Oktober 2025

"Hoch hinauf" 10 - Meilerhütte, Schachenhaus, Oberreintalhütte, Reintalangerhütte, Knorrhütte

Tageswanderungen km 3110 bis 3159

Meilerhütte

Die Meilerhütte stand wegen ihrer grandiosen Lage zu Recht auf Platz 1 der To-Do-Liste für mein Hoch-hinauf-Projekt.

Die leichtesten Aufstiegsrouten beginnen bei den Bushaltestellen Schloss Elmau bei Klais oder Ferchensee bei Mittenwald. Man kann aber auch von Garmisch-Partenkirchen aufsteigen. Ich wähle den südlichen Aufstieg, der ab Bushaltestelle Reindlau nahe Leutasch 7,1 km weit ist und 1343 Höhenmeter Aufstieg hat.

Da ich aber auch die Leutascher Geisterklamm besichtigen will, verzichte ich auf den Bus, verlängere die Tour um 11 km und starte am Bahnhof Mittenwald.
Nach einer halben Stunde erreiche ich den an der Grenze zu Österreich liegenden Eingang der Leutascher Geisterklamm. Hier führt ein Steg in die schmale Schlucht hinein.

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© Günter Kromer— Leutascher Geisterklamm

Die fünf Euro Eintrittspreis lohnen sich. Die Klamm ist zwar nicht ganz so spektakulär wie die Partnachklamm oder die Höllentalklamm, aber auch sie beeindruckt. Nach 250 m endet der Steg vor einem beeindruckenden Wasserfall.

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© Günter Kromer

Ebenso lohnend und sogar kostenlos ist der Wanderweg, der vom Eingang aus zuerst in vielen Serpentinen durch den Wald bergauf führt. Dann erreicht man eine Brücke, von der aus man auf den tief unten rauschenden Fluss hinab schauen kann.

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© Günter Kromer

Ein aufwändig gebauter Gittersteg führt nun fast einen Kilometer weit meist oberhalb des Wassers weiter und bietet spektakuläre Tiefblicke.

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© Günter Kromer

Nach dem Ende der Schlucht folge ich kurz einer Straße. Ab dem Gasthof Zur Mühle führt mich ein bequemer Wanderweg 5 km weit talaufwärts. Zuerst spaziere ich neben einem kleinen Bach bis zu einer großen Quelle.

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© Günter Kromer

Dann führt der Weg durch Wald und vorbei an Wiesen.

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© Günter Kromer

Eine Weile folge ich der Leutascher Ache.

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© Günter Kromer

Bei Reindlau beginnt der eigentliche Aufstieg zur Hütte. Von hier führen auch die Via Alpina und der E4 alpin zur Meilerhütte.

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© Günter Kromer

Ich steige über viele Serpentinen in die Höhe. Manchmal muss man wegen Geröll etwas aufpassen, aber da die Route keine ausgesetzten Passagen hat, empfinde ich sie als nicht besonders schwer.

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© Günter Kromer

Wegen Regen und tiefen Wolken sehe ich heute nicht viel von der faszinierenden Gebirgslandschaft, aber die stets wechselnden Nebelstimmungen begeistern mich wie schon oft auch sehr.

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© Günter Kromer
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© Günter Kromer
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© Günter Kromer

Schließlich erreiche ich die spektakulär auf einem Grat auf 2372 m stehende Meilerhütte. Mit 11 Plätzen im Zimmer und  70 im Lager hat sie eine angenehm familiäre Atmosphäre. Schon bald nach meiner Ankunft reißen die Wolken auf und die Sonne scheint.

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© Günter Kromer— Meilerhütte

Auf der einen Seite blicke ich hinab ins Reintal und Richtung Zugspitze.

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© Günter Kromer
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© Günter Kromer— Meilerhütte Aussicht

Ich beobachte vor der Hütte, wie von Stunde zu Stunde mehr Gipfel in der Ferne sichtbar werden.

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© Günter Kromer

Für mich ist die Aussicht von der Meilerhütte die schönste von allen Hütten in Deutschland.

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© Günter Kromer— Meilerhütte Sonnenuntergang
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© Günter Kromer
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© Günter Kromer

Wie gewohnt stehe ich schon sehr früh am Morgen auf, um die Lichtstimmung vor Sonnenaufgang zu erleben.

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© Günter Kromer— Meilerhütte Sonnenaufgang

Am nächsten Tag wandere ich vorbei am Schachenhaus zur Reintalangerhütte. Mit meinem Abstecher zur Oberreintalhütte sind dies 12,5 km mit 1399 hm Ab- und 393 hm Aufstieg.

Der offiziell mit 1,5 Stunden angegebene Weg hinab zum Schachenhaus ist relativ einfach.

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© Günter Kromer
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© Günter Kromer
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© Günter Kromer

Im 1867 m hohen Schachenhaus, einer privat geführten Berghütte, übernachtete ich bereits letztes Jahr bei meiner Tour auf dem Spitzenwanderweg. Nahe der Hütte steht das Königshaus am Schachen, das König Ludwig hier oben errichten lies, weil ihm Neuschwanstein, Linderhof und Herrenchiemsee wohl nicht genügten.

