Juli und August 2026

"Hoch hinauf" 13 - Fidererpasshütte, Höllentalangerhütte, Brunnenkopfhütte

Fidererpasshütte

Oberstdorf-Fidererpasshütte über Talstation Fellhornbahn 15,9 km, 1259 hm Aufstieg, kein Abstieg

Fidererpasshütte-Fidererpass-Rossgundscharte-Fellhorn-Oberstdorf 21,9 km, 707 hm Aufstieg, 1970 hm Abstieg

 

In diesem Sommer kann ich aus terminlichen Gründen keine langen Etappenwanderungen machen, fahre dafür aber oft mit dem Deutschlandticket für zwei bis vier Tage zu Hüttenwanderungen in die Alpen.

Um 11:30 Uhr steige ich in Oberstdorf aus dem Zug und durchquere den stark frequentierten Ort in Richtung Süden. Bald komme ich am Ortsrand an den drei zusammenstehenden Kapellen Maria Loretto, Appachkapelle und Josefskapelle vorbei.

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© Günter Kromer

Auf einem Radwanderweg wandere ich weiter in Richtung Fellhorn-Talstation.

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© Günter Kromer

Ein Teil dieser Strecke führt an der Stillach entlang.

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© Günter Kromer

Die Aufstiegszeit von der Fellhorn-Talstation bis zur Fidererpasshütte wird mit 4,5 Stunden angegeben. Zuerst führt ein gut ausgebauter Weg in Serpentinen mit kräftiger Steigung bergauf. Dann marschiere ich eine Weile auf einem bequemen Forstwirtschaftsweg weiter. An dessen Ende beginnt dann der technisch nicht besonders schwere Pfad, der zur Hütte führt.

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© Günter Kromer
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© Günter Kromer

Am späten Nachmittag erreiche ich die auf 2070 m gelegene Hütte mit 125 Plätzen im Lager. Von hier aus kann man in allen vier Himmelsrichtungen eine herrliche Aussicht genießen.

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© Günter Kromer— Fidererpasshütte

Seit ich 1987 mit Etappenwanderungen in den Alpen begonnen habe, bin ich an etwa 150 verschiedenen Alpenvereinshütten vorbeigekommen. Inzwischen bedauere ich, dass ich nur in weniger als der Hälfte davon übernachtet habe und oft wieder am Abend ins nächste Tal abgestiegen bin.

Ich liebe die besondere Atmosphäre bei den Hütten in der Abenddämmerung.

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© Günter Kromer

Schon seit Beginn meines "Hoch hinauf" Projekts ist mir klar, dass Hüttenübernachtungen für mich in den nächsten Jahren mein liebster Teil der Urlaubsplanung sein werden.

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© Günter Kromer

Bald werden alle wichtigen DAV-Hütten in Deutschland und nahe der Grenze auf meiner Deutschland-Wanderer Seite stehen. Doch ich liebe die Hüttenübernachtungen so sehr, dass ich in Zukunft noch viel mehr Hütten erkunden will. Während die Abendsonne den Fidererpass rosa färbt, beschließe ich endgültig, dass mein Deutschland-Wanderer Projekt in den nächsten Jahren zugunsten von sehr vielen weiteren Hüttentouren in Österreich und in der Schweiz etwas einschränken werde.

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© Günter Kromer— Fidererpass am Abend
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© Günter Kromer

Wie gewohnt bin ich schon am frühen Morgen vor dem Frühstück wieder vor der Hütte und beobachte, wie der rote Streifen am Horizont immer größer wird.

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© Günter Kromer

Die Sonne beleuchtet bald die ersten Gipfel.

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© Günter Kromer

Dann wärmen die Sonnenstrahlen auch die jetzt noch etwas kühle Terrasse vor der Hütte.

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© Günter Kromer

Ursprünglich hatte ich geplant, gleich nach dem Frühstück abzusteigen und dann zum Fellhorn zu wandern, doch das perfekte Wanderwetter motiviert mich zu einer traumhaft schönen zusätzlichen Schleife. Ich wandere zuerst eine halbe Stunde zum 2211 m hohen Fidererpass hinauf und folge dann noch eine Weile dem Krumbacher Höhenweg in Richtung Mindelheimer Hütte.

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© Günter Kromer

Nach einer halben Stunde und 200 Höhenmetern Abstieg zweigt nach links ein Weg in Richtung Kanzelwand und Fellhorn ab, dem ich nun folge. Zuerst führt dieser leicht bergauf und bergab.

 

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© Günter Kromer

Ab der 2015 m hohen Roßgundscharte führt ein Weg in Serpentinen über teilweise loses Geröll bergab zu einer Alm, an der ich gestern beim Aufstieg schon vorbeigekommen bin.

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© Günter Kromer— Roßgundscharte

Dann folge ich dem Wanderweg in Richtung Fellhorn.

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© Günter Kromer

Der breite und über gut ausgebaute Treppen führenden Wanderweg zwischen Kanzelwand-Bergstation und Fellhorn-Bergstation ist beim heutigen Traumwetter natürlich sehr stark frequentiert.

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© Günter Kromer— Fellhorn

Vom 2037 m hohen Fellhorn-Gipfel blicke ich hinab zu den beiden Bergstationen.

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© Günter Kromer

Der Fellhorngrat zählt zu den schönsten Wanderungen im Allgäu. Auch hier sind heute sehr viele Wanderer unterwegs.

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© Günter Kromer— Fellhorngrat
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© Günter Kromer
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© Günter Kromer— Schlappoldsee und Fellhorn-Mittelstation

Ich wandere weiter in Richtung Söllereck.

