Naturschutzgebiet Kleiner Bodensee bei Karlsruhe

Ausführliche Informationen zu meinem Fotoprojekt "Naturschutzgebiete" stehen am Ende dieses Kapitels.

Das 204 Hektar große Naturschutzgebiet (davon 71 Hektar auf der Gemarkung Karlsruhe) umfasst einen ehemaligen Altrheinarm, einen inzwischen sehr naturnahen Baggersee, einen Abschnitt der Alb und verschiedenartige Wälder.

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© Günter Kromer

Der Kleine Bodensee ist ein etwa 3 km langer ehemaliger Altrheinarm. Anders als viele andere Altrheinarme wurde er nicht erst bei der Rheinbegradigung vom großen Strom getrennt, sondern bereits 1780 durch Verlagerung des Flussbetts. Nur am nördlichen Ende fließt an einer kleinen Furt bei hohem Wasserstand noch frisches Wasser in den See.

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© Günter Kromer
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© Günter Kromer— Kormorane
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© Günter Kromer— Kleiner Bodensee bei Neureut
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© Günter Kromer— Silberreiher und Weißstörche
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© Günter Kromer— Graureiher und Kormorane
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© Günter Kromer

Bei Hochwasser stehen die Wälder am Ufer des Kleinen Bodensee weiträumig unter Wasser.

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© Günter Kromer
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© Günter Kromer
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© Günter Kromer
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© Günter Kromer

Vor allem im Winter und während der Zeit des Vogelzugs sieht man hier viele verschiedene Entenarten, aber auch Bläßhühner, Teichhühner, Haubentaucher, Zwergtaucher, Schwäne und mehr.

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© Günter Kromer— Stockenten
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© Günter Kromer— Reiherente
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© Günter Kromer— Haubentaucher
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© Günter Kromer— Schellente
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© Günter Kromer— Krickente

Ein Kleiber spiegelt sich im Wasser.

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© Günter Kromer— Kleiber

Im Frühling kann man hier viele Dutzend Lachmöwen beim Fischfang beobachten.

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© Günter Kromer— Lachmöwen

Mit einem guten Fernglas oder einem starken Kameraobjektiv kann man hier manchmal auch einen Waldwasserläufer entdecken.

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© Günter Kromer— Waldwasserläufer

Einmal sehe ich hier auch Mandarinenten. Diese Art stammt aus Asien. Bei uns leben inzwischen aber auch Exemplare, die aus Zoos oder Vogelparks entflogen sind, oder deren Nachkommen.

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© Günter Kromer— Mandarinenten

Als ich Ende März mal wieder am Baumstumpf mit dem Storchennest vorbeikomme, paaren sich die Anwohner gerade.

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© Günter Kromer— Weißstörche

Spechte sieht man hier das ganze Jahr über, vor allem viele Buntspechte. Als ich Ende März ein Buntspechtweibchen fotografiere und mich wundere, warum sie mit einer halben Nuss im Schnabel auf dem Ast sitzt, kommt ein Männchen zur Paarung.

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© Günter Kromer— Buntspechte

Kurz darauf sehe ich diesen hübschen Mittelspecht.

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© Günter Kromer— Mittelspecht

Bei extremer Trockenheit sind manche Bereiche des Sees nur trockene Schlammflächen.

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© Günter Kromer

An der Pfeifer Allee zwischen Kleinem Bodensee und Alb bauen bereits ab Ende Februar extrem viele Kormorane ihre Nester. Mir macht es immer sehr viel Spaß, den starken Flugverkehr und das Gedränge an den dicht besetzten Bäumen zu beobachten.

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© Günter Kromer— Kormorane
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© Günter Kromer— Kormoran

Im Juni ist der Nachwuchs dann schon groß genug, um das Nest zu verlassen.

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© Günter Kromer

Zum Naturschutzgebiet zählt auch der Pfeifersee, ein ehemaliger Baggersee, dessen Ufer man offiziell nur bei einer Beobachtungsplattform  betreten kann. Der kurze Pfad nördlich vom Angelufer wird aber vor allem am Wochenende von sehr vielen Spaziergängern genutzt. Im See leben viele Vogel- und Amphibienarten, die auf Kiesinseln, Steilufer oder Flachwasserzonen angewiesen sind.

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© Günter Kromer
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© Günter Kromer— Gewöhnlicher Odermennig

Im Herbst versammeln sich am Pfeifersee manchmal mehr als 200 Graugänse.

