Rheinauen Kapitel 19: Sommer
12. Juli 2022 Knielinger See
Ich will bei jedem Ausflug mindestens ein Motiv fotografieren, das mir bisher noch in der "Sammlung" fehlt, egal ob Pflanze oder Tier. Nahezu immer wird dieser Wunsch erfüllt. Heute ist dies ein Pappelblattkäfer. Es hat sich also wieder gelohnt, nach Feierabend noch kurz an den Rhein zu fahren.
Am südlichen Ufer des Sees werden die Blüten des Natternkopf von vielen Hummeln und Bienen umschwärmt.
Am Ufer haben Ameisen einen Bau gegraben. Quer über den Sand zieht sich eine stark frequentierte Ameisenstraße.
26. Juli 2022 - Rheinau
Heute parke ich mal wieder am Hafen Freistett bei Rheinau und beginne dort eine sechsstündige Fotosafari zum Groschenwasser, Streitkopf, Rheinseitenkanal und bis zum Badesee Honau.
Das Naturerlebnis Rheinauen besteht für mich nicht nur aus den Auwäldern an den Altrheinauen, sondern auch aus den Streuobstwiesen jenseits der Dämme. Selbst wenn die uralten Obstbäume schon längst keine Äpfel mehr tragen, bieten sie noch immer sehr vielen Tieren Lebensraum.
Der Streitkopf zählt für mich zu den schönsten Gewässern in den Rheinauen auf badischer Seite.
Da ich erst ab Sommer 2025 ein für gute Vogelfotos geeignetes Objektiv habe, kann ich in meinem Rheinauen-Blog nur Ausschnittsvergrößerungen von Aufnahmen zeigen, die ich mit maximal 300 mm gemacht habe.
Aber es ist mir ohnehin sehr viel wichtiger, die Vögel überhaupt zu sehen. Die Fotos sind nur eine Zugabe.
Heute komme ich so nah an einen Vogel heran wie selten. Dieses junge Rotkehlchen, das in dem Alter noch ganz anders aussieht als die erwachsenen Vögel, hüpft unmittelbar vor mir auf dem Weg und bleibt immer wieder stehen. Ich glaube, dass es nicht in der Lage ist, zu fliegen.
Wie überall werden auch hier die Blüten der Goldrute von einer großen Vielfalt an Fliegen, Bienen, Hummeln und Schmetterlingen besucht.
Am Wochenende ist am Badesee Honau viel los. Heute kann ich hier ganz alleine schwimmen.
27. Juli 2022 - Au am Rhein
Wegen dem fehlenden Regen liegen bei der Rheinfähre in Au am Rhein große Kiesbänke am Rheinufer frei. Welch ein Unterschied zum letzten Sommer, als der Rhein Mitte Juli bei Pegel Maxau mit 8,65 m den dritthöchsten jemals gemessenen Wasserstand hatte, also diese Kiesbänke fast 5 Meter unter der Wasseroberfläche lagen. In den nächsten Wochen werden die Rheinauen sogar noch deutlich stärker austrocknen.
An den Stellen der Kiesbänke, die längere Zeit trocken bleiben, wächste eine ganz spezielle Vegetation, die solch einen Wechsel verkraftet.
An einer Stelle des Illinger Altrhein versammeln sich mehr als 30 Schwäne.
Hier gibt es auch einen kleinen Badesee. Wegen dem niedrigen Wasserstand und den vielen Algen kann man heute nur an manchen Stellen schwimmen. Dies ist nun aber besonders faszinierend, da über den Wasserpflanzen viele Libellen fliegen, an die ich beim Schwimmen ganz nah herankomme.
Wahrscheinlich kennt jeder von Euch Wanderfreunde, die bisher noch keine Ahnung davon haben, dass ich inzwischen mehr als 13.000 km auf Fernwanderwegen sowie mehr als 2.600 km auf Tageswanderungen mit Beschreibung und mehr als 13.600 Fotos vorstelle. Teilt es ihnen auf Eurer eigenen Homepage oder Euren Social Media Account mit, damit sich auch Eure Freunde viele Anregungen zu einer schönen Tour holen können.




