20. August 2021

Naturpark Pfälzerwald - 3 Rundwanderungen in der Region Hauenstein

20. August 2021 - 3 kurze Rundwanderwege in der Region Hauenstein

Die drei als Prädikatswanderwege zertifizierten Rundwege "Dimbacher Buntsandstein Höhenweg", "Spirkelbacher Höllenberg-Tour" und "Wilgartswieser Biosphärenpfad" eignen sich auch für Wanderer, die weniger als 10 Kilometer an einem Tag wandern wollen. Wer lieber länger unterwegs ist, kann zwei dieser Wege oder sogar alle drei an einem Tag wandern, da sie nicht allzu weit von einander entfernt sind. Alle drei Wege sind in beide Richtungen markiert.

Dimbacher Buntsandstein Höhenweg (9 km, 469 Höhenmeter)

Diese hervorragend markierte Rundwanderung beginnt am Wanderparkplatz kurz vor dem Ortsanfang von Dimbach. Die wunderschöne Strecke ist relativ kurz, aber wegen einiger anstrengender Steigungen und Abstiege auf teilweise steinigen oder verwurzelten Pfaden sollten untrainierte Wanderer genügend Zeit einplanen. An mehreren Stellen kann von Strecke zu weiteren Aussichtspunkten abzweigen. Mit all diesen Abstechern verlängert sich die Rundwanderung um gut eine Stunde, aber es lohnt sich.

Ich wandere die Runde entgegen der Uhrzeigerrichtung, folge vom Wanderparkplatz aus kurz der Straße in den Ort und marschiere dann zum Keeshäwel genannten Felsen hinauf.

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© Günter Kromer— Keeshäwel

Bald darauf zweigt der Abstieg zum Häusel-Stein vom Rundweg ab. 300 Meter weit führt ein Pfad hinunter zu einigen Felsen und dann zu einem schönen Aussichtspunkt.

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© Günter Kromer
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© Günter Kromer
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© Günter Kromer— Beim Häusel-Stein

Wer sich auf die 9 km der Rundwanderstrecke beschränkt, erreicht zwar auch viele schöne Felsen und Aussichtspunkte, aber ich empfehle sehr, auch die "Zugaben" zu wandern.

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© Günter Kromer— Aussicht beim Häusel-Stein

Etwa einen Kilometer weit verläuft die Route nun gemeinsam mit dem Rimbach-Steig, den ich im letzten Herbst fotografierte. Bald komme ich wieder an faszinierenden Felsmauern und -türmen vorbei. Das "Dimbacher Häusel" ist eines der für das Biosphärenreservat Pfälzerwald typischen Gebilde.

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© Günter Kromer— Dimbacher Häusel
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© Günter Kromer— Dimbacher Häusel

Immer wieder führt der Pfad an großen Felsmauern entlang.

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© Günter Kromer
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© Günter Kromer

Ich glaube, abgesehen vom Elbsandsteingebirge gibt es keine Region in Deutschland, die so viele originelle Sandsteinfelsen vereint wie der Pfälzerwald. Hier kann man einen ganzen Urlaub mit Wanderungen zu solchen faszinierenden Monumenten verbringen.

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© Günter Kromer
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© Günter Kromer
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© Günter Kromer
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© Günter Kromer

Bei einem weiteren Abstecher erreiche ich nach 100 m den Kieungerfelsen.

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© Günter Kromer— Kieungerfelsen

Dieser Rundweg ist nicht nur ausgesprochen schön sondern auch sehr lehrreich. An vielen Informationstafeln erfährt man viel über Geologie und Geographie dieser Region. Anschaulich wird unter anderem erklärt, wie diese Felsmauern entstanden und was die Ursache für die verschiedenen Farbschichten und die teilweise bizarren Formen ist.

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© Günter Kromer
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© Günter Kromer
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© Günter Kromer
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© Günter Kromer

Ich liebe den leicht rötlichen Sandboden der Wanderwege im Pfälzerwald und den intensiven Sommerduft der Kiefernwälder.

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© Günter Kromer

Die großen, von vielen Eidechsen bevölkerten Sandsteinplatten am Rötzenfels laden zu einer längeren Rast ein.

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© Günter Kromer— Rötzenfels
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© Günter Kromer— Rötzenfels

Bald darauf zweige ich erneut vom Rundweg ab und steige 300 m zum Vierburgenblick hinunter. Von dort sehe ich Burg Trifels (in Bildmitte), Madenburg, Neuscharfeneck und Ramburg.

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© Günter Kromer— Vierburgenblick

Auf dem Dimberg erfreuen mich wieder viele rote Felsen mit interessanten Mustern.

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© Günter Kromer
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© Günter Kromer
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© Günter Kromer
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© Günter Kromer

Beim nächsten Abstecher erreiche ich nach 200 m den Kaftenstein.

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© Günter Kromer— Kaftenstein

Wer lieber auf schmalen Wegen bergauf und bergab marschiert anstatt über flache Forstwirtschaftswege, ist hier am rechten Ort. Die nächsten großen Felsen stehen am Hohen Kopf.

