Naturschutzgebiet Saalbachniederung
Ausführliche Informationen zu meinem Fotoprojekt "Naturschutzgebiete" stehen am Ende dieses Kapitels.
Die Saalbachniederung zwischen Bruchsal und Graben-Neudorf steht erst seit 2024 unter Naturschutz. Insgesamt war ich 2025 acht Mal in diesem NSG, weitaus häufiger als in den anderen.
Im südlichen Bereich des Naturschutzgebiets befinden sich einige im Rahmen eines Weißstorchschutzprogrammes geschaffene Flachgewässer, die inzwischen Lebensraum für viele seltene Vögel sind und auch von vielen Zugvögeln frequentiert werden.
Am frühen Morgen trifft man hier meist einige Naturfotografen mit großen Objektiven an der Kamera. Ein zu großer Andrang von Spaziergängern wäre hier aber für die Vögel nicht gut, obwohl fast alle weit entfernt sind.
Zuerst zeige ich hier Fotos von den Seen, anschließend noch einige von den Wiesenflächen und vom Bach.
Neben den üblichen Grau- und Silberreihern, Höckerschwänen, Kormoranen und vielem mehr kann man hier ab und zu auch seltenere Arten sehen. Allerdings braucht man dazu auf jeden Fall mindestens ein gutes Fernglas, besser aber ein Spektiv. Zum Fotografieren nutze ich seit Herbst 2025 nun auch bis zu 600 mm Brennweite und veröffentliche hier Ausschnitte aus den Bildern.
An bisher nur wenigen Tagen habe ich hier auch Rostgänse gesehen.
Die Bekassine erkennt man wegen der großen Entfernung mit bloßem Auge kaum.
Es gibt bisher nur zwei Stellen in Deutschland, an denen ich außerhalb von Zoos Trauerschwäne gesehen habe. Einen davon habe ich 2025 hier oft angetroffen.
Noch fällt es mir teilweise schwer, ähnliche Arten zu unterscheiden. Ich glaube, das sind Waldwasserläufer.
Bruchwasserläufer habe ich bisher nur hier und in der Wagbachniederung gesehen.
Im Spätsommer versammeln sich auf einem kahlen Baum am Ufer sehr viele Mehlschwalben, Rauchschwalben und Uferschwalben.
An einem sonnigen Novembertag sind nach langen Regenfällen gegenüber die flachen Uferbereiche überflutet. Daher sehe ich hier nur sehr viele Schwäne, dazu einen Entenschwarm und einen Zwergtaucher.
Bis zu den 60er Jahren war hier eine der größten Wiesenflächen Baden-Württembergs. In den 80er Jahren waren dann aber fast alle Wiesen durch Ackerflächen ersetzt. Erst als durch private Initiative und den NABU wieder Flächen gepachtet und zurück zu Wiesen verwandelt wurden, bekam die Natur eine zweite Chance. Heute gibt es hier wieder ein etwa 300 Hektar großes geschlossenes Wiesengebiet.
Auf den großen Wiesenflächen werde ich in den nächsten Jahren noch oft fotografieren und hier Bilder ergänzen.
Manchmal muss man einfach Glück haben. Zufällig richte ich meine Kamera gerade auf einen Turmfalken, der auf einem Baum sitzt. Wenige Sekunden später kann ich Turmfalken bei der Paarung fotografieren.
Weitere Fotos zu diesem Gebiet folgen in den nächsten Jahren.
Für mein Fotoprojekt "Naturschutzgebiete in Karlsruhe und im Landkreis Karlsruhe" bin ich seit Frühling 2025 mehrmals pro Monat mit der Kamera unterwegs.
Damit will ich dazu anregen, auch völlig unabhängig von der hier fotografierten Region die Natur in der eigenen Heimat bewusst und intensiv zu erkunden, anstatt immer nur in die Ferne zu reisen. Außerdem bin ich davon überzeugt, dass Naturschutz nur dann politisch eine Zukunft hat, wenn möglichst viele Leute am Erhalt bedrohter Lebensräume interessiert sind.
Ich fotografiere ausschließlich von den öffentlich zugänglichen Wegen und zeige die Natur so, wie sie jeder Besucher sehen kann, der aufmerksam unterwegs ist und ein gutes Fernglas oder Spektiv dabei hat. Da man manche für den Schutzstatus wichtigen Pflanzen oder Tiere nicht vom Wanderweg aus sehen kann, verzichte ich auf diese Motive.
Ich verzichte auf allzu umfangreiche und fachspezifischen Beschreibungen der kompletten Fauna und Flora dieser Gebiete. Erstens bin ich kein Experte, zweitens will ich diesen Überblick so leichtverständlich wie möglich gestalten.
Da ich die meisten Arten nicht selbst bestimmen kann, nutze ich dafür verschiedene Bücher und Apps, seit November vor allem die Seite observation.org. Irrtümer korrigiere ich nach entsprechenden Hinweisen gerne.
Im ersten Jahr ging es mir vor allem darum, eine Übersicht über die Vielfalt der Gebiete zu bieten. In den meisten war ich 2025 mehrmals. Ein paar fehlen mir bisher noch. 2026 werde ich sogar noch öfter in der Region unterwegs sein und die einzelnen Gebiete jeweils in anderen Monaten als bisher besuchen, um dort auch saisonal andere Pflanzen und Insekten zu fotografieren. Vor allem werde ich dann nach den für das jeweilige Gebiet typischen Pflanzen und Tieren schauen.
Die 24 Kapitel zu meinem 2020 bis 2023 erstellten Rheinauen-Blog stehen hinter den Kapiteln zu den Naturschutzgebieten.
Meine 2022 bis 2024 erstellten 12 Kapitel zum Nationalpark Schwarzwald stehen unter "Sonstige Wanderungen".
Infos zur möglichen Erweiterung auf die Naturschutzgebiete im Regierungsbezirk Karlsruhe sowie zu meinen Rheinauen-Filmen auf YouTube stehen in der Rubrik "Aktuelles"




