15. + 16.3.2020

Küstenwanderung auf Rügen (bisher nur 58 km)

Deutschland-Wanderer Kilometer 9026 bis 9084

Schon gleich zu Beginn meiner Planung für das D-Wanderer Projekt stand für mich fest, dass ich dabei zwar fast ausschließlich durchgehend markierte Strecken vorstellen will, zusätzlich aber auch ein oder zwei Routen nach eigener Planung wandern werde. Da ich unter anderem auf jeden Fall nach Rügen wollte, dort aber kein Fernwanderweg entlang der Küste führt, stellte ich eine 190 km lange Route zusammen, die auf dieser schönen Insel sowohl den spektakulärsten Teil der Ostseeküste als auch ruhige Wege am Boddenufer vereint und wählte dafür den März als Reisezeit, da jetzt viele Zugvögel am Bodden unterwegs sind.

 

Als Annette und ich nach Rügen fahren, sind wir davon überzeugt, dass es jetzt viel gesünder ist, dort am Strand zu wandern als zuhause in der mit Corona-Viren infizierten Großstadt zu bleiben.

Am Samstagmittag kommen wir in Göhren an. Da wir bis zum Sonnenuntergang noch etwas Zeit haben, spazieren wir vom Südstrand auf die Landzunge bis zum Nordperd.

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© Günter Kromer
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© Günter Kromer
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© Günter Kromer

15. März 2020 Klein Zicker - Sellin 27 km

Am Sonntagmorgen fahren wir mit dem Bus nach Klein-Zicker, wo wir zuerst eine kurze Runde über die kleine Halbinsel spazieren.

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© Günter Kromer— Klein Zicker
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© Günter Kromer— Blick von Klein Zicker zur Halbinsel Mönchsgut

Wir hatten als Reisezeit den März gewählt, weil wir unter anderem am Jasmunder Bodden viele Zugvögel fotografieren wollten. Nun bleiben uns nur ein paar Fotos von Vögeln im Meer.

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© Günter Kromer
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© Günter Kromer— Thiessow - Hafen

Zwischen Thiessow und Göhren kann man viele Kilometer weit über den Sandstrand wandern. Im Sommer liegen hier sicherlich viele Badegäste, jetzt ist es herrlich ruhig.

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© Günter Kromer— Strand zwischen Thiessow und Göhren
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© Günter Kromer

Zwischendurch verlassen wir den Strand und wandern eine Runde über die Halbinsel Mönchsgut.

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© Günter Kromer

Die Landschaft auf dieser wunderschönen Halbinsel ist recht hügelig. Uns gefällt es hier sehr gut.

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© Günter Kromer— Halbinsel Mönchsgut

Vom Aussichtspunkt Bakenberg blicken wir zurück zur Halbinsel Klein Zicker.

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© Günter Kromer— Halbinsel Mönchsgut
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© Günter Kromer— Halbinsel Mönchsgut
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© Günter Kromer— Halbinsel Mönchsgut
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© Günter Kromer

Eigentlich wollten wir noch bis zum westlichen Ende der Insel wandern, doch wegen dem sehr kalten Wind gehen wir vorzeitig hinab nach Gager.

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© Günter Kromer— Gager

Nach weiteren Kilometern am Strand erreichen wir Göhren.

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© Günter Kromer— Göhren - Heimatmuseum
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© Günter Kromer— Göhren - Museumshof
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© Günter Kromer— Göhren - Seebrücke

Auch die Strecke von Göhren bis Sellin können wir durchgehend am Strand wandern.

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© Günter Kromer— Strand zwischen Göhren und Sellin
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© Günter Kromer
© Günter Kromer - Strand bei Sellin#images-tours/thumbs/dsc0273_1584550691.jpg
© Günter Kromer— Strand bei Sellin
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© Günter Kromer
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© Günter Kromer— Strand bei Sellin

In Sellin begeistert uns die herrliche, alte Bäderarchitektur.

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© Günter Kromer— Sellin - Seebrücke
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© Günter Kromer— Sellin

Am Abend spazieren wir noch kurz zum Selliner See.

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© Günter Kromer— Selliner See

16.3.2020 Sellin - Sassnitz - Königsstuhl - Parkplatz Hagen

Als wir am Morgen in Sellin aufbrechen, ahnen wir noch nicht, dass dieser Tag und auch die restliche Woche völlig anders verlaufen werden als geplant.

