Das Projekt

10.000 km

Warum so oft in ferne Länder fliegen, wenn es in Deutschland noch so viel zu entdecken gibt? Mit meinem D-Wanderer Projekt will ich möglichst unterhaltsam die Vielfalt der Natur in unserer Heimat vorstellen und Euch zu eigenen Wanderabenteuern inspirieren. Begleitet mich am Bildschirm bei meiner Reise auf den schönsten Fernwanderwegen Deutschlands!

 

Geplante Fernwanderungen

Die ersten Touren liegen bereits hinter mir. Als nächstes werde ich den den Jurasteig, die Murgleiter und die letzten Etappen des Schwarzwald Westweg wandern. Im Winter folgen die Ostseeküste von Travemünde bis Usedom, die Uckermärker Landrunde, der Rothaarsteig, der Harzer Hexen-Stieg, der deutsche Teil des Bodensee-Wanderweg, der Lahnwanderweg. der RheinBurgenWeg, der Frankenweg und voraussichtlich der Schwäbische Alb-Südrandweg. Die Auswahl weiterer Wege ist sehr groß. Unter anderem stehen auf meiner langen Liste der Möglichkeiten der Eifelsteig, der Moselsteig, der Himmelsstürmer der Allgäuer Wandertrilogie, Malerweg, Goldsteig, Hochröhner, Natursteig Sieg, Vogtland Panorama Weg, Weserbergland-Weg, Westerwaldsteig, Soonwaldsteig, Kammweg Erzgebirge -Vogtland, Müritz-Nationalpark Weg, Rheinsteig, Schluchtensteig, Hermannsweg, Nibelungensteig, Saar-Hunsrück-Steig, Vulkanring Vogelsberg, der Ahrsteig und viele mehr. Doch die endgültige Entscheidung für das komplette Programm treffe ich erst in einigen Monaten. Sicherlich kommen noch viele weitere Wege auf die Ideen-Liste.

Die meisten dieser Strecken wurden vom Deutschen Wanderinstitut mit dem Wandersiegel „Premiumweg“ oder vom Deutschen Wanderverband als „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“ zertifiziert. Doch ich will mich nicht ausschließlich auf diese durchaus sinnvollen Kriterien beschränken, da mich auch Regionen interessieren, in denen noch kein Weg zertifiziert wurde.

 

Das D-Wanderer-Konzept

Ganz bewusst will ich nicht nur zur Hauptsaison reisen und nicht nur bei Sonnenschein die typischen Urlaubsfotos aufnehmen. Vor allem bei meinen jahrelangen Erlebnissen als Trailrunner erkannte ich, dass auch trübe Tage, Regen, Nebel und Schnee reizvoll sind und dass es auch sehr schön ist, vor der Morgendämmerung aufzubrechen oder erst bei Nacht das Ziel zu erreichen.

Detaillierte Routenbeschreibungen, Tipps für Anfahrt, Gastronomie, Übernachtungen und viele andere Infos zu den Wegen findet man heute auf vielen Internetseiten. Ich werde daher vor allem von meinen persönlichen Eindrücken, Erfahrungen und Erlebnissen auf den Etappen erzählen. Anstatt jede einzelne Sehenswürdigkeit aufzuzählen, weise ich lieber ab und zu auf weniger bekannte Aspekte der Strecke hin.  Fotos der vielen kleinen Wunder und Schätze am Wegesrand, an denen man leider allzu oft achtlos vorüber geht, veröffentliche ich unabhängig von den Kapiteln über die einzelnen Wanderwege in der Rubrik "Naturimpressionen". Auch die kulinarischen Spezialitäten der einzelnen Regionen Deutschlands will ich auf jeder Wanderung erwähnen.

 

Etappenlänge

Meine beschriebene Etappeneinteilung entspricht meinem persönlichen Geschmack und Trainingszustand. Wenn ich bei einer Tagesetappe schreibe, dass ich 40 km weit gewandert bin, so bedeutet das nicht, dass man auf jeden Fall so lange unterwegs sein muss. Die "offiziellen" Etappeneinteilungen sehen bei jedem Weg deutlich mehr Wandertage vor und die meisten Wanderer teilen sich die Strecken in kürzere Abschnitte auft. Dazu gibt es sowohl im Internet als auch meist in Büchern viele entsprechende Vorschläge.

Ich selbst bin lieber vom frühen Morgen bis zum Abend unterwegs, anstatt erst um 9 Uhr zu Frühstücken und bereits um 15 Uhr am Tagesziel zu sitzen, will auch sehr gerne manchmal vor Sonnenaufgang oder lange nach Sonnenuntergang den Wechsel zwischen Licht und Dunkelheit erleben. Außerdem entspricht mein "Wohlfühltempo" eher schnellem Nordic Walking als normalen Wandern. Manchmal laufe ich auch ein paar Kilometer, weil mir auch dies viel Spaß macht. Dafür nehme ich mir durchschnittlich eine Stunde pro Tag Zeit für die Fotos und Filme.

Ich zeichne keine Streckenlängen auf. Die von mir hier genannten Kilometerangaben entsprechen meist etwa den offiziellen Angaben zu den Wegen. Oft stehen für die selbe Route in verschiedenen Online-Medien und Wanderbüchern unterschiedliche Längen. Hier wähle ich meist einen Mittelwert.

 

Ausrüstung

Da ich es durch mein Trailrunning-Training gewohnt bin, selbst auf anspruchsvollen hochalpinen Wettkampfstrecken mit guten Trailrunning-Schuhen zu laufen, bin ich auch beim Wandern ausnahmslos mit leichten Trailrunning-Schuhen unterwegs. Da mein Rucksack durch meine Kamera in mittlerer Gewichtsklasse und das Notebook schon schwer genug ist, beschränke ich die restliche Technik auf ein extrem leichtes Mini-Stativ und ein nur wenige Gramm schweres Mikrofon. Dazu kommt so wenig Bekleidung wie möglich. Merino-Wolle ziehe ich seit Jahren lieber an als normale Sportbekleidung. Im Winter brauche ich natürlich einen deutlich größeren Rucksack als im Sommer. Auf Schlafsack, Zelt und Kocher verzichte ich. Einesteils könnte ich dadurch beim Übernachten viel Geld sparen, andererseits komme ich mit wenig Gepäck deutlich schneller und leichter voran, was die gesamte Reisezeit verringert. Außerdem fotografiere und filme ich so viel, dass es gut ist, jeden Abend die Akkus der Kamera laden zu können und die neuen Aufnahmen zu sichern.

 

Reisekosten

Früher genoss ich bei meinen Fernwanderungen sehr die Freiheit, jeden Tag spontan zu entscheiden, wie weit ich jeweils wandere. Doch bei einer Reise mit so vielen Übernachtungen muss ich die Kosten minimieren. Daher buche ich die Unterkünfte schon viele Monate zuvor, wenn die Auswahl bezahlbarer Zimmer noch groß ist. Auch bei den Bahnfahrten zwischen den Fernwanderwegen spare ich sehr viel Geld, wenn ich rechtzeitig Sparpreistickets kaufe. Durch diese frühzeitige Festlegung der Etappen verliere ich zwar viel an Flexibilität, brauche aber insgesamt wohl weit weniger als halb so viel Geld wie bei spontanen Touren.