alten Stadtmauer umringt.

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© Günter Kromer— Dausenau
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© Günter Kromer— Dausenau

Der nächste Aufstieg führt recht angenehm im Windschatten eines Berges.

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© Günter Kromer

Oben beim Concordiaturm trifft mich der Sturm dann mit voller Kraft. Ich muss bei manchen Böen sogar meine Brille festhalten. Fotografieren und filmen kann ich nur, wenn ich die Kamera aufstütze, freihändig ist das bei dem Sturm unmöglich.

Vom Concordiaturm bis hinab nach Bad Ems reiht sich nun ein toller Aussichtspunkt an den anderen. 

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© Günter Kromer— Bad Ems

Ich bin wirklich froh, dass der Wald nun hinter mir liegt. Würde mich meine Etappe heute noch weiter durch den Wald führen, so würde ich abbrechen und in den Bus steigen. Abends erfahre ich dann, dass wegen starker Sturmschäden großräumig der Bahnverkehr eingestellt wurde. Das überrascht mich nicht.

 

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© Günter Kromer— Bad Ems - Kurhaus

Bad Ems wirkt wie eine Zeitreise in die Epoche der Kaiser und Zaren. Hier sieht man bei jedem Schritt, dass dies einst ein international sehr bedeutender Kurort war.

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© Günter Kromer
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© Günter Kromer

Die letzten Kilometer führen gefahrlos an der Lahn und an Straßen entlang zu meinem Ziel in Fachbach.

11.3.19 Fachbach - Lahnstein 14 km

Heute ist für mich sowohl ein Zwei-Wege-Tag als auch ein Zwei-Jahreszeiten-Tag. Zwei Wege weil ich morgens die letzten Kilometer des Lahnwanderwegs marschiere und mittags schon die ersten Kilometer am RheinBurgenWeg auf dem Programm stehen. Zwei Jahreszeiten weil am Morgen tatsächlich noch einmal Schnee liegt und ich drei Stunden später an blühenden Bäumen und Osterglocken vorbei komme.

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© Günter Kromer

Schnee im März ist nichts Ungewöhnliches. Mir gefällt es, zur Abwechslung mal wieder eine Weile durch einen weißen Wald zu spazieren.

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© Günter Kromer

Allerdings bin ich mir bei den Verhältnissen nicht sicher, wie gut die drahtseilgesicherten Passagen in der Ruppertsklamm zu bewältigen sind. Doch in der Klamm ist der Schnee schon fast komplett wieder geschmolzen. Für Eis ist es zu warm. Bei vereisten Felsen sollte man hier besser nicht absteigen. Ohne nasse Füße kommt nach den vielen Niederschlägen der letzten Tage aber heute wohl niemand durch die Klamm.

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© Günter Kromer— Ruppertsklamm

Durch die Klamm führt auch der Rheinsteig. Eigentlich könnte ich nun auch gleich ein paar Tage Rheinsteig dran hängen, aber der folgt für mich vielleicht in einigen Monaten.

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© Günter Kromer— Ruppertsklamm

Gegenüber Burg Lahneck blühen bereits die ersten Bäume. Und in der Parkanlage vor der Lahnmündung leuchten viele gelbe Osterglocken.

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© Günter Kromer— Burg Lahneck

Und hier endet der Lahnwanderweg. Gegenüber leuchtet Schloss Stolzenfels in einem der heute seltenen sonnigen Momente. Dort werde ich in wenigen Tagen auch vorbei kommen.

 

Ausführliche Infos: www.lahnwanderweg.de

 

Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen. Dazu habe ich einen Lahnwanderweg-Reiseführer auf dieser Seite verlinkt.

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© Günter Kromer— Lahnmündung