21.7. - 2.8.2018

Maximiliansweg

D-Wanderer km 632 bis km 948

21.7.18 Hittisau - Staufner Haus 12 km

Der Maximiliansweg führt von Lindau bis Berchtesgaden am nördlichen Rand der Alpen über viele Gipfel. An manchen Streckenabschnitten braucht man sehr gute Trittsicherheit und Schwindelfreiheit, oft sind es aber Wege, die jeder konditionsstarke Wanderer gehen kann. Darüber, wie lange man für die einzelnen Abschnitte braucht, gibt es zwischen dem gedruckten Wanderführer und Online-Führern sehr stark abweichende Angaben, worüber ich später noch schreibe. Der Maximiliansweg ist nicht durchgehend als Fernwanderweg markiert.

 

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© Günter Kromer

Annette und ich starten nicht in Lindau sondern erst in Hittisau. Die Etappe von Lindau bis Bregenz werde ich im Frühjahr wandern, wenn ich den deutschen Teil des Bodensee-Wanderweg marschiere. Von Bregenz bis Hittisau führt der Weg durch Österreich, worauf ich dieses Mal verzichte, da ich hier nur deutsche Fernwanderwege vorstellen will.

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© Günter Kromer— Lecknersee

Auf wanderkompass.de wird der Maximiliansweg von Lingenau (4,5 km vor Hittisau) bis Berchtesgaden in 20 Tagesetappen aufgeteilt, der Rother-Wanderführer teilt diese Strecke in 19 Etappen,
Annette und ich wollten die Etappenlänge ausgesprochen sportlich gestalten. Wir gingen davon aus, dass unsere durch Marathon- und Ultratrail-Läufe erreichte Kondition es uns ermöglicht, so wie ich es auch früher bei Fernwanderungen gewohnt war, die Strecke deutlich weniger Tagen zu wandern. Leider kalkulierten wir unsere erwarteten Gehzeiten etwas kürzer ein als im Rother Wanderführer (Auflage 2013) angegeben. Dies war ein verhängnisvoller Fehler, da dieses Buch bereits ein außergewöhnlich hohes Tempo voraussetzt, das schnellem Nordic-Walking entspricht und mit Wandern nichts mehr zu tun hat. Rückblickend empfehle ich meine Einteilung nun wirklich nur sehr erfahrenen, konditionsstarken Leuten, die einen Teil der Strecke als Lauftraining bewältigen wollen. Normale Wanderer sollten mindestens drei Tage mehr einplanen.

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© Günter Kromer

Der Wetterbericht hatte für heute scheußliches Wetter angekündigt, doch als Annette und ich gegen 14 Uhr in Hittisau starten, scheint ab und zu sogar ein wenig die Sonne.
Anfangs führt die Route noch recht viel über Asphalt, nur zwischendurch geht es auf einem Pfad durch einen urwüchsigen Wald im Bereich eines einstigen Bergsturzes. Am Lecknersee legen wir eine kurze Rast ein, am Gasthaus Höfle gehen wir aber etwas später ohne Stopp vorbei.

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© Günter Kromer

Nun geht es meist auf steilen Wegen bergauf. Wenn ich beim Aufstieg zürück in Richtung Hittisau blicke, sehe ich, dass es dort bereits regnet und die nassgraue Front sich uns schnell nähert. Gerade noch rechtzeitig holen wir die Regenjacken aus dem Gepäck, ziehen die Regenschutzplane über den Rucksack. Schon gießt es los. Wer es noch nie zuvor erlebt hat, staunt sicherlich, wie schnell die Temperatur in den Alpen innerhalb weniger Minuten fallen kann. Unten am See schwitzen wir noch, jetzt könnte man bereits Handschuhe brauchen. Zum Glück müssen wir nur noch zehn Minuten bergauf und dann kurz hinab zur Hütte.
Drinnen sitzen wir dann in der warmen Stube und genießen nach dem Abendessen leckeren Apfelstrudel mit Vanillesoße, was für mich schon seit Jahrzehnten fast untrennbar zur Einkehr in einer Alpenhütte gehört.
Der Blick aus dem Fenster steht den ganzen Abend unter dem Motto “One Shade of Grey”.

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© Günter Kromer— Nebel vor Staufner Haus

22.7.18 Staufner Haus - Sonthofen 24 km

Am Morgen hat sich der Blick nach draußen gegenüber gestern nicht verändert, doch als wir um 8 Uhr aufbrechen, reisst der Nebel ab und zu stellenweise etwas auf. Bei klarem Wetter sieht man von der Nagelfluhkette aus viele Dutzend Berggipfel, heute dagegen fasziniert uns das spannende Spiel der Nebelschwaden. Es muss nicht immer Postkartenwetter sein! Auch solche Tage sind sehr reizvoll.

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© Günter Kromer— Staufner Haus
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© Günter Kromer

Der Weg führt mit viel Auf und Ab entlang der Gipfel der Nagelfluhkette. Das Gestein, das dieser Region ihren Namen gab, ist etwas ganz besonderes. Vor langer, langer Zeit lagerten Flüsse in einem großen Becken rund geschliffene Steine aus unterschiedlichen Regionen und entsprechend unterschiedlicher Arten ab. Später löste sich aus dem Wasser Kalk und verband die Steine zu der Masse, aus der heute hier die Felsen gebildet sind. Ein interessanter Anblick!

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© Günter Kromer
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© Günter Kromer
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© Günter Kromer
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© Günter Kromer
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© Günter Kromer

Für diesen Weg braucht man stellenweise Trittsicherheit, denn manchmal geht es sehr steil hinauf oder hinab. Der oft neben uns in die Tiefe ragende fast senkrechte Abgrund wird aber immer gut durch Zäune gesichert. Hier besteht keine Absturzgefahr.

