Naturschutzgebiet Burgau und Altrhein Maxau in Karlsruhe

Ausführliche Informationen zu meinem Fotoprojekt "Naturschutzgebiete" stehen am Ende dieses Kapitels.

Das Naturschutzgebiet Burgau vereint auf 289 Hektar feuchte und trockene Flächen. Hier gibt es ausgedehnte Wiesen mit vielen alten Obstbäumen, ein großes Schilffgebiet, Großseggenriede, einen ehemaligen Altrheinarm und Uferbereiche des Knielinger See.

© Günter Kromer#images-tours/thumbs/dsc-0114_1751965315.jpg
© Günter Kromer

Direkt an das NSG Burgau grenzt das 35 Hektar große, bereits seit 1980 ausgewiesene NSG Altrhein Maxau, das nördlich des Knielinger See einen ehemaligen Altrheinarm schützt. Von der S-Bahn Haltestelle Karlsruhe Maxau neben der Rheinbrücke erreicht man dieses Naturschutzgebiet ideal.

© Günter Kromer - Knielinger See#images-tours/thumbs/dsc-0594_1751965373.jpg
© Günter Kromer— Knielinger See
© Günter Kromer#images-tours/thumbs/dsc-0322_1751965388.jpg
© Günter Kromer
© Günter Kromer - Altrhein Maxau#images-tours/thumbs/dsc-0520_1751965438.jpg
© Günter Kromer— Altrhein Maxau

Der Knielinger See ist ein renaturierter ehemaliger Baggersee, der an einen Altrheinarm grenzt. Anders als bei vielen Baggerseen in der Region ist hier Baden verboten und Angeln nur an einem kleinen Bereich des Ufers erlaubt. An manchen Stellen wachsen am Ufer große Silberweiden.

Die Stelle, an der ich 2025 dieses Foto aufgenommen habe, kann man seit März 2026 nicht mehr erreichen. Hier versperrt nun ein hoher Wall den Zugang zu einer oft von illegalen Anglern genutzten Uferstelle.

© Günter Kromer - Knielinger See#images-tours/thumbs/knielinger-see_1751965492.jpg
© Günter Kromer— Knielinger See

Am besten gefällt es mir hier ganz früh bei Sonnenaufgang, möglichst an einem Werktag, noch bevor die Angler das westliche Ufer belegen.

© Günter Kromer#images-tours/thumbs/dsc-0091-1_1751998344.jpg
© Günter Kromer

Ein Haubentaucher genießt die Stille am Morgen.

© Günter Kromer#images-tours/thumbs/haubentaucher.jpg
© Günter Kromer

Auf einer winzigen Insel im See wächst eine große Weide, auf der neist Kormorane und Graureiher sitzen.

© Günter Kromer#images-tours/thumbs/dsc-0159_1.jpg
© Günter Kromer

Wenn im Winter Teile der Wasserfläche zugefroren sind, drängen sich viele verschiedene Entenarten, Blässhühner, Haubentaucher, Zwergtaucher und mehr an den eisfreien Flächen.

© Günter Kromer#images-tours/thumbs/dsc-2488.jpg
© Günter Kromer
© Günter Kromer#images-tours/thumbs/dsc-2234.jpg
© Günter Kromer

Im Winter schwimmen auf dem Knielinger See manchmal einige Schellenten.

© Günter Kromer - Schellenten#images-tours/thumbs/schellente.jpg
© Günter Kromer— Schellenten

Obwohl alles meist nach friedlicher Idylle aussieht, kommt es auch hier manchmal zu Revierstreitigkeiten. Vor allem Höckerschwäne und Kanadagänse können sich ordentlich zoffen.

© Günter Kromer#images-tours/thumbs/dsc-0293_1.jpg
© Günter Kromer

Im Frühling sehe ich Nilgänse mit viel Nachwuchs.

© Günter Kromer#images-tours/thumbs/dsc-0047_1751997974.jpg
© Günter Kromer

Im März 2026 sehe ich erstmals auch hier ein Paar Mandarinenten. Diese sind nicht bei uns heimisch, sondern stammen von Tieren, die irgendwann aus einem Zoo oder Vogelpark geflohen sind. Am Erlachsee auf der anderen Seite der Stadt findet man sie häufiger.

© Günter Kromer - Mandarinenten#images-tours/thumbs/dsc-0831-1.jpg
© Günter Kromer— Mandarinenten

Im Osten wachsen zwischen Knielingen und den Rheinauen auf großen Wiesenflächen viele alte Obst- und Nussbäume.

