20. - 29.7.2019

Rheinsteig

Deutschland-Wanderer Kilometer 6552 bis 6872

20.7.19 Bonn - Rhöndorf 23 km

Ihr wollt noch mehr Wanderberichte lesen? Dann unterstützt den Deutschland-Wanderer!
Bisher stelle ich bereits fast 9000 km auf interessanten Fernwanderwegen vor. Bis Juni 2020 werden die 10.000 km überschritten. Auch danach will ich gerne weitere schöne Wanderungen auf dieser Seite vorstellen. Doch ohne Unterstützung durch euch Leser lässt sich dieses Projekt dann nicht mehr finanzieren. Ich freue mich über jeden "Sponsorenbeitrag", egal in welcher Höhe. Infos stehen hier: https://d-wanderer.de/aktuelles.php

 

Der meist gut markierte Rheinsteig führt 320 km weit von Bonn nach Wiesbaden bzw. umgekehrt durch das zum UNESCO Welterbe zählenden Mittelrheintal. Ich wanderte den offiziell in 21 Etappen aufgeteilte Weg in 10 Tagen.

 

Zwei Stunden nach meinem Abschied vom Moselsteig wandere ich in Bonn über die Rheinbrücke und folge dem Rheinsteig auf dem asphaltierten Weg am Ufer.

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© Günter Kromer— Bonn - Münster

Für mich bleibt dieser wenig attraktive Streckenabschnitt für immer mit der Erinnerung an den KoBoLT verbunden, einem 140 km langen Ultratrail-Wettkampf auf der Rheinsteig-Strecke von Koblenz nach Bonn, bei dem ich 2011 erstmals auch eine komplette Nacht lang unterwegs war. Damals war ich mächtig stolz, diesen anstrengenden Lauf geschafft zu haben und hätte nicht geglaubt, dass ich in den folgenden Jahren sogar noch längere und viel schwerere Wettkämpfe erleben würde.

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© Günter Kromer

Dieses Mal will ich hier aber die meiste Zeit über ganz normal wandern, nur einige steile Pfade laufe ich nach wie vor lieber als dass ich sie gehe.
Ich bin froh, als endlich der Asphalt endet und ich auf normalen Waldwegen mal bergauf, mal bergab wandere.
Ein Aussichtspunkt bietet einen schönen Blick auf einen See, der in einem Basaltsteinbruch entstanden ist.

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© Günter Kromer

Der markante Gipfel des Drachenfels, über den ich heute wandern will, liegt noch weit vor mir.

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© Günter Kromer
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© Günter Kromer

Trotz dunkler Bewölkung scheint bei Kloster Heisterbach kurz die Sonne. Im weitläufigen Areal steht unter anderem die sehenswerte Ruine einer alten Klosterkirche, die bei ihrer Einweihung im Jahr 1237 an Größe nur vom Kölner Dom übertroffen wurde. Anfang des 19. Jahrhunderts wurde die Kirche bis auf den Chorbereich abgerissen.

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© Günter Kromer— Kloster Heisterbach

Nach dem Sonnenschein wird es nun schnell zapperduster. Ein heftiges Gewitter zieht auf. Beim Aufstieg zum Petersberg gießt es aus allen Kübeln. Oben beschränkt sich die Aussicht auf 200 m Grau, zumal sich nun auch ein paar kleine Hagelkörner in den Platschregen mischen.
Eben noch lechzte der Wald wegen der langen Dürre nach Regen, jetzt verwandelt sich der Wanderweg in ein Bachbett. So etwas kenne ich gut. von Trail-Wettkämpfen. Mir macht es heute Spaß, mal wieder durch das strömende Wasser bergab zu rennen.
Als ich den Geisberg erreiche, ist es bereits wieder trocken. Die Wolken, die eben noch den Hang verhüllten, ziehen weg und ich sehe vor mir den Rhein und den Drachenfels.

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© Günter Kromer— Blick vom Geisberg zum Drachenfels

Am späten Nachmittag besichtige ich Schloss Drachenburg, das von außen wie ein Märchenschloss aus dem Bilderbuch wirkt. Die Gestaltung im Inneren unterscheidet sich stark vom prunkvollen Kitsch vieler anderer Schlösser. Sowohl auf großen Wandgemälden als auch bei den grandiosen Fensterbildern wurde viel Bezug auf Deutsche Geschichte genommen. Für mich ist dies nach Hohenschwangau das zweitschönste Schloss Deutschlands.

