Naturschutzgebiet Altrhein-Königsee und Naturschutzgebiet Erlich bei Graben-Neudorf
Ausführliche Informationen zu meinem Fotoprojekt "Naturschutzgebiete im Landkreis Karlsruhe" stehen am Ende dieses Kapitels.
Da ich vom Naturschutzgebiet "Altrhein-Königsee" bei Dettenheim und vom Naturschutzgebiet "Erlich" bei Graben-Neudorf bisher nur wenige Fotos habe (mehr folgen 2026), fasse ich sie vorläufig in einem Kapitel zusammen.
Naturschutzgebiet "Altrhein-Königsee"
Dieses 11,8 Hektar große Naturschutzgebiet entstand schon 1942 und ist daher zusammen mit dem Weingartener Moor das älteste Naturschutzgebiet im Landkreis Karlsruhe.
Es umfasst eine etwa 1 km lange ehemalige Rheinschlinge, die seit dem 16. Jahrhundert vom Fluss abgeschnitten ist.
Der Auenpfad Alt Dettenheim führt an einem Abschnitt des östlichen Ufer vorbei, aber auch das nördliche Ufer sieht man von einem Weg aus.
Für mich ist ein Spaziergang in diesem Naturschutzgebiet wie eine Wundertüte. Manchmal sehe ich hier fast keine Wasservögel, manchmal viele verschiedene Arten Enten, Gänse, Schwäne, Reiher, Blässhühner, nie alle gleichzeitig, immer wieder wechselnd.
Hier soll es das landesweit größte Moorfrosch-Vorkommen geben. Ich habe bisher leider noch keinen gesehen, allerdings im Frühjahr sehr viele Frösche quaken gehört. Unter den Libellen ist hier auch die sehr seltene Zierliche Moosjungfer, die mir bisher auch noch in meinem Fotoarchiv fehlt und für 2026 ebenfalls auf meiner "Wunschliste" steht.
Naturschutzgebiet Erlich bei Graben-Neudorf
Nordwestlich von Graben-Neudorf liegt in der Rheinebene das 280 Hektar große Naturschutzgebiet Erlich. Um den Pfander See wächst auf recht grundwassernahem Boden ein dichter Auwald.
Obwohl der See im Naturschutzgebiet liegt, fahren hier im Sommer viele Angler mit ihren Autos fast direkt bis ans Ufer, bauen eine große Ausrüstung auf und übernachten teilweise sogar hier.
Der Name Erlich kommt vom Erlenwald, aber es gibt innerhalb dieses Naturschutzgebiets auch einige andere Waldtypen
Einst floss hier eine Rheinschlinge. Danach entstand ein großflächiges Niedermoor. Der Rhein fließt längst in einem neuen Bett und das Moor wurde bis auf kleine Reste trockengelegt und Torf wurde abgebaut.
Im Süden begrenzt der Saalbachkanal das Naturschutzgebiet. Obwohl hier der Saalbach in einen kleinen Kanal gezwängt wurde, sehe ich hier immer viele verschiedene Wasservögel.
Oft lohnt es sich, genau hinzuschauen und danach zuhause das fotografierte Motiv mit einer App zu bestimmen. Zuerst wollte ich diese Libelle nicht fotografieren, da ich sie auf den ersten Blick für eine Azurjungfer hielt, von der ich schon viele Fotos habe. Doch ich glaube nun, dass dies die erste Große Pechlibelle ist, die ich bisher fotografiert habe.
Zum Naturschutzgebiet gehört auch eine Vielfalt kleiner Wiesen, mal auf feuchtem, mal auf trockenem Untergrund. Diese werde ich 2026 fotografieren.
Weitere Fotos zu diesem Gebiet folgen in den nächsten Jahren.
Für mein Fotoprojekt "Naturschutzgebiete in Karlsruhe und im Landkreis Karlsruhe" bin ich seit Frühling 2025 mehrmals pro Monat mit der Kamera unterwegs.
Damit will ich dazu anregen, auch völlig unabhängig von der hier fotografierten Region die Natur in der eigenen Heimat bewusst und intensiv zu erkunden, anstatt immer nur in die Ferne zu reisen. Außerdem bin ich davon überzeugt, dass Naturschutz nur dann politisch eine Zukunft hat, wenn möglichst viele Leute am Erhalt bedrohter Lebensräume interessiert sind.
Ich fotografiere ausschließlich von den öffentlich zugänglichen Wegen und zeige die Natur so, wie sie jeder Besucher sehen kann, der aufmerksam unterwegs ist und ein gutes Fernglas oder Spektiv dabei hat. Da man manche für den Schutzstatus wichtigen Pflanzen oder Tiere nicht vom Wanderweg aus sehen kann, verzichte ich auf diese Motive.
Ich verzichte auf allzu umfangreiche und fachspezifischen Beschreibungen der kompletten Fauna und Flora dieser Gebiete. Erstens bin ich kein Experte, zweitens will ich diesen Überblick so leichtverständlich wie möglich gestalten.
Da ich die meisten Arten nicht selbst bestimmen kann, nutze ich dafür verschiedene Bücher und Apps, seit November vor allem die Seite observation.org. Irrtümer korrigiere ich nach entsprechenden Hinweisen gerne.
Im ersten Jahr ging es mir vor allem darum, eine Übersicht über die Vielfalt der Gebiete zu bieten. In den meisten war ich 2025 mehrmals. Ein paar fehlen mir bisher noch. 2026 werde ich sogar noch öfter in der Region unterwegs sein und die einzelnen Gebiete jeweils in anderen Monaten als bisher besuchen, um dort auch saisonal andere Pflanzen und Insekten zu fotografieren. Vor allem werde ich dann nach den für das jeweilige Gebiet typischen Pflanzen und Tieren schauen.
Die 24 Kapitel zu meinem 2020 bis 2023 erstellten Rheinauen-Blog stehen hinter den Kapiteln zu den Naturschutzgebieten.
Meine 2022 bis 2024 erstellten 12 Kapitel zum Nationalpark Schwarzwald stehen unter "Sonstige Wanderungen".
Infos zur möglichen Erweiterung auf die Naturschutzgebiete im Regierungsbezirk Karlsruhe sowie zu meinen Rheinauen-Filmen auf YouTube stehen in der Rubrik "Aktuelles"




