Naturschutzgebiet Alter Flugplatz in Karlsruhe
Ausführliche Informationen zu meinem Fotoprojekt "Naturschutzgebiete" stehen am Ende dieses Kapitels.
Seit 2010 steht diese 69 Hektar große Fläche auf dem Gelände eines ehemaligen amerikanischen Militärflugplatzes in Karlsruhe unter Naturschutz.
Auf den ersten Blick wirken die scheinbar öden Wiesen zwar wenig spektakulär, aber wenn man genau hinschaut, faszinieren diese unterschiedlichen Lebensräume. Der südliche Abschnitt ist eine fast baumlose Fläche mit Magerrasen und anderen Rasenarten auf kiesigem Grobsand, im Nordosten überdecken Flugsande und eine ehemalige Binnendüne die Niederterrassensedimente.
Die trockenen und nährstoffarmen Rasenflächen sowie Bereiche mit Hecken und Bäumen am Rand bieten Lebensraum für viele Arten, die man ansonsten nur selten sieht.
Im Frühling fallen vor allem die vielen Kaninchen auf. Doch die sind natürlich nicht der Grund, warum das Gelände ökologisch so wichtig ist.
Irgendwann werde ich noch mehr Text zu diesem Naturschutzgebiet schreiben. Vorläufig stelle ich hier nur die Fotos meiner ersten Streifzüge unsortiert rein.
Auf den Sandbodenflächen im Norden des Gebiets wächst im Frühling unter anderem Nacktstängeliger Bauernsenf, der einen solchen trockenen Lebensraum braucht.
Wie fast überall sieht man auch hier auf den Bäumen und Hecken am Rand des Naturschutzgebiets natürlich meist Kohlmeisen, Haussperlinge, Amseln, Rotkehlchen und die üblichen Vögel.
Im Süden des Geländes führt der Weg durch einen vielfältigen Gehölzstreifen.
Für mein Fotoprojekt "Naturschutzgebiete in Karlsruhe und im Landkreis Karlsruhe" bin ich seit Frühling 2025 mehrmals pro Monat mit der Kamera unterwegs.
Ich fotografiere ausschließlich von den öffentlich zugänglichen Wegen und zeige die Natur so, wie sie jeder Besucher sehen kann, der aufmerksam unterwegs ist und ein gutes Fernglas oder Spektiv dabei hat. Natürlich sollte niemand erwarten, alle hier gezeigten Pflanzen und Tiere gleich bei einem einzigen Spaziergang zu entdecken. Da man manche für den Schutzstatus wichtigen Pflanzen oder Tiere nicht vom Wanderweg aus sehen kann, verzichte ich auf diese Motive.
Da ich ein Laie bin und die meisten Arten nicht selbst bestimmen kann, nutze ich dafür verschiedene Bücher und Apps, seit November vor allem die Seite observation.org. Irrtümer korrigiere ich nach entsprechenden Hinweisen gerne.
Ich will diesen Überlick so leichtverständlich wie möglich gestalten und verzichte daher auf umfangreiche und allzu fachspezifische Beschreibungen der kompletten Fauna und Flora dieser Gebiete.
Mit diesem Projekt will ich dazu anregen, auch völlig unabhängig von der hier fotografierten Region die Natur in der eigenen Heimat bewusst und intensiv zu erkunden, anstatt immer nur in die Ferne zu reisen. Außerdem bin ich davon überzeugt, dass Naturschutz nur dann politisch eine Zukunft hat, wenn möglichst viele Leute am Erhalt bedrohter Lebensräume interessiert sind.
Die 24 Kapitel zu meinem 2020 bis 2023 erstellten Rheinauen-Blog stehen hinter den Kapiteln zu den Naturschutzgebieten.
Meine 2022 bis 2024 erstellten 12 Kapitel zum Nationalpark Schwarzwald stehen unter "Sonstige Wanderungen".
Infos zur möglichen Erweiterung vom Landkreis Karlsruhe auf den gesamten Regierungsbezirk Karlsruhe sowie zu meinen Rheinauen-Filmen auf YouTube stehen in der Rubrik "Aktuelles".