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© Günter Kromer
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© Günter Kromer

Fünfeinhalb Stunden lang kommen wir ohne Regen durch diese ungewöhnliche Region und sind immer wieder begeistert von den neuen Ausblicken, die sich im Nebel öffnen.
Dann regnet es ab und zu, doch nun sind wir bereits auf dem Abstieg ins Tal.
In Gunzesried essen wir in einer Sennerei ein leckeres Käsegericht und trinken dazu Buttermilch. Gut gestärkt marschieren wir weiter nach Sonthofen, das wir am späten Nachmittag erreichen. In einer Tankstelle holen wir uns Proviant für Abendessen und Frühstück, da wir heute oberhalb von Sonthofen in Tiefenbach in einer sehr ruhigen und empfehlenswerten Unterkunft ohne Frühstück übernachten.

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© Günter Kromer— Sonthofen

23.7. Sonthofen - Füssen 38 km

Früher galt für mich bei Fernwanderungen die fast kompromisslose Selbstverpflichtung, die vorgegebene Route zu hundert Prozent einzuhalten. Inzwischen betrachte ich die Streckenwahl vernünftiger. Heute gießt es am Morgen aus allen Kübeln. Die Berge stecken lückenlos im Nebel. Unter diesen Umständen macht es keinen Sinn, den laut Beschreibung steilen und bei Regen rutschigen Aufstieg zum Tiefenbacher Eck zu marschieren. Dort würden wir heute wirklich nichts außer Grau sehen. Daher entscheiden wir uns, eine Variante über Bad Hindelang und Oberjoch zu wählen. Diese Route ist zwar komplett asphaltiert, aber dennoch recht reizvoll, vor allem die autofreie alte Jochstraße zum Oberjoch, an der viele schöne Bäume stehen.

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© Günter Kromer— Der D-Wanderer reitet weiter

Gegen 11 Uhr treffen wir dann nahe Unterjoch wieder auf den Maximiliansweg. Inzwischen geben die Wolken zumindest die niedrigeren Berge in der Umgebung frei, auch die Sonne scheint nun vereinzelt.
Die Route von Unterjoch zum Restaurant Rehbach gefällt uns gut, der Abstieg vorbei an einigen außerordentlich idyllischen Fleckchen am Ufer der Vils noch besser. Da abgesehen von einem kurzen Regenintermezzo jetzt oft die Sonne scheint, macht das Wandern so richtig Spaß.

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© Günter Kromer— Zwischen Unterjoch und Hotel Rehbach
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© Günter Kromer— Vils
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© Günter Kromer

Die letzte Stunde hinab nach Pfronten ist dann nicht ganz so spannend.
In Pfronten steigt Annette wie geplant gegen 15:30 in den Bus nach Füssen. Ich gebe ihr die schwereren Bestandteile meines Gepäcks mit und kann daher die letzten Kilometer mit einem deutlich leichteren Rucksack zurücklegen. Eine Weile bequem an der Fils entlang, dann zeigt ein Wegweiser in Richtung Falkenstein.  Dies wundert mich zwar, denn laut Karte im Wanderführer soll die Abzweigung erst ein paar hundert Meter später sein.
Wie geplant nutze ich nun die Leichtgepäcketappe für eine Portion Trailrunning-Training. In hohem Tempo marschiere ich den steilen Trail bergauf. Das macht so richtig Spaß! Weniger spassig ist es dann aber, als ich an einem kleinen Berggipfel ankomme und den Falkenstein gegenüber sehe. Da hat mich diese Route etwa 100 bis 150 Höhenmeter zusätzlich gekostet, denn ich muss nun wieder zu einer Senke absteigen. Der eigentlich geplante Aufstieg hätte mich wie in der Karte eingezeichnet auf viel kürzerer Route zur Burgruine geführt.

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© Günter Kromer— Blick von Ruine Falkenstein nach Osten

Oben auf der höchstgelegenen Burgruine Deutschlands ist es recht wolkig und vor allem sehr dunstig, was den Genuss der normalerweise schönen Aussicht stark einschränkt
Laut Höhenprofil im Wanderbuch geht es vom Falkenstein bis Füssen nur noch bergab. Statt dessen führt der Weg mit viel Auf und Ab am Grat entlang. Die Route ist sehr schön, aber ich brauche entsprechend viel länger als erwartet dafür. Doch für mein Trailrunning Training ist sie ideal. Inzwischen scheint die Sonne und die Aussicht wird klarer.

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© Günter Kromer— Zirmgrat

Zwischendurch bietet sich ein schöner Blick hinab zum Weißensee. In der Ferne sind auch Hopfensee und Forgensee zu erkennen. Obwohl ich 2,5 Stunden lang in meinem gewohnten, nicht allzu schnellen Wettkampftempo marschiere und laufe, brauche ich bis zum Alatsee viel länger als erwartet.

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© Günter Kromer— Weißensee

Am schönen Alatsee lädt mich das inzwischen wunderbare Sommerwetter zum Baden ein, aber ein Blick auf die Uhr zeigt, dass ich besser keine Rast einlege.
Die letzten Kilometer bis Füssen sind meist asphaltiert, aber recht angenehm. Eigentlich wollte ich heute noch bis Hohenschwangau marschieren und dann mit dem Bus nach Füssen zurück fahren, doch Füssen erreiche ich erst gegen 20 Uhr und gebe diese Idee auf.

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© Günter Kromer— Alatsee
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© Günter Kromer— Obersee

24.7. 18 - Hohenschwangau - Brunnenkopfhaus 21 km

Auf den Streckenabschnitt von Füssen nach Hohenschwangau muss ich nun verzichten, da wir sonst vielleicht zu spät unser Tagesziel erreichen. Wir fahren daher etwa 5,5 km mit dem Bus. Am frühen Morgen, noch bevor die Völkerwanderung internationaler Touristen zum Schloss Neuschwanstein strömt, genieße ich in aller Ruhe den Blick auf Schloss Hohenschwangau und auf Neuschwanstein.

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© Günter Kromer— Schloss Hohenschwangau
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© Günter Kromer— Aussicht nahe Neuschwanstein
© Günter Kromer - Schloss Neuschwanstein von der Marienbrücke#images-tours/thumbs/mg-4439.jpg
© Günter Kromer— Schloss Neuschwanstein von der Marienbrücke

Auch am Gipfel des Tegelberg ist noch nicht viel los. Heute beschert uns Petrus endlich perfektes Wanderwetter.

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© Günter Kromer— Blick vom Tegelberghaus zum Forgensee

Unter wolkenlosem Himmel marschieren wir durch eine hübsche Alpenlandschaft, anfangs auf leichtem Weg. Dann kommen wir zu einem Wegweiser, der uns die Wahl zwischen zwei Varianten bietet. Laut Wegweiser führt der Maximiliansweg über die Hochplatte, was eine ausgesprochen hochalpine Gratwanderung nur für extrem erfahrene Wanderer ist. Buch und Online-Medien beschreiben den Weg aber über die als E4-Variante ausgeschilderte und viel leichtere Strecke durch das Lobental.

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© Günter Kromer— Abstieg ins Lobental

Ein etwas steilerer, aber problemloser Abstieg führt uns hinab ins Lobental. Danach geht es einige Zeit auf breiten Forstwirtschaftswegen bergab und dann wieder hinauf. Wir kommen sehr gut voran.

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© Günter Kromer— Abstieg ins Lobental
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© Günter Kromer

Bei der Kenzenhütte essen wir zu Mittag und sind optimistisch, dass wir früh unser Ziel erreichen. 4:30 Stunden soll es laut dem Rother Wanderführer (Auflage 2013) zur Brunnenkopfhütte dauern. “...für normale Wanderer gut zu bewältigen" steht hierzu im Buch. Diese Verharmlosung muss ich nun als gefährlichen Unsinn bezeichnen.  
Am Anfang gefällt uns die Strecke hervorragend. Durch ein Blumenmeer steigen wir zu einem Pass auf, danach steil zu einer weitläufigen Wiesenlandschaft. Hier macht das Wandern viel Spaß und das Panorama ist toll.

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© Günter Kromer— Noch ist der Grat kinderleicht

Doch dann führt der schmale Pfad meist direkt am Grat entlang über viele Stellen, an denen man Schwindelfreiheit, Bergerfahrung und sehr gute Trittsicherheit braucht. Für mich kein Problem, aber Annette war seit zehn Jahren nicht mehr mit schwerem Rucksack wandern und konnte seither auch auf keinem anspruchsvollen Bergweg trainieren.

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© Günter Kromer— Klammspitzengrat

Immer mehr kniffelige Kletterpassagen kosten viel Nerven. Das ist unserer Meinung nach absolut nichts für “normale Wanderer”. Das ist wie auch auf der Wanderkarte mit gepunkteter Linie eingezeichnet eine alpine Route.
Landschaftlich ist dieser Weg ein Traum, aber das Klettern für Annette ein Albtraum. Lasst Euch von den Fotos nicht täuschen. An den richtig schweren Stellen musste ich aufpassen, dass Annette gut hinauf bzw. hinab kommt, da hatte ich keinen Nerv zum Fotografieren.

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© Günter Kromer— Klammspitzengrat
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© Günter Kromer— Klammspitzengrat

Wir sind heute nicht die einzigen Maximiliansweg-Wanderer, die sich über die zu harmlose Einschätzung im Buch ärgern. Unterwegs treffen wir zwei, die sogar noch langsamer voran kommen. Wir brauchen statt der angegebenen 4:30 für diesen Übergang 5:50, die anderen noch deutlich mehr.

Allen nicht in alpinen Touren erfahrenen Wanderern empfehle ich ausdrücklich, ab dem Pass oberhalb der Kenzenhütte die E4 Variante über Schloss Linderhof zu wählen, so wie es u.a. auch auf wanderkompass.de beschrieben ist.

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© Günter Kromer
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© Günter Kromer

Als wir die Brunnenkopfhütte erreichen sind wir recht froh. Spinatknödel und zwei Bier zum Abendessen, danach lässt das schöne Abendlicht vor der auf 1602 m stehenden  Alpenvereinshütte meine Seele jubeln. Ich liebe es, vor einer Hütte zu sitzen und zu beobachten, wie sich das Licht und die Farbe der Berge immer mehr ändert.

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© Günter Kromer— Brunnenkopfhütte

25.7. Brunnenkopfhütte - Eschenlohe 30 km

Früh brechen wir auf. Zu unserer Entspannung ist der Weg zur nächsten Hütte relativ leicht. Mit geringen Höhenunterschieden spazieren wir mal durch schönen Wald, mal über Wiesen mit weiter Aussicht. So macht Wandern wieder richtig Spaß!

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© Günter Kromer
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© Günter Kromer

Am August-Schuster-Haus, auch Pürschlinghaus genannt, trinken wir etwas, dann beginnt ein noch leichterer Abstieg über einen breiten Fahrweg.

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© Günter Kromer— August-Schuster-Haus
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© Günter Kromer

Zwischendurch kürzt die Route den Fahrweg durch ein schattiges Tal neben einem Bach ab. Hier flattern sehr viele Schmetterlinge. Als wir uns kurz auf eine Bank setzen, um etwas zu essen und zu trinken, setzen sich viele Schmetterlinge auf unsere Rucksäcke, aber auch auf unsere Hände und Arme. Sie freuen sich über unser ausgeschwitztes Salz. Wie leicht es manchmal ist, für Tiere etwas Gutes zu tun! Und uns gefällt es natürlich, die kleinen Kostbarkeiten aus unmittelbarer Nähe beim Salzlecken beobachten zu können.

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© Günter Kromer

Kurz vor Unterammergau führt der Weg gut ausgebaut durch die Schleifmühlklamm mit mehreren schönen Wasserfällen. Hier unten ist das Klima einigermaßen erträglich, aber bald darauf trifft uns in Unterammergau die brutale Hitze wie ein Schlag.

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© Günter Kromer— Schleifmühlklamm

Der Rekordsommer steuert allmählich auf seinen Höhepunkt zu. So sehr uns Wandern gefällt – bei deutlich über 30 Grad ist es auch eine Plagerei.
Annette will mit dem Zug von Unterammergau nach Murnau fahren, um dort das Museum der Maler zu besichtigen, was ihr aber wegen Ausfällen bei Bahn und Bus nicht rechtzeitig gelingt, obwohl wir schon 13:50 Uhr am Bahnhof ankommen.
Ich steige bei brütender Hitze in Richtung Hörnle auf. Erschwerend kommt auf den ersten Kilometern hinzu, dass die Strecke meist auf Asphalt und komplett schattenlos bergauf führt. Normalerweise ist sie mit den alten Bäumen und den vielen Heuhütten sicher eine schöne Route, aber nicht bei dieser Sauna.

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© Günter Kromer— Oberhalb von Unterammergau

Endlich erreiche ich den Waldrand. Doch nun marschiere ich zwar im Schatten, schwitze aber nicht weniger. Nun geht es steil auf einem außerordentlich stark verwurzelten Weg hinauf. Als die Route einen breiten Schotterweg quert, folge ich diesem wie der Wegweiser anzeigt nach links. Doch diese Richtung kann nicht stimmen, denn der Weg führt nach wenigen Minuten bergab, wogegen ich weiterhin aufwärts muss. Da hat jemand den Wegweiser verdreht! Aber einen Vorteil bringt mir dieser etwa zehnminütige Umweg, denn ich komme an einem Brunnen vorbei, an dem ich meine leeren Flaschen auffüllen kann. So viel wie heute habe ich wohl seit dem Marathon in der Sahara nicht mehr an einem Tag getrunken.

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© Günter Kromer

Weiter dem Wurzelpfad folgen, bis die Einsamkeit des Waldes innerhalb von wenigen Schritten durch eine lebhafte Menschenmenge ersetzt wird. Bei der Hörnlehütte, wenige Meter oberhalb einer Bergbahn, sind heute sehr viele Leute.  Eine Weile setze ich mich neben das Gipfelkreuz und schaue hinab ins Flachland mit seinen vielen Seen.

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© Günter Kromer— Staffelsee

Ein kurzer Abstieg, ein ebenfalls kurzer Aufstieg, schon bin ich wieder ganz alleine unterwegs. Nach Grafenaschau führt ein Pfad in vielen Serpentinen hinab. Technisch einfach, aber landschaftlich reizlos durch monotonen Wald. Unten kommt es mir so vor, als sei es jetzt sogar noch heißer. Keine gute Voraussetzung, um nun noch zwei Stunden auf einem nahezu völlig flachen und schattenlosen Asphaltsträßchen zu marschieren! Den vielen Radlern, die auf diesem Abschnitt des Königssee-Bodensee-Radwegs unterwegs sind, gefällt das sicherlich, denn eigentlich ist die Gegend recht nett, aber als Bergwanderer ist das für mich ein Graus.
Zum Abendessen sitzen wir ein Stück oberhalb von Eschenlohe auf der Terrasse eines Hotels mit schöner Aussicht und sehen in der Ferne viele Blitze über den Himmel zucken.

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© Günter Kromer— Abstieg vom Hörnle

26.7.18 Eschenlohe - Tutzinger Hütte 35 km

Inzwischen haben wir längst kapiert, dass die im Rother Wanderführer für die einzelnen Abschnitte angegebenen Gehzeiten eher für stramme Nordic Walker statt für normale Wanderer kalkuliert sind. Aus meiner Erfahrung weiss ich, dass wir meist etwas schneller sind als die auf Wegweisern angegebenen Marschzeiten. Doch das im Buch geforderte Tempo können wir zu zweit nicht halten. Und damit müssen wir auch mit unserer Etappeneinteilung improvisieren, bei der wir alle Unterkünfte bereits gebucht haben. In Eschenlohe zeigt z.B. ein Wegweiser, dass der Aufstieg zur Heimgartenhütte 5,5 Stunden dauert. Im Buch steht 4,5 Stunden, daher kalkulierte ich für uns gut trainierte Sportler dafür 3,5 Stunden. Doch jetzt weiss ich, dass wir es zu zweit auf keinen Fall schaffen, unser geplantes Etappenziel Tutzinger Hütte zu erreichen! Laut Buch dauert unsere für heute geplante Tour knapp 13 Stunden, laut wanderkompass.de dagegen über 18 Stunden. Wahrlich ein gewaltiger Unterschied, wenn man noch bei Tageslicht sein Ziel erreichen will! Daher fährt Annette auch heute wieder ein Stück mit dem Bus außen herum. Ich starte bereits um 5:50 Uhr, verzichte auf Frühstück und marschiere in hohem Tempo bergauf.

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© Günter Kromer

Die Route ist anfangs langweilig. Erst als ich einen Berggrat mit Aussicht auf Alpengipfel und auf das Flachland erreiche, gefällt es mir auch hier sehr gut. In etwas mehr als drei Stunden komme ich durch diesen Sprint bei der schön gelegenen Heimgartenhütte an. Hier trinke und esse ich zuerst mal etwas.

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© Günter Kromer— Vor Heimgartenhütte

Der Blick hinab zu vielen Seen und hinüber zu vielen Alpengipfeln begeistert jeden Wanderer.

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© Günter Kromer— Blick zum Walchensee
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© Günter Kromer— Blick auf viele Seen

Dann geht es hinab zu einem der schönsten Streckenabschnitte des Maximiliansweg. Der Grat zwischen Heimgarten und Herzogenstand zählt zu den faszinierendsten Wanderzielen im deutschen Alpenraum. Und obwohl man auch hier Trittsicherheit und Schwindelfreiheit braucht, ein paar Mal auch die Hände für leichte Kletterei einsetzt, halte ich diesen im Gegensatz zu dem was wir vorgestern erlebt haben für einfach und ungefährlich.

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© Günter Kromer— Kochelsee und rechts der Grat
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© Günter Kromer— Blick vom Grat zum Kochelsee

Der Weg ist meist breit genug, sehr gut ausgebaut, hervorragend gesichert, und führt mit viel Auf und Ab an einem schmalen Grat entlang. Oft geht es auf beiden Seiten steil abwärts, aber bei trockenem Wetter besteht keine Rutschgefahrt. Das beste an dieser Strecke ist aber nicht ihre exponierte Lage, sondern der unglaublich schöne Blick nach rechts hinab zum Walchensee und nach links hinab zum Kochelsee.

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© Günter Kromer

Den Herzogenstand erreichen auch untrainierte Wanderer leicht mit einer Gondelbahn und danach einem einfachen, nicht allzu weiten Wanderweg. Traumpanorama auch für Spaziergänger – was will man mehr!

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© Günter Kromer— Walchensee

Im Herzogenstandhaus trinke ich noch einmal etwas. 1,5 Stunden später bin ich 720 Höhenmeter weiter unten am Parkplatz Kesselberg, wo Annette auf mich wartet. Nun steigen wir gemeinsam auf schönem Weg zur Jocheralm auf. Auch die nächsten Stunden verlaufen recht abwechslungsreich und durchaus reizvoll. Viele Fotos von Pflanzen und Bäumen füllen mein Archiv.
Bei der Staffelalm ist eine längere Rast fällig. Es wäre auch zu schade, an diesem hübschen Fleck ohne Pause vorbei zu marschieren!

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© Günter Kromer— Staffelalm

Während unserem Vespern laufen zwei Hühner zwischen unseren Beinen herum und warten auf Brotkrümel. Einmal, als Annette ihre Hand etwas tief hält, pickt eines der Hühner sogar in das Brot, das sie hält. Nach den Hühnern kommt der Hahn selbst, stolziert würdevoll vor uns eine Parade ab, kräht und freut sich anscheinend, dass die Paparazis voll auf ihn abfahren.

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© Günter Kromer

Schon die letzten Stunden haben uns sehr gut gefallen, doch nun wird der Wald noch märchenhafter. Auch ein langer, anstrengender Aufstieg kann unsere Begeisterung für die Vegetation nicht bremsen.

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© Günter Kromer

Doch allmählich wundere ich mich mit jedem weiteren Höhenmeter stärker darüber, dass es noch immer bergauf geht. Eigentlich müssten wir nun schon viel weiter oben als die Hütte sein.

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© Günter Kromer

Die Erklärung finden wir, als rechts der Aufstieg zum Gipfel der Benediktenwand abzweigt, unser Weg zur Tutzinger Hütte nun aber wieder lange Zeit steil bergab führt. Endlich sehen wir die beeindruckende Felswand rechts vor uns, die Hütte links unter uns.
Abendessen und Frühstück vor solch einer Kulisse – was will man mehr?

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© Günter Kromer— Abend vor der Tutzinger Hütte

27.7.18 Tutzinger Hütte - Tegernsee 28 km

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© Günter Kromer— Morgen vor der Tutzinger Hütte

Gut gelaunt marschieren wir am frühen Morgen wieder bergauf, wieder bergab, wieder bergauf, wieder bergab....

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© Günter Kromer— Aufstieg von der Tutzinger Hütte
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© Günter Kromer
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© Günter Kromer
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© Günter Kromer
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© Günter Kromer

Die Aussicht hier oben ist sehr schön. Je näher wir dem Brauneck kommen, desto mehr Touristen tummeln sich auf den in Bergbahnnähe einfachen Wegen. Starker Dunst schränkt die Fernsicht ein, doch auch die gestaffelten Grau-Schemen der Bergketten gefallen mir immer sehr gut.

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© Günter Kromer

Bereits während der letzten Tage plagte uns die Hitze, doch unten in Lengries ist es nun sogar noch schlimmer. Annette kürzt mit Bus bis zum Tegernsee ab, für mich geht es nun hinauf zum Fockenstein.
Zuerst ist der richtige Weg hinaus aus Lengries nicht ganz einfach zu finden. Schließlich erreiche ich den Waldrand und freue mich auf einen schattigen Aufstieg, doch ein Schild weist darauf hin, dass diese Route zum Fockenstein momentan unbegehbar ist. Die Umleitung führt über das Hirschbachtal, das mir nun zwei Stunden lang einen bei dieser Hitze viel zu sonnigen Aufstieg auf einem Schotterweg neben einem langweiligen Bach beschert – für mich die größte Durchhalteprüfung dieser Tour.
Ab dem Hirschtalsattel gefällt mir die Strecke dann besser, und als ich nun von einer anderen Seite als geplant den Gipfel erreiche bin ich froh, dass ich nicht einfach vom Sattel aus geradeaus zum Tegernsee abgekürzt habe.
Obwohl der Fernblick wegen dem Dunst sogar noch stärker eingeschränkt wird als heute morgen, bleibe ich hier 20 Minuten lang und genieße das Panorama. Unter mir sehr ich einen Teil des Tegernsee, vor mir auch den Wendelstein, mein nach aktuellem Stand der Erkenntnis für morgen nicht realisierbaren Ziel der Etappeneinteilung.

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© Günter Kromer— Blick vom Fockenstein zum Tegernsee

Den Aufstieg zum Fockenstein bin ich überwiegend in meinem für lange Ultratrail-Wettkämpfe gewohnten Tempo aufgestiegen, beim Abstieg nach Bad Wiessee am Tegernsee laufe ich mehr als zwei Drittel der Strecke anstatt zu wandern, dennoch erreiche ich unser Hotel erst gegen 18.30 Uhr. Wären wir diese Strecke gemeinsam gewandert, hätten wir es nicht bei Tageslicht geschafft.

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© Günter Kromer— Tegernsee bei Bad Wiessee

Da ich auf meinen Reisen durch Deutschland nicht nur beim Essen die Spezialitäten dieser Gegend genießen will, trinke ich wenn möglich auch abends Bier aus regionalen Brauereien. Am Maximiliansweg hebt sich für meinen Geschmack ein Bier deutlich aus der Masse der anderen hervor. Wenn ich ein Restaurant oder eine Kneipe hätte, dann könnte dort u.a. Tegernseer Hell auf der Karte stehen.

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© Günter Kromer— Abend am Tegernsee

28.7.18 - Tegernsee - Schliersee + Wendelstein 12 km

Wir kommen nun nicht darum herum, einen Streckenabschnitt aus unserer Planung zu streichen. Eigentlich wollte ich heute von Tegernsee bis über den Wendelstein kommen, doch dass dies nicht funktioniert, ist uns jetzt klar. Bei idealem Wanderwetter und mit längeren Laufabschnitten vielleicht, aber nicht bei der Mörderhitze!

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© Günter Kromer— Tegernsee - Blick hinüber nach Bad Wiessee

Am Morgen wandern wir auf einfacher und angenehmer Strecke von Tegernsee über Wirtshaus Neureuth und Gindelalm zum Schliersee. Dort fühlt man sich heute selbst am Ufer wie in der Sauna.

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© Günter Kromer— Aussicht bei Wirtshaus Neureuth
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© Günter Kromer— Nahe Gindelalm
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© Günter Kromer— Schliersee

Rings um uns herum quellen schon am frühen Mittag dunkle Gewitterwolken auf. Wir entscheiden, der Vernunft zu folgen und die heutige Etappe sogar noch stärker zu kürzen als gestern geplant. Bei dieser hohen Gewittergefahr wäre es leichtsinnig, zu Fuß zum Wendelstein aufzusteigen. Daher fahren wir mit dem Zug von in wenigen Minuten von Schliersee zur Talstation der Wendelstein-Gondelbahn. Inzwischen ist der Himmel noch dunkler. Sturmböen reissen Blätter von den trockenen Bäumen. In Richtung Schliersee regnet es bereits.
Als wir mit der Gondel am Wendelstein ankommen, ist es oben sehr stürmisch und recht kalt. Welch ein Kontrast zur Hitze vor einer Stunde!

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© Günter Kromer— Wendelstein
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© Günter Kromer

Doch zu unserer großen Überraschung bleibt es hier oben trocken, und nach einer Stunde bessert sich das Wetter allmählich. Nur die Fernsicht schwimmt ebenso im Dunst wie während der letzten Tage. Fast drei Stunden lang bleiben wir oben am Gipfel.

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© Günter Kromer— Wendelstein

Mit der letzten Zahnradbahn fahren wir dann hinab nach Brannenburg. Ein paar verpasste Wanderkilometer, dafür ein relativ erholsamer Tag, der in der Halbzeit unserer Reise auch mal nötig war, und fast drei Stunden oben am Gipfel – durchaus eine gute Alternative zum geplanten Programm. Und wahrscheinlich hole ich die Wendelsteinüberschreitung im nächsten Jahr mal nach, wenn mich eine andere Tour nach Bayern führt.

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© Günter Kromer— Wendelstein Zahnradbahn

29.7.18 Brannenburg - Sonnenalm 33 km

Annette fährt mit dem Zug zum Chiemsee und am Nachmittag mit dem Bus nach Hohenaschau und wandert nur den Aufstieg zur Sonnenalm, für mich geht es weiter auf dem Maximiliansweg. Die erste Stunde führt wenig spannend entlang einer Hauptstraße auf die andere Seite des Inntal. Zum Glück ist am frühen Sonntagmorgen noch kaum Verkehr. Werktags ist es hier sicherlich ein abgasreicher Etappenbeginn.

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© Günter Kromer— Inn

In Nussdorf gefallen mir die bunt geschmückten Häuser. Der Einstieg in den Wanderweg zu finden ist hier mal wieder nicht ganz einfach, aber schließlich spaziere ich auf einem von sehr vielen Radfahrern genutzten Sträßchen auf einer idyllischen Route nach Mühlthal und weiter.

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© Günter Kromer— Radweg nach Mühlthal
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© Günter Kromer

Dann geht es mal auf Asphalt, mal auf Wanderwegen hinauf zu einem sehr großen und gut belegten Wanderparkplatz.
Der Maximiliansweg ist kein lückenlos markierter Fernwanderweg. Man sieht zwar an jedem Tag einige Schilder mit dieser Bezeichnung, noch öfter die meist für die Route ebenso zutreffende Bezeichnung E4 (Europäischer Fernwanderweg 4), aber wenn man nicht die einzelnen Zwischenziele des Tages kennt, findet man die komplette Strecke nicht. Oft stehen an den Wegweisern auch nur die Namen der unmittelbar nächsten Almen und von Gipfeln, über die unsere Route nicht führt. Daher braucht man unbedingt ein Wanderbuch oder die ausführliche Streckenbeschreibung aus dem Internet, alternativ den GPS-Track.
Da ich nun Buch und Wegweiser nicht vereinen kann, steige ich versehentlich auf einer anderen Route auf als geplant. Diese ist aber ausgesprochen reizvoll und bringt mich auch an einer kleinen, unbewirtschafteten Alm vorbei, zu der wohl nicht allzu häufig Wanderer kommen. Ich rede eine Weile mit dem Bauer. Dann erreiche ich den Hochriesgipfel von der Ost- statt von der Westseite. Egal, es hat Spaß gemacht.

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© Günter Kromer— Vor Hochrieshaus

Das Hochrieshaus, eine Alpenvereinshütte, bietet auch kulinarische Köstlichkeiten, die man allgemein nicht mit Alpenhütten verbindet. Nach einem köstlichen Mittagessen wandere ich weiter.

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© Günter Kromer— Blick vom Hochries in Richtung Wilder Kaiser
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© Günter Kromer— Blick vom Hochries in Richtung Kampenwand

Wieder lege ich einige Teile des Abstiegs als Läufer zurück. Unten in Hohenaschau weiss ich, dass ich mich dennoch beeilen muss, wenn ich rechtzeitig zum für 19 Uhr angekündigten Abendessen auf der Sonnenalm sein will. Der Wegweiser zeigt 3,5 Stunden für den Aufstieg an, ich marschiere in 2:10 hoch. Manchmal reizen mich solche sportlichen Herausforderungen, und gerade hier und heute macht mir das wirklich Spaß.

Dennoch bin ich froh, dass ich in diesem Jahr wieder insgesamt viel mehr wandere als laufe. So sehr ich das Trailrunning liebe und nicht darauf verzichten will, so sehr genieße ich es nun auch wieder, beim Wandern in aller Ruhe Blumen, Bäume und all die kleinen Kostbarkeiten der Natur betrachten zu können.

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© Günter Kromer— Kampenwand

Die Sonnenalm ist längst nicht mehr das, was man sich allgemein unter einer Almhütte vorstellt. Man kann sie eher als kleines, modernes und komfortables Berghotel bezeichnen. Außerordentlich stilvoll, sehr gutes Essen, tolle Lage, aber entsprechend auch unsere teuerste Nacht am Maximiliansweg. Doch es lohnt sich.
Die Hütte liegt nahe der Bergstation der Kampenwandbahn direkt oben am Grat. Von der Terrasse blickt man auf einer Seite in Richtung Zentralalpen, auf der anderen Seite ins Flachland. Ein idealer Platz für den Sonnenuntergang!

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© Günter Kromer— Abend vor der Sonnenalm
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© Günter Kromer— Sonnenalm

30.7.18 Sonnenalm - Hochgernhaus 20 km

Nach einem leckeren Frühstück marschieren wir zum Fuß der Kampenwand, verzichten aber auf den Gipfelaufstieg mit seiner Kletterei.

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© Günter Kromer— Frühstück bei Sonnenalm
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© Günter Kromer— Chiemsee

Auch der normale Wanderweg bietet auf der Südseite mit ein paar kleinen Kletterstellen wieder etwas mehr, als Annette mangels Erfahrung mag. Doch sie kommt gut auch das seilgesicherte Stück hinab.

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© Günter Kromer
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© Günter Kromer

Dann steigen wir zu einigen Almen ab, anschließend etwas langweiliger durch Wald hinab nach Marquartstein.

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© Günter Kromer
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© Günter Kromer— Piesenhauser Hochalm

Dachte ich bisher, dass die Hitze nicht mehr größer wird, so irrte ich mich. Vor dem Edeka in Ortsmitte setzen wir uns eine halbe Stunde in den Schatten, essen etwas und trinken, trinken, trinken.
Für den Aufstieg zum Hochgernhaus packen wir aufgrund des Saunawetter mehr Flaschen als gewohnt in die Rucksäcke. Unterwegs setzen wir uns mehrmals kurz in den Schatten und trinken wieder viel. Nur so geht es heute.
Das Hochgernhaus ist fast genau das Gegenteil der Sonnenalm. Ich meine dies keinesfalls als Wertung. Ich liebe Vielfalt, und mir gefallen beide Übernachtungsplätze außerordentlich gut. Eine kleine, urige Hütte, sehr familiär, herrliche Aussicht, sehr gutes Frühstück, und das alles etwa zum halben Preis von gestern.
Eigentlich müsste ich hier mit bester Laune das Leben genießen, doch ich bin stinksauer, da meine erst vor zwei Monaten gekaufte Canon EOS M50 schon streikt. Da ich das D-Wanderer Projekt vor allem durch Fotos, Vorträge und Buchveröffentlichung finanzieren will bzw. muss, sollte ich mich auf die Kamera verlassen können. Dass sie sich bereits nach weniger als vier Wochen im Einsatz tot stellt, darf nicht sein. Zum Glück hat Annette ihre Panasonic Lumix FT5, dabei, die auch ich seit Jahren mit Begeisterung für meine Laufreportagen verwende. So kann ich nun wenigstens mit Annettes Kamera fotografieren. Nun weiss ich aber, dass ich zukünftig mein ohnehin durch die viele Technik zu hohes Rucksackgewicht um eine kleine Kamera als Notfallreserve ergänzen muss.
Von der Terrasse aus kann man gut Murmeltiere am Hang oberhalb der Hütte beobachten. Nach einer Weile gehe ich hinauf und fotografiere eines von ihnen.

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© Günter Kromer

Die schöne Aussicht am Abend und am Morgen trägt weiter dazu bei, meinen Ärger über die viel zu früh streikende Kamera zu besänftigen.

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© Günter Kromer— Blick vom Hochgernhaus zu den Loferer Steinbergen
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© Günter Kromer

31.7.18 - Hochgernhaus - Inzell 28 km

Ein vielseitiges, reichhaltiges und leckeres Frühstück in schöner Umgebung - kann ein Tag besser starten?

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© Günter Kromer— Frühstück beim Hochgernhaus
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© Günter Kromer— Kurz vor Hochgerngipfel

Um acht Uhr wandern wir hinauf zum Gipfel des Hochgern. Heute ist die Fernsicht deutlich klarer als an den letzten Tagen. Sogar Großglockner und Großvenediger kann man klar erkennen.

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© Günter Kromer— Aussicht vom Hochgern
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© Günter Kromer— Blick auf Chiemsee

Nun führt uns der Abstieg zuerst etwas steil, aber unproblematisch durch ein herrliches Blumenmeer, später durch Wald, hinab zu mehreren Almen.

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© Günter Kromer— Abstieg vom Hochgern
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© Günter Kromer— Abstieg vom Hochgern

Bald sehen wir unser nächstes Ziel, den Hochfelln, steil vor uns aufragen.

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© Günter Kromer— Hochfelln

Unsere heutige Aufstiegsroute bin ich vor einigen Jahren beim Chiemgauer 100 km Trail gelaufen, damals aber bergab. Für den unteren Teil dieser Route brauchte ich damals am späten Abend die Stirnlampe. Vor allem im oberen Teil kommt es mir heute fast unvorstellbar vor, dass ich diesen steilen, wurzeligen Trail mit einigen leichten Kletterstellen damals beim Wettkampf bergab bewältigt habe.

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© Günter Kromer— Aussicht vom Hochfelln

Nachdem meine Kamera seit gestern Abend streikte, funktioniert sie plötzlich wieder einwandfrei. 

Heute treibt das sonnige Wetter wohl noch mehr Wanderer als normal auf den Gipfel. Mit der Bergbahn kommen sie bequem hier herauf und fliehen vor der unten im Flachland noch größeren Hitze. Dies ist für die von den Touristen verwöhnten Vögel ein Festtag. Bis auf wenige Zentimeter kommen sie auf dem Tisch an uns heran und warten darauf, dass auch für sie etwas von unserem Mittagessen abfällt. Sobald ein Teller unbeobachtet steht, wird das Menü für sie eröffnet.

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© Günter Kromer— Aussicht vom Hochfelln
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© Günter Kromer

So lange wie möglich bleiben wir hier oben, doch schließlich müssen auch wir hinab ins überhitzte Tal. Annette fährt mit dem Bus von Ruhpolding nach Inzell, ich wandere natürlich auch dieses Stück. Anfangs nervt mich die Suche nach der richtigen Route, doch nach einer halben Stunde bin ich dann auf dem Radweg, der im Buch beschrieben wird. In einem schattigen Tal kann ich mich von der Hitze erholen. Dann geht es hinauf auf sonnige, am Abend aber nicht mehr zu warme Weideflächen. Am Froschsee setze ich mich eine Weile in den Schatten. Es folgen noch ein paar Kilometer durch angenehme Kulturlandschaft, dann erreiche auch ich Inzell.

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© Günter Kromer— Froschsee

1.8.18 Inzell - Bischofswiesen 31 km

Ich lege im Urlaub keinerlei Wert auf Komfort. Egal ob spartanische Hütte, billigstes Hostel, mir ist alles recht. Wenn aber ein Hotel mittlerer Preisklasse seinen Frühstücksraum in einem fensterlosen Keller mit gesundheitsgefährdendem Sauerstoffmangel hat, dann werde auch ich sauer.
Endlich an der frischen Luft geht es zuerst noch eine Weile durch Weideland, vorbei am schönen Weiler Einsiedl.

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© Günter Kromer— Einsiedl
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© Günter Kromer

Dann geht es anfangs noch durch normalen, forstwirtschaftlich genutzten Wald. Wie schon oft während der letzten Tage sehen wir auf den Wegen vor uns immer mal wieder große und kleine Frösche. Es wundert uns, wieso sie so weit den Berg hinauf wandern, wo es nirgends einen Teich gibt. Verrückt - auf dem Maximiliansweg sehr ich viel mehr Frösche als beim 66-Seen-Weg.

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© Günter Kromer— Aufstieg zur Kohleralm
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© Günter Kromer

Leider ist es heute besonders dunstig. Von der Kohleralm könnte man erstmals einen schönen Blick zum Watzmann genießen, doch dieser verschwindet heute fast im Grau.

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© Günter Kromer— Kohleralm

Laut Höhenprofil im Buch geht es nun nur kurz bergab, dann wieder etwas bergauf zur Zwieselalm. Wir ahnen nicht, was uns erwartet. Anfangs ist der Weg einfach, doch dann geht es sehr lange Zeit immer wenige Meter bergauf, dann wieder ein paar Meter bergab, auf sehr verwurzeltem Weg, dazwischen Felsen mit leichten Kletterpassagen. Trittsicherheit und manchmal auch Schwindelfreiheit sind auch hier oberstes Gebot. Ungeübte Wanderer sollten hier 1,5 Stunden statt wie angegeben einer Stunde einplanen.
An der Zwieselalm trinken wir Buttermilch, auch das fast schon ein Ritual auf unseren alpinen Wanderungen.

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© Günter Kromer— Blick von Zwieselalm nach Bad Reichenhall
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© Günter Kromer— Russischer Bär

Dann geht es auf leichter Strecke hinab nach Bad Reichenhall. Diese Stadt hat das schönste Gradierwerk Deutschlands. Auch die Saline mit ihren gigantischen Wasserrädern sollte man unbedingt besichtigen.

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© Günter Kromer— Bad Reichenhall - Gradierwerk
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© Günter Kromer— Bad Reichenhall - Saline

Während Annette in der Saline abkühlt, marschiere ich noch ein Stück in Richtung Berchtesgaden.
Die nächsten Stunden bieten aber außer ein paar Infotafeln zum Thema Salzhandel und -transport und einem netten Picknickplatz wenig interessantes. Ab Hallthurm sehe ich ab und zu den Watzmann vor mir.

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© Günter Kromer— Picknickplatz zwischen Bayerisch Gmain und Hallthurm

2.8.18 - Bischoffswiesen - Berchtesgaden 4 km

Unsere letzten 1,5 Stunden auf dem Maximiliansweg sind nicht spektakulär. Bequeme Wege, anfangs wieder Blick zum Watzmann, dann erreichen wir unser Ziel. Am Ortsrand von Berchtesgaden fotografiere und filme ich noch einmal, dann streikt meine Kamera erneut und lässt sich für den Rest des Urlaubs auch nicht mehr einschalten. Am Bahnhof steigen wir in den Bus und fahren zum Königssee, wo wir noch vier schöne Wandertage verbringen.

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© Günter Kromer— Watzmann
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© Günter Kromer
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© Günter Kromer— Berchtesgaden