© Günter Kromer#images-tours/thumbs/burgau.jpg
© Günter Kromer

Nirgends sah ich bisher soviele Neuntöter wie im Naturschutzgebiet Burgau.

© Günter Kromer - Neuntöter männlich#images-tours/thumbs/neuntoter-m_1752476781.jpg
© Günter Kromer— Neuntöter männlich
© Günter Kromer - Goldammer#images-tours/thumbs/goldammer.jpg
© Günter Kromer— Goldammer
© Günter Kromer - Mäusebussard#images-tours/thumbs/mausebussard.jpg
© Günter Kromer— Mäusebussard

An einem frühen Morgen beobachte ich eine Weile einen Turmfalken, der ganz entspannt auf einem Baum sitzt. Gerade als ich die Kamera absetze kommt plötzlich ein Eichelhäher und es gibt ganz kurz ordentlich Krawall. Das geht so schnell, dass diese Fotos nicht wirklich gut geworden sind.

© Günter Kromer - Eichelhäher und Turmfalke#images-tours/thumbs/dsc-0212.jpg
© Günter Kromer— Eichelhäher und Turmfalke
© Günter Kromer#images-tours/thumbs/dsc-0213_1752215803.jpg
© Günter Kromer

In den Streuobstwiesen leben natürlich auch viele verschiedene Arten von Heuschrecken.

© Günter Kromer#images-tours/thumbs/dsc-0033_1757090680.jpg
© Günter Kromer

Bei hohem Wasserstand ist ein Teil der Flächen manchmal überschwemmt.

© Günter Kromer#images-tours/thumbs/20260227-075337.jpg
© Günter Kromer
© Günter Kromer - Graugänse im Morgennebel#images-tours/thumbs/grauganse-im-morgennebel.jpg
© Günter Kromer— Graugänse im Morgennebel
© Günter Kromer - Graureiher#images-tours/thumbs/graureiher_1.jpg
© Günter Kromer— Graureiher

In einer ehemaligen Rheinschlinge befindet sich ein 16 Hektar großes Schilfgebiet, das man nur von außen sehen kann.

© Günter Kromer#images-tours/thumbs/dsc-0025_1.jpg
© Günter Kromer

Mehrere Gräben durchziehen das Gelände.

© Günter Kromer#images-tours/thumbs/dsc-0450_1751966261.jpg
© Günter Kromer
© Günter Kromer#images-tours/thumbs/dsc-0038_1751997668.jpg
© Günter Kromer

Kleine, von Schilf umgebene Wasserflächen sind stille Oasen.

© Günter Kromer#images-tours/thumbs/dsc-0114_1751998678.jpg
© Günter Kromer

Die alten Bäume bieten Lebensraum für viele Tiere.

© Günter Kromer#images-tours/thumbs/dsc-0119_1751998747.jpg
© Günter Kromer

Die Moose und Flechten an der Rinde der Obstbäume sind bei Hornissen offensichtlich sehr beliebt.

© Günter Kromer#images-tours/thumbs/dsc-0006-1_1757090783.jpg
© Günter Kromer

Am Wegrand sehe ich eine Wespenspinne mit ihrem Brutkokon.

© Günter Kromer#images-tours/thumbs/wespenspinne_1.jpg
© Günter Kromer

Im Bereich eines ehemaligen Altrheinarms fließt heute der Federbach.

© Günter Kromer#images-tours/thumbs/dsc-0029_1751997637.jpg
© Günter Kromer

Mitten in der Strömung baut Familie Blässhuhn ihr Nest.

© Günter Kromer#images-tours/thumbs/dsc-0091_1751998565.jpg
© Günter Kromer
© Günter Kromer#images-tours/thumbs/dsc-0005_1.jpg
© Günter Kromer
© Günter Kromer - Teichralle#images-tours/thumbs/teichralle.jpg
© Günter Kromer— Teichralle

Die Wasserralle sah ich hier bisher nur ein einziges Mal für einen kurzen Moment in großer Entfernung.

© Günter Kromer - Wasserralle#images-tours/thumbs/wasserralle.jpg
© Günter Kromer— Wasserralle

Neben dem Rheinhafen mündet ein kleines Stück Altrhein in den Rhein. Hier wachsen einige besonders alte Weiden.

