Juni 2022

Pfälzerwald: Altschlosspfad, Grenzweg Eppenbrunn und Eulenfels-Tour

Im Biosphärenreservat Pfälzerwald/Nordvogesen begeistern bei Eppenbrunn südlich von Pirmasens die Altschlossfelsen alle Wanderer und jeden Fotografen. Die Premiumwege Altschlosspfad und Eppenbrunner Grenzweg führen unter anderem zu diesem spektakulären Felsmassiv. Die Eulenfels-Tour führt vom Eppenbrunn aus in eine andere Richtung.

Altschlosspfad

Der Altschlosspfad bei Eppenbrunn steht 2022 auf der Nominierungsliste zum schönsten Wanderweg des Jahres. Dieser Premiumwanderweg führt mit 10,2 km und 164 Höhenmetern zum größten Buntsandsteinmassiv im Pfälzerwald. Ich starte beim großen Wanderparkplatz in Eppenbrunn. Zuerst führt mich ein bequemer Spaziergang durch Parkanlagen. Bald darauf erreiche ich den Eppenbrunner Weiher, der auf der Karte Mühlweiher genannt wird.

 

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© Günter Kromer

Dann führt mich der Weg schnell bergauf. Zwischendurch wandere ich durch ein Waldstück mit vielen alten Buchen.

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© Günter Kromer

Von einem Aussichtspunkt blicke ich hinab nach Eppenbrunn.

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© Günter Kromer

Dann erreiche ich den sehr fotogenen Hohlen Felsen, der bei den meisten anderen Wanderwegen der Höhepunkt des Tages wäre, hier aber von den Altschloßfelsen weit übertroffen wird.

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© Günter Kromer— Hohler Felsen
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© Günter Kromer— Hohler Felsen
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© Günter Kromer— Hohler Felsen

Dann erreiche ich die Altschloßfelsen, das mit 1,5 km Länge und bis zu 35 m Höhe größte Massiv aus Sandsteinfelsen im Pfälzerwald. Die gewaltige Felsmauer wurde von der Erosion an vielen Stellen unterbrochen, so dass faszinierende Pfeiler, große Risse, Überhänge und Hohlräume entstanden.

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© Günter Kromer— Altschloßfelsen

Hier führen der Altschloßpfad und der Grenzweg einige Zeit über die selbe Route, mal rechts, mal links von den Felsmauern. Erst kurz vor dem südlichen Rand des Massivs trennen sich beide Wege.

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© Günter Kromer— Altschloßfelsen

Die von der Erosion bizarr geformten Sandsteinfelsen im Biosphärenreservat Pfälzerwald/Nordvogesen bieten fast immer interessante Fotomotive, aber das größte Paradies für Fotografen sind ganz klar die Altschloßfelsen.

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© Günter Kromer— Altschloßfelsen

Hier sollte man sich viel Zeit nehmen, nicht einfach nur dem Weg zu folgen, sondern auch die unterschiedlichen Anblicke und Durchblicke sowie das stets wechselnden Spiel der Farben und Formen auf allen Seiten der Felsen zu erkunden.

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© Günter Kromer— Altschloßfelsen

Die Natur zeigt sich hier als manchmal recht bizarrer Künstler.

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© Günter Kromer— Altschloßfelsen
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© Günter Kromer— Altschloßfelsen
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© Günter Kromer

Hier führt der Weg sogar durch ein Loch auf die andere Seite.

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© Günter Kromer— Altschloßfelsen
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© Günter Kromer— Altschloßfelsen

An anderen Stellen hat die Erosion ein großes Felsdach freigewaschen.

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© Günter Kromer— Altschloßfelsen

Bei der deutsch-französischen Grenze verlässt der Weg die Felsen und führt durch Wald bergab. Unterwegs mache ich einen kurzen Abstecher zum Dianabild, einem Felsen mit eingraviertem, aber stark verwitterten römischen Relief aus dem 2. Jahrhundert nach Christus.

Anschließend wandere ich gemütlich durch das Märtelbachtal und dann nahe am Eppenbrunner Bach zurück in den Ort. Leider hat der große und schöne Biergarten beim Hotel Kupper heute geschlossen. Dass ich fast immer am Wochenende arbeite und meist Montags oder Dienstags wandere, hat Vor- und Nachteile. Daher setze ich mich nun vor den Kiosk beim Minigolfplatz und trinke dort etwas.

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© Günter Kromer— Märtelbachtal

Grenzweg Eppenbrunn

Auch dieser Premiumwanderweg mit 11,3 km und 249 Höhenmetern führt kurz nach Beginn an den faszinierenden Altschlossfelsen entlang. Dass ich nun nach meiner Wanderung auf dem Altschloßpfad heute zwei Mal dieses Felsmassiv sehe ist gut, denn Fotomotive gibt es hier oben mehr als genug.

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© Günter Kromer— Altschloßfelsen

Der Grenzweg ist deutlich anstrengender und anspruchsvoller als der Altschlosspfad. Aber es lohnt sich! Diese Strecke zählt schon seit Jahrzehnten zu meinen Lieblingsrouten in der Pfalz.

