"Hoch hinauf" 16 - Purtschellerhaus, Watzmannhaus u.a.
Purtschellerhaus
Im September 2026 wollte ich außer Purtschellerhaus und Watzmannhaus auch noch einige andere Hütten in der Region Berchtesgaden besuchen, musste dies dann aber auf 2027 verschieben.
Obersalzberg - Purtschellerhaus 6,2 km, 746 hm Aufstieg, kein Abstieg
Purtschellerhaus - Buchenhöhe 4,3 km, 729 hm Abstieg
Vom Bahnhof Berchtesgaden fahre ich mit dem Bus bis zum Dokumentationszentrum Obersalzberg. Von dort aus spaziere ich 300 Meter neben der Straße in Richtung Buchenhöhe. Dann führt mich ein Wanderweg in etwas mehr als drei Stunden hinauf zum Purtschellerhaus. Zuerst marschiere ich meist auf leichten Wegen unterhalb des Kehlstein.
Ab der Enzianhütte, in der ab und zu noch Enzian gebrannt wird, steigt der Weg etwas steiler an, bleibt aber breit und leicht. Am Eckersattel kann ich zur Hütte zwischen dem Österreichischen Weg und dem Deutschen Weg wählen. Beide dauern jeweils etwa eine Stunde. Ich steige auf der leichteren und landschaftlich schöneren östlichen Route auf.
Ein Teil der Hütte steht in Österreich, ein anderer in Deutschland. Die Staatsgrenze führt mitten in der Hütte zwischen Essensausgabe und Toiletten hindurch.
Von der Hütte blickt man hinab nach Salzburg, dessen Lichtermeer in der Nacht imposant funkelt.
An diesem Abend wird bei Sonnenuntergang wieder ein fantastisches Farbenspiel geboten.
Ich habe ja bereits mehrmals erwähnt, dass für mich das intensive Empfinden der wechselnden Lichtstimmungen der wesentliche Grund ist, warum ich so gerne oben auf Hütten übernachte. Auch hier bleibe ich abends wieder draußen, bis es völlig dunkel ist, und am Morgen stehe ich auf der Terrasse, sobald der erste rote Schimmer am Horizont erscheint.
Gegenüber sind Berchtesgadener und Salzburger Hochthron, zu denen ich eigentlich in dieser Woche auch noch aufsteigen wollte, es aber verschieben muss.
Der Weg auf deutscher Seite führt über sehr viele Treppenstufen aus Holz. Danach wandere ich direkt hinab zur Bushaltestelle Buchenhöhe, von der ich zurück nach Berchtesgaden fahre.
Watzmannhaus
Wimbachbrücke - Watzmannhaus 7,1 km, 1300 hm Aufstieg
Watzmannhaus - Königssee 9,5 km, 1327 hm Abstieg
Mit einem extrem überfüllten Bus fahre ich ab Bahnhof Berchtesgaden bis zur Haltestelle Wimbachbrücke. Von dort führt die Route zum Watzmannhaus zuerst auf breiten Forstwirtschaftswegen mit teils kräftiger Steigung durch den Wald 2,9 km weit hinauf zur Stulpenalm.
Auch auf den nächsten 1,9 km zur Mittelkaser-Alm folge ich noch dem breiten Schotterweg. 800 Höhenmeter habe ich nun schon geschafft.
Ab der Falzalm wird die Route steiler und etwas anspruchsvoller, aber auch deutlich schöner. Eine Weile sehe ich zwischen dem Kleinen Watzmann und der Watzmann Mittelspitzel auch die Watzmannkinder.
Ursprünglich hatte ich geplant, von hier noch die steile und anspruchsvolle Route zum 2651 m hohen Hocheck aufzusteigen, aber ich entscheide mich kurzfristig dafür, den restlichen Nachmittag vor der Hütte ganz gemütlich die Aussicht zu genießen.
Im Watzmannhaus gibt es bereits ab 6 Uhr Frühstück. Ich gehe kurz auf die Terrasse, dann hole ich mir meinen Kaffee.
Bald höre ich dicht neben mir ein Birkhuhn, kann es aber nicht sehen. Kurz darauf spaziere ich wenige Meter neben einer Gämse vorbei.
Bald zweige ich in Richtung Königssee ab. Da diese Route am Falzsteig zwischendurch auch einige mit Drahtseil gesicherte Kletterstellen hat und im letzten Abschnitt über steile Schotterwege führt, wäre es eigentlich besser gewesen, wenn ich vom Königssee aufgestiegen und über die bequemen Wege zur Wimbachbrücke abgestiegen wäre.
Nach der Kraxelei führt der Weg etwas mehr als einen Kilometer recht leicht durch einen Wald, der genau so ist, wie man sich einen Nationalpark vorstellt.
Dann erreiche ich die Kührointalm. Von hier könnte ich in 30 Minuten zum herrlichen Aussichtspunkt Archenkanzel spazieren, an dem ich schon mehrmals war. Heute verzichte ich darauf, damit ich möglichst noch vor dem angekündigten Regen zur Bushaltestelle komme.
Kurz führt der Weg nun durch ein vom Borkenkäfer geprägtes Waldstück mit vielen Heidelbeersträuchern.
Noch einmal blicke ich zurück zum Watzmann und zum rechts im Bild zu sehenden Watzmannhaus.
Die letzten Kilometer führen oft über recht steile Forstwirtschaftswege durch den Wald. Ganz am Ende der Strecke gibt es wegen Bauarbeiten eine kleine Umleitung. Dann erreiche ich den Königssee. Da es inzwischen regnet, verzichte ich hier auf den Abstecher zum hübschen Aussichtspunkt Malerwinkel.
Weitere Hütten aus dieser Region folgen 2027.
Im Oktober 2023 wanderte ich unter anderem auch zur Wimbachgrieshütte und zur Blaueishütte.
Meine Berichte und Fotos zu diesen beiden Hütten sowie Sonnenscheinfotos von Archenkanzel und Malerwinkel stehen hier: https://d-wanderer.de/sonstige-wanderungen.php?w=3167&Wanderung=Nationalpark_Berchtesgaden


