Naturschutzgebiet Ungeheuerklamm bei Untergrombach

Die Ungeheuerklamm liegt zwischen Untergrombach und Bruchsal am Rand der Rheinebene. Man sollte bei diesem Namen keine spektakuläre Schlucht erwarten, wie wir sie z.B. aus den Alpen kennen. Hier ist es nur ein relativ harmloser Graben, den das nur manchmal fließende Wasser in den Lößboden des Kraichgau gegraben hat.

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© Günter Kromer— Ungeheuerklamm

Auf 49,5 Hektar werden die feuchten Schluchtwälder am Boden der Klamm, weiträumig die Laubwälder an den Berghängen sowie kleine Trockenrasen und Obstwiesen am unteren Rand nahe der B 3 geschützt.

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© Günter Kromer— Ungeheuerklamm

Den Boden des Grabens darf man nicht betreten. Aber von den breiten Wanderwegen rechts und links kann man gut hinabblicken.

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© Günter Kromer— Ungeheuerklamm
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© Günter Kromer— Ungeheuerklamm
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© Günter Kromer
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© Günter Kromer
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© Günter Kromer
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© Günter Kromer— Rotköpfiger Feuerkäfer
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© Günter Kromer— Scharlachroter Feuerkäfer
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© Günter Kromer
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© Günter Kromer— Maikäfer
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© Günter Kromer— Wurmfarn
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© Günter Kromer— Hirschzunge
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© Günter Kromer

Direkt neben dem breiten Wanderweg an der südlichen Seite der Klamm wurde ein Tümpel angelegt, an dem eine Tafel darauf hinweist, dass dies ein Biotop für Amphibien ist. Im Sommer ist der Tümpel oft ausgetrocknet, aber einmal habe ich Glück und sehe dort fünf Gelbbauchunken im Wasser.

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© Günter Kromer— Gelbbauchunken

Besonders schützenswert ist die Ungeheuerklamm vor allem wegen besonders vieler seltener Moos- und Flechtenarten. Ich vermute, dass die interessantesten von ihnen im besonders feuchten Mikroklima am Boden der Klamm wachsen. Da ich aber grundsätzlich nur von öffentlichen Wegen aus fotografiere, beschränke ich mich hier auf ein paar Fotos, die ich am Wegrand aufgenommen habe.

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© Günter Kromer
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© Günter Kromer
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© Günter Kromer
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© Günter Kromer
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© Günter Kromer
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© Günter Kromer— Nelkenwurz
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© Günter Kromer— Scheinerdbeere

Im Juni blüht hier viel Kälberkropf und lockt sehr viele verschiedene Bienen, Schwebfliegen, Käfer und mehr an. Innerhalb von einer halben Stunde sehe ich hier mehr als zehn verschiedene Arten, darunter diese Stachelkäferart.

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© Günter Kromer

Und dies ist eventuell eine Erzschwebfliege.

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© Günter Kromer
© Günter Kromer - Mattschwarzer Blütenbock#images-tours/thumbs/mattschwarzer-blutenbock.jpg
© Günter Kromer— Mattschwarzer Blütenbock
© Günter Kromer - Gemeiner Pilzglanzkäfer#images-tours/thumbs/gemeiner-pilzglanzkafer.jpg
© Günter Kromer— Gemeiner Pilzglanzkäfer
© Günter Kromer - Feldahorn-Bock#images-tours/thumbs/feldahorn-bock.jpg
© Günter Kromer— Feldahorn-Bock
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© Günter Kromer— Gefleckter Halsbock
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© Günter Kromer

Libellen sah ich hier bisher nur wenige.

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© Günter Kromer— Feuerlibelle
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© Günter Kromer— Gartenkreuzspinne

Auch an der Steifen Wolfsmilch landen viele verschiedene Insekten. Dies ist laut der App eventuell eine Zweifarbige Sandbiene.

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© Günter Kromer
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© Günter Kromer
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© Günter Kromer— Acker-Winde
© Günter Kromer - Kleinblütige Springkraut#images-tours/thumbs/kleinblutiges-springkraut.jpg
© Günter Kromer— Kleinblütige Springkraut
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© Günter Kromer— Gartenhummel auf Wald-Ziest

Im Juli sehe ich im untern Abschnitt der Klamm außergewöhnlich viel Aronstab.

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© Günter Kromer— Aronstab
© Günter Kromer - Nesselblättrige Glockenblume#images-tours/thumbs/nesselblattrige-glockenblume_1.jpg
© Günter Kromer— Nesselblättrige Glockenblume
© Günter Kromer - Waldmeister, Goldnessel und Günsel#images-tours/thumbs/waldmeister-goldnessel-gunsel.jpg
© Günter Kromer— Waldmeister, Goldnessel und Günsel
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© Günter Kromer— Rainkohl

Zum Naturschutzgebiet zählt auch ein Streifen mit Wiesen, Obst- und Nussbäumen entlang der B3.

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© Günter Kromer

Für mein Fotoprojekt "Naturschutzgebiete in Karlsruhe und im Landkreis Karlsruhe" bin ich seit Frühling 2025 mehrmals pro Monat mit der Kamera unterwegs. 

Mit diesem Projekt will ich dazu anregen, auch völlig unabhängig von der hier fotografierten Region die Natur in der eigenen Heimat bewusst und intensiv zu erkunden, anstatt immer nur in die Ferne zu reisen. Außerdem bin ich davon überzeugt, dass Naturschutz nur dann politisch eine Zukunft hat, wenn möglichst viele Leute am Erhalt bedrohter Lebensräume interessiert sind.

Ich fotografiere ausschließlich von den öffentlich zugänglichen Wegen und zeige die Natur so, wie sie jeder Besucher sehen kann, der aufmerksam unterwegs ist und ein gutes Fernglas oder Spectiv dabei hat. Natürlich sollte niemand erwarten, alle hier gezeigten Pflanzen und Tiere gleich bei einem einzigen Spaziergang zu entdecken. Da man manche für den Schutzstatus wichtigen Pflanzen oder Tiere nicht vom Wanderweg aus sehen kann, verzichte ich auf diese Motive.

Da ich ein Laie bin und die meisten Arten nicht selbst bestimmen kann, nutze ich dafür seit November 2025 vor allem die Seite observation.org, manchmal zusätzlichl auch inaturalist.org. Irrtümer korrigiere ich nach entsprechenden Hinweisen gerne.

Ich will diesen Überblick so leichtverständlich wie möglich gestalten und verzichte daher auf umfangreiche und allzu fachspezifische Beschreibungen der kompletten Fauna und Flora dieser Gebiete.

Die 24 Kapitel zu meinem 2020 bis 2023 erstellten Rheinauen-Blog stehen hinter den Kapiteln zu den Naturschutzgebieten.

Meine 2022 bis 2024 erstellten 12 Kapitel zum Nationalpark Schwarzwald stehen unter "Sonstige Wanderungen".

Infos zu meinen Rheinauen-Filmen auf YouTube stehen in der Rubrik "Aktuelles".