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© Günter Kromer— Schloss Drachenburg

Hätte ich auf die Besichtigung verzichtet, wäre ich vielleicht noch trocken an mein Ziel gekommen. Nun aber erwischt mich kurz vor dem Drachenfels die nächste Sintflut und ich laufe ohne anzuhalten an der Burg vorbei und etwa zwei Kilometer bergab nach Rhöndorf, wo ich übernachte.

21.7.19 Rhöndorf - Linz 33 km

Bei Sonnenschein geht es am Morgen durch Wald bergauf.

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© Günter Kromer— Rhöndorf

Anfangs genieße ich die besondere Lichtstimmung, die an einem sonnigen Morgen den Wald verzaubert. Später wird mir die Strecke dann aber auf Dauer zu eintönig. So schön der Rheinsteig insgesamt ist, so wenig mag ich diesen Abschnitt, der viele Kilometer weit meist über breite Forstwirtschaftswege führt.

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© Günter Kromer

An diesem Vormittag komme ich nur sehr selten an Stellen mit etwas Aussicht vorbei.

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© Günter Kromer

Erst als der Weg nach vielen Kilometern endlich wieder aus dem Wald hinaus führt, wird es wieder etwas abwechslungsreicher.

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© Günter Kromer

Der Wasserfall im Hähnerbachtal entstand nicht auf natürliche Weise sondern ist der Abfluss eines ehemaligen Mühlteiches.

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© Günter Kromer— Wasserfall im Hähnerbachtal

Auf der Erpeler Ley war ich bisher nur bei zwei Wettkämpfen in dunkler Nacht. Nun blicke ich erstmals bei Sonnenschein von hier hinab auf das Rheintal.

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© Günter Kromer— Erpeler Ley

Die Erpeler Ley ist ein großer Basaltfelsen. Wenn man genau hinschaut, erkennt man sehr gut den vulkanischen Ursprung des Gesteins.

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© Günter Kromer— Erpeler Ley
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© Günter Kromer— Blick von Erpeler Ley nach Remagen

Schließlich erreiche ich Linz, einen der schönsten Orte am Mittelrhein. Lange schaue ich mir die vielen Fachwerkhäuser und andere historische Bauten an. Die Terrassen der Restaurants und Cafés sind sehr gut mit Touristen gefüllt.

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© Günter Kromer— Linz

22.7.19 Linz - Leutesdorf 30 km

Am Morgen wirkt Linz dann völlig anders. Kaum ein Mensch ist unterwegs. So gefällt mir persönlich die Stadt am besten.

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© Günter Kromer— Linz - Marktplatz
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© Günter Kromer— Linz - Marktplatz

Der Rheinsteig führt an einem schönen Friedhof vorbei schnell wieder in die Höhe. Heute geht es recht oft über abwechslungsreiche Pfade.

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© Günter Kromer

Je höher ich komme, desto besser gefällt mir der Blick zurück in Richtung Erpeler Ley.

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© Günter Kromer— Blick zurück zur Erpeler Ley
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© Günter Kromer
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© Günter Kromer— Leubsdorf
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© Günter Kromer

Gerne hätte ich auch Schloss Arenfels besichtigt, aber dies ist nur bei wenigen Führungen möglich. Auf die nächste müsste ich fast zwei Stunden warten.

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© Günter Kromer— Schloss Arenfels

Oberhalb von Bad Hönningen gibt es für kurze Zeit etwas zu viel Asphalt und Verkehrslärm, doch dann führt der Rheinsteig in einem hohen Bogen durch stille Natur, bis bei Rheinbrohl wieder kurz Zivilisation erreicht wird. Gleich steige ich wieder bergauf. Die Rheinbrohler Lay lädt mich zu einer längeren Mittagsrast mit weiter Aussicht

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© Günter Kromer

Eine Weile bleibt der Rheinsteig noch in der Höhe, dann geht es hinab nach Niederhammerstein, wo es zur Abwechslung mal ganz unten an einem kleinen Weinberg entlang geht.