Schon wenigen Minuten nach Verlassen des Hotels führt uns der Hochuferweg mit vielen kurzen Auf- und Abstiegen entlang der Steilküste.

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© Günter Kromer— Hochuferweg zwischen Sellin und Binz

Der Buchenwald ist im Sommer sicherlich wunderschön.

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© Günter Kromer

Kurz vor Binz führt ein kurzer, leichter Abstecher hinab zur Küste.

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© Günter Kromer

Auch in Binz stehen viele sehenswerte Villen und Hotels.

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© Günter Kromer— Binz
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© Günter Kromer— Binz - Kurhaus

Zu den Sehenswürdigkeiten auf Rügen zählt auch Prora. Dieser architektonische Schandfleck wurde von den Nationalsozialisten erbaut. Zum Glück sieht man den schier endlos langen Gebäuderiegel vom Strand aus kaum, da er hinter Kiefern verborgen ist. Ein Teil der Gebäude wurde frisch renoviert, andere Abschnitte stehen eher als Ruinen da.

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© Günter Kromer— Prora

Eigentlich wollten wir heute ohne Abkürzung bis Sassnitz wandern. Doch nun bekomme ich mehrere Anrufe, in denen mir mitgeteilt wird, dass ganz Rügen nun für Touristen komplett gesperrt wird und daher auch alle Hotels und Pensionen schließen. Für eine Rückfahrt nach Hause ist es nun aber zu spät, da wir ohne Auto unterwegs sind. Zum Glück dürfen wir heute noch in der gebuchten Unterkunft in Sassnitz übernachten und können dann morgen die zehnstündige Heimreise antreten.

Wir kürzen nun 7 km zwischen Neu-Mukran und Sassnitz mit dem Bus ab.

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© Günter Kromer— Strand zwischen Prora und Neu Mukran
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© Günter Kromer— Sassnitz

In Sassnitz bringen wir unser Gepäck in die Pension und wandern von dort aus 8 km durch den Nationalpark Jasmund entlang der Kreidefelsen. So können wir zumindest noch den schönsten Teil der Insel sehen.

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© Günter Kromer— Kreidefelsen
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© Günter Kromer— Kreidefelsen
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© Günter Kromer— Kreidefelsen
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© Günter Kromer
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© Günter Kromer
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© Günter Kromer
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© Günter Kromer
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© Günter Kromer

Um 17 Uhr kommen wir beim Nationalparkzentrum am Königsstuhl an. Wir wissen, dass um 17.30 Uhr von hier ein Bus zurück nach Sassnitz fährt. ..... Normalerweise!!! An der Haltestelle hängt ein Zettel, der darauf hinweist, dass wegen der durch Corona bedingten Schließung des Besucherzentrums vorläufig auch kein Bus fährt. Super! In einer Stunde geht die Sonne unter, wir würden für den Rückweg aber etwa 2,5 Stunden brauchen. Stirnlampen haben wir natürlich heute nicht dabei. An der Haltestelle steht auch eine junge Amerikanerin, deren Studium in Berlin momentan auch zwangsweise unterbrochen wurde und die nun die Zeit zum einem Rügenurlaub nutzen wollte. Sie spricht kein Deutsch und hat nun keine Ahnung, was hier los ist und wie sie zurück kommen kann. Zum Glück sehen wir nun zwei Wanderer, die so spät noch hier oben unterwegs sind. Deren Auto steht am 3 km entfernten Wanderparkplatz Hagen. Mit denen können wir drei nun zum Parkplatz wandern und nach Sassnitz fahren.

 

In dieser Woche scheine ich ein echt mieses Karma zu haben. 800 m vor dem Bahnhof in Sassnitz stolpere ich über die Schienen des alten Hafenkran und muss danach mit blutigem Gesicht und Händen im Zug sitzen. Wenn schon ein paar Tage früher als geplant nach Hause, dann auch so richtig doof! An den Tagen danach sieht mein zerschürftes Gesicht mit großen, dunklen Blutergüssen recht abschreckend aus. Als dauerhafte Erinnerung an diesen Kurzurlaub bleibt eine Narbe am Nasenrücken.