2.-6.11.19

Werra-Burgen-Steig Hessen

D-Wanderer km 8735 bis km 8869

2.11.19 Hann. Münden - Witzenhausen 30 km

Ihr wollt noch mehr Wanderberichte lesen? Dann unterstützt den Deutschland-Wanderer!
Bisher stelle ich bereits fast 9000 km auf interessanten Fernwanderwegen vor. Bis Juni 2020 werden die 10.000 km überschritten. Danach will ich gerne die Seite um 100 oder mehr der schönsten Tageswanderungen Deutschlands erweitern. Ohne Unterstützung durch euch Leser lässt sich dieses Projekt aber nicht mehr finanzieren. Infos stehen hier: https://d-wanderer.de/aktuelles.php

 

Bereits 1885 wurde der Werra-Burgen-Steig von Hann. Münden bis zur Wartburg markiert. Die deutsche Teilung trennte auch diesen Weg. Inzwischen gibt es zwei Routen. Der eine Weg führt durch Thüringen, der andere, als "Qualitätsweg Wanderbares Deutschland" zertifizierte Werra-Burgen-Steig Hessen, führt 134 km weit von Hann. Münden nach Nentershausen.

In Hann. Münden war ich vor Monaten schon einmal, da hier auch der Weserbergland-Weg beginnt. Und so wie damals regnet es auch heute wieder in dieser schönen Stadt.
Beim Werrastein, auf dem der berühmte Spruch steht, vereinigen sich Werra und Fulda zur Weser. Hier beginnt der Werra-Burgen-Steig Hessen.

 

© Günter Kromer#images-tours/thumbs/p1210118.jpg
© Günter Kromer

Kurz schaue ich mir noch einmal die Altstadt mit dem schönen Rathaus und dem Welfenschloss an.

© Günter Kromer - Hann. Münden - Rathaus#images-tours/thumbs/dsc0041_1573126111.jpg
© Günter Kromer— Hann. Münden - Rathaus
© Günter Kromer - Hann. Münden - Schloss#images-tours/thumbs/p1210129.jpg
© Günter Kromer— Hann. Münden - Schloss

Dann führt mich eine Brücke über die Werra.

© Günter Kromer#images-tours/thumbs/p1210147.jpg
© Günter Kromer

Bald wandere ich auf einem schmalen Naturweg schnell bergauf. Umgeben von buntem Herbstlaub sehe ich den Fluss nur manchmal unter mir. Bei der Kramberg-Hütte gibt es eine schöne Aussicht.

© Günter Kromer#images-tours/thumbs/p1210179.jpg
© Günter Kromer
© Günter Kromer#images-tours/thumbs/p1210200.jpg
© Günter Kromer

Dann führt mich der Weg fort vom Fluss, den ich erst am Ende der Etappe wieder sehen werde.
Da der Wetterbericht für alle fünf Etappen fast durchgehend Regen ankündigte, lasse ich zum ersten Mal meine gute Kamera daheim und fotografiere hier nur mit der kleinen Lumix, mit der ich schon viele Dutzend Reportagen von Marathon- und Ultratrailwettkämpfen gemacht habe. Doch wie seit 1,5 Jahren gewohnt, regnet es entgegen der Prognosen jeden Tag durchschnittlich nur eine Stunde, ich hätte also besser doch mit der Nikon fotografiert.

Kurz vor Lippoldshausen komme ich an einem Bach mit mehreren kleinen Wasserfällen vorbei.

© Günter Kromer#images-tours/thumbs/p1210221.jpg
© Günter Kromer
© Günter Kromer - Lippoldshausen#images-tours/thumbs/p1210222.jpg
© Günter Kromer— Lippoldshausen
© Günter Kromer - Lippoldshausen#images-tours/thumbs/p1210225.jpg
© Günter Kromer— Lippoldshausen

Nach Durchquerung des Ortes folgen einige Kilometer auf breiten Forstwirtschaftswegen. Insgesamt ist der Anteil schmaler Naturwege und Pfade aber am WBS Hessen deutlich höher als auf den meisten anderen Fernwanderwegen.

Fast alle anderen Wege, die ich kenne, werden mit bunten geometrischen Zeichen oder interessanten Logos markiert. Hier gibt es nur Kombinationen aus Buchstaben und Zahlen, so dass manche Bäume aussehen wie mathematische Gleichungen. Ich folge dem X5H.

© Günter Kromer - Höhere Mathematik?#images-tours/thumbs/p1210227.jpg
© Günter Kromer— Höhere Mathematik?

