Naturschutzgebiet Oberbruchwiesen bei Graben-Neudorf
Ausführliche Informationen zu meinem Fotoprojekt "Naturschutzgebiete im Landkreis Karlsruhe" stehen am Ende dieses Kapitels.
Auf den ersten Blick wirken die 125 Hektar großen Wiesenflächen im Naturschutzgebiet Oberbruchwiesen zwar wenig spektakulär, aber im Frühling und Frühsommer kann man hier stundenlang mit der Kamera auf Entdeckungsreise gehen.
Hier war früher eine große, für Ackerbau ungeeignete Moorfläche, die man nur als Wiesen nutzen konnte. Langjährige Entwässerung, aber auch Wiesenwässerung veränderte den Boden. Heute befindet sich hier eines der letzten großflächigen Wiesengebiete der nördlichen Rheinebene. Von einem Weg, der einem mitten durch die Wiesen führenden Graben folgt, kann man die Pflanzen- und Insektenwelt ideal beobachten.
Die Kombination aus feuchten Wiesenflächen und den Gräben mit sauberem, schnell fließenden Wasser bietet gute Bedingungen für viele bedrohte Insekten- und Vogelarten.
Hier entdeckte ich Schmetterlingsarten, die ich bisher noch nie gesehen habe, und lerne anschließend zuhause beim Bestimmen anhand von vielen Büchern und Internetseiten einige neue Namen kennen, z.B. Ackerwinden-Bunteulchen.
2025 war ich nur zwei mal je eine Stunde hier, aber ich komme im nächsten Sommer auf jeden Fall mit mehr Zeit zum Fotografieren her.
Weitere Fotos zu diesem Gebiet folgen in den nächsten Jahren.
Für mein Fotoprojekt "Naturschutzgebiete in Karlsruhe und im Landkreis Karlsruhe" bin ich seit Frühling 2025 mehrmals pro Monat mit der Kamera unterwegs.
Damit will ich dazu anregen, auch völlig unabhängig von der hier fotografierten Region die Natur in der eigenen Heimat bewusst und intensiv zu erkunden, anstatt immer nur in die Ferne zu reisen. Außerdem bin ich davon überzeugt, dass Naturschutz nur dann politisch eine Zukunft hat, wenn möglichst viele Leute am Erhalt bedrohter Lebensräume interessiert sind.
Ich fotografiere ausschließlich von den öffentlich zugänglichen Wegen und zeige die Natur so, wie sie jeder Besucher sehen kann, der aufmerksam unterwegs ist und ein gutes Fernglas oder Spektiv dabei hat. Da man manche für den Schutzstatus wichtigen Pflanzen oder Tiere nicht vom Wanderweg aus sehen kann, verzichte ich auf diese Motive.
Ich verzichte auf allzu umfangreiche und fachspezifischen Beschreibungen der kompletten Fauna und Flora dieser Gebiete. Erstens bin ich kein Experte, zweitens will ich diesen Überblick so leichtverständlich wie möglich gestalten.
Da ich die meisten Arten nicht selbst bestimmen kann, nutze ich dafür verschiedene Bücher und Apps, seit November vor allem die Seite observation.org. Irrtümer korrigiere ich nach entsprechenden Hinweisen gerne.
Im ersten Jahr ging es mir vor allem darum, eine Übersicht über die Vielfalt der Gebiete zu bieten. In den meisten war ich 2025 mehrmals. Ein paar fehlen mir bisher noch. 2026 werde ich sogar noch öfter in der Region unterwegs sein und die einzelnen Gebiete jeweils in anderen Monaten als bisher besuchen, um dort auch saisonal andere Pflanzen und Insekten zu fotografieren. Vor allem werde ich dann nach den für das jeweilige Gebiet typischen Pflanzen und Tieren schauen.
Die 24 Kapitel zu meinem 2020 bis 2023 erstellten Rheinauen-Blog stehen hinter den Kapiteln zu den Naturschutzgebieten.
Meine 2022 bis 2024 erstellten 12 Kapitel zum Nationalpark Schwarzwald stehen unter "Sonstige Wanderungen".
Infos zur möglichen Erweiterung auf die Naturschutzgebiete im Regierungsbezirk Karlsruhe sowie zu meinen Rheinauen-Filmen auf YouTube stehen in der Rubrik "Aktuelles"




