Das Projekt

10.000 km

Warum so oft in ferne Länder fliegen, wenn es in Deutschland noch so viel zu entdecken gibt? Mit dem D-Wanderer Projekt will ich möglichst unterhaltsam zeigen, wie schön Wandern in Deutschland ist, und Euch zu eigenen Wanderabenteuern inspirieren. Von 1.7.2018 bis 30.6.2020 wandere ich mehr als 10.000 km auf den schönsten Fernwanderwegen Deutschlands. Begleitet mich am Bildschirm bei meiner Reise ... und packt danach gleich selbst den Rucksack für eigene Touren!

 

Wie geht es weiter?

Nach vorzeitigem Abbruch meiner Rügen-Wanderung Mitte März wegen der Reisebeschränkungen musste ich alle für April und Mai geplanten Übernachtungen stornieren. Einen Teil kann ich nun nach aktueller Lage mit etwas Verspätung nachholen, einige Strecken musste ich durch andere Wege ersetzen.

Meine für das zweite Halbjahr 2020 geplante Deutschland-Tournee mit meiner neuen Multimedia-Show fällt nun natürlich aus, da eine langfristige Veranstaltungsplanung bei dieser ungewissen Lage völlig sinnlos wäre. Wann mein Deutschland-Wanderer-Buch erscheint, in dem ich anders als auf dieser Homepage viel mehr über die Erlebnisse erzähle und dafür die Streckenbeschreibungen der einzelnen Etappen um 75 % kürzte, steht nun ebenfalls in den Sternen.

Auch nach Erreichen der 10.000 km könnte ich noch mindestens ebenso viele Kilometer auf schönen Fernwanderwegen zurücklegen. Doch ich will in Zukunft mit dem Deutschland-Wanderer Projekt auch Menschen Infos geben, für die eine Fernwanderung zu lang ist oder die zusätzlich auch Wandertipps für Wochenendausflüge suchen.  Diese Touren werden aus logistischen Gründen vor allem im Radius von 200 km um Karlsruhe sein, aber mittelfristig sollen auch andere schöne Wanderregionen Deutschlands dazu kommen. Da ich aber seit Monaten kein Einkommen mehr habe und ab Juli auch nur in einem Teilzeitjob arbeite, freue ich mich auf "Sponsorenbeiträge" von Euch Lesern.

  

Ranking

Ich werde inzwischen sehr oft nach einer "Hitparade" meiner Lieblingswege gefragt. Da jeder Weg andere Vorzüge hat, verzichte ich auf eine Rangliste. Zu den Wegen, die ich sehr empfehle, zählen unter anderem Goldsteig, Malerweg, Moselsteig, Albsteig (Schwäbische Alb Nordrandweg HW1), Eifelsteig, Hochrhöner, Heidschnuckenweg, RheinBurgenweg, den Baiersbronner Seensteig, den Albtraufgänger und (für erfahrene, trittsichere und schwindelfreie Wanderer) die Himmelsstürmer Route der Wandertrilogie Allgäu. Aber auch die anderen Wege, auf denen ich bisher unterwegs war, gefielen mir.

 

Das D-Wanderer-Konzept

Ganz bewusst will ich nicht nur zur Hauptsaison reisen und nur bei Sonnenschein die typischen Urlaubsfotos aufnehmen. Auch trübe Tage, Regen und Nebel können zu faszinierenden Stimmungen führen. Frühjahrsblüten, Sommersonne, Herbstlaub und eine verschneite Winterlandschaft - Deutschland ist das ganze Jahr über schön.