Mal im Wald, mal an Wiesen und Feldern vorbei, komme ich schnell voran. Die abwechslungsreiche Strecke gefällt mir.

© Günter Kromer#images-tours/thumbs/p1210237.jpg
© Günter Kromer
© Günter Kromer#images-tours/thumbs/p1210251.jpg
© Günter Kromer
© Günter Kromer#images-tours/thumbs/p1210253.jpg
© Günter Kromer
© Günter Kromer - Ziegenweide bei Gut Hübenthal#images-tours/thumbs/p1210313.jpg
© Günter Kromer— Ziegenweide bei Gut Hübenthal

Im Alter von 12 bis 15 Jahren liebte ich die klassischen Edgar-Wallace-Filme. Nun sehe ich Schloss Berlepsch, das in einigen als Kulisse diente, live vor mir. Nahe am Schloss kann man auch in sehr originellen Baumhäusern und Baumzelten übernachten.

© Günter Kromer - Schloss Berlepsch#images-tours/thumbs/p1210329.jpg
© Günter Kromer— Schloss Berlepsch
© Günter Kromer#images-tours/thumbs/p1210332.jpg
© Günter Kromer

Weiter geht es auf und ab.

© Günter Kromer - Albshausen#images-tours/thumbs/p1210335.jpg
© Günter Kromer— Albshausen
© Günter Kromer - Albshausen#images-tours/thumbs/p1210337.jpg
© Günter Kromer— Albshausen

Schließlich erreiche ich Witzenhausen, wo ich übernachte.

© Günter Kromer - Witzenhausen#images-tours/thumbs/p1210338.jpg
© Günter Kromer— Witzenhausen

Trotz sehr vieler Fachwerkhäuser kann mich in diesem Ort nur Schinkel's Brauhaus mit seinen Öko-Craft-Bieren begeistern. Das I.P.A. schmeckt mir hier sehr gut.

© Günter Kromer - Witzenhausen#images-tours/thumbs/p1210340.jpg
© Günter Kromer— Witzenhausen
© Günter Kromer - Witzenhausen#images-tours/thumbs/p1210342.jpg
© Günter Kromer— Witzenhausen

3.11.19 - Witzenhausen - Bad Sooden-Allendorf 27 km

Auch heute führt mich die Route den ganzen Tag fort von der Werra.

© Günter Kromer#images-tours/thumbs/p1210355.jpg
© Günter Kromer

Auf abwechslungsreicher Strecke geht es mal bergauf, mal bergab. Mir gefällt wie bereits gestern der recht hohe Anteil schmaler Wege und Pfade.

© Günter Kromer#images-tours/thumbs/p1210358.jpg
© Günter Kromer

Im Vergleich zu manch anderen Fernwanderwegen ist der X5h nicht besonders schwer. Dennoch sollte man vor allem im Herbst aufpassen, da manchmal das tiefe Laub rutschige Steine verbirgt. Auch auf dem lehmigen Boden kann man an steileren Stellen leicht abrutschen.

© Günter Kromer#images-tours/thumbs/p1210359.jpg
© Günter Kromer

Nach etwa zwei Stunden erreiche ich die Jugendburg Ludwigstein. Vor etwa 100 Jahren wurde hier eine Ruine von der Wandervogel Bewegung gekauft und für die Jugendbewegung ausgebaut.

© Günter Kromer - Jugendburg Ludwigstein#images-tours/thumbs/p1210361.jpg
© Günter Kromer— Jugendburg Ludwigstein
© Günter Kromer - Jugendburg Ludwigstein#images-tours/thumbs/p1210363.jpg
© Günter Kromer— Jugendburg Ludwigstein
© Günter Kromer#images-tours/thumbs/p1210366.jpg
© Günter Kromer

Und weiter geht es bergauf und bergab, nun meist durch Wald.

© Günter Kromer#images-tours/thumbs/p1210370.jpg
© Günter Kromer

Insgesamt ist die heutige Etappe anstrengender als der Weg gestern. Der steilste Aufstieg führt zum Rosskopf Turm.

© Günter Kromer - Rosskopf Turm#images-tours/thumbs/p1210379.jpg
© Günter Kromer— Rosskopf Turm

Die Aussicht von diesem Holzbauwerk wird heute leider durch den dunklen Himmel getrübt.

© Günter Kromer - Aussicht vom Rosskopf Turm#images-tours/thumbs/p1210388.jpg
© Günter Kromer— Aussicht vom Rosskopf Turm
© Günter Kromer - Jäger-Eiche#images-tours/thumbs/p1210391.jpg
© Günter Kromer— Jäger-Eiche

Bei Ahrenberg wundere ich mich, als der Wegweiser auf den Parkplatz eines großen Hotels zeigt. Doch am Hoteleingang weißt ein Schild darauf hin, dass der Wanderweg direkt über die Aussichtsterrasse führt.