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© Günter Kromer— Schachenhaus

Nach wenigen Minuten erreiche ich einen Pavillon mit Blick ins Reintal. Dort unten liegt mein heutiges Etappenziel.

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© Günter Kromer— Reintal

Der Abstieg vom Schachenhaus ins Reintal ist an manchen Stellen steil und erfordert gute Trittsicherheit. Ein paar Abschnitte mit Drahtseilsicherung sowie Metallbügel als Trittstufen im Fels bremsen meine Geschwindigkeit.

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© Günter Kromer
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© Günter Kromer

Ab Erreichen der Waldgrenze wird der Weg dann deutlich leichter. Die meisten Wanderer folgen dem Weg nun direkt hinab ins Reintal. Ich wähle aber an einer markierten Abzweigung die Schleife, die auf einer offensichtlich nur wenig begangenen Route durch einen märchenhaften Wald zur Oberreintalhütte führt.

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© Günter Kromer

Die Oberreintalhütte auf 1525 m ist eine kleine Selbstversorgerhütte des DAV. Abseits der Hauptwanderrouten kann man hier in aller Ruhe eine faszinierende Gebirgslandschaft genießen.

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© Günter Kromer— Oberreintalhütte
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© Günter Kromer
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© Günter Kromer

Rheintalangerhaus

Von der Oberreintalhütte folge ich einem anderen Weg, über den ich zurück zur ins Reintal führenden Hauptroute komme. Unten treffe ich auf 1045 m nahe der Bockhütte auf den Weg, der von Garmisch-Partenkirchen und der Partnachklamm durch das Reintal bis zur Reintalangerhütte führt. Hier sind auch sehr viele Tageswanderer unterwegs.

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© Günter Kromer— Reintal
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© Günter Kromer
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© Günter Kromer— Reintal

Die Reintalangerhütte auf 1320 m empfinde ich gleichzeitig als sehr positiv und als stressig. Alle 120 Plätze in dem schönen, denkmalgeschützten Haus sind heute ausgebucht. In der hübschen, aber viel zu kleinen Stube reicht der Platz nicht für alle Gäste. Es ist extrem eng, und dennoch müssen einige trotz Kälte draußen auf der überdachten Terrasse essen. Aber das Essen ist super! Diese Hütte hat als erste DAV-Hütte komplett auf Bio umgestellt und die Menüs sind hervorragend.

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© Günter Kromer— Reintalangerhütte

Vor dem Abendessen spaziere ich noch den viertelstündigen Weg zum Partnachursprung hinauf.

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© Günter Kromer— Partnachursprung

Fast alle Leute, die hier übernachten, wollen am Morgen zur Knorrhütte und weiter zum Gipfel der Zugspitze aufsteigen. Ich will dagegen weiter der Via Alpina folgen, auf der ich seit dem Leutaschtal unterwegs bin. Bis zur Ehrwalder Alm sind es 10,7 km mit 879 hm Auf- und 743 hm Abstieg.

Der Tag beginnt mit herrlichem Sonnenschein, aber alle Wetterberichte sind sich einig, dass dies nicht lange so bleibt.

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© Günter Kromer

Bis zur Knorrhütte begleitet mich die Karawane der vielen Dutzend Leute, die jetzt trotz miesem Wetterbericht auf die Zugspitze wollen.

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© Günter Kromer

Als ich die Knorrhütte auf 2051 m erreiche, sind die angekündigten Wolken schon aufgezogen. Irgendwann in den nächsten Jahren werde von Leutasch zu dieser Hütte mit 123 Plätzen aufsteigen und ebenfalls hinauf zur Zugspitze wandern.

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© Günter Kromer— Knorrhütte
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© Günter Kromer

Von der Knorrhütte geht es mit leichtem Auf und Ab hinüber zum Passübergang Gatterl.

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© Günter Kromer

Vom Gatterl muss man ein kurzes Stück mit Drahtseilsicherung hinab kraxeln.

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© Günter Kromer

Dann führt ein normaler Wanderweg etwas bergab.

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© Günter Kromer

Anschließend bin ich froh, dass ich den Weg heute in dieser Richtung gehe, denn die Leute, die mir entgegen kommen, fluchen kräftig über den steilen Pfad, auf dem sie im extrem glitschigen Schlamm hinab rutschen. Bergauf ist deutlich leichter!

Über Feldernjöchl, Am Brand und Hochfeldern Alm wandere ich weiter zur Ehrwalder Alm.

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© Günter Kromer
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© Günter Kromer

Der Gipfel der Zugspitze bleibt heute den ganzen Tag über vor mir verborgen.

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© Günter Kromer

Bei der Ehrwalder Alm auf 1500 m verlasse ich die Via Alpina und wandere 2,7 km mit 392 Höhenmetern hinab zur Talstation der Bergbahn. Weitere 4,1 km mit 146 Höhenmetern führen mich durch den Ort Ehrwald bis zum Bahnhof. Wenn ich gewusst hätte, wie langweilig die Strecke ab der Ehrwalder Alm ist, wäre ich mit Bergbahn und Bus zum Bahnhof gefahren.

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© Günter Kromer— Ehrwalder Alm