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© Günter Kromer— Graugänse

Oft sehe ich hier Mäusebussarde und Turmfalken am Himmel.

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© Günter Kromer— Mäusebussard
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© Günter Kromer— Turmfalke

Aber auch Rot- und Schwarzmilane fliegen manchmal vorbei.

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© Günter Kromer— Schwarzmilan
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© Günter Kromer— Singdrossel
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© Günter Kromer— Buchfink, weiblich
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© Günter Kromer— Zilpzalp
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© Günter Kromer— Mönchsgrasmücke

Im Westen begrenzt die Alb das Naturschutzgebiet, im Norden der daraus abgeleitete Albkanal.

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© Günter Kromer— Alb und Albkanal

Hier leben unter anderem Waldbaumläufer.

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© Günter Kromer— Waldbaumläufer

Am Damm fliegen viele Schmetterlinge.

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© Günter Kromer— C-Falter

Aber auch viele Heuschrecken kann man hier sehen.

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© Günter Kromer

Libellen gibt es hier im Sommer natürlich auch.

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© Günter Kromer— Blutrote Heidelibelle
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© Günter Kromer— Mittelspecht

Nicht weit vom Naturschutzgebiet entfernt werden bei Belle, einem bei Spaziergängern sehr beliebten Platz direkt am Rheinufer, im Winter immer die Vögel gefüttert. Daher kann man hier immer verschiedene Meisenarten, Kleiber und oft auch Spechte beobachten.

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© Günter Kromer— Sumpfmeise
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© Günter Kromer— Blaumeise
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© Günter Kromer— Schwanzmeise

Neben den selteneren Arten sieht man natürlich auch am Kleinen Bodensee oft die Vögel, von denen es noch fast überall recht viele gibt, z.B. Ringeltauben, Stare, Kohlmeisen, Rotkehlchen und Amseln.

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© Günter Kromer— Ringeltaube
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© Günter Kromer— Star

Für mein Fotoprojekt "Naturschutzgebiete in Karlsruhe und im Landkreis Karlsruhe" bin ich seit Frühling 2025 mehrmals pro Monat mit der Kamera unterwegs. 

Damit will ich dazu anregen, auch völlig unabhängig von der hier fotografierten Region die Natur in der eigenen Heimat bewusst und intensiv zu erkunden, anstatt immer nur in die Ferne zu reisen. Außerdem bin ich davon überzeugt, dass Naturschutz nur dann politisch eine Zukunft hat, wenn möglichst viele Leute am Erhalt bedrohter Lebensräume interessiert sind.

Ich fotografiere ausschließlich von den öffentlich zugänglichen Wegen und zeige die Natur so, wie sie jeder Besucher sehen kann, der aufmerksam unterwegs ist und ein gutes Fernglas oder Spektiv dabei hat. Da man manche für den Schutzstatus wichtigen Pflanzen oder Tiere nicht vom Wanderweg aus sehen kann, verzichte ich auf diese Motive.

Ich will diesen Überlick so leichtverständlich wie möglich gestalten und verzichte daher auf umfangreiche und allzu fachspezifische Beschreibungen der kompletten Fauna und Flora dieser Gebiete.
Da ich die meisten Arten nicht selbst bestimmen kann, nutze ich dafür verschiedene Bücher und Apps, seit November vor allem die Seite observation.org. Irrtümer korrigiere ich nach entsprechenden Hinweisen gerne.

Im ersten Jahr ging es mir vor allem darum, eine Übersicht über die Vielfalt der Gebiete zu bieten. In den meisten war ich 2025 mehrmals. Ein paar fehlen mir bisher noch. 2026 werde ich sogar noch öfter in der Region unterwegs sein und die einzelnen Gebiete jeweils in anderen Monaten als bisher besuchen, um dort auch saisonal andere Pflanzen und Insekten zu fotografieren. Vor allem werde ich dann nach den für das jeweilige Gebiet typischen Pflanzen und Tieren schauen.

Die 24 Kapitel zu meinem 2020 bis 2023 erstellten Rheinauen-Blog stehen hinter den Kapiteln zu den Naturschutzgebieten.

Meine 2022 bis 2024 erstellten 12 Kapitel zum Nationalpark Schwarzwald stehen unter "Sonstige Wanderungen".

Infos zur möglichen Erweiterung vom Landkreis Karlsruhe auf den gesamten Regierungsbezirk Karlsruhe sowie zu meinen Rheinauen-Filmen auf YouTube stehen in der Rubrik "Aktuelles"