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© Günter Kromer

Der letzte Höhepunkt dieser sehr empfehlenswerten Runde ist der Falkenstein. Von dort führt mich der Weg dann hinab zum Wanderparkplatz.

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© Günter Kromer— Falkenstein

Spirkelbacher Höllenberg-Tour (8 km, 360 Höhenmeter)

Von Dimbach sind es nur wenige Kilometer bis Spirkelbach, wo ich am Wanderparkplatz zu meiner zweiten Runde starte. Am Straßenrand neben dem Parkplatz steht ein Wegweiser, ab dem ich nun etwa 2 km bis zum Kleinen Ferkelstein wandere.

© Günter Kromer - Kleiner Ferkelstein#images-tours/thumbs/dsc-0339_1629627594.jpg
© Günter Kromer— Kleiner Ferkelstein

Die Aussicht und die Felsen sind hier nicht so spektakulär wie bei Dimbach, dafür ist diese Runde aber etwas kürzer und deutlich leichter.

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© Günter Kromer

Bald erreiche ich den Großen Ferkelstein.

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© Günter Kromer

Nun führt der Weg lange Zeit über den Kamm des Bergrückens.

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© Günter Kromer

Zwischendurch blicke ich hinüber nach Hauenstein.

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© Günter Kromer

Der gewaltige Turm des Friedrichsfels ist der Höhepunkt dieser Wanderung. Er ist so hoch, dass nur das obere Drittel auf das Foto passt.

© Günter Kromer - Friedrichsfels#images-tours/thumbs/dsc-0439_1629627674.jpg
© Günter Kromer— Friedrichsfels

Weitere Aussichtspunkte laden zur Rast ein.

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© Günter Kromer
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© Günter Kromer

Wilgartswieser Biosphärenpfad (7,4 km, 275 Höhenmeter)

Nach kurzer Fahrt erreiche ich den Parkplatz bei der Falkenburghalle in Wilgartswiesen, wo ich zu einer dritten Tour starte.

Zuerst wandere ich hinauf zur Ruine der Falkenburg, die wie viele andere Pfälzer Burgen auf einer hohen Felsmauer aus Buntsandstein erbaut wurde. Fast 100 Treppenstufen führen mich zum oberen Plateau hinauf.

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© Günter Kromer— Falkenburg

Von der ehemaligen Burg blieb nicht viel erhalten, aber die Aussicht hier oben gefällt mir.

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© Günter Kromer— Aussicht von Ruine Falkenburg
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© Günter Kromer— Ruine Falkenburg

Nun führt mich der Weg wieder fast ganz nach unten. Dort komme ich an einem kleinen Moor vorbei, das unter Naturschutz steht.

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© Günter Kromer

Direkt am Wegrand entdecke ich Knabenkraut.

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© Günter Kromer

Bald darauf führt der Weg durch ein Waldstück, in dem so viele Ameisenhaufen stehen, wie ich sie noch nie auf so geringer Fläche gesehen habe.

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© Günter Kromer

Bald führt der Weg nahe der steilen Schneiße einer Hochspannungsleitung hinauf. Etwa auf halber Höhe dieser Schneise quert ein breiter Forstwirtschaftsweg. Ab hier ist momentan ein Teil der Strecke sowohl rechts als auch links der Schneise markiert, was dazu führt, dass ich zuerst links hinauf steige, dann irrtümlich auf der anderen Seite wieder hinab, bis ich erkenne, dass ich nun im Kreis gewandert bin. Egal ob rechts oder links - richtig ist es, ganz bis zum oberen Ende der Schneise zu wandern und dort bei einem Parkplatz und einer großen Wandertafel dem Wegweiser in Richtung "Wasgaublick" zu folgen.

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© Günter Kromer

Beim Aussichtspunkt Wasgaublick sieht man nicht allzu viel, da die Bäume davor inzwischen zu hoch gewachsen sind. Schnell wandere ich weiter zur Deichenwand, wo mir auf einer hölzernen Kanzel die Aussicht deutlich besser gefällt.

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© Günter Kromer— Deichenwand
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© Günter Kromer— Deichenwand

Herrlicher Kiefernwald umgibt mich.

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© Günter Kromer
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© Günter Kromer
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© Günter Kromer

An hohen Felsen vorbei führt der Weg nun teilweise etwas steil bergab. Eine Stelle wurde mit einem Drahtseil gesichert, doch das braucht man bei trockenem Wetter nicht.

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© Günter Kromer

Dann wandere ich zuerst durch ein stilles Tal zu einer Quelle, anschließend auf einem Naturlehrpfad.

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© Günter Kromer

Schließlich erreiche ich noch einmal das Naturschutzgebiet Falkenstein-Tiergarten. Wo heute scheinbar unberührte Natur ist, wurde im 16. Jahrhundert ein Tiergarten angelegt. Gleich darauf steige ich vor der Falkenburghalle wieder in mein Auto.

 

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© Günter Kromer

Die offiziellen Infos über diese drei Strecken stehen auf der Seite des Wandermenü Pfalz: https://www.pfalz.de/de/pfalz-erleben/wandern/wandermenue-pfalz-die-schoensten-wanderwege/wanderwege-im-wandermenue/halbtagestouren