© Günter Kromer#images-tours/thumbs/dsc-0085_2.jpg
© Günter Kromer

Zwischen Knielinger See und Rheindamm wurde zur Verbesserung der schlechten Wasserqualität des Knielinger See für den Federbach ein großer Durchfluss ausgebaggert.

© Günter Kromer#images-tours/thumbs/dsc-0133_1751966765.jpg
© Günter Kromer
© Günter Kromer - Graureiher#images-tours/thumbs/dsc-0526-1_1751966810.jpg
© Günter Kromer— Graureiher
© Günter Kromer - Silberreiher#images-tours/thumbs/silberreiher_1.jpg
© Günter Kromer— Silberreiher

Am Durchfluss von diesem Graben zum See sehe ich oft einen Eisvogel.

© Günter Kromer#images-tours/thumbs/eisvogel.jpg
© Günter Kromer
© Günter Kromer#images-tours/thumbs/hockerschwane.jpg
© Günter Kromer
© Günter Kromer - Stockente weiblich#images-tours/thumbs/stockente-w_1761551861.jpg
© Günter Kromer— Stockente weiblich

Hier fliegen oft Mäusebussarde und Rotmilane. Ab und zu habe ich hier auch schon Rohrweihen gesehen.

© Günter Kromer - Mäusebussard#images-tours/thumbs/dsc-0584.jpg
© Günter Kromer— Mäusebussard

An vielen Stellen wächst in den beiden Naturschutzgebieten ein urwaldhaft wirkender Auenwald, vor allem zwischen Knielinger See und Rheinhafen. Zwischen den feuchten Bereichen gibt es aber auch Trockenstandorte auf höher liegenden Kiesinseln.

© Günter Kromer#images-tours/thumbs/dsc-0006_1751997505.jpg
© Günter Kromer
© Günter Kromer#images-tours/thumbs/dsc-0005_1751997519.jpg
© Günter Kromer
© Günter Kromer - Bärlauch#images-tours/thumbs/dsc-0138_1751998808.jpg
© Günter Kromer— Bärlauch
© Günter Kromer - Echte Fleischfliege#images-tours/thumbs/echte-fleischfliege.jpg
© Günter Kromer— Echte Fleischfliege
© Günter Kromer#images-tours/thumbs/dsc-0147_1751998902.jpg
© Günter Kromer

Ein Kleiber rennt wie gewohnt mit dem Kopf nach unten einen Baumstamm hinab.

© Günter Kromer - Kleiber#images-tours/thumbs/kleiber.jpg
© Günter Kromer— Kleiber
© Günter Kromer - Gartenbaumläufer#images-tours/thumbs/gartenbaumlaufer.jpg
© Günter Kromer— Gartenbaumläufer
© Günter Kromer - Buntspecht#images-tours/thumbs/buntspecht_2.jpg
© Günter Kromer— Buntspecht
© Günter Kromer - Ringeltauben#images-tours/thumbs/dsc-0008_1751997584.jpg
© Günter Kromer— Ringeltauben

Am Rheindamm und an manchen Stellen auf den Streuobstwiesen fliegen viele Libellen.

© Günter Kromer - Feuerlibelle#images-tours/thumbs/feuerlibelle_1751999179.jpg
© Günter Kromer— Feuerlibelle
© Günter Kromer - Pechlibelle#images-tours/thumbs/pechlibelle.jpg
© Günter Kromer— Pechlibelle
© Günter Kromer - Wintergoldhähnchen#images-tours/thumbs/wintergoldhahnchen.jpg
© Günter Kromer— Wintergoldhähnchen
© Günter Kromer - Schwanzmeise#images-tours/thumbs/schwanzmeise.jpg
© Günter Kromer— Schwanzmeise

Im Bereich des Hofgut Maxau, also knapp außerhalb des Naturschutzgebiets, sah ich schon mehrmals eine Wacholderdrossel.

© Günter Kromer - Wacholderdrossel#images-tours/thumbs/wacholderdrossel.jpg
© Günter Kromer— Wacholderdrossel

Der Rhein fließt zwar wenige hundert Meter vom Naturschutzgebiet entfernt, aber auch hier lohnt es sich, nach den Vögeln zu schauen. Möwen, Gänse und Kormorane sind fast immer. Ich sah am Ufer aber auch schon unter anderem Gänsesäger, Wiesenschafstelzen und Flussuferläufer.

