Naturschutzgebiet Wilhelmsäcker Stutensee
Ausführliche Informationen zu meinem Fotoprojekt "Naturschutzgebiete im Landkreis Karlsruhe" stehen am Ende dieses Kapitels.
Seit 1997 stehen 27 Hektar auf Flugsandflächen bei Stutensee-Spöck in der Rheinebene unter Naturschutz. Die sandigen Böden können im Sommer sehr viel heißer als die Umgebung werden. Daher leben hier viele Pflanzen und Tiere, die auf heiße und trockene Bedingungen angewiesen sind.
Obwohl ich immer sehr aufmerksam nach Insekten schaue, entdecke ich manche erst zuhause beim Bearbeiten der Fotos, so wie dieses winzige Tier, vermutlich eine Milbe, auf einem Blütenblatt der Graukresse.
An einem Frühlingsmorgen fliegen ein paar Dutzend Haussperlinge pausenlos zwischen den Gärten am Ortsrand und den Wiesen hin und her.
Einmal sehe ich hier ein Schwarzkehlchen-Männchen, das mit einem "Brautgeschenk" im Schnabel auf eine Partnerin wartet.
Beide von mir genutzten Apps (observation.org und inaturalist.org) zeigen bei diesem Foto eindeutig Chorthippus Jacobsi an, aber diese Art kommt nach anderen Angaben in Baden-Württemberg nicht vor.
Die nächsten zwei gehören wohl auch zur Gruppe der Nachtigall-Grashüpfer
Ich freue mich immer sehr, wenn ich eine Raupenart entdecke, die ich bisher noch nie fotografiert habe. Früher musste ich lange in meinen Schmetterling-Büchern suchen, bis ich die Art bestimmen konnte. Jetzt klappt das innerhalb von Sekunden mit observation.org
Eine Rotfleckige Schmuckwanze sitzt auf Gewöhnlicher Graukresse.
Einmal will ich gerade eine Wespenspinne fotografieren, als ein Insekt, vermutlich eine Blattütenmotte, auf der Blüte landen will. Blitzschnell packt die Spinne die Motte.
Eine Weile kann ich nun zuschauen, wie sie ihre Beute einwickelt.
Bedeutend ist dieses Gebiet unter anderem wegen vieler Wildbienen. In diesem Bereich kenne ich mich ebensowenig aus wie bei Heuschrecken. Daher verlasse ich mich bei der Namensbestimmung auf die beiden Apps, die ich nutze.
Dieses sehr trockene Gelände ist natürlich kein passender Lebensraum für Libellen. Doch vom nahegelegenen Baggersee fliegen ab und zu welche herüber.
Für mein Fotoprojekt "Naturschutzgebiete in Karlsruhe und im Landkreis Karlsruhe" bin ich seit Frühling 2025 mehrmals pro Monat mit der Kamera unterwegs.
Ich fotografiere ausschließlich von den öffentlich zugänglichen Wegen und zeige die Natur so, wie sie jeder Besucher sehen kann, der aufmerksam unterwegs ist und ein gutes Fernglas oder Spektiv dabei hat. Natürlich sollte niemand erwarten, alle hier gezeigten Pflanzen und Tiere gleich bei einem einzigen Spaziergang zu entdecken. Da man manche für den Schutzstatus wichtigen Pflanzen oder Tiere nicht vom Wanderweg aus sehen kann, verzichte ich auf diese Motive.
Da ich ein Laie bin und die meisten Arten nicht selbst bestimmen kann, nutze ich dafür verschiedene Bücher und Apps, seit November vor allem die Seite observation.org. Irrtümer korrigiere ich nach entsprechenden Hinweisen gerne.
Ich will diesen Überlick so leichtverständlich wie möglich gestalten und verzichte daher auf umfangreiche und allzu fachspezifische Beschreibungen der kompletten Fauna und Flora dieser Gebiete.
Mit diesem Projekt will ich dazu anregen, auch völlig unabhängig von der hier fotografierten Region die Natur in der eigenen Heimat bewusst und intensiv zu erkunden, anstatt immer nur in die Ferne zu reisen. Außerdem bin ich davon überzeugt, dass Naturschutz nur dann politisch eine Zukunft hat, wenn möglichst viele Leute am Erhalt bedrohter Lebensräume interessiert sind.
Die 24 Kapitel zu meinem 2020 bis 2023 erstellten Rheinauen-Blog stehen hinter den Kapiteln zu den Naturschutzgebieten.
Meine 2022 bis 2024 erstellten 12 Kapitel zum Nationalpark Schwarzwald stehen unter "Sonstige Wanderungen".
Infos zur möglichen Erweiterung vom Landkreis Karlsruhe auf den gesamten Regierungsbezirk Karlsruhe sowie zu meinen Rheinauen-Filmen auf YouTube stehen in der Rubrik "Aktuelles".