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© Günter Kromer

Dann verlässt der Wanderweg den Grat und führt in Serpentinen hinab zu einer Almhütte, wo ich raste und eine Buttermilch trinke.

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© Günter Kromer

Eine Weile geht es nun bequem auf einem Forstwirtschaftsweg weiter. Dann steige ich hinab zum Berggasthof Hochleite, wo ich noch erneut einkehre.

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© Günter Kromer— Hochleite

Mal auf bequemen Wegen, mal auf steilen Treppen, marschiere ich weiter in Richtung Freibergsee. Leider reicht mir nach dieser langen Wanderung nicht die Zeit, in diesem wunderschönen See zu baden, da ich noch mit dem Zug nach Hause fahren muss. Daher wandere ich nun auf der kürzesten Route hinab zur Stillach und zurück nach Oberstdorf.

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© Günter Kromer— Freibergsee

Höllentalangerhütte

Bushaltestelle Hammersbacher Fußweg - Höllentalangerhütte 7,0 km, 847 hm Aufstieg, 196 hm Abstieg

Höllentalangerhütte - Hupfleitenjoch - Osterfelderkopf 5,0 km, 716 hm Aufstieg, 142 hm Abstieg

 

Der offizielle Zugang zum Höllental beginnt zwar bei der Bushaltestelle Hammersbach, aber ich steige bereits bei Hammersbacher Fußweg aus, weil mir dieser Weg vorbei an Wiesen und Heuhütten immer sehr gut gefällt.

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© Günter Kromer— Hammersbacher Fußweg

Dann wandere ich durch die faszinierende Höllentalklamm. Wer die niedrige Eintrittsgebühr sparen will, kann auch auf einer anderen Route zur Hütte gehen, aber die Schlucht ist immer ein großartiges Erlebnis.

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© Günter Kromer— Höllentalklamm

Auf dem gut gesicherten Steig durch die Schlucht werden die Wanderer wohl fast immer nass.

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© Günter Kromer— Höllentalklamm
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© Günter Kromer— Höllentalklamm

Oberhalb der Klamm führt der Weg dann durch einen üppig grünen Bergwald.

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© Günter Kromer
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© Günter Kromer

Am frühen Nachmittag erreiche ich die auf 1387 m gelegene Höllentalangerhütte mit 130 Plätzen, in der vor allem die vielen Leute übernachten, die von hier zur Zugspitze aufsteigen wollen.

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© Günter Kromer— Höllentalangerhütte

Nachdem es am Mittag noch recht wolkig war, reisst nach dem sehr guten Abendessen die Wolkendecke auf und gibt den Blick zur Zugspitze frei.

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© Günter Kromer— Höllentalangerhütte - Blick zur Zugspitze

Am nächsten Morgen wähle ich nicht den kürzesten Weg zum Osterfelder Kopf sondern wandere zuerst auf der Route des Spitzenwanderweg in Richtung Kreuzeck, die ich vor zwei Jahren wegen Bauarbeiten nicht gehen konnte.

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© Günter Kromer
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© Günter Kromer

Am Hupfleitenjoch zweige ich dann in Richtung Osterfelderkopf ab.

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© Günter Kromer
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© Günter Kromer

Von der Aussichtsplattform am Osterfelder Kopf blicke ich noch einmal hinab ins Höllental und zur Zugspitze. Dann fahre ich mit der Alpspitzbahn hinab und danach mit dem Bus nach Garmisch-Partenkirchen und weiter nach Oberammergau.

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© Günter Kromer— Osterfelder Kopf

Brunnenkopfhütte

Oberammergau - Kolbensattel - August-Schuster-Haus - Brunnenkopfhütte 12,3 km, 1086 hm Aufstieg, 309 hm Abstieg

 

Vom Bahnhof Oberammergau ist es nicht weit zur Talstation der Kolbensesselbahn. Ich wandere auf bequemen Wegen hinauf zur Bergstation am Kolbensattel.

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© Günter Kromer— Kolbensattel

Von dort geht es leicht weiter bis zum August-Schuster-Haus auf 1564 m am Pürschling.

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© Günter Kromer

In dieser Alpenvereinshütte übernachtete ich bei meiner Wanderung auf dem Spitzenwanderweg.

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© Günter Kromer— Aussicht vom August-Schuster-Haus
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© Günter Kromer— August-Schuster-Haus

Heute folge ich noch der Route des Maximiliansweg bis zur Brunnenkopfhütte. Obwohl beide Hütten etwa auf gleicher Höhe stehen, hat dieser stets auf und ab führende Weg mehr Höhenmeter als man erwarten könnte.

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© Günter Kromer
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© Günter Kromer

Die Brunnenkopfhütte (1602 m) hat nur 26 Plätze in einem Schlaflager und bietet daher eine angenehm familiäre Atmosphäre.

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© Günter Kromer— Brunnenkopfhütte
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© Günter Kromer— Brunnenkopfhütte

In einer halben Stunde erreicht man von der Hütte aus den Gipfel des 1718 m hohen Brunnenkopf. Auf den letzten Metern braucht man zum Aufsteigen auch die Hände.

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© Günter Kromer— Aussicht vom Brunnenkopf
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© Günter Kromer— Aussicht vom Brunnenkopf

Heute gibt es leider keinen spektakulären Sonnenuntergang.

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© Günter Kromer— Brunnenkopfhütte

Von der Hütte aus wandere ich meist auf einem Forstwirtschaftsweg und nur kurz auf steinigen Wegen hinab zur Bushaltestelle bei Schloss Linderhof (5 km, 670 Höhenmeter).

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© Günter Kromer— Fluss nahe der Bushaltestelle