© Günter Kromer#images-tours/thumbs/p1210393.jpg
© Günter Kromer

Noch wenige Kilometer leicht bergab, dann erreiche ich Bad Sooden-Allendorf. Heute schaue ich mir nur Bad Sooden an, das mir ausgesprochen gut gefällt.

© Günter Kromer - Bad Sooden - Gradierwerk und alter Bohrturm#images-tours/thumbs/p1210406.jpg
© Günter Kromer— Bad Sooden - Gradierwerk und alter Bohrturm

Ich bin froh, dass ich mich gegen einen Aufenthalt in der Therme und für einen längeren Stadtspaziergang entschieden habe. Hier gibt es viel zu entdecken: Prunkvolle Fachwerkhäuser, malerische Gassen, eines der ältesten noch erhaltenen Gradierwerke Deutschlands, ein alter Bohrturm der Saline, der aus mehr als 300 m Tiefe Salzwasser förderte, ein Salzmuseum und vieles mehr.

© Günter Kromer - Bad Sooden#images-tours/thumbs/p1210410.jpg
© Günter Kromer— Bad Sooden
© Günter Kromer - Bad Sooden#images-tours/thumbs/p1210412.jpg
© Günter Kromer— Bad Sooden

3.11.19 Bad Sooden-Allendorf - Eschwege 28 km

Am Morgen wandere ich über die Brücken der hier in mehrere Ströme geteilten Werra hinüber nach Allendorf.

© Günter Kromer - Werra bei Bad Sooden-Allendorf#images-tours/thumbs/p1210416.jpg
© Günter Kromer— Werra bei Bad Sooden-Allendorf
© Günter Kromer - Werra bei Allendorf#images-tours/thumbs/p1210418.jpg
© Günter Kromer— Werra bei Allendorf

Der Wanderweg führt nicht in die Altstadt hinein, aber natürlich schaue ich mir diese dennoch an. Hier stehen sogar noch mehr Fachwerkhäuser als drüben, darunter wieder viele mit schön bemalte oder geschnitzte.

© Günter Kromer - Allendorf#images-tours/thumbs/p1210424.jpg
© Günter Kromer— Allendorf

Ohne mein D-Wanderer Projekt wäre ich wohl nie hier her gekommen, da ich bisher noch nie davon gehört hatte, wie schön es hier ist. Bad Sooden-Allendorf hat eindeutig sehr viel Nachholbedarf beim Tourismus-Marketing.

© Günter Kromer - Allendorf - Marktplatz#images-tours/thumbs/p1210425.jpg
© Günter Kromer— Allendorf - Marktplatz
© Günter Kromer - Allendorf#images-tours/thumbs/p1210427.jpg
© Günter Kromer— Allendorf

Eine Weile führt der Werra-Burgen-Steig nun direkt am Ufer entlang.

© Günter Kromer#images-tours/thumbs/p1210431.jpg
© Günter Kromer

Dann geht es über Feldwege direkt auf Schloss Rothestein zu.
Nach dem Aufstieg zum Schloss enttäuscht es mich aber, dass man von außerhalb des umzäunten Privatgeländes kaum etwas vom Schloss erkennen kann.

© Günter Kromer - Schloss Rothestein#images-tours/thumbs/p1210441.jpg
© Günter Kromer— Schloss Rothestein

Umgeben von buntem Herbstwald wandere ich weiter bergauf.

© Günter Kromer#images-tours/thumbs/p1210453.jpg
© Günter Kromer
© Günter Kromer#images-tours/thumbs/p1210460.jpg
© Günter Kromer

Den folgenden Wegabschnitt sollte man keinesfalls im Winter bei Schnee wandern. Der schmale Pfad folgt teilweise einem auf beiden Seiten steil abfallenden Grat, teils schmiegt er sich an einen Steilhang. Hier muss man auch im Herbstlaub aufpassen.

© Günter Kromer#images-tours/thumbs/p1210461.jpg
© Günter Kromer

Kurz vor dem Aussichtspunkt "Schöne Aussicht" trifft der Pfad wieder auf einen bequemen Weg. Der Name trifft zu, die Aussicht nach Bad Sooden-Allendorf und auf viele herbstliche Berge gefällt mir hervorragend.

