August 2025

"Hoch hinauf" 9 - Schwarzenberghütte, Edmund-Probst-Haus und Staufner Haus

Tageswanderungen km 3070 bis 3110

Schwarzenberghütte

Die Schwarzenberghütte liegt mit 1380 m deutlich tiefer als die anderen Alpenvereinshütten im Allgäu und kann auch von Familien mit kleinen Kindern vom Giebelhaus problemlos erreicht werden.

Ich fahre mit dem Bus von Sonthofen über Bad Hindelang nach Hinterstein. Ab dort kann man mit einem Privatbus, für den das Deutschlandticket nicht gilt, zum Gibelhaus fahren. Ich will aber schon ab Hinterstein zur Hütte wandern. Dies sind 8,9 km mit 561 hm Aufstieg und 38 hm Abstieg.

Zuerst folge ich 1,5 km weit einem asphaltierten Weg weit oberhalb der Straße.

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© Günter Kromer

Kurz geht es auf einem Schotterweg weiter. Dann folge ich der nur von Radlern und ab und zu dem Bus befahrenen Straße 4,5 km weit in Richtung Gibelhaus.

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Ab der Bushaltestelle Giebelhaus könnte ich auf einem bequemen Fahrweg in einer halben Stunde hinauf zur Hütte wandern. Ich folge aber lieber dem Wanderweg, der schon vorher von der Straße abzweigt und problemlos in 2,2 km ebenfalls zur Hütte führt. Die sehr familiäre Hütte mit 59 Plätzen ist fast das ganze Jahr über geöffnet. Hier will ich unbedingt auch mal im Winter herkommen.

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© Günter Kromer— Schwarzenberghütte

Die Lage dieser Hütte ist außergewöhnlich. Sie steht an einer großen Wiese mit vielen uralten Ahornbäumen.

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Hier verbringe ich viel Zeit damit, die großartigen Bäume zu bestaunen und zu fotografieren.

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Natürlich gibt es hier nicht nur außergewöhnliche Bäume. Auch die Vegetation und die Tierwelt auf der Wiese ist interessant.

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Edmund-Probst-Haus

Eine der Aufstiegsrouten zum Edmund-Probst-Haus am Nebelhorn führt von Haltestelle Giebelhaus vorbei an der Schwarzenberghütte. Heute will ich zu dieser und weiter nach Oberstdorf wandern. Insgesamt sind dies 16,0 km mit 775 hm Aufstieg und 1347 hm Abstieg.

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Zuerst marschiere ich hinauf zum Emeratsgrundsee auf 1900 m Höhe.

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© Günter Kromer— Emeratsgrundsee

Danach geht es viele Kilometer weit immer abwechselnd auf und ab. An manchen Stellen muss man auch die Hände zum Vorwärtskommen benutzen. Auf dem Weg vorbei an Laufbichlsee und Koblatsee sind heute viele Wanderer unterwegs.

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Diese Strecke hat mir schon vor ein paar Jahren gefallen, als ich auf der Himmelsstürmer-Route hier unterwegs war. Eines der beiden Titelfotos von meinem Buch "Der Deutschland-Wanderer" entstand hier.

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Schließlich erreiche ich das Edmund-Probst-Haus bei der Station Höfatsblick der Nebelhornbahn, zu dem ich in diesem Sommer schon auf einer anderen Route gewandert bin - siehe "Hoch hinauf" Kapitel 7.

 

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© Günter Kromer— Edmund-Probst-Haus

Ich will nicht mit der Gondelbahn fahren und marschiere nun 3 km weit eine steile Asphaltstraße zur Station Seealpe hinab, was anstrengend und nicht besonders reizvoll ist.

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Ab der Seealpe gefällt mir der Weg dann wieder gut, vor allem der Faltenbachtobelweg, der an vielen Wasserfällen vorbeiführt. 

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© Günter Kromer— Faltenbachtobel

Anschließend gehe ich durch die Fußgängerzone von Oberstdorf zum Bahnhof.

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© Günter Kromer— Faltenbachtobel

Staufner Haus

Mit dem Bus fahre ich ab Bahnhof Oberstaufen bis zur Endstation bei der Talstation der Hochgratbahn. Von dort aus steige ich auf der schönsten Route zum Staufner Haus. Diese ist 6,7 km lang und hat 977 hm Aufstieg und 220 hm Abstieg. Zuerst komme ich an der Mittleren und der Hinteren Simatsgundalpe vorbei.

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Ein anstrengender Aufstieg führt mich an einigen kleinen Wasserfällen vorbei.

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Ab der Brunnenauscharte auf 1625 m folge ich dem Grat der Nagelfluhkette auf den 1834 m hohen Hochgrat, auf der anderen Seite hinab zur Bergstation und weiter zum nahen Staufner Haus.

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Heute übernachte ich schon zum fünften Mal in dieser Alpenvereinshütte. Damit ist das Staufner Haus, das auch kulinarisch zu empfehlen ist, die Hütte, die ich am häufigsten besucht habe.

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© Günter Kromer— Staufner Haus

Gleich nachdem ich mein Gepäck in der Hütte abgestellt habe, gehe ich wieder hinauf zum Grat und genieße lange Zeit das Panorama.

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Wie gewohnt gehe ich nach dem Abendessen auch wieder zum Sonnenuntergang nach oben.

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Schließlich sehe ich, wie die Sonne neben dem Bodensee in den Wolken am Horizont verschwindet.

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Wer im Sommer vor Sonnenaufgang zum Gipfel will, muss sehr früh aufstehen. Ich bin nicht der einzige, der heute schon so früh oben ist.

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Vom Staufner Haus führt ein breiter, befahrbarer Weg vorbei an Obere Lauchalpe und Untere Lauchalpe zur Talstation. Diese Route mit 5,4 km und 778 hm Abstieg wird im Winter als Rodelbahn genutzt und kann auch zum Wandern auf die auch im Winter oft geöffnete Hütte genutzt werden, was ich auch mal machen will.

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