Naturschutzgebiet Saalbachniederung
Ausführliche Informationen zu meinem Fotoprojekt "Naturschutzgebiete" stehen am Ende dieses Kapitels.
Die Saalbachniederung zwischen Bruchsal und Graben-Neudorf steht erst seit 2024 unter Naturschutz. Innerhalb von dieser kurzen Zeit hat sich dieses Gelände hervorragend entwickelt, was wir auch wesentlich dem NABU Hambrücken verdanken können.
Im südlichen Bereich des Naturschutzgebiets befinden sich einige im Rahmen eines Weißstorchschutzprogrammes geschaffene Flachgewässer, die inzwischen Lebensraum für viele seltene Vögel sind und auch von vielen Zugvögeln frequentiert werden.
Am frühen Morgen trifft man hier meist oft Naturfotografen mit großen Objektiven an der Kamera. Ein zu großer Andrang von Spaziergängern wäre hier aber für die Vögel nicht gut. Auf Schildern steht der wichtige Hinweis, dass man nicht auf dem Damm entlang laufen soll. Es gibt vier Stellen, an denen die Fotografen mit Blick auf die Wasserflächen stehen.
Zuerst zeige ich hier Fotos von den Seen, anschließend noch einige von den Wiesenflächen und vom Bach.
Neben den üblichen Grau- und Silberreihern, Höckerschwänen, Kormoranen und vielem mehr kann man hier ab und zu auch seltenere Arten sehen. Allerdings braucht man dazu auf jeden Fall mindestens ein gutes Fernglas, besser aber ein Spektiv. Zum Fotografieren nutze ich seit Herbst 2025 nun auch bis zu 600 mm Brennweite und veröffentliche hier Ausschnitte aus den Bildern.
Bekassine habe ich bisher nur hier und in der Wagbachniederung gesehen. Wegen der großen Entfernung erkennt man sie aber mit bloßem Auge kaum.
Auch Bruchwasserläufer habe ich bisher nur hier und in der Wagbachniederung gesehen.
Noch fällt es mir teilweise schwer, ähnliche Arten zu unterscheiden. Ich glaube, das sind Waldwasserläufer.
Flussregenpfeifer und Bachstelzen kann ich hier recht oft fotografieren.
Wie auch in jedem anderen Naturschutzgebiet kann man auch hier nicht erwarten, alle Arten an einem einzigen Tag zu sehen. Manche Vögel sind hier nur kurz zu Besuch. Einige machen auf ihrer langen Reise in den Süden oder Norden nur einen einzigen Tag Pause in den für sie idealen Flachgewässern.
An einem Tag im April sehe ich hier zum ersten Mal drei Stelzenläufer.
Manchmal beobachte ich hier auch Rotschenkel und Grünschenkel.
Es gibt bisher nur zwei Stellen in Deutschland, an denen ich außerhalb von Zoos Trauerschwäne gesehen habe. Einer davon scheint dauerhaft in der Saalbachniederung zu leben.
Im Spätsommer versammeln sich auf einem kahlen Baum am Ufer sehr viele Mehlschwalben, Rauchschwalben und Uferschwalben.
An einem sonnigen Novembertag sind nach langen Regenfällen gegenüber die flachen Uferbereiche überflutet. Daher sehe ich hier nur sehr viele Schwäne, dazu einen Entenschwarm und einen Zwergtaucher.
Ich fahre meist mit der Bahn bis Haltestelle Karlsdorf-Neuthard und gehe dann zu Fuß zur Saalbachniederung. An einem Tag sehe ich schon ganz vorne beim Baggersee Krieger einen Schwarzmilan neben dem Weg.
Bis zu den 60er Jahren war hier eine der größten Wiesenflächen Baden-Württembergs. In den 80er Jahren waren dann aber fast alle Wiesen durch Ackerflächen ersetzt. Erst als durch private Initiative und den NABU wieder Flächen gepachtet und zurück zu Wiesen verwandelt wurden, bekam die Natur eine zweite Chance. Heute gibt es hier wieder ein etwa 300 Hektar großes geschlossenes Wiesengebiet.
Auf den großen Wiesenflächen werde ich in den nächsten Jahren noch oft fotografieren und hier Bilder ergänzen.
Manchmal muss man einfach Glück haben. Zufällig richte ich meine Kamera gerade auf einen Turmfalken, der auf einem Baum sitzt. Wenige Sekunden später kann ich Turmfalken bei der Paarung fotografieren.
Für mein Fotoprojekt "Naturschutzgebiete in Karlsruhe und im Landkreis Karlsruhe" bin ich seit Frühling 2025 mehrmals pro Monat mit der Kamera unterwegs.
Damit will ich dazu anregen, auch völlig unabhängig von der hier fotografierten Region die Natur in der eigenen Heimat bewusst und intensiv zu erkunden, anstatt immer nur in die Ferne zu reisen. Außerdem bin ich davon überzeugt, dass Naturschutz nur dann politisch eine Zukunft hat, wenn möglichst viele Leute am Erhalt bedrohter Lebensräume interessiert sind.
Ich fotografiere ausschließlich von den öffentlich zugänglichen Wegen und zeige die Natur so, wie sie jeder Besucher sehen kann, der aufmerksam unterwegs ist und ein gutes Fernglas oder Spektiv dabei hat. Da man manche für den Schutzstatus wichtigen Pflanzen oder Tiere nicht vom Wanderweg aus sehen kann, verzichte ich auf diese Motive.
Ich will diesen Überlick so leichtverständlich wie möglich gestalten und verzichte daher auf umfangreiche und allzu fachspezifische Beschreibungen der kompletten Fauna und Flora dieser Gebiete.
Da ich die meisten Arten nicht selbst bestimmen kann, nutze ich dafür verschiedene Bücher und Apps, seit November vor allem die Seite observation.org. Irrtümer korrigiere ich nach entsprechenden Hinweisen gerne.
Im ersten Jahr ging es mir vor allem darum, eine Übersicht über die Vielfalt der Gebiete zu bieten. In den meisten war ich 2025 mehrmals. Ein paar fehlen mir bisher noch. 2026 werde ich sogar noch öfter in der Region unterwegs sein und die einzelnen Gebiete jeweils in anderen Monaten als bisher besuchen, um dort auch saisonal andere Pflanzen und Insekten zu fotografieren. Vor allem werde ich dann nach den für das jeweilige Gebiet typischen Pflanzen und Tieren schauen.
Die 24 Kapitel zu meinem 2020 bis 2023 erstellten Rheinauen-Blog stehen hinter den Kapiteln zu den Naturschutzgebieten.
Meine 2022 bis 2024 erstellten 12 Kapitel zum Nationalpark Schwarzwald stehen unter "Sonstige Wanderungen".
Infos zur möglichen Erweiterung vom Landkreis Karlsruhe auf den gesamten Regierungsbezirk Karlsruhe sowie zu meinen Rheinauen-Filmen auf YouTube stehen in der Rubrik "Aktuelles"




