22.-27.2.19

Bodensee Rundweg

D-Wanderer km 3083 bis 3250

22.2.19 Stein am Rhein - Moos 20 km

Der meist gut markierte Bodensee Rundweg führt wie der Name schon sagt rund um den Bodensee. Ich wandere aber nur von Stein am Rhein über Konstanz und Friedrichshafen nach Bregenz, also abgesehen vom Start- und Zielort am deutschen Teil des Ufers.

Mehr als die Hälfte der Strecke ist asphaltiert, aber der Weg gefällt mir trotzdem, denn die Route ist landschaftlich und kulturell sehr attraktiv.Wanderschuhe wären auf dem Bodensee-Rundweg Unsinn. Ich empfehle Schuhe, mit denen man bequem auf Asphalt wandern kann, die aber auch zwischendurch mal steinige Wege oder feuchte Wiesen vertragen.

Für diesen Weg sollte man auf jeden Fall die Wintermonate wählen. Zwar liegt dann manchmal der See unter Hochnebel, andererseits ist der Blick hinüber zu den Alpen im Winter meist viel klarer als im dunstigen Sommer. Vor allem ist es hier im Winter aber sehr viel ruhiger. Die Campingplatze,und viele Restaurants sind geschlossen, ie Touristenmassen, die im Sommer über den See herfallen, noch fern. Vor allem an den Wegabschnitten, die mit dem Bodensee-Radweg gemeinsam führen, kann man sich in der Hauptsaison manchmal fühlen wie ein Spaziergänger mitten in der Tour de France. Jetzt sind dagegen nahezu keine Radler unterwegs und die Strandbäder leer.

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© Günter Kromer— Stein am Rhein

Die Altstadt von Stein am Rhein wirkt wie ein Bilderbuch. Viele der Häuser in der Fußgängerzone sind mit großformatigen Gemälden geschmückt. Hier kann man sich kaum statt sehen, geschweige denn entscheiden, welche der vielen Kunstwerke ich fotografieren soll.

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© Günter Kromer— Stein am Rhein
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© Günter Kromer— Stein am Rhein

Doch schließlich verlasse ich die Stadt. Schon kurz darauf überschreite ich die Grenze nach Deutschland. Vor allem auf den ersten zehn Kilometern führt der Wanderweg heute über zu viel Asphalt, teilweise sogar auf dem Radweg neben einer Straße. Nur ab und zu kann man zum Ufer des Sees gehen. Doch die Blicke über die Ufergrundstücke zum See gefallen mi

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© Günter Kromer

Unterwegs komme ich an der Rekonstruktion eines Pfahlbauhauses vorbei.

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© Günter Kromer

Später wandere ich dann doch wieder genug auf unbefestigten Wegen. Die Halbinsel Höri gefällt mir. Mag sein, dass es im Sommer hier mit grünen Bäumen und blauem See idyllischer ist, doch die klaren Konturen der Pappeln, Weiden und anderer Bäume am Ufer gefallen mir im Winter auch recht gut.

Außerdem ist es jetzt viel ruhiger, bevor die Heerscharen der Bodensee-Radler, Badegäste und anderer Touristen die Wege überfüllen. Die wenigen Radfahrer, die heute vorbei kommen, stören mich nicht. Wenn ich dagegen daran denke, was ich im Sommer am Chiemsee-Rundweg für einen Slalom erlebt habe...

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© Günter Kromer

Hier wird das Ufer nicht mehr so wie am Anfang der Strecke von Privatgrundstücken blockiert. Nun wachsen große Schilfgebiete am See. Vor allem kurz vor Sonnenuntergang gibt es nahe meines Übernachtungsziels schöne Fotomotive.
In Moos sitze ich in meinem Zimmer im Gasthof zum Abendessen bis es dunkel wird auf dem Balkon. Mitte Februar auch nicht gerade alltäglich!

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© Günter Kromer— Abendstimmung bei Moos
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© Günter Kromer

23.2.19 Moos - Konstanz 31 km

Auf den ersten beiden Kilometern ist die Strecke zwar landschaftlich schön, denn sie führt zwischen großen Schilfgebieten entlang einer Pappelallee, doch es ist kein idyllischer Wanderweg sondern der Radweg neben einer verkehrsreichen Straße.

Dann geht es eine Weile durch Grünanlagen am Rande von Radolfzell, bis ich am Bahnhof um 9 Uhr meine Freundin empfange, die mit dem Zug ankommt. 

Zuerst gehen wir gemeinsam zum Ufer hinunter, dann spazieren wir kurz in die Altstadt. 

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© Günter Kromer— bei Radolfzell

Bis zum Tagesziel sehen wir den See heute nur noch aus der Ferne. Der Wanderweg führt uns aus Radolfzell hinaus und bald auf Höhenwege mit weiter Aussicht. Immer wieder blicken wir zum See hinab.

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© Günter Kromer

Dazwischen gibt es schöne Waldwege und Streuobstwiesen. 

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© Günter Kromer

Natürlich darf auch der Blick auf die zum Weltkulturerbe zählende Insel Reichenau nicht fehlen.

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© Günter Kromer— Blick auf Insel Reichenau

Die zweite Hälfte der heutigen Etappe enttäuscht uns nach dem schönen Beginn. Meist führt die Strecke nun ohne besondere Reize über Wiesen und durch monotone Wälder ohne Blick auf den See. Vor allem die letzten Kilometer im Universitätsgelände und den Außenbezirken der Stadt kann man gerne überspringen. Doch Konstanz entschädigt wieder für die letzten beiden öden Stunden. 

Im Winter ist an nebelfreien Tagen die Luft über dem See viel klarer als im dunstigen Sommer. Heute scheinen die schneebedeckten Alpen zum Greifen nah.

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© Günter Kromer— Konstanz - Hafen und Alpenblick

Wer nach Konstanz kommt, der sollte auf jeden Fall genügend Zeit für den Besuch des Münster einplanen. Diese Kirche ist mit ihren vielen einzelnen Bereichen, den Nebenkapellen und der Krypta äußerst sehenswert. Hier gibt es sehr viel zu entdecken. Vor allem die vielen tollen Fenster begeistern mich.

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© Günter Kromer— Konstanz - Münster

24.2.19 Konstanz - Sipplingen 34 km

Schon der Blick aus dem Fenster der Jugendherberge bei Sonnenaufgang verspricht einen wunderbaren Tag. Und so wird er auch.

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© Günter Kromer

Anfangs führt der Weg meist entweder am Ufer entlang oder zumindest in unmittelbarer Nähe des Sees, mal asphaltiert, mal bequem. Bald sehen wir die Insel Mainau, die wir aber dieses Mal nicht besuchen. Mainau gefällt mir im Sommer trotz aller Touristenmassen sehr gut, aber ich war schon oft genug dort. Außerdem blühen dort wohl jetzt auch nur Schneeglöckchen und Krokus, die blühen hier überall am Ufer.

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© Günter Kromer— Blick auf Insel Mainau

Vor und nach der Brücke zur Insel spazieren wir durch eine schöne Platanenalle. Danach geht es mal etwas oberhalb des Ufers weiter, mal unten durch die Dörfer.

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© Günter Kromer

Ich hatte mich auf den Weg unterhalb der Steilküste bei der Marienschlucht gefreut, doch der ist seit einiger Zeit bis auf weiteres wegen Erdrutschgefahr gesperrt. Dass man die berühmte Marienschlucht seit einem tödlichen Erdrutsch vor ein paar Jahren nicht mehr betreten darf, das wusste ich, aber dass nun auch der Weg an der Küste lebensgefährlich ist, erfahre ich erst jetzt.
Einesteils schade, andererseits bietet die Umleitung, die ein paar Kilometer länger ist, viel mehr Höhenmeter zu bewältigen sind und mindestens eine Stunde länger dauert, an ein paar Stellen wunderbare Ausblicke hinab auf den See.
Zuerst führt uns die Umleitung weit ins Landesinnere. Der Aufstieg scheint kein Ende zu nehmen. Und dann irritieren uns noch die unterschiedlichen Richtungen, in denen die Umleitungsstrecke und die neue Route des Wanderwegs markiert sind. Doch schließlich sitzen wir auf einer Bank oberhalb des Eingangs der Marienschlucht, essen Brot und Käse und blicken zufrieden auf den See hinab.

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© Günter Kromer

Fünf Kilometer vor Bodman weist der blaue Punkt bergab in Richtung See. Laut Wegweiser ist die andere Strecke über die Ruine Alt Bodman sogar etwas kürzer. Diese Gelegenheit lassen wir uns nicht entgehen, da wir wissen, dass man von der Ruine eine außerordentlich schöne Aussicht hat.

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© Günter Kromer— Ruine Alt Bodman
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© Günter Kromer— Aussicht von Alt Bodman

Dann führt der Weg hinab nach Bodman und anschließend durch ein Schilf- und Auengebiet sehr angenehm weiter nach Ludwigshafen.

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© Günter Kromer

Von Ludwigshafen brauchen wir weniger als eine Stunde bis Sipplingen, wo Annette in den Zug steigt, da sie morgen wieder arbeiten muss. Ich fahre mit dem Zug nach Überlingen, wo ich heute und morgen in der Jugendherberge übernachte.
Wie der Tag beginnt, so endet er auch. Während ich als heute einziger Gast im Speisesaal der Herberge sitze und diese Zeilen schreibe, färbt die Abenddämmerung Himmel und See rot. Dann schrumpft der rote Streifen am Himmel und mit Anbruch der Nacht sehe ich die Lichter der Orte am anderen Ufer immer deutlicher. Solche Momente kann man nicht mit Geld kaufen. Dies ist mehr wert als materielle Errungenschaften. Wundert sich noch irgend jemand darüber, warum ich zum D-Wanderer wurde? Ich nicht! Nur schade, dass Annette jetzt schon im Zug nach Hause sitzt.

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© Günter Kromer— Blick aus Jugendherberge Überlingen

25.2.19 Sipplingen - Hagnau 25 km

Gegen 8.30 Uhr wandere ich vom Bahnhof Sipplingen bergauf. Der Streckenabschnitt bis Überlingen ist wohl der landschaftlich schönste des Rundwegs. Wieder führt der Weg bis zum oberen Rand der zum See hin steil abfallenden Hänge, dieses mal auf einer sehr reizvollen Route mit viel Aussicht auf den See.

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© Günter Kromer

Vorbei an einer großen Gletschermühle aus der letzten Eiszeit und durch kurze, aber faszinierende Hohlwege geht es dann wieder bergab. In Überlingen nehme ich mir genug Zeit, die Altstadt und zwei schöne Kirchen anzuschauen. Vor allem das Münster gefällt mir sehr gut.

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© Günter Kromer— Überlingen - Münster

Nachdem ich vor einer Woche noch zeitweise in Schnee und auf Eis marschiert bin, hat hier der Frühling schon unübersehbar seine Vorboten ausgeschickt.

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© Günter Kromer

Die Wallfahrtskirche von Birnau zählt zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten am Bodensee. Drinnen darf man aber ausdrücklich nicht fotografieren, daher verzichte ich hier auf ein Bild des sehr üppigen, verspielt kitschigen Barock im Innenraum.

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© Günter Kromer— Wallfahrtskirche Birnau

Bald spaziere ich durch ein Schilfgebiet mit Auenwald.

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© Günter Kromer

Wohl nahezu jeder Bodensee-Urlauber besichtigt auch die berühmten Pfahlbauten. Doch nicht im Winter. Jetzt sind sie geschlossen. Von außen kann man kaum etwas von der Sehenswürdigkeit erkennen, nur aus der Ferne sieht man bei der Schiffsanlegestelle ein wenig. Aber mir ist das egal, da ich das Freilichtmuseum schon zwei Mal besichtigt habe.

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© Günter Kromer

Sehr viel Zeit nehme ich mir für die Besichtigung der Altstadt von Meersburg. Auch hier war ich zwar schon mehrfach, aber dieses mittelalterliche Ambiente gefällt mir jedes Mal von neuem.

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© Günter Kromer— Meersburg - Burg

Die nächsten Kilometer führen weit oberhalb des Sees meist über Weinberge. Der Dunst des Mittags hat sich aufgelöst. Säntis und andere Alpengipfel scheinen nur wenige Kilometer entfernt zu sein.

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© Günter Kromer

26.2.19 Hagnau - Kressbronn 32 km

Am Morgen scheint zwar die Sonne, aber anfangs verhüllt Dunst den Blick auf die Alpen. Selbst das andere Ufer des Sees kann man mehr ahnen als erkennen.

Bald komme ich unterhalb von Schloss Kirchberg vorbei.

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© Günter Kromer— Schloss Kirchberg

Der Weg führt heute meist entweder fast direkt am Ufer oder zumindest in der Nähe entlang. Gegen 11 Uhr löst sich der Dunst allmählich und der Gipfel des Säntis wird wieder sichtbar.

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© Günter Kromer

Insgesamt ist die Strecke heute zwar wieder etwas zu oft asphaltiert, aber insgesamt recht attraktiv. Nur die halbe Stunde zwischen Immenstaad und Fischbach ist so übel, dass ich rückblickend dieses Stück mit dem Bus übersprungen hätte. Der Wanderweg folgt hier dem Radweg neben einer stark befahrenen Bundesstraße und führt um das riesengroße Airbus-Werk herum. Ab Fischbach wird es dann wieder wie gewohnt schön. 

Um die Mittagszeit erreiche ich Friedrichshafen. Bei Regen hätte ich hier gerne das Zeppelin-Museum besichtigt, aber bei dem tollen Wetter wandere ich natürlich viel lieber weiter.

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© Günter Kromer— Friedrichshafen

Entlang des Eriskircher Ried führt der Wanderweg einige Kilometer weit asphaltfrei durch ein herrliches Naturschutzgebiet.

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© Günter Kromer— Eriskircher Ried
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© Günter Kromer— Eriskircher Ried

In Langenargen kaufe ich mir bei einem Naturkostladen etwas zu essen und trinken und setze mich auf die Mole. Hier ist es an einer windgeschützten Stelle so warm, dass ich eine Weile mit kurzen Ärmeln Sonne tanken kann.

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© Günter Kromer— Langenargen
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© Günter Kromer

Zwischen Langenargen und Kressbronn hält der Wanderweg leider wieder viel Abstand zum Ufer. Doch da ich heute noch genug Zeit habe, mache ich von Langenargen noch einen kurzen Abstecher zum "Malerecke" genannten, wirklich sehr malerischen Uferabschnitt.

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© Günter Kromer

27.2.19 Kressbronn - Bregenz 25 km

Zuerst führt mich der Weg etwas bergauf, mal wieder in einer asphaltierten Schleife abseits des Sees, aber oft mit weiter Aussicht. Heute ist die Luft sogar noch klarer als an den letzten Tagen.

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© Günter Kromer— Blick zum Säntis

Dann geht es hinab nach Wasserburg, wo ich mir viel Zeit lasse, die schönen Ausblicke zu genießen. Heute habe ich es nicht eilig.

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© Günter Kromer— Wasserburg
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© Günter Kromer— Wasserburg

Bis Lindau führt die Route nun mal mehr, mal weniger direkt am Ufer entlang.
Normalerweise esse ich lieber abseits der überteuerten Touristenbrennpunkte, aber an so einem frühlingshaften Tag MUSS ich auf jeden Fall direkt am Hafen auf einer Terrasse sitzen und mit einer Pizza und einem regionalen Bier die Sonne und die Szenerie genießen. 

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© Günter Kromer— Lindau - Hafen

Ich komme mir immer mehr wie ein normaler Tourist vor. Mehr als zwei Stunden halte ich mich in Lindau auf.

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© Günter Kromer— Lindau - Hafen

Dann geht es weiter. Nur noch ab und zu komme ich an den blauen Punkten des Bodensee-Rundweg vorbei, doch die Strecke nach Bregenz ist mit Wegweisern hervorragend beschildert. Und in der Wintersaison kann man oft auch die offizielle Route verlassen und wie die vielen anderen Spaziergänger heute auch durch die Strandbäder spazieren. Fast durchgehend folge ich bis Bregenz nun dem Ufer, anfangs auf schönen, asphaltfreien Wegen, auf den letzten Kilometern auf dem Asphaltweg zwischen Straße, Bahnlinie und See. Dieser Weg scheint trotz dem Verkehrslärm bei Einheimischen und Urlaubern sehr beliebt zu sein, denn selbst jetzt, an einem Mittwochmittag außerhalb der Saison, sind hier sehr viele Leute unterwegs, sitzen auf dem Mäuerchen oder unten am Ufer.

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© Günter Kromer

Da ich schon mehrmals in Bregenz war und mich diese Stadt überhaupt nicht anspricht, steige ich schon im Bahnhof Bregenz-Hafen in den Zug, der mich nach Friedrichshafen bringt, von wo aus ich morgen früh zum Lahnwanderweg weiter fahre.