Naturschutzgebiet Allmendäcker und Sandgruben im Dreispitz Mörsch

Ausführliche Informationen zu meinem Fotoprojekt "Naturschutzgebiete" stehen am Ende dieses Kapitels.

Wenn man die beiden Naturschutzgebiete „Allmendäcker“ und „Sandgruben im Dreispitz Mörsch“ auf der Karte betrachtet, ergeben sie zusammen fast ein Quadrat, das in der Diagonale von einer Bahnlinie getrennt wird.

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© Günter Kromer— Naturschutzgebiet Allmendäcker Mörsch

In das 33 Hektar große NSG Sandgruben kann man nur neben dem beschrankten Bahnübergang hineinschauen, der Rest ist eingezäunt und von außen kaum erkennbar. Daher verzichte ich auf Fotos davon.

Am 40 Hektar großen NSG Allmendäcker führt im Westen ein Feldweg am Zaun entlang, der hervorragenden Überblick über das Gelände ermöglicht.

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© Günter Kromer— Naturschutzgebiet Allmendäcker

Südlich des Epple-Baggersee wurde auf einer großen Fläche der Sand nur in Trockenbaggerung abgebaut. In den dadurch entstandenen Gruben liegt nun der außerhalb von einem dünnen Mutterboden bedeckte Sand ehemaliger Dünen- und Flugsandgebiete frei. In den Sandgruben gibt es heute sowohl feuchte als auch extrem trockene Standorte. Die Steilböschungen am Rand bieten ebenfalls besondere Lebensräume. Daher leben in diesen beiden NSG viele verschiedene Arten.

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© Günter Kromer— Naturschutzgebiet Allmendäcker

Vor allem die nährstoffarmen Sandrasen sind hier wertvoll. Zur Offenhaltung der Wiesenflächen und zur Steigerung der Artenvielfalt weiden in diesem Gelände Schottische Hochlandrinder.

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© Günter Kromer
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© Günter Kromer

Manchmal schwärmen viele Stare um die Rinder herum.

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© Günter Kromer

Am Zaun kann man mit etwas Geduld Schwarzkehlchen sehen.

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© Günter Kromer— Schwarzkehlchen männlich
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© Günter Kromer— Schwarzkehlchen weiblich

Auch Goldammern und Neuntöter setzen sich manchmal auf den Zaun.

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© Günter Kromer— Goldammer
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© Günter Kromer— Neuntöter

Über dem Gelände kreisen oft Turmfalken, Mäusebussarde und Rotmilane.

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© Günter Kromer— Turmfalke

Im Norden wird das NSG Allmendäcker vom Epplesee begrenzt, an dessen gegenüberliegendem Ufer sich im Sommer die Badegäste in Massen drängen. Ein kleiner Bereich südlich des Kieswerks zählt aber zum Naturschutzgebiet.

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© Günter Kromer

Weitere Fotos zu diesem Gebiet folgen in den nächsten Jahren.

Für mein Fotoprojekt "Naturschutzgebiete in Karlsruhe und im Landkreis Karlsruhe" bin ich seit Frühling 2025 mehrmals pro Monat mit der Kamera unterwegs. 

Damit will ich dazu anregen, auch völlig unabhängig von der hier fotografierten Region die Natur in der eigenen Heimat bewusst und intensiv zu erkunden, anstatt immer nur in die Ferne zu reisen. Außerdem bin ich davon überzeugt, dass Naturschutz nur dann politisch eine Zukunft hat, wenn möglichst viele Leute am Erhalt bedrohter Lebensräume interessiert sind.

Ich fotografiere ausschließlich von den öffentlich zugänglichen Wegen und zeige die Natur so, wie sie jeder Besucher sehen kann, der aufmerksam unterwegs ist und ein gutes Fernglas oder Spektiv dabei hat. Da man manche für den Schutzstatus wichtigen Pflanzen oder Tiere nicht vom Wanderweg aus sehen kann, verzichte ich auf diese Motive.

Ich verzichte auf allzu umfangreiche und fachspezifischen Beschreibungen der kompletten Fauna und Flora dieser Gebiete. Erstens bin ich kein Experte, zweitens will ich diesen Überblick so leichtverständlich wie möglich gestalten.

Da ich die meisten Arten nicht selbst bestimmen kann, nutze ich dafür verschiedene Bücher und Apps, seit November vor allem die Seite observation.org. Irrtümer korrigiere ich nach entsprechenden Hinweisen gerne.

Im ersten Jahr ging es mir vor allem darum, eine Übersicht über die Vielfalt der Gebiete zu bieten. In den meisten war ich 2025 mehrmals. Ein paar fehlen mir bisher noch. 2026 werde ich sogar noch öfter in der Region unterwegs sein und die einzelnen Gebiete jeweils in anderen Monaten als bisher besuchen, um dort auch saisonal andere Pflanzen und Insekten zu fotografieren. Vor allem werde ich dann nach den für das jeweilige Gebiet typischen Pflanzen und Tieren schauen.

Die 24 Kapitel zu meinem 2020 bis 2023 erstellten Rheinauen-Blog stehen hinter den Kapiteln zu den Naturschutzgebieten.

Meine 2022 bis 2024 erstellten 12 Kapitel zum Nationalpark Schwarzwald stehen unter "Sonstige Wanderungen".

Infos zur möglichen Erweiterung auf die Naturschutzgebiete im Regierungsbezirk Karlsruhe sowie zu meinen Rheinauen-Filmen auf YouTube stehen in der Rubrik "Aktuelles"