© Günter Kromer - Flussuferläufer#images-tours/thumbs/flussuferlaufer.jpg
© Günter Kromer— Flussuferläufer
© Günter Kromer - Schafstelze#images-tours/thumbs/dsc-0277-1.jpg
© Günter Kromer— Schafstelze
© Günter Kromer - Gänsesäger#images-tours/thumbs/dsc-0357_1.jpg
© Günter Kromer— Gänsesäger

Gänseblümchen zählen zu den ersten Vorboten des Frühlings. Sobald die ersten Blüten erscheinen, sind auch schon die ersten Bienen unterwegs. Diese winzige Biene ist vermutlich eine Schmalbienenart.

© Günter Kromer - Gänseblümchen#images-tours/thumbs/ganseblumchen-schmalbiene.jpg
© Günter Kromer— Gänseblümchen
© Günter Kromer - Bachstelze#images-tours/thumbs/dsc-2163.jpg
© Günter Kromer— Bachstelze

Zusätzlich zu der großen Fläche zwischen Knielingen und Knielinger See gehören auch einige ganz kleine Bereiche zum Naturschutzgebiet. Einer davon liegt an der Alb gegenüber der Pferderennbahn.

© Günter Kromer#images-tours/thumbs/dsc-0003_3.jpg
© Günter Kromer

Ein weiterer kleiner Teil befindet sich zwischen dem Betriebshof der Verkehrsbetriebe und der zur Rheinbrücke führenden Schnellstraße.

© Günter Kromer#images-tours/thumbs/dsc-0012_2.jpg
© Günter Kromer

Kurz vor der Rheinbrücke führt ein unbefestigter Weg an der Alb entlang. Da hier nahezu nie Spaziergänger, Radfahrer oder Hunde vorbeikommen und da der Verkehrslärm die Vögel vermutlich weniger stört als uns Menschen, sind die Tiere hier recht ungestört.

© Günter Kromer#images-tours/thumbs/dsc-0033_3.jpg
© Günter Kromer

Für mein Fotoprojekt "Naturschutzgebiete in Karlsruhe und im Landkreis Karlsruhe" bin ich seit Frühling 2025 mehrmals pro Monat mit der Kamera unterwegs. 

Damit will ich dazu anregen, auch völlig unabhängig von der hier fotografierten Region die Natur in der eigenen Heimat bewusst und intensiv zu erkunden, anstatt immer nur in die Ferne zu reisen. Außerdem bin ich davon überzeugt, dass Naturschutz nur dann politisch eine Zukunft hat, wenn möglichst viele Leute am Erhalt bedrohter Lebensräume interessiert sind.

Ich fotografiere ausschließlich von den öffentlich zugänglichen Wegen und zeige die Natur so, wie sie jeder Besucher sehen kann, der aufmerksam unterwegs ist und ein gutes Fernglas oder Spektiv dabei hat. Da man manche für den Schutzstatus wichtigen Pflanzen oder Tiere nicht vom Wanderweg aus sehen kann, verzichte ich auf diese Motive.

Ich will diesen Überlick so leichtverständlich wie möglich gestalten und verzichte daher auf umfangreiche und allzu fachspezifische Beschreibungen der kompletten Fauna und Flora dieser Gebiete.

Da ich die meisten Arten nicht selbst bestimmen kann, nutze ich dafür verschiedene Bücher und Apps, seit November vor allem die Seite observation.org. Irrtümer korrigiere ich nach entsprechenden Hinweisen gerne.

Im ersten Jahr ging es mir vor allem darum, eine Übersicht über die Vielfalt der Gebiete zu bieten. In den meisten war ich 2025 mehrmals. Ein paar fehlen mir bisher noch. 2026 werde ich sogar noch öfter in der Region unterwegs sein und die einzelnen Gebiete jeweils in anderen Monaten als bisher besuchen, um dort auch saisonal andere Pflanzen und Insekten zu fotografieren. Vor allem werde ich dann nach den für das jeweilige Gebiet typischen Pflanzen und Tieren schauen.

Die 24 Kapitel zu meinem 2020 bis 2023 erstellten Rheinauen-Blog stehen hinter den Kapiteln zu den Naturschutzgebieten.

Meine 2022 bis 2024 erstellten 12 Kapitel zum Nationalpark Schwarzwald stehen unter "Sonstige Wanderungen".

Infos zur möglichen Erweiterung vom Landkreis Karlsruhe auf den gesamten Regierungsbezirk Karlsruhe sowie zu meinen Rheinauen-Filmen auf YouTube stehen in der Rubrik "Aktuelles"