© Günter Kromer - Aussichtspunkt "Schöne Aussicht"#images-tours/thumbs/p1210544.jpg
© Günter Kromer— Aussichtspunkt "Schöne Aussicht"

Bald darauf erreiche ich die ehemalige deutsch-deutsche Grenze.
Nun freue ich mich auf einige weitere Aussichtspunkte der "Hessischen Schweiz", doch der Weg über Wolfstisch, Pferdeloch und Salzfrau ist momentan gesperrt. Die gut markierte Umleitung führt mich zuerst 1,8 km auf Asphalt hinab nach Hitzelrode und dann auf einem Wanderweg wieder bergauf.
Oben folge ich dann wieder der normalen Route, nun durch urigen Buchenwald entlang der alten Grenze, ein wunderbarer Streckenabschnitt.

© Günter Kromer#images-tours/thumbs/p1210555.jpg
© Günter Kromer

Von der Silberklippe blicke ich hinab zum Werratalsee, nach Eschwege und zu den Bergen Thüringens und des Hainich.

 

 

© Günter Kromer - Silberklippe#images-tours/thumbs/p1210560.jpg
© Günter Kromer— Silberklippe

Der Abstieg führt mich noch eine Weile durch den schönen Wald, zwischendurch kurz recht steil. Unterhalb von Neuerode wandere ich dann einige Kilometer weit recht bequem durch eine angenehme Wald- und Wiesenlandschaft. Zuletzt geht es ein paar Kilometer weit fast flach durch das Werratal, zwischendurch an einem See mit großem Campingplatz vorbei.

© Günter Kromer#images-tours/thumbs/p1210570.jpg
© Günter Kromer

Auch Eschwege hat sehr viele Fachwerkhäuser.

© Günter Kromer - Eschwege#images-tours/thumbs/p1210576.jpg
© Günter Kromer— Eschwege

Das ehemalige Landsherrenschloss kann man nicht besichtigen, da es heute als Verwaltungsgebäude genutzt wird.

© Günter Kromer - Eschwege - Landsherrenschloss#images-tours/thumbs/p1210578.jpg
© Günter Kromer— Eschwege - Landsherrenschloss

In der Marktkirche St. Dionys und in der Neustädter Kirche stehen schöne Orgeln.
Ich übernachte in der Jugendherberge, wo außer mir heute nur ein einziger anderer Gast ist.

© Günter Kromer - Eschwege#images-tours/thumbs/p1210581.jpg
© Günter Kromer— Eschwege

5.11.19 Eschwege - Lüderbach 24 km

Zuerst führt mich der Weg heute mit nur leichter Steigung an Feldern und Streuobstwiesen vorbei. Hinter mir hängen fast schwarze Wolken tief an den Bergen, über die ich gestern Mittag gewandert bin, doch vor mir öffnen sich ein paar blaue Lücken am Himmel.

© Günter Kromer - Aussicht bei der Regener Hütte#images-tours/thumbs/p1210585.jpg
© Günter Kromer— Aussicht bei der Regener Hütte
© Günter Kromer#images-tours/thumbs/p1210588.jpg
© Günter Kromer

Dann geht es durch Wald hinauf zum Lotzenkopf. Oben scheint gerade die Sonne, wenige Kilometer entfernt sehe ich dagegen eine Regenfront.

© Günter Kromer - Lotzenkopf#images-tours/thumbs/p1210594.jpg
© Günter Kromer— Lotzenkopf

Viele Kilometer wandere ich nun ohne besondere Höhepunkte weiter, nun etwas öfter auf breiten Wegen als bisher. Doch dann führt mich der Weg in einer weiten Schleife durch das Naturschutzgebiet Graburg. Hier begeistert mich wieder ein sehr urwüchsiger Wald mit vielen verwitterten Wurzeln, bemoosten Baumstämmen und mehr. Hier könnte ich ohne Ende fotografieren!

© Günter Kromer#images-tours/thumbs/p1210600.jpg
© Günter Kromer
© Günter Kromer#images-tours/thumbs/p1210609.jpg
© Günter Kromer

Am Aussichtspunkt Rabenkuppe verschleiert durchziehender Regen etwas den Blick auf die bunte Herbstlandschaft.

© Günter Kromer - Rabenkuppe#images-tours/thumbs/p1210615.jpg
© Günter Kromer— Rabenkuppe

Ein paar Kilometer weit begleitet die Strecke den Ars Natura Kunstpfad. Ich bin durchaus an Kunst interessiert, aber mit diesen abstrakten Sinn-Spielereien kann ich wenig anfangen. Da sind mir die realen Wunder des Waldes lieber, bei denen ich nicht hinter jedem Ast eine tiefere Bedeutung ergründen muss.
Eine Weile führt der Weg an der Oberkante eines Steilhangs entlang. Dies erinnert mich an den Albtrauf, dem ich vor zwei Wochen folgte.
Bisher blieben meine Schuhe trotz gelegentlichem Regen einigermaßen sauber, doch kurz hinter Rittmannshausen verwandeln überschwere Forstfahrzeuge den Waldweg in eine Piste mit knöcheltiefem, rutschigen Schlamm. Zum Glück zweigt die Route bald auf einen schmalen Pfad ab. Dann erreiche ich den kleinen Ort Lüderbach, wo ich in der auch für Werra-Burgen-Steig Wanderer geeigneten, Pilgerunterkunft im Gemeindehaus übernachte. Ich darf ein leichtes Feldbett von oben hinab in den Saal tragen, Dusche gibt es keine, brauche ich auch nicht, die Küche mit Kaffeemaschine und Wasserkocher nutze ich gerne.

6.11.19 Lüderbach - Nentershausen 25 km

Nachdem mitten in der Nacht die Heizung aus ging und der Raum auf 12 Grad abkühlte, bin ich froh, als es draußen endlich hell genug zum Wandern ist. Schon bald komme ich an einem Schild vorbei, das darauf hinweist, dass die wenige Kilometer entfernte Burg die berühmte Wartburg ist. Ein Foto auf der Tafel zeigt, was ich heute wegen starkem Dunst nicht sehen kann.

© Günter Kromer - Altefeld#images-tours/thumbs/p1210622.jpg
© Günter Kromer— Altefeld
© Günter Kromer#images-tours/thumbs/p1210624.jpg
© Günter Kromer

Bis auf wenige sehr kurze Abschnitte ist der Weg heute leicht. Aber der Aufstieg zur Ruine Randenfels ist das steilste Stück aller X5H-Etappen. Leider ist oben der Zugang zur Burg wegen Einsturzgefahr gesperrt, so dass ich sie nicht besichtigen kann.

© Günter Kromer - Burg Randenfels#images-tours/thumbs/p1210625.jpg
© Günter Kromer— Burg Randenfels

Hotel Hohenhaus in einem alten Rittersgut wäre ein paar Preisklassen zu exklusiv für mich.

© Günter Kromer#images-tours/thumbs/p1210634.jpg
© Günter Kromer
© Günter Kromer#images-tours/thumbs/p1210635.jpg
© Günter Kromer

Bisher wanderte ich hier schon mehr als 100 Kilometer, ohne dass an einer einzigen Stelle eine Markierung fehlte. Doch hier gabelt sich an einem kleinen Bergrücken der Weg in zwei gleich breite Routen, ohne dass ich ein Zeichen sehe. Zwischen beiden Wegen wurde der Wald gerodet, dies erklärt den Mangel. Ich gehe rechts bergab und sehe bald auch das nächste Zeichen.

© Günter Kromer#images-tours/thumbs/p1210638.jpg
© Günter Kromer
© Günter Kromer#images-tours/thumbs/p1210639.jpg
© Günter Kromer
© Günter Kromer - Blankenbach#images-tours/thumbs/p1210646.jpg
© Günter Kromer— Blankenbach

Ein paar Kilometer danach liegt oberhalb von Blankenbach ein Wegweiser am Boden und lässt nicht erkennen, ob ich hier nach rechts oder links muss. Doch dann entdecke ich oben am Waldrand ein Zeichen.

© Günter Kromer#images-tours/thumbs/p1210649.jpg
© Günter Kromer

Nachdem zwischendurch eine Weile die Sonne das Herbstlaub beleuchtete, endet meine Wanderung bei Regen.

© Günter Kromer#images-tours/thumbs/p1210654.jpg
© Günter Kromer

Die Tannenburg bildet den Schlusspunkt des Werra-Burgen-Steig Hessen.

© Günter Kromer - Tannenburg#images-tours/thumbs/p1210661.jpg
© Günter Kromer— Tannenburg

Ich gehe kurz in den Burghof und in den romantischen Burggarten.
Dann folge ich 1,3 km der Zufahrtstrasse hinab nach Nentershausen, fahre mit dem Bus ins nahe Sontra und mit der Bahn nach Hause.
Mal abwarten - vielleicht kommt nun auch der Werra-Burgen-Steig in Thüringen zu meiner ohnehin schon zu langen Ideenliste für 2020.

© Günter Kromer - Tannenburg#images-tours/thumbs/p1210671.jpg
© Günter Kromer— Tannenburg

Offizielle Infos stehen hier: https://www.werra-burgen-steig-hessen.de/