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© Günter Kromer— Altschloßfelsen
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© Günter Kromer— Altschloßfelsen
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© Günter Kromer— Altschloßfelsen
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© Günter Kromer— Altschloßfelsen
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© Günter Kromer— Altschloßfelsen

Anders als der Altschlosspfad führt der Grenzweg am südlichen Teil der Felsen zu einem Aussichtspunkt ganz nach oben.

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© Günter Kromer

Danach wandere ich einige Kilometer weit auf einem idyllischen Pfad entlang der deutsch/französischen Grenze.

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© Günter Kromer

Immer wieder komme ich an alten Grenzsteinen vorbei. Anders als gewohnt darf man hier die Landesgrenze nicht überschreiten, da sich auf der französischen Seite ein militärisches Übungsgelände befindet. Unübersehbare Hinweisschilder warnen davor. Werktags hört man hier manchmal auch die Schüsse von Maschinengewehren.

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© Günter Kromer

Der Pfad führt mich in stetem Wechsel zwischen Auf- und Abstiegen voran, manchmal auch etwas steil. Aber die herrliche Natur lenkt von der Anstrengung ab.

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© Günter Kromer

Die letzten Kilometer sind dann sehr bequem. Durch ein Tal mit sonnigen Wiesen spaziere ich auf breiten Wegen munter voran.

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© Günter Kromer

Nun komme ich an vielen kleinen Weihern vorbei.

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© Günter Kromer
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© Günter Kromer— Wäldlerweiher

Am Ufer des Stüdenwoog wächst Wollgras.

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© Günter Kromer— Stüdenwoog

Bei dieser Wanderung sehe ich viele Libellen und Schmetterlinge.

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© Günter Kromer

Am Schöneichelsbachweiher setze ich mich eine Weile auf die Bank und genieße die Stille.

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© Günter Kromer— Schöneichelsbachweiher
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© Günter Kromer
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© Günter Kromer— Sägweiher

Schließlich erreiche ich wieder den Spießweiher und den Parkplatz, wo diese schöne Rundwanderung endet.

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© Günter Kromer— Spießweiher

Eulenfels-Tour

Dieser Premiumwanderweg führt 13,9 km mit 208 Höhenmetern zu Felsen, Aussichtspunkten und Wiesen im Osten von Eppenbrunn. Da er im Bereich des Eppenbrunner Weiher ein kurzes Stück parallel zum Altschlosspfad verläuft, kann man beide Wege auch ideal zu einer langen Tageswanderung kombinieren.

Vom Wanderparkplatz in Eppenbrunn spaziere ich erst kurz durch den Park, dann aus dem Ort heraus bergauf. Bald erreiche ich den kleinen Teufelstisch.

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© Günter Kromer— Kleiner Teufelstisch

Noch eine Weile führt mich der Weg bergauf. Auf dem Eulenfelsen laden einige schön verzierte Bänke zur Rast ein. Wie an vielen Stellen in der Region sehe ich um mich herum fast nur Wald.

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© Günter Kromer— Eulenfelsen

Nach einem kurzen, steilen Abstieg wandere ich mal bergauf, mal bergab, weiter durch den Wald. Zwischendurch gibt es auch wieder etwas Aussicht.

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© Günter Kromer

Dem 1832 erbauten Hohe-List-Haus des Pfälzerwaldvereins sieht man heute noch an, dass es früher ein Forsthaus war. Da es nur Mi, Sa+So geöffnet ist, kann ich heute leider nicht im großen Biergarten einkehren.

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© Günter Kromer— Hohe List Haus

Bald darauf erreiche ich den Christkindlfels, wo ich mich wieder auf eine Bank setze und eine Weile auf den Wald blicke. Ein etwas weiterer Abstecher führt mich bald darauf hinüber zum Aussichtspunkt Krappenfelsen. 

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© Günter Kromer— Christkindlfels

Die Eulenfels-Tour bietet zwar nicht so spektakuläre Erlebnisse wie die beiden anderen Wege in Eppenbrunn, ist dafür aber deutlich stiller.

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© Günter Kromer

Auf dem Rückweg führt ein bequemer Weg durch das Tal des Wüsteichelbach.

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© Günter Kromer

Dann komme ich am Stüdenbachweiher vorbei. Gegen Ende der Wanderung spaziere ich noch einmal am Eppenbrunner Weiher entlang, den ich schon vom Altschlosspfad kenne.

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© Günter Kromer— Stüdenbachweiher

Die offiziellen Infos über diese drei Strecken stehen auf der Seite des Wandermenü Pfalz: https://www.pfalz.de/de/pfalz-erleben/wandern/wandermenue-pfalz-die-schoensten-wanderwege/wanderwege-im-wandermenue

 

 Der Altschlosspfad steht momentan zur Wahl zum "Schönsten Wanderweg Deutschlands". Bis 30.6. kann man noch eine Stimme abgeben: https://www.pfalz.de/de/meldung/deutschlands-schoenster-wanderweg-2022