Naturschutzgebiet Altrhein Neuburgweier

Ausführliche Informationen zu meinem Fotoprojekt "Naturschutzgebiete im Landkreis Karlsruhe" stehen am Ende dieses Kapitels.

Das insgesamt 119 Hektar große Naturschutzgebiet Altrhein Neuburgweier liegt im Bereich einer ehemaligen Rheinschlinge, die vom Rhein abgeschnitten und teilweise für den Kiesabbau ausgebaggert wurde.

Wenn in einigen Jahren die Dämme für den neuen Polder fertig sind, kann hier bei Flut der Wasserspiegel sehr viel höher steigen als bisher.

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© Günter Kromer— Naturschutzgebiet Altrhein Neuburgweier

Das Naturschutzgebiet gliedert sich in drei räumlich getrennte Bereiche. Ein Teil ist südlich der zur Rheinfähre führenden Straße und grenzt an das NSG Bremengrund. Der größere Teil nördlich der Straße umschließt Auwälder zwischen Rhein und Hochwasserdamm sowie den auf der anderen Seite des Dammes liegenden Fermasee und seine Umgebung. Dazu kommt noch eine ganz kleine Fläche bei den Lettenlöchern. Auf den Informationstafeln und in der Broschüre ist nur der nördliche Teil eingezeichnet.

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© Günter Kromer— Fermasee

Ein großer Teil eines ehemaligen Altrheinarms wurde durch Kiesabbau in einen großen See verwandelt. Vom Altrheinarm blieb nur etwa 500 m langer Abschnitt im Norden des Sees übrig. Im Süden des Fermasee gibt es einen kleinen Badebereich, der Rest steht unter Naturschutz und lässt heute den künstlichen Ursprung kaum noch ahnen.

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© Günter Kromer

Von zwei gegenüberliegenden Beobachtungsplattformen blickt man über die Wasserfläche.

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© Günter Kromer— Naturschutzgebiet Altrhein Neuburgweier

Am Ufer wachsen große Silberweiden.

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© Günter Kromer

Zum Naturschutzgebiet zählt auch der einst für die Westwall-Befestigung gebaute "Tankgraben", der heute ebenfalls vielen Pflanzen und Tieren einen wichtigen Lebensraum bietet.

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© Günter Kromer— Tankgraben

2025 war ich nur zwei Mal kurz am Fermasee. Im nächsten Frühsommer will ich hier viel länger fotografieren, da ich sicher bin, dass ich vor allem an dem schmalen und dichten Gehölzstreifen entlang des alten Hochwasserdamms viele Vögel beobachten kann.

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© Günter Kromer— Alter Hochwasserdamm
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© Günter Kromer— Gelbes Windröschen
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© Günter Kromer— Schlüsselblume
© Günter Kromer - Wiesenschaumkraut#images-tours/thumbs/wiesenschaumkraut.jpg
© Günter Kromer— Wiesenschaumkraut
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© Günter Kromer— Buschwindröschen

Zwischen dem heutigen Hochwasserdamm und dem Rhein liegt der Auwald am Bellenkopf. Bei Hochwasser ist der Verbindungsweg überschwemmt.

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© Günter Kromer— Bellenkopf
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© Günter Kromer

Am Hochwasserdamm bieten viele Blumen Lebensraum für Schmetterlingen und anderen Insekten.

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© Günter Kromer— Würfel-Dickkopffalter
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© Günter Kromer— Hainschwebfliege

Ein kleinerer Bereich des Naturschutzgebiets befindet sich zwischen dem Yachthafen bei der Rheinfähre und dem Hochwasserdamm.

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© Günter Kromer
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© Günter Kromer

Der Auer Altrhein bildet die Grenze zum Naturschutzgebiet Bremengrund, das zum Landkreis Rastatt gehört.

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© Günter Kromer— Auer Altrhein

Bei niedrigem Wasserstand kann man auf einem befestigten Weg an der Furt ins Naturschutzgebiet Bremengrund spazieren, aber ab oberem Mittelwasser ist dieser überflutet.

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© Günter Kromer

Am Ortsrand von Neuburgweier stehen die Lettenlöcher, ehemalige Tongruben, unter Naturschutz.

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© Günter Kromer— Lettenlöcher

In dieses Gebiet kann man nur an zwei Stellen am Straßenrand und an der anderen Seite bei einem Sportplatz blicken.

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© Günter Kromer— Lettenlöcher

Weitere Fotos zu diesem Gebiet folgen in den nächsten Jahren.

Für mein Fotoprojekt "Naturschutzgebiete in Karlsruhe und im Landkreis Karlsruhe" bin ich seit Frühling 2025 mehrmals pro Monat mit der Kamera unterwegs. 

Damit will ich dazu anregen, auch völlig unabhängig von der hier fotografierten Region die Natur in der eigenen Heimat bewusst und intensiv zu erkunden, anstatt immer nur in die Ferne zu reisen. Außerdem bin ich davon überzeugt, dass Naturschutz nur dann politisch eine Zukunft hat, wenn möglichst viele Leute am Erhalt bedrohter Lebensräume interessiert sind.

Ich fotografiere ausschließlich von den öffentlich zugänglichen Wegen und zeige die Natur so, wie sie jeder Besucher sehen kann, der aufmerksam unterwegs ist und ein gutes Fernglas oder Spektiv dabei hat. Da man manche für den Schutzstatus wichtigen Pflanzen oder Tiere nicht vom Wanderweg aus sehen kann, verzichte ich auf diese Motive.

Ich verzichte auf allzu umfangreiche und fachspezifischen Beschreibungen der kompletten Fauna und Flora dieser Gebiete. Erstens bin ich kein Experte, zweitens will ich diesen Überblick so leichtverständlich wie möglich gestalten.

Da ich die meisten Arten nicht selbst bestimmen kann, nutze ich dafür verschiedene Bücher und Apps, seit November vor allem die Seite observation.org. Irrtümer korrigiere ich nach entsprechenden Hinweisen gerne.

Im ersten Jahr ging es mir vor allem darum, eine Übersicht über die Vielfalt der Gebiete zu bieten. In den meisten war ich 2025 mehrmals. Ein paar fehlen mir bisher noch. 2026 werde ich sogar noch öfter in der Region unterwegs sein und die einzelnen Gebiete jeweils in anderen Monaten als bisher besuchen, um dort auch saisonal andere Pflanzen und Insekten zu fotografieren. Vor allem werde ich dann nach den für das jeweilige Gebiet typischen Pflanzen und Tieren schauen.

Die 24 Kapitel zu meinem 2020 bis 2023 erstellten Rheinauen-Blog stehen hinter den Kapiteln zu den Naturschutzgebieten.

Meine 2022 bis 2024 erstellten 12 Kapitel zum Nationalpark Schwarzwald stehen unter "Sonstige Wanderungen".

Infos zur möglichen Erweiterung auf die Naturschutzgebiete im Regierungsbezirk Karlsruhe sowie zu meinen Rheinauen-Filmen auf YouTube stehen in der Rubrik "Aktuelles"