Detaillierte Routenbeschreibungen, Tipps für Anfahrt, Gastronomie, Übernachtungen und viele andere sachliche Infos zu den Wegen findet man heute auf vielen Internetseiten, meist aber dazu nur wenige Fotos oder Bilder, die irgendwo in Deutschland aufgenommen worden sein könnten. Ich zeige mit sehr vielen aussagekräftigen Fotos zu jeder Etappe, was es auf diesen Strecken alles zu sehen gibt. Dazu schreibe ich auch über meine persönlichen Eindrücke vom Weg und über meine Erlebnisse. Fotos der vielen kleinen Wunder und Schätze am Wegesrand, an denen man leider allzu oft achtlos vorüber geht, veröffentliche ich unabhängig von den Kapiteln über die einzelnen Wanderwege in der Rubrik "Naturimpressionen".

 

Etappenlänge

Gerne fasse ich an einem Tag zwei "offizielle" Tagesetappen zusammen. Meine täglichen Kilometerangaben sollten daher niemanden davon abhalten, selbst auf diesen Routen zu wandern. Die meisten Wanderer teilen sich die Strecken in deutlich kürzere Etappen ein. Dazu gibt es sowohl im Internet als meist auch in Büchern oder Broschüren viele entsprechende Vorschläge.

Ich bin lieber vom frühen Morgen bis zum Abend unterwegs, anstatt erst um 9 Uhr zu Frühstücken und bereits um 15 Uhr am Tagesziel zu sitzen. Außerdem entspricht mein "Wohlfühltempo" eher schnellem Nordic Walking als normalen Wandern. An manchen Tagen laufe ich zwischendurch auch ein paar Kilometer anstatt zu wandern. Unterwegs nehme ich mir aber auch sehr viel Zeit zum Fotografieren und Filmen, oft bis zu einer Stunde am Tag.

Ich zeichne keine Streckenlängen auf. Die von mir hier genannten Kilometerangaben entsprechen etwa den offiziellen Angaben zu den Wegen. Oft stehen für die selbe Route in verschiedenen Online-Medien und Wanderbüchern sehr unterschiedliche Längen. Hier wähle ich meist einen Mittelwert.

 

Definition "Fernwanderweg"

Es gibt unterschiedliche Definitionen, ab welcher Länge eine mehrtägige Route als Fernwanderweg bezeichnet werden kann, von "mindestens 500 km und grenzüberschreitend" bis zu "alles, wofür man mehrere Tage lang unterwegs ist". Im allgemeinen Sprachgebrauch und im Tourismus wird der Begriff inzwischen für fast jede Etappenwanderung benutzt. In meine Auswahl nehme ich Wege auf, die mindestens in fünf offizielle Etappen eingeteilt sind.

 

Ausrüstung

Da ich es durch meine vielen Ultratrail-Wettkämpfe gewohnt bin, selbst auf sehr anspruchsvollen hochalpinen Strecken mit guten Trailrunning-Schuhen zu laufen, bin ich auch beim Wandern ausnahmslos mit solchen Schuhen unterwegs. Stöcke nutze ich fast immer. Erstens kommt man mit Stöcken leichter voran, zweitens verteilt sich mit Stöcken die Gelenkbelastung und der Muskeleinsatz auf Beine und Arme, vor allem bieten Stöcke aber deutlich mehr Sicherheit auf rutschigen, steinigen oder stark verwurzelten Wegen. Wichtig ist meiner Meinung nach aber, dass man Stöcke zum Zusammenstecken nimmt, keinesfalls welche mit Schraubgewinde. Ich habe es früher schon mehrfach erlebt, dass sich ein Gewinde beim Wandern gelöst hat und mich der plötzlich unter mir schrumpfende Stock stürzen lies. Für Winter und Sommer habe ich zwei verschieden große Deuter-Rucksäcke. Anfangs fotografierte ich mit der Canon EOS M50, die sich aber schon nach wenigen Wochen als extrem störanfällig erwies, nach 8 Monaten wechselte ich auf die Nikon D5600. Merino-Wolle ziehe ich seit Jahren lieber an als normale Sportbekleidung. Auf Schlafsack, Zelt und Kocher verzichte ich.

 

 

 

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© Günter Kromer