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© Günter Kromer

Doch bald darf ich wieder bergauf steigen. Obwohl es nur 30 Grad sind, kommt mir dies wegen der Windstille, der schwülen Luft und der extrem starken Sonnenstrahlung brutal heiß vor.

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© Günter Kromer— Blick in Richtung Leutesdorf

Schließlich erreiche ich Leutesdorf, wo ich in einer der besten Jugendherbergen Deutschlands übernachte. Abendessen und Frühstück entsprechen hier eher einem Vier Sterne Hotel. Die Herberge steht direkt am Ufer. Zuerst setze ich mich mit einem Bier auf der Terrasse in den Schatten, zum Sonnenuntergang gehe ich dann hinab zur Wiese und schaue den vorbei fahrenden Schiffen zu. Auch der D-Wanderer kann diese ruhigen, trägen Phasen genießen.

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© Günter Kromer— Abend vor Jugendherberge Leutesdorf

23.7.19 Leutesdorf - Sayn 34 km

Beim ersten Aufstieg blicke ich hinab nach Andernach. Dann verlässt der Rheinsteig für lange Zeit das Rheintal. 

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© Günter Kromer— Blick hinüber nach Andernach

Ein Hirschkäfer krabbelt vor mir über den Weg.

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© Günter Kromer— Hirschkäfer

Kurz darauf springt ein Rehbock durch ein Kornfeld. Und wenige hundert Meter später sehe ich dann auch noch ein Wiesel, aber das ist zu schnell für die Kamera.

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© Günter Kromer
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© Günter Kromer— Wiedtal
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© Günter Kromer— Laubachsmühle

Schon um 11 Uhr ist es fast unerträglich heiß. Wenige Kilometer entfernt wird in Mülheim-Kärlich heute mit 40,3 Grad heute der heißeste Tag der Stadtgeschichte gemessen.

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© Günter Kromer

Wieder bin ich über jeden Meter im Schatten froh. In Rengsdorf marschiere ich zu den etwas abseits der Strecke liegenden Supermärkten und kaufe gleich drei Liter Getränke und Proviant, den ich später in einem Pavillon im Wald esse.

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© Günter Kromer— Pavillon bei Rengsdorf

Überall findet man hier noch Spuren des Limes sowie Rekonstruktionen einiger Bauten, so wie hier eine Nachbildung des mehr als 500 km langen Grenzzauns.

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© Günter Kromer— Rekonstruktion Limes Grenzzaun

Als ich endlich Sayn erreiche, plagt mich die Hitze so sehr, dass ich selbst im Schatten keine Lust mehr habe, in den Schlosspark zu sitzen. Ich gehe gleich zu meiner Unterkunft. Auch den Plan, zum Sonnenuntergang hinauf zur Burg zu gehen, muss ich dem Klima opfern.

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© Günter Kromer— Schloss Sayn
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© Günter Kromer

23.7.19 Sayn - Lahnstein 39 km

Der Wetterbericht kündigt für heute 39 Grad an. Na prima! Ausgerechnet heute liegt eine besonders lange Strecke vor mir. Daher beginne ich mit der Wanderung bereits um sechs Uhr. Der Aufstieg zur Burgruine ist nur kurz.

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© Günter Kromer— Burg Sayn

Während der ersten Kilometer führt der Weg meist durch Wald. Manchmal ist Sonne hinter dem Berg verborgen, manchmal zaubert sie wunderbare Lichtspiele an die Bäume. Ich mag diese frühen Morgenstimmungen.
Der Rheinsteig führt unter einem Viadukt der stillgelegten Brexbachbahn hindurch.

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© Günter Kromer— Viadukt Brexbachbahn
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© Günter Kromer— Rekonstruktion Römischer Limes Wachturm

Allmählich wird die Route sonniger. Beim Gasthaus Wüstenhof erinnert eine Gedenksäule daran, dass Goethe hier sein Gedicht "Heideröschen" geschrieben hat.

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© Günter Kromer— Aussicht von Gasthaus Wüstenhof

Schließlich erreiche ich Vallendar, das zwar kein so geschlossen hübsches Stadtbild vorweist wie z.B. Linz, aber einige sehr sehenswerte Fachwerkhäuser zu bieten hat.

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© Günter Kromer— Vallendar
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© Günter Kromer— Vallendar

Der Blick von Festung Ehrenbreitenstein hinab nach Koblenz und zur Mündung der Mosel begeistert mich jedes Mal, wenn ich hier oben bin.

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© Günter Kromer— Koblenz - Deutsches Eck

Einige Zeit führt der Rheinsteig nun am Ufer entlang, mit Blick hinüber nach Koblenz und wieder zwischendurch mit einer Streckensperrung. An Flüssen faszinieren mich immer wieder die Hochwassermarkierungen. Die alten Schilder links werden inzwischen durch kleine Schilder rechts übertroffen. Achtet auf das kleine Schild bei der Mitte des oberen Bildrandes! Wahnsinn!

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© Günter Kromer
© Günter Kromer - Koblenz - Preußisches Regierungsgebäude#images-tours/thumbs/dsc1393.jpg
© Günter Kromer— Koblenz - Preußisches Regierungsgebäude
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© Günter Kromer— Koblenz - Festung Ehrenbreitstein

Am Mittag wandere ich wieder meist durch Wald, wo die Hitze etwas abgemildert wird. Die positive Nebenwirkung der Hitze ist hier ein intensiver Duft von Harz, Holz und Nadeln, so wie im Winter in einer Aromasauna. Ich liebe diesen Sommergeruch des Waldes und genieße ihn heute in vollen Zügen.
Nun folgt einer meiner Lieblingsabschnitte des Rheinsteig. Durch herrlichen, mit Licht durchfluteten Mischwald führen schmale Pfade bergab.

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© Günter Kromer
© Günter Kromer - Lahn mit Kloster Allerheiligenberg und Burg Lahneck#images-tours/thumbs/dsc1479.jpg
© Günter Kromer— Lahn mit Kloster Allerheiligenberg und Burg Lahneck

Der anspruchsvollste Abschnitt des Rheinsteig ist die Ruppertsklamm, in der ein paar leichte Kletterstellen mit Drahtseilen gesichert sind. Bei Regen kann der steile Abstieg auf nassen Steinen recht rutschig sein, doch heute kommen mir viele Familien mit kleinen Kindern entgegen.

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© Günter Kromer— Ruppertsklamm

Als ich im Februar auf meiner Lahnwanderung hier her kam, lag oberhalb der Klamm sogar Neuschnee, heute ist es dort 39 Grad heiß. In der Klamm selbst bleibt das Klima aber überraschend angenehm.

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© Günter Kromer— Ruppertsklamm

Unten am Ufer der Lahn trifft mich die mörderische Hitze dann wie ein Hammer.

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© Günter Kromer

Ich übernachte nicht unten in Lahnstein sondern oben auf einem Berg. Wieder dauert es am Abend sehr lange, bis ich aus dem kühlen Zimmer heraus will. Doch zum Sonnenuntergang wird das Klima erträglicher.

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© Günter Kromer

25.7.19 Lahnstein - Kestert 40 km

Nun nähere ich mich dem Hitzerekord. Bald steige ich beim Abstieg nach Braubach über einen herrlichen, Felsengrat mit ein paar recht steilen, seilgesicherten Stellen.

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© Günter Kromer— Abstieg nach Braubach

Braubach durchquere ich am Rand und steige gleich zur Marksburg auf. Die Besichtigung der einzigen unzerstört gebliebenen Reichsburg am Mittelrhein lohnt sich sehr. Da ich die Burg schon kenne und heute eine Stunde auf die Öffnung warten müsste, marschiere ich gleich weiter.

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© Günter Kromer— Marksburg

Wieder bergab und bergauf, schon sehe ich die Marksburg aus der Ferne. Fast den ganzen Tag über mildert der Schatten im Wald wenigstens einen bisschen die Hitze. Immer wieder führt der Rheinsteig zu netten Aussichtspunkten. Am Vormittag kommen mir vier Mal andere Rheinsteigwanderer entgegen. Der Rheinsteig ist neben Malerweg und Eifelsteig die Route, auf der ich am häufigsten anderen Etappenwanderer begegne.

