Naturschutzgebiet Erlachsee in Karlsruhe

Ausführliche Informationen zu meinem Fotoprojekt "Naturschutzgebiete" stehen am Ende dieses Kapitels.

Im Osten von Karlsruhe wurde im feuchten, von Kiesinseln durchzogenen Gebiet der ehemaligen Kinzig-Murg-Rinne einst für den Autobahnbau Kies abgebaut. In der seither etwa 2 Meter tiefer als die Umgebung liegenden Fläche mit hohem Grundwasserstand entwickelte sich ein großer Bruch- und Sumpfwald.

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© Günter Kromer
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© Günter Kromer— Erlachsee

Anfang der 80er Jahre wurde der Erlachsee ausgebaggert und mit Steilufern, Kiesinseln sowie Flach- und Tiefwasserbereichen speziell als Naturreservat gestaltet. Seit 1983 ist eine 14,4 Hektar große Fläche rund um den See als Naturschutzgebiet ausgewiesen.

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© Günter Kromer

Das geschützte Gebiet ist komplett eingezäunt. Nur an einer Stelle ganz im Westen blickt man aus etwas Entfernung auf den See und im Süden kann man von einer Beobachtungsplattform die Wasservögel in Ruhe beobachten.

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© Günter Kromer— Naturschutzgebiet Erlachsee

Kurz nach Sonnenaufgang tanzt manchmal eine dünne Nebelschicht auf dem Wasser.

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© Günter Kromer

Das diffuse Grau des Nebels wirkt wie ein Weichzeichner und sorgt für fast schon mystische Stimmung.

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© Günter Kromer
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© Günter Kromer
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© Günter Kromer— Teichhuhn
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© Günter Kromer
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© Günter Kromer— Blässhuhn Küken

Im September 2025 entdecke ich überraschend einen Flussuferläufer auf einer der Kiesinseln im See. Der macht sicherlich hier nur einen kurzen Zwischenstopp auf seiner Reise in den Süden.

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© Günter Kromer— Flussuferläufer
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© Günter Kromer

Um den gesamten See herum entwickelte sich im Laufe der Jahrzehnte ein vielseitiger Wald mit Eichen, Hainbuchen, Schwarzerlen und Eschen.

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© Günter Kromer

Nahezu niemand von den sehr vielen Spaziergängern, Radfahrern und Joggern, die auf den breiten Wegen um den See herum unterwegs sind, schaut sich diesen Wald genau an.

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© Günter Kromer

Doch dieser sieht so sehr nach unserem Klischee von undurchdringlichem Wald aus, dass es sich lohnt, ab und zu stehenzubleiben und über den Zaun zu blicken.

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© Günter Kromer
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© Günter Kromer
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© Günter Kromer
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© Günter Kromer— Rotkehlchen
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© Günter Kromer— Kleiber
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© Günter Kromer— Zilpzalp
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© Günter Kromer— Singdrossel
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© Günter Kromer

Herbst-Lorchel habe ich bisher noch an keiner anderen Stelle rund um Karlsruhe gefunden. Am Erlachsee wachsen sie im November direkt neben dem Zaun.

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© Günter Kromer— Herbst-Lorchel

Neben den einheimischen Vögeln sieht man hier im Winter auch oft Mandarinenten.

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© Günter Kromer— Mandarinente männlich

Mandarinenten stammen aus Asien, verbreiten sich aber aus Zoos und Vogelparks inzwischen auch immer mehr in Deutschland.

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© Günter Kromer— Mandarinente weiblich

2025 und 2026 entdeckte ich auch manchmal eine Brautente zwischen den einheimischen Enten. Brautenten sind ähnlich farbenfroh wie Mandarinenten, stammen aber ursprünglich aus Amerika. Auch sie wurden über Zoos nach Deutschland gebracht, sind aber in freier Wildbahn bei uns bisher noch viel seltener als Mandarinenten.

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© Günter Kromer— Brautente

Natürlich sieht man auch am Erlachsee fast immer die ebenfalls nicht einheimischen Kanadagänse und Nilgänse, die sich in den letzten Jahren sehr stark in Deutschland verbreiten.

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© Günter Kromer— Kanadagänse und Nilgans

Vor der Beobachtungshütte schwimmen manchmal ein paar Karpfen.

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© Günter Kromer— Karpfen

Für mein Fotoprojekt "Naturschutzgebiete in Karlsruhe und im Landkreis Karlsruhe" bin ich seit Frühling 2025 mehrmals pro Monat mit der Kamera unterwegs. 

Ich fotografiere ausschließlich von den öffentlich zugänglichen Wegen und zeige die Natur so, wie sie jeder Besucher sehen kann, der aufmerksam unterwegs ist und ein gutes Fernglas oder Spektiv dabei hat. Natürlich sollte niemand erwarten, alle hier gezeigten Pflanzen und Tiere gleich bei einem einzigen Spaziergang zu entdecken. Da man manche für den Schutzstatus wichtigen Pflanzen oder Tiere nicht vom Wanderweg aus sehen kann, verzichte ich auf diese Motive.

Da ich ein Laie bin und die meisten Arten nicht selbst bestimmen kann, nutze ich dafür verschiedene Bücher und Apps, seit November vor allem die Seite observation.org. Irrtümer korrigiere ich nach entsprechenden Hinweisen gerne.

Ich will diesen Überlick so leichtverständlich wie möglich gestalten und verzichte daher auf umfangreiche und allzu fachspezifische Beschreibungen der kompletten Fauna und Flora dieser Gebiete.

Mit diesem Projekt will ich dazu anregen, auch völlig unabhängig von der hier fotografierten Region die Natur in der eigenen Heimat bewusst und intensiv zu erkunden, anstatt immer nur in die Ferne zu reisen. Außerdem bin ich davon überzeugt, dass Naturschutz nur dann politisch eine Zukunft hat, wenn möglichst viele Leute am Erhalt bedrohter Lebensräume interessiert sind.

Die 24 Kapitel zu meinem 2020 bis 2023 erstellten Rheinauen-Blog stehen hinter den Kapiteln zu den Naturschutzgebieten.

Meine 2022 bis 2024 erstellten 12 Kapitel zum Nationalpark Schwarzwald stehen unter "Sonstige Wanderungen".

Infos zur möglichen Erweiterung vom Landkreis Karlsruhe auf den gesamten Regierungsbezirk Karlsruhe sowie zu meinen Rheinauen-Filmen auf YouTube stehen in der Rubrik "Aktuelles".