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© Günter Kromer

In Fils habe ich dann riesengroßes Glück, denn eigentlich ist der Dorfladen schon seit einigen Minuten wegen Mittagspause geschlossen. Eine nette Dame öffnet mir dann aber doch die Tür und ich kann die wegen der Hitze für die restlichen 17 km dringend benötigten Getränke kaufen.

Auf einem Berg setze ich mich eine Weile hin und genieße in aller Ruhe den Blick hinab nach Boppard. Ach wie kalt war es dort drüben im März, als ich den RheinBurgenWeg gewandert bin! Jetzt scheint mich die Hitze zu erschlagen.

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© Günter Kromer— Boppard

Nun geht es hinab zu den beiden auch "Die feindlichen Brüder" genannten Burgen.

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© Günter Kromer— Burg Sterrenberg
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© Günter Kromer— Burg Liebenstein

Wieder führt der Rheinsteig eine Weile über tolle Trails durch duftenden Kiefernwald.

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© Günter Kromer

Zuerst schaue ich mir kurz Burg Sterrenberg an. Dann marschiere ich weiter zu Burg Liebenstein, wo ich im schattigen Hof ein Bier trinke. Der Wirt wundert sich, dass bei dem Extremwetter jemand freiwillig zu Fuß unterwegs ist.

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© Günter Kromer— Burg Liebenstein
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© Günter Kromer

Der folgende Weg über die sonnigen Felder ist bei dieser Hitze besonders unangenehm.

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© Günter Kromer

Am Aussichtspunkt Hindenburghöhe sehe ich in der Ferne eine Rauchsäule aufsteigen. Der Richtung nach könnte es durchaus sein, dass das Feuer an einem der Rastplätze entstanden ist, an denen ich vor zwei Stunden vorbei kam. Ich sehe nahezu jeden Tag Leute, die trotz extremer Dürre im Wald Zigaretten rauche und halte es für wahrscheinlich, dass der Brand auf diese Weise ausgebrochen ist. Dies könnte dann aber auch für mich zu einem Problem führen, denn ich sah seit Stunden niemanden auf dem Weg, statt dessen wissen die Frau aus dem Laden und der Wirt im Schloss, dass der D-Wanderer hier unterwegs war. Wie soll ich nachweisen, dass ich seit mehr als zehn Jahren keine Zigarette mehr geraucht habe. Zum Glück erfahre ich später, dass doch kein Wanderer sondern ein überhitzter Mähdrescher für das Feuer verantwortlich war.

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© Günter Kromer

Selbst am Abend ist es in Kestert viel zu heiß, um draußen zu sitzen. Nur kurz gehe ich ans Ufer, wo ich mich über die vielen Muscheln wundere. Von einem Wirt erfahre ich, dass er heute auf seiner Terrasse 40,5 Grad im Schatten gemessen hat. Im gut gekühlten Restaurant lerne ich mal wieder ein Bier kennen, das ich wegen seinem besonderen Geschmack in meine imaginäre „D-Wanderer Biersammlung“ aufnehme: Lahnsteiner Bernstein“.

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© Günter Kromer— Ufer bei Kestert

26.7.19 Kestert - Kaub 36 km

Ab 7.30 Uhr steige ich auf dem Zuweg steil zum Rheinsteig hinauf. Danach geht es gleich weiter in die Höhe und für kurze Zeit aus dem Tal heraus.

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© Günter Kromer
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© Günter Kromer

In St. Goarshausen versorge ich mich in einem großen Supermarkt mit frischem Proviant und setze mich dann gleich ans Ufer zu einem frühen Mittagessen.
Dann geht es hinauf zur Burg Maus und zu einem Aussichtspunkt, anschließend erneut zum Rhein hinab.

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© Günter Kromer— Burg Maus
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© Günter Kromer
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© Günter Kromer— St. Goarshausen und Loreley

Trotz Hitze sind auch heute wieder einige andere Rheinsteig-Wanderer unterwegs.

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© Günter Kromer— Blick hinüber zu Burg Rheinfels
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© Günter Kromer— Burg Katz
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© Günter Kromer— Blick hinüber nach St. Goar

Die Loreley, der wohl berühmteste Felsen Deutschlands, zählt für mich persönlich nicht zu den Höhepunkten des Mittelrheins. Viele Touristen, zu viele breite Betonwege, zu viele Zäune!

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© Günter Kromer— Aussicht von der Loreley
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© Günter Kromer— Loreley

Die Hitze ist wieder fast unerträglich. Doch nun verheißen aufziehende Gewitterwolken etwas Linderung. Ich hätte nie gedacht, dass ich mich einmal über Gewitterwolken freue.

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© Günter Kromer
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© Günter Kromer
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© Günter Kromer— Oberwesel

In der Ferne donnert es. Bald sehe ich rechts und links in der Ferne Regen fallen, doch genau über mir brennt noch immer ungefiltert die Sonne erbarmungslos herab.

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© Günter Kromer— Blick zur Schönburg

Endlich wird es auch um mich herum schattig. Starke Windböen bringen zusätzlich etwas Abkühlung.
Unten in Kaub ist es dann aber wieder windstill und extrem schwül.

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© Günter Kromer— Burg Gutenfels und Burg Pfalzgrafenstein

27.7.19 Kaub - Assmannshausen 30 km

Heute ist der erste Tag in meinem Leben, an dem ich mich über lückenlos bewölkten Himmel freue. Noch solch ein Hitzetag wäre auch für mich zu viel gewesen.

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© Günter Kromer— Burg Pfalzgrafenstein

Zuerst führt der Rheinsteig an Burg Gutenfels vorbei.

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© Günter Kromer— Burg Gutenfels
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© Günter Kromer

Noch vor wenigen Jahrzehnten wurden viel mehr Hänge am Mittelrhein für den Weinbau genutzt. Inzwischen lohnt sich diese mühsame Arbeit immer weniger. Viele alte Weinberge wurden aufgegeben und wachsen nun sehr schnell zuerst mit Sträuchern, dann mit Wald zu. Die Treppen an den alten Mauern, die einst für Generationen erbaut wurden, führen nun in undurchdringliche Wildnis.

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© Günter Kromer

Damit nicht jeder aufgegebene Weinberg sich in Wald verwandelt, sollen nun an einigen Stellen Ziegen und Schafe den Boden von zu starkem Bewuchs frei halten, so dass sonnenliebende Pflanzen und Tieren hier weiterhin überleben können.

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© Günter Kromer

Zum Fotografieren der zahlreichen Burgen rechts und links des Rheins ist es heute zu dunstig und grau, aber dennoch freue ich mich über das Wetter.

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© Günter Kromer— Burg Nollig
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© Günter Kromer— Oberdiebach

Wie gewohnt führt der Rheinsteig meist über ganz harmlose Wege, bringt aber dazwischen mit kurzen Mini-Abenteuern etwas Spannung in die Wander-Routine.

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© Günter Kromer
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© Günter Kromer
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© Günter Kromer— Burg Sooneck

Eine Stunde lang verschleiert leichter Regen den Blick auf die vielen Burgen noch stärker.

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© Günter Kromer— Burg Reichenstein
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© Günter Kromer— Burg Rheinstein

Gegen 17 Uhr dringt ganz kurz etwas Sonne durch die Wolken, aber der Himmel zieht bald wieder zu.

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© Günter Kromer

Bei Assmannshausen führt der Rheinsteig durch die schönsten Weinberge am Mittelrhein.

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© Günter Kromer

28.7.19 Assmannshausen - Kiedrich 28 km

Trotz lückenlos bewölktem Himmel scheint mich am Morgen die extrem schwüle Wärme zu erdrücken.
Der Aufstieg zum Jagdschloss Niederwald führt zum Glück nicht allzu steil durch Wald.

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© Günter Kromer— Jagdschloss Niederwald

Leichter Nebel verhüllt das Rheintal.

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© Günter Kromer

Bald sehe ich unter mir den Mäuseturm bei Bingen, der auf einer winzigen Insel im Fluss den Eingang ins Rheintal markiert.

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© Günter Kromer— Burg Ehrenstein und Mäuseturm

Eben noch spazierte ich durch einsamen Wald, schon umgeben mich viele, sehr viele Touristen, vor allem asiatische Reisegruppen. Ich habe das Niederwald Denkmal erreicht, ein gigantisches Monument, auf dem Germania als 12,5 m große Bronzefigur steht. Es wurde zur Erinnerung an die Wiedergeburt des Deutschen Kaiserreiches erbaut. Auch wenn Monarchien längst außer Mode sind, beeindruckt nicht nur mich dieses Werk.

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© Günter Kromer— Niederwalddenkmal

Ein paar dutzend Meter spaziere ich über Weinberge, schon sehe und höre ich nichts mehr von den Menschenmassen.
Doch bald erreiche ich die nächste beliebte Sehenswürdigkeit des Tages, das Kloster St. Hildegard mit seinen prächtigen Wandgemälden.

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© Günter Kromer— Abtei St. Hildegard
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© Günter Kromer— Abtei St. Hildegard

Ein paar Kilometer durch den Wald, schon komme ich am ehemaligen Kloster Nothgottes vorbei, das nicht besonders viel bietet. Wieder ein paar Kilometer danach gefällt mir Kloster Marienthal sowohl wegen der Atmosphäre in der Wallfahrtskirche als auch wegen dem zwar teils etwas kitschig, aber dennoch ansprechend gestalteten Park.
Eine Weile regnet es. Dann schickt mich eine irreführende Wegmarkierung in die falsche Richtung.
Zurück auf dem Rheinsteig erreiche ich bald das wunderbare Schloss Vollrads. Dieses große Ensemble verschiedener fotogener Bauwerke gefällt mir ausgesprochen gut. Heute findet im Schlosshof ein Oldtimertreffen statt.

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© Günter Kromer— Schloss Vollrads
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© Günter Kromer— Schloss Vollrads

Der Rheinsteig bleibt heute zwar weit weg von Fluss, dafür bringt er mich nun zu einem der kulturellen Höhepunkte deutscher Klostergeschichte.
Ich kann gut verstehen, warum Hollywood Kloster Erbach als Kulisse für die Verfilmung von "Der Name der Rose" gewählt hat. Die Atmosphäre im gesamten Klosterbezirk fasziniert mich. Hier passt einfach alles. Am besten gefällt mir der alte Weinkeller.

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© Günter Kromer— Kloster Eberbach

Mein Tagesziel Kiedrich gefällt es mir mit seinen vielfältigen historischen Gebäuden und vielen netten Fotomotiven besser als jeder andere Ort am Rheinsteig. Hier sollte man auf jeden Fall Zeit für einen längeren Spaziergang einplanen.

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© Günter Kromer— Kiedrich - Rathaus
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© Günter Kromer— Kiedrich - Kirchenportal
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© Günter Kromer

29.7.19 Kiedrich - Wiesbaden 26 km

Gleich nach Verlassen des Ortes ist vor mir ein Abschnitt des Weges wegen Gefahr durch morsche Bäume gesperrt. Da es aber keine Umleitung gibt und ich keine Ahnung habe, wohin der Rheinsteig als nächstes führt, folge ich dennoch der Originalroute.

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© Günter Kromer— Ruine Scharfenstein

Mit einem angenehmen Wechsel zwischen Wald und Weinbergen geht es weiter. Die Strecke bietet hier keine besonderen Höhepunkte, ist aber ganz nett. Nur die Markierung sollte verbessert werden. Von Bonn bis Schloss Vollrads war die Strecke lückenlos markiert, zwar nicht perfekt, aber gut genug. Das Finale trübt diesen positiven Gesamteindruck etwas.

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© Günter Kromer

Im ehemals bedeutenden Kurort Schlangenbad sind inzwischen alle Läden und Cafés in den Arkaden geschlossen, der Putz bröckelt von den Wänden.

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© Günter Kromer— Schlangenbad

 Doch einige alte Gebäude zeugen noch immer vom vergangenen Glanz der Stadt.

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© Günter Kromer— Schlangenbad
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© Günter Kromer— Lochmühle
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© Günter Kromer
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© Günter Kromer

Schließlich spaziere ich wieder eine Weile recht schön am Rhein entlang.

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© Günter Kromer

Das direkt am Ufer erbaute Schloss Biebrich und der große Schlosspark bilden einen würdigen Abschluss der letzten Etappe.

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© Günter Kromer— Schloss Biebrich

Hier stehen die offizellen Infos zum Rheinsteig: www.rheinsteig.de

 

 

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© Günter Kromer